Die Krankenhaustasche - vorbereitet für alle Fälle

  • Nein, ich möchte jetzt keine Panik verbreiten!

    Erst gibt es eine Geschichte, die nichts mit Corona zu tun hat.

    Vor einigen Jahren bin ich am späten Abend gestürzt. Im Ergebnis des Sturzes musste ich ins Klinikum. Am Anfang war noch unklar, wie lange der Aufenthalt dort dauern würde.

    Ein Sohn hatte Frühschicht und er schlief schon, da er 4.30 Uhr aufstehen musste, der 2. war nicht erreichbar und der Jüngste einige hundert Kilometer weit weg beim FSJ in der Uckermark.

    Selbiger aber hatte aufgrund der noch sehr guten Kontakte zu seiner Klasse telefonisch organisiert, dass ein Klassenkamerad zu mir nach Hause fahren sollte und Sachen zusammen packen für den Fall, das ich stationär bleiben müsste.


    Ich musste nicht - aber die Vorstellung, dass ein mehr oder weniger Fremder noch nicht ganz Zwanzigjähriger in meiner Unter- und Nachtwäsche kramen würde um die zusammen zu packen brachte mich sehr dazu nach Hause zu wollen! =O8|

    Ich weiß nicht, ob das verständlich ist, aber mich verunsicherte der Gedanke und so habe ich in der Folge dessen in Erinnerung wie es war, eine Krankenhaustasche zu packen für die spontan zu erwartende Geburt (also früher...) , beschlossen für ähnliche spontane Aufenthalte in einem Krankenhaus eine gepackte Tasche zu haben, deren Inhalt von mir zusammen gestellt griffbereit im Schrank links genommen werden kann, wenn sie benötigt wird.


    Daran habe ich mich heute erinnert. Das Gepackte ist jedoch auf Dauer nicht in Benutzung, so dass es zusätzlich verfügbar sein musste. Ich habe Pyjamas genäht und Unterwäsche. Handtücher, Badelatschen, Waschutensilien sind ebenso darin.

    Überlegt habe ich mir heute, einen neuen Bademantel zu nähen, der noch mit hinein soll und auch noch mal neue Socken zu stricken. Schön wäre, ich würde diese Tasche nie brauchen. Aber wenn... dann ist allein der Hinweis - fertig und zusammengestellt ausreichend und er schützt meine Intimsphäre.


    Vielleicht können wir zusammen mal überlegen, eine solche Tasche zu nähen und auszustatten?

    Viele Grüße
    Anne


    5. Mose 26 V.17

  • Dann geh ich wohl morgen früh mal Stoffe auswählen. Mein erster Gedanke galt beim Lesen der Überschrift auch gleich mal meinen Schwangerschaften.

    Ich habe keine Wespentaille. - Ich habe eine Hummelhüfte.

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  • Ja, die Krankenhaustasche - leider bei uns schon mehr als einmal für meinen Mann gebraucht worden. Nachdem er einmal sehr schnell ins Krankenhaus musste, während wir nur 90 Minuten aus dem Haus waren, und wir dann nach dem Packen seiner Tasche erst einmal eine halbe Stunde in die falsche Richtung in ein falsches Krankenhaus fuhren (Rettungsdienst musste auf dem Weg das Ziel ändern), dann knapp 1,5 h wieder in die andere Richtung, und er in der Zwischenzeit gerne etwas zum Wechseln gehabt hätte, wurde auch hier beschlossen, dass solch eine Tasche immer bereit stehen sollte - nur für den Fall des Falles. Bei uns wird der Inhalt turnusmäßig getauscht, weil auch Medikamente drin sein müssen.

  • Mhm ... darüber habe ich mir noch nie Gedanken gemacht.


    Ich würd' wahrscheinlich spontan sagen, bring' mir die kleine Sporttasche aus dem Kofferraum mit. Die steht üblicherweise und darin sind eine Flasche Wasser, Duschzeugs, Schlappen, zwei Handtücher, T-Shirt, Sporthose, Trainingsjacke, Sportschuhe, Strümpfe und Unterwäsche. Das würd' erst mal reichen. Zahnputzzeugs für unterwegs hab' ich in der Handtasche.


    Nach einem Nachthemd oder einem Schlafanzug könnte man lange vergeblich suchen - hab' ich nicht. Das wär' mal ne Nähidee.

    ... egal wo ich mich verstecke, das Chaos findet mich zielsicher ... :pfeifen:

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  • Bei mir steht seit einigen Jahren auch so eine Tasche.

    Aus Erfahrung klug sein!!

    Wir hatten viel Besuch, Kinder und Enkel waren zu Besuch und ich bekam nachts deftige Schmerzen, Erbrechen usw. Der Notarzt kam schnell. Ich war aber nur im Schlafanzug und hatte vor lauter Schmerzen auch keinen Sinn fürs Tasche packen. Gut es ging dann auch ohne aber es war mir nicht so recht dass der Besuch dann in meinem Schrank alles zusammen suchen mußte am nächsten Tag. Seitdem steht da immer eine Tasche im Schrank........

    Hoffe ich brauche sie nicht .

  • Bei uns stehen 2 gepackte Boxen : eine für mich, eine für meinen Mann. Oben drauf ein Schriftstück mit Angaben zur Krankenkasse, Versicherung und den regelmäßigen Medikamentem.

    Dann ist die Tasche ganz schnell für den Notfall umgefüllt.

    LG gisaa

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  • Joaaa, stimmt schon, könnte man machen. Aber ist das nicht ein bisschen paranoid? (Nicht böse gemeint!!!)

    Vergiss niemals, dass ältere Frauen coole Mädchen sind, die nur schon lange leben!

  • ich war jetzt alles in allem 4 x nach Unfällen im KH... ein Notfaltäschchen war da meine letzt Sorge

    Ich mag verdammen, was du sagst, aber ich werde mein Leben dafür geben, dass du es sagen darfst.
    Voltaire
    Gruß
    Nanne

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  • Na vielleicht ist es auch ein Überhängsel aus den Schwangerschaften früher. Da stand ab 7. Monat die Tasche immer bereit. In den 70 er Jahren war Besuch in der Frauenklinik noch sehr eingeschränkt. Da war es gut man hatte alles schon vorher zusammen gepackt und konnte es mitnehmen.


    Nein ich will keine Panik verbreiten. Zur Zeit ist auch Besuchsperre im Krankenhaus und nicht jeder hat ein Krankenhaus um die Ecke.

  • So ne Tasche fertig zu haben, hab ich noch nie drüber nachgedacht. Ist aber eine Überlegung wert.

    Liebe Grüße

    Walter


    Bist Du wütend zähl bis vier, hilft das nicht dann explodier! Wilhelm Busch


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  • Das scheint mir besonders sinnvoll zu sein, wenn man unbedingt täglich bestimmte Medikamente braucht, oder wenn es ratsam ist, Vorerkrankungen zu dokumentieren. Darum: DANKE, liebe Anne, für das drauf Aufmerksammachen!

  • Mir war es wichtig, die Kleidung parat zu haben, ohne das man einem Fremden Regieanweisungen geben muss, wo welche Wäsche liegt.

    Das entfällt, wenn man nicht allein lebt und es einen Partner gibt, der das Packen übernimmt...


    Seitdem es diese Tasche in meinem Haushalt gibt, bin ich definitiv beruhigter und es war damals Anlass die Sachen zu nähen, die darin nun auf den Fall der Fälle warten und hoffentlich nicht schnell oder oft gebraucht werden.

    Viele Grüße
    Anne


    5. Mose 26 V.17

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  • Auch in meinem Haushalt gibt es seit Sommer eine Kh-Tasche. Geldbörse und Handy fertig. Auf dem Handy ist immer eine Datei mit meinem Medikamentenplan und Vorerkrankungen

    Liebe Grüße aus Ostfriesland

  • ich habe in meinem Handy sogar Notfallkontakte und Medis gespeichert. Ich habe eine Notfalldose im Kühlschrank und ja, seit meine Eltern nicht mehr können, habe ich eine gepackte Notfalltasche, die ich alle 6 Monate auf entsprechende Saisonware anpasse. Es gibt für mich nichts gruseligeres, als jemand in meiner Wäsche wühlen zu lassen. Ich stand schon mal,im Krankenhaus und hatte nichts und niemanden, der was holen konnte. 3 Tage in der gleichen Wäsche war grausam. Da fühlte ich mich nur noch eklig. Seit dem habe ich immer eine Powerbank dabei und Tasche ist gepackt und wird im RTW mitgenommen!


    Jetzt steht die Tasche in Lübeck. Ich müsste jetzt mal tauschen, aber ich hab hier viel mit, sogar meine Notfalldose.

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  • Ich glaube, der Unterschied liegt auch darin ob es ein geplanter - planbarer oder spontaner KH Aufenthalt wird.

    Wenn also die Zeit nicht vorhanden ist oder war, sich mit den benötigten Utensilien die man braucht, auseinander zu setzen.

    Ist es spontan, ist i.d.R. ein Ereignis Ursache, dass in sich auch eine Portion Aufregung beinhaltet und dringend medizinische Überwachung oder Behandlung erfordert. Von dieser Aufregung können auch Angehörige betroffen sein und man nimmt ihnen allen das (zusammen)Suchen und Überlegen was der Betroffene benötigt oder haben möchte, ab.


    Das passt leider in die gegenwärtige Zeit und ich hoffe für uns Alle, dass es keine spontanen derartigen Entscheidungen geben muss und die Tasche(n) derzeit nicht benötigt werden.

    Viele Grüße
    Anne


    5. Mose 26 V.17

  • Andere in meiner Wäsche wühlen zu lassen und dann noch ein 20- jähriger, wäre mir allerdings auch ein ziemlicher Graus. So eine Tasche finde ich deshalb schon sinnvoll, gerade wenn man nicht im Familienverband lebt.

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  • Ich habe mir das tatsächlich auch schon vorgenommen. Diese Woche soll die Tasche gepackt werden. Ich habe im Job immer mit vielen verschiedenen Menschen zu tun, reise kreuz und quer durch DE und könnte mich jederzeit irgendwo anstecken. Da ich nicht mehr zu den jüngsten gehöre, will ich für Fieber und Co. in dieser Zeit gerüstet sein. Wenn ich im Fieber auch noch anderen Anweisungen geben müsste, --- vergiss es!

  • Für unsere Oma hatten wir damals auch so eine Tasche. Alle näheren Angehörigen wussten, wo sie steht und ich habe immer darauf geachtet, dass der aktuelle Medikamentenplan und Insulinplan drin lagen. Und natürlich auch alle Medikamente für einen Tag. Die Pens zum Spritzen und das Büchlein mit den Werten musste immer noch dazu gepackt werden. Außerdem alle evtl. nötigen Vollmachten als Kopie für den Fall der Fälle. Wir waren oft froh, in der Aufregung mit Krankenwagen etc. nur nach der Tasche greifen zu müssen.


    Da ich nicht allein wohne, und auch keine Medikamente regelmäßig nehmen muss, halte ich das für mich für nicht unbedingt erforderlich.

    "Ich interessiere mich nicht dafür, was andere von mir denken. Es sei denn, sie denken, ich sei großartig, dann haben sie natürlich recht." Miss Piggy ;)

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  • Wenn ich dichter bei wäre, würde ich sowas für meinen Stiefvater machen. Der ist nach langem KH-Aufenthalt immer noch sehr platt und müde. Man weiß nur nicht, ob es an den Medis oder der Herzinsuffizienz liegt. Wir hoffen und beten derzeit, daß er sich wieder erholt. Denn meine Mutter ist ganz allein mit ihm zuhause und mal eben hinfahren ist ja nicht. Für meine Geschwister auch nicht. Blöde Situation.

    Ich habe keine Wespentaille. - Ich habe eine Hummelhüfte.

  • Ich habe Corona zum Anlass genommen für meinen Mann und mich Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung zu erstellen. Außerdem habe ich wenigstens ein paar neue Schlafanzüge für uns beide bestellt, denn die Meisten waren wirklich nicht mehr vorzeigbar, wenn man mal ins Krankenhaus muss.

    Solch eine Tasche ist eine tolle Idee. Ich würde gerne mal eine solche Taschen nähen, wenn ich endlich wieder eine funktionierende Maschine habe.

    Einen Medikamentenplan habe ich in der Geldbörse und auf dem Handy.

    Liebe Grüße

    Gabi

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