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Posts by Aline

    :knuddel:


    Lass den Ärmel erstmal in Frieden.


    Ja, Du schneidest unter der Achsel was weg - der Armausschnitt ist durch die FBA ja etwas näher da ran gerutscht.

    Und das Stückchen schneidest Du weg.

    Soviel, das Du die ursprüngliche Armlochform wieder hast. (Korrekt: Vom durch die FBA erzeugten Abnäherinhalt schiebst Du ungefähr 1 cm in's Armloch... )

    An und für sich ändert sich nämlich am Ärmel nix durch 'ne FBA.


    Und denk bei der Anprobe dran, das da noch NZ dran ist - die Naht für den Ärmel wird später tiefer liegen.

    (Und ein Tanzkleid, das "unten" bleibt, wenn Du den Arm hebst, ist von Vorteil. Schweißblätter sind's ebenso...)


    Wenn der Ärmel dann tatsächlich am Oberarm/Bizeps zu weit ist (Frauen haben damals ganz anders arbeiten müssen, also sah auch die Muskulatur entsprechend aus und brauchte Platz im Kleid...), dann würd ich das Gegenteil der Burda'schen Ärmelerweiterung machen: An der zu weiten Stelle waagerecht und senkrecht bis jeweils kurz vor die Nahtlinien einschneiden, und die Teile soweit gleichmäßig übereinanderschieben, bis der Ärmelumfang am Bizeps passt. Evtl. die Knicke in Armkugel und Ärmelkante unten glatt zeichnen.


    Stoffe ohne Elasthan brauchen etwas mehr Weite als welche mit Elasthan - auch daran bitte denken. (In den 20ern gab's noch keine Gummigewebe;), wie wir sie heute gewöhnt sind.)

    Armlöcher kann man tiefer ausschneiden. Ich würd mich da mal mit 0,5 bis allerhöchstens 1 cm rantasten.

    Danach würd ich erst mal den Ärmel einsetzen - und dann mal die Arme im beärmelten Kleid bewegen.

    (Auch und gerade, wenn Du noch die Nahtzugaben am Schnitt dran hast...)


    Das sieht nach 'nem genialen Bewegungsfreiraum aus - je enger das Armloch nämlich am Körper bleibt, desto besser kannst Du die Arme bewegen, ohne - grad bei bewegung nach oben - das ganze Kleid mithochzuziehen.

    Und die Weite könnte ebenfalls für die beweglichkeit nötig sein - das lässt sich aber am probeteil auch per Abstecken so weit verengern, das Du Dich bewegen kannst, ohne zuviel Ärmel zu haben.


    (Ich hatte Dir doch nebenan schon geschrieben, das Du bei der von Dir verwendeten FBA-Methode das Armloch etwas vertiefen musst, weil es dabei nunmal hochkippt, Richtung Achsel.)

    Wenn Du nicht von 'nem 2oer-Jahre-Flapper geschrieben hättest... normalerweise fängt man heute die entstandene Mehrweite über einen Abnäher wieder ein.

    Der kann auch nachträglich eingefügt werden - im Prinzip an jeder möglichen Position, solang die Spitze zum BP zeigt...


    Je nachdem, wieviel Mehrweite Du da für die Brust benötigst, und wie sich Dein Stoff verhält, würde ich einen Abnäher horizontal zum BP hin einbauen, aber nicht nähen, sondern im Bereich der Seitennaht nur einhalten (Fake-FBA, wird gern bei T-Shirts genommen.


    Möglicherweise musst Du oben unter der Achsel ein bißchen was wegnehmen (0,5 bis 1 cm, würd ich schätzen) - der Armausschnitt kippt bei dieser Art FBA ja nach oben.

    Von 'nem Blindfisch: Geh auch mal zum Optiker, und lass Deine Sehschärfe bei Nähabstand/Nadelfädelabstand kontrollieren.

    Manchmal gibt das sehr überraschende Ergebnisse.

    (Ich hab seither z.B. 'ne Nähbrille... wirkte geradezu Wunder, auf einmal hatten alle Nadeln wieder gut sichtbare Öhre.)

    Och, es gibt auch Seiden-Vliese. Oder man nimmt gleich die Kokons...

    aber dann wäre ich für Luxus pur: Auch die Rückseite aus Seidengewebe.

    (Das müsste eine wunderbar warme Decke geben, die trotzdem auch im Sommer noch nutzbar ist.)

    Stell Dir den Tascheneingriff mit untergeschobener Klappe mal als ganzes vor - wo und wie müsstest Du den einschneiden, wenn das jetzt alles am Stück wär?


    Das wäre dann ja erstmal ein schmales Rechteck, das mittig aufgeschnitten wird - entfällt hier, weil obere und untere Kante eh schon an 2 Stoffteilen hängen, also nicht zusammenhängend sind.

    Dieser waagerechte Einschnitt geht nicht bis direkt an die kurzen, senkrechten Seiten des Tascheneingriffs - sondern enden etwa 1 cm davor.


    Und von da aus wird schräg nach oben und unten jeweils zur Ecke hin bis zur Naht eingeschnitten - dabei entsteht so'n kleines Dreieck...


    Und genau das machst Du da an der Ecke auch - der Abnäher ist irritierend, ändert aber nix an der grundsätzlichen Technik.

    (Nein, ich hab den Blazer nicht genäht, aber ähnliches gibt's ja öfter mal... also zumindest hier bei mir.:o:pfeifen:)

    Notfalls einen Blusenpopelin als eingenähte Verstärkung...

    Je nach Oberstoff und Bundform, würd ich zu H200, fertigem Stanzband (Bundfix), H410 (die hat stabilisierende Fäden längs drin, quer genommen im Bund wirkt die super), G700, G710, G740 ... greifen.


    (Ich hab auch noch ein Bundfix-ähnliches Gewebeband, das wird aufgebügelt und ist sehr stabil - das wäre dann die Variante Brett... das war aber m.W. nicht von Freudenberg Vlieseline)

    Der "Trick" bei Weißquilts ist, das schöne der alten Weißwäsche zu bewahren, auch wenn sie als ganzes nicht mehr taugt.

    Und ja, monochrome Patchworktops sind was besonderes. Sie haben ganz eigene herausforderungen, z.B. bei der Farbverteilung. Ob nun nur Weiß (und es gibt unglaubliche viele Abstufungen von weiß) oder rot, grün, gelb, schwarz...

    Völlig egal, wenn man nur 1 Farbe (oder Nichtfarbe) hat, muss man bei der Kombination mit ihr selbst sehr aufpassen, welche Nuancen man wo und wie kombiniert.


    Das heißt auch, das man bei klassischen PW-Blöcken sich die Blöcke passend zum zur Verwendung stehenden Stoff aussucht, und nicht den Block wählt, der einem grad am besten gefällt, aber die bewahrenswerte Stelle der alten Weißwäsche (zer)stört.

    Und auch, das man von manchen klassischen Blöcken nur das Prinzip hernimmt. LogCabin geht ja auch in einfacher Runde um ein großes Mittelquadrat.

    Ach, und ein Block kann auch einfach das 1 Stück schön strukturierter Damast im ganzen gelassen sein - da kann man dann ggf. mal was "besonderes" drauf quilten.

    Außerdem kommen bei Weißquilts oft und gerne Crazy Patchwork-Blöcke zum einsatz... auch, weil viele Stoffe je nach Lichteinfall zum Fadenlauf hin unterschiedlich wirken.


    Aber ich würde nicht sagen, das bei Weißquilts die 3-D-Effekte, auch durch's Quilting

    betonter sind, als in "normalen" Quilts.

    (Höchstens dann, wenn viel Spitzen und Lochstickereistoffe verwendet wurden - da muss ja immer noch ein Stoff drunter, damit man das Batting nicht rausrieseln hat.)


    Bei Whole-Top-Quilts ist es nur das Quilting, das wirkt.


    Ansonsten... idealerweise sind Patchtop und Quilting ein harmonisches Zusammenspiel, das erst als Gesamtwerk überhaupt die Wirkung hat, die es hat.

    Bei Bekleidung hast Du aber nie das Problem, das Du am Ende 12, 16, 20 ... Blöcke haben solltest, die in den Außenmaßen exakt gleich groß sind und (idealerweise) völlig eben liegen.

    Außerdem ist es vom reinen Arbeitsaufwand was anderes, ob Du 2 oder 200 mal so ein Y nähen "darfst". Zumal beim Y nähen das schneller werden mit mehr Übung ziemlich schnell zu seinem natürlichem Ende kommt.


    Stürzt Euch nicht so auf das Y.

    Das ist eine auch in PW-Blöcken - äh, gerade in PW-Blöcken - sehr unübliche Naht.

    (Im Bekleidungsbereich ist die auch nicht so häufig, eingesetzte Dreiecke sind eher selten, und Spitzpassen werden sehr oft nur knapp aufgesetzt... ich mein ja nur.)


    Und hört 2. mal ganz dringend damit auf, vom Bekleidungsnähen auf's Patchworken zu übertragen. Das sind tatsächlich ganz unterschiedliche Nähwelten. Mit sehr unterschiedlichen Lösungen für sehr ähnliche Probleme.


    rufie Vielleicht guckst Du Dir mal ArtQuilts an. Malen mit Stoffstückchen - und holst Dich damit mal aus dem Block/der Gedankenbox.

    Auch aus Panelen kann man viel mehr machen, als nur 'nen Rahmen gleich welcher Art drumsetzen.

    Bei Dir könnte ich mir was Kollagen-artiges, und das Panel als auch die Borderdrucke werden "aufgelöst", vorstellen...

    Außerdem heißt das ja auch, man kann nicht die Naht durch übernähen mit der nächsten Quernaht sichern.

    Also jedesmal punktgenau Nahtzugabenbreit vor dem Stoffstückende die Naht verriegeln.

    Dummerweise heißt das, die Naht dort braucht ein wenig mehr Platz unterm Stoff, weil mehr Faden übereinander liegt, als die einfache Naht.

    Oder man hat halt überall Knötchen zu knoten.


    Beides kann ziemlich störend wirken.


    (Eigentlich sichert man bei Patchwork nirgends die Nähte, so wie man das bei Bekleidung macht.

    Man näht mit relativ kurzer Stichlänge, und die nächste Naht, die das nächste Stoffstück ansetzt, sichert die vorherige Naht.

    Einzig, wenn man ein Top Longarmquilten will, werden die Nähte außen am Toprand gesichert. Damit das Top auflösungsfrei auf die Longarmmaschine gepackt werden kann.)

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