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Neue Nähmaschine mit Obertransport, Kniehebel und automatischem Fadenschneider gesucht

  • Hi,


    ich nutze aktuell eine W6 3300 Pro die bisher ihren Job auch gut gemacht hat. Bei meinem letzten Projekt (Jacke mit Volumenvlies) musste ich allerdings feststellen, dass mit doch einige Features fehlen die mein Leben einfacher machen könnten. Der zuvor bestellte W6 Obertransportfuß hatte bereits nach der Hälfte schlapp gemacht. Das Teil ist schon sehr klapperig.


    Cool wäre ein zusätzliches Fußpedal oder Schalter um den Nähfuß elektrisch anzuheben. Gibt es sowas? Ein Kniehebel würde auch gehen nur stört mich der Gedanke ständig eine Metallstange zwischen den Beinen zu haben.


    Dann noch die wichtigste Frage, welcher Hersteller bietet den besten Obertransport an?


    Ich freue mich auf Feedback :)


    p.s.: Budget: so günstig wie möglich und so teuer wie nötig.


    LG Billy

  • Ein Kniehebel würde auch gehen, nur stört mich der Gedanke ständig eine Metallstange zwischen den Beinen zu haben.

    Der Kniehebel ist rechts vom rechten Knie - du drückst nach außen, um den Fuß anzuheben.
    Das automatisiert sich sehr schnell ...
    Für meinen Geschmack ist das sinnvoller als eine Taste.
    Ich will ja gerade NICHT die Hände vom Nähgut nehmen ...

    Beste Grüße aus Schleswig-Holstein
    Steffi


    Meine Devise: "...close enough to perfect for me!"
    (nach einem Song der Country-Band ALABAMA)


    Mein Blog: Das Landei

    Einmal editiert, zuletzt von Devil's Dance ()

  • Cool wäre ein zusätzliches Fußpedal oder Schalter um den Nähfuß elektrisch anzuheben.

    Schalter = Taste an der Maschine ist weit verbreitet bei den Computermaschinen.


    Mit Fußschalter gibt es auch, in einem Pedal, teilweise auch mehrere Funktionen wahlweise zu programmieren.


    Welche Maschinen das sind, wissen vermutlich andere besser.

    Viele Grüße
    Do-it


    Wer nähen kann, ist klar im Vorteil.

  • Dann noch die wichtigste Frage, welcher Hersteller bietet den besten Obertransport an?

    ... da sind die Meinungen natürlich unterschiedlich...
    Ich liebe den AcuFeedFlex von Janome - auch wenn ich ihn kaum brauche. Meine 6700 schafft das meiste auch ohne.
    Der von Bernina ist auch gut - aber natürlich teurer.
    Ob Brother und Juki so einen integrierten Obertransport haben, weiß ich gar nicht ...

    Beste Grüße aus Schleswig-Holstein
    Steffi


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  • Für meinen Geschmack ist das sinnvoller als eine Taste.
    Ich will ja gerade NICHT die Hände vom Nähgut nehmen ...

    Da hast du recht. Ich meinte eine zusätzliche "Taste" am Fusspedal. Hatte mich falsch ausgedrückt.


    Deine genannte Jamone ist mir auch direkt ins Auge gesprungen.

    Die Jukis haben auch einen integrierten Obertransport.

  • Die elna excellence 720 pro - das ist die "weiße Schwester" der janome 6700 - ist eine Flachbettmaschine.

    Finde ich super - und ich kenn genügend Leut, für die das Flachbett das Ausschlußkriterium ist. (Ich hab sie gekauft, weil Flachbett...)


    Kniehebel ist rechts von Dir, nicht mittig vor Dir.
    Den Accufeed hab ich ganz am Anfang mal ausprobiert - und seither keinen Grund gehabt, ihn anzubauen. Ich dreh dafür gern am Füßchenandruck, das verhindert bei mir das verschieben von Stofflagen gefühlt besser. (Wahrscheinlich mehr persönliche Macke, als echte Sachlage.)

  • Noch eine Stimme für den Kniehebel. Möchte hier den Aspekt betonen, dass mit dem Hebel der Fuss fein dosiert gehoben bzw. gesenkt werden kann.

  • Möchte hier den Aspekt betonen, dass mit dem Hebel der Fuss fein dosiert gehoben bzw. gesenkt werden kann.

    ... stimmt!
    Mit dem Knopf geht wahrscheinlich nur "entweder ganz hoch - oder ganz runter" ...

    Beste Grüße aus Schleswig-Holstein
    Steffi


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  • Einen Kniehebel zum Füßchenheben hat meine Pfaff (Performance 5.0) zwar, aber ich nutze ihn nie.


    Was ich schon öfter mal nutze, ist die Programmierung des Füßchenhebers (die vermutlich die Nachfolgemodelle und Schwestermodelle auch haben): Man kann über ein einfaches Menü einstellen, dass sich bei jedem Nähstopp das Füßchen hebt.

    Das ist vor allem dann praktisch, wenn man öfter um Ecken näht oder Patchwork in der Kette (ein Stück nach dem anderen).

    Bei komplizierten Näharbeiten, bei den ich öfter anhalten muss, ist es unpraktisch, da schalte ich es aus.


    Zum IDT kann ich mangels Vergleich nichts sagen, aber alles in allem näht meine Maschine so, dass ich kein Bedürfnis nach einer anderen habe.


    Nachtrag: Die Janome 6700 hatte ich damals auch ins Auge gefasst und mich vorab auch eigentlich schon dafür entschieden. Vor Ort lag sie mir aber dann "gefühlsmäßig" nicht so gut, wie erhofft. Was mich aber auch ohne Gefühl gestört hat war, dass ihr Dreifachgeradstich auf eine maximale Stichlänge von 2,5mm begrenzt ist, da ich diesen Stich gerade bei stabilen Stoffen sehr schätze, aber eher in 3,5-4mm Länge. Meine Pfaff kann das.


    Noch ein Nachtrag: Auch die Nadelstellungsoptionen schätze ich an meiner Maschine sehr. Bevor ich sie hatte, wusste ich noch nicht, dass es das gibt und habe es nicht vermisst: Man kann per Taste einstellen, ob die Nadel bei jedem Nähstopp oben oder unten verbleibt. (Die grundsätzliche Einstellmöglichkeit haben viele Maschinen, soweit ich weiß). Zusätzlich fährt aber durch leichtes Antippen des Fußpedals die Nadel umgehend in die andere Stellung, ohne die Grundeinstellung zu ändern.

    Das hatte ich sofort verinnerlicht, nutze es viel und vermisse es, sobald ich an einer anderen Nähmaschine sitze.

    Und dann hat sie noch etwas, was ich analog zu meiner alten Paff 362 "Stoppmatic" nennen würde: Auf Knopfdruck nach Fertigstellung der Naht fährt der Nähfuß noch ein Stückchen höher und der Transporteur senkt sich ab, so dass man den nächsten Stoff bei hohem Nähfußhub gut unterschieben kann, und obendrein unten keine Zähnchen bremsen. Allerdings muss ich sagen, dass sich ohne den Extrahub am Ende einer Naht jene typische Schlaufe des Oberrfadens bildet, die man dann rausziehen muss, wie früher bei den alten Maschinen mit DUG oder CB-Greifer. Da ich das gewöhnt bin, stört es mich nicht.


    Nachtrag 3: Ich will hier nicht Werbung für meine Maschine machen, die es ja auch nicht mehr gibt, aber darauf aufmerksam, dass es noch andere nette Kriterien für oder gegen ein Modell geben könnte, das man vielleicht nicht auf dem Schirm hat, wenn man es nicht kennt.

  • Mein Wissen und meine Erfahrungen:


    Für eine neue Nähmaschine mit einem sinnvoll nutzbaren Obertransport solltest du ab 1.200 Euro rechnen, eher ab 1.500 Euro.


    Die anschraubbaren Obertransportfüße, die ich kenne (den von Janome zum Beispiel kenne ich nicht) sind kein Obertransport, sondern übles Marketing. Die haben überhaupt keinen Antrieb. Bei denen gleitet nur ein Teil des Transportfußes mit dem Stoff mit und wird beim Heben des Fußes mittels Federkraft zurückgezogen.


    Ganz schwierig wirds dann bem Rückwärtsnähen, da ist der bewegliche Teil ja bereits vorne am Anschlag und kann sich nicht weiter bewegen. Darauf wird in den mir vorliegenden Bedienungsanleitungen auch hingewiesen: Dort werden maximal 3 Stiche für das Rückwärtsnähen empfohlen, sonst ist es mit einer sauberen Naht schnell vorbei. Zudem sind Zierstiche (bei denen Rückwärts genäht wird) nicht möglich.


    Zudem ist bei den anschraubbaren die Nähfußform vorgegeben.


    Siehe zum Beispiel: Obertransportfuß – Funktionsvergleich nachgerüstet und ab Werk (DFT, IDT)


    Bei integrierten Obertransportfüßen können hingegen in der Regel die meisten Nähfüsse (also nicht alle) der Nähmaschine genutzt werden.


    Es gibt auch Obertransporte deren Geschwindigkeit zum Untertransport verschoben werden kann. Ob das sinnvoll ist weiß ich nicht.


    Meine Erfahrung ist zudem das qualitativ gute Nähmaschinen für Problemstoffe häufig überhaupt keinen Obtransport benötigen. Das Material von Stichplatte, Untertransport und Nähfüßchen kann bei einem höheren Preis offensichtlich sauberer verarbeitet werden, so dass der Stoff besser gleitet.


    Einen mechanischen Kniehebel kann ich an meinem "Nähtisch" nicht nutzen. Bei Nähpausen hebt meine Nähmaschine aber automatisch den Nähfuß, so dass ich den Stoff dann direkt drehen kann. Zudem muss ich meine Nähmaschine immer wieder auf dem Tisch verschieben, da mein Platz begrenzt ist, was einen Kniehebel auch ausschließt.

    2 Mal editiert, zuletzt von MrMurphy ()

  • Schau Dir die Pfaff 720 an. Mit Kniehebel, möchte nicht mehr ohne. IDT, den man anhängen kann, nicht muss, um den Obertransport zu aktivieren , autom. Schneiden kann man einschalten. Das habe ich gleich deaktiviert, bei Klamotten nähen war es nervig.

    Mit einer Leihmaschine, die Du testen kannst, hättest Du die Garantie, dass die Maschine für Deine Bedürfnisse passt und Du kannst mehrere Modelle ausprobieren.

    Alternativ konnte ich meine gekaufte Maschine testen und bei Nichtgefallen zurückschicken.

  • @'Billy Boy Thornton
    Ich will noch mal sagen, was mich für die Janome MC 6700/Elna excellence 720 pro eingenommen hat:
    Aline erwähnte ja schon, dass es Flachbettmaschinen sind, die, in einen Tisch eingelassen, einem so'n bissl das Profi-Maschinen-Feeling geben. Gerade bei großen/schweren Teilen ist das ein viel komfortableres Arbeiten.
    Mit 1.100 St/min sind sie etwas schneller als andere Haushaltsmaschinen.
    ... und: sie haben den schmalen "Profi-Geradstichfuß" mit zugehöriger Geradstichplatte, wahlweise auch mit Obertransport. Damit näht man fast 😉 so gut wie mit der Geradstichmaschine...
    (... und wenn du so eine günstig haben möchtest: Bei mir seht noch eine in der Elna-Variante herum, mit unvollständigem Zubehör - dafür für weniger als 50% des Neupreises :pfeifen: )

    Beste Grüße aus Schleswig-Holstein
    Steffi


    Meine Devise: "...close enough to perfect for me!"
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  • Vielen Dank für den exzellenten Input :thumbup:

    Mit einer Leihmaschine, die Du testen kannst, hättest Du die Garantie, dass die Maschine für Deine Bedürfnisse passt und Du kannst mehrere Modelle ausprobieren.

    Interessant. Ich war gerade auf naehmaschine4you. Dort würde eine Janome 6700 für 3 Monate 285€ kosten. Würde ich 3 Maschine leasen wären das fast 1000€.
    Ich sollte die Maschinen wenigstens vorher in Augenschein nehmen.


    @Devil's Dance

    Danke für dein Angebot. Eine Flachbettmaschine wäre für mich kein Ausschlusskriterium.

    Ich werden aber erstmal ein paar Maschinen testen bevor ich noch die "falsche" kaufen.


    Was ich aus euren Reaktionen mitnehmen konnte. Fadenschneider und Obertransport sind kein Muss. Kniehebel aber schon. Das erweitert die Suche deutlich.

  • Also wenn du die Möglichkeit hast, dir mal verschiedene Maschinen in einem Geschäft anzuschauen, dann ist da schon Gold wert. Bei meiner Overlock wollte ich damals nach einem Fehlgriff einen weiteren vermeiden und habe tatsächlich ca. 1h Autofahrt entfernt ein Geschäft aufgetan, welches 3 meiner 4 Favoriten vorrätig hatte und bin mit meiner Wahl heute noch sehr glücklich.


    Das Mieten von Maschinen ist tatsächlich eine gute Sache. Du hast aber Recht, um aus mehreren Favoriten die geeigneteste auszuwählen, dafür könnte es schon arg teuer werden. Ich denke, dass ist eher dann eine gute Lösung, wenn man sich schon auf ein bestimmtes Modell eingeschossen hat und einfach nochmal wissen möchte, ob es denn auch wirklich passt.

    Manchmal gibt es übrigens da auch Aktionen.

    Ich nutze zum Beispiel gerade für mich die Option des Mietens, um herauszufinden ob ich dem Maschinensticken nochmal eine Chance geben möchte oder nicht.

    Ja, dafür muss ich zwar auch Geld ausgeben aber letztendlich nicht mehr, als wenn ich einen Kurzurlaub mit Übernachtung und Verpflegung in der Gegend vom Nähpark gemacht hätte. Und wenn ich überlege, wieviel Verlust ich mache, wenn ich jetzt meine Bernette-Kombi verkaufen würde… dafür könnte ich schon noch ein Weilchen mieten. 🙈


    Bei einigen Anbietern kannst du online übrigens auch nach Ausstattung filtern oder Maschinen direkt vergleichen. Die Vergleichsfunktion vom Nähpark mag ich ganz gern.

  • Fadenschneider und Obertransport sind kein Muss.

    Bei meiner Husqvarna Viking Sapphire 930 dachte ich erst, den Fadenschneider brauche ich nicht. Ich nutze ihn aber sehr gerne.


    Er zieht den Oberfaden nach unten und schneidet auf 3 cm Restlänge ab. Ich muss also nachschneiden. Kein Nutzen wäre für mich eine Maschine, die 1 cm Stummel hinterlässt.


    Mein Vorschlag für dich: ausführlich im Internet lesen und auch Youtube Filme ansehen. Dann Zeit nehmen und zu einem größeren Händler oder ev. mehreren fahren und die Maschinen der engeren Wahl selbst ausprobieren.

    Viele Grüße
    Do-it


    Wer nähen kann, ist klar im Vorteil.

  • Das musst du für dich selbst rausfinden.

    Ich würde keine Maschine ohne Fadenschere kaufen, Kniehebel benutze ich nur an der Bernina.


    Obertransport auch ja. Aber nur einen der auch gut funktioniert. Die gängigen angeschraubten Obertransportfüße mag ich gar nicht. Entweder eingebaut oder den Accufed von Elna/Janome.

    Der Accufeed ist klasse und ich nehme ihn gern. Bei der Bernina habe ich noch nicht genug Erfahrung, aber bis jetzt nichts zu meckern.


    Übrigens brauchte meine ehemalige Juki DX5 nie den beiliegenden Obertransportfuß, die hat alles super transportiert.

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    LG
    Karin

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