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Posts by mama.nadelt

    Die Leute, die sich immerzu selbst disziplinieren, fallen vielleicht so gesehen positiv auf, aber es ist nicht gesund sich ständig alles zu verkneifen, finde ich. Und ich habe das Glück eine Familie zu haben, die mir auch sagt, wenn es jetzt wirklich ausufert. Und dann schaffe ich es sogar mich mal kurzfristig an der kurzen Leine zu halten...

    Ich denke, daß es genau das ist. Und eben unsere Affinitiät zur Handarbeit. Bei anderen (die ich kenne) geht es eher um Papierservietten mit besonders schönen Motiven oder Zahnpasta, wenn nicht gar Seife.


    Ich komme auch nur sehr schlecht an den Coupon-Kästen im Self Tissu vorbei. Nicht, daß ich die so dringend bräuchte, aber manchmal bekommt man so herzallerliebste Stoffrestchen, die man ja vielleicht doch mal...


    Es ist das klassische Verhalten der Jäger und Sammler...

    Thermomix. Auch wieder so ein Ding: Als der Kollege seiner Frau das Generikum zu Weihnachten schenkte (Frau kocht absolut nicht gern und offenbar schon gar nicht gut.), fragte mich mein Mann, ob ich auch sowas will.


    :eek: Ich habe so schon kaum Platz in der Küche und NEIN, will ich nicht. Ich habe Kochtöpfe, Pfannen und überhaupt, es schmeckt doch allen, wozu brauch ich das? Babynahrung muß ich auch nicht mehr kochen. Nö. Will nit. Ich brauch nicht jeden Firlefanz, den andere als gut erachten.


    Meine Nachbarin macht alle ihre Konfitüren, Suppen, ... mit dem Thermomix. Mein Neffe sogar im Sommer sein Eis. Dafür habe ich eine Sorbetière, die ich bei Bedarf einfriere und dann nutze. Ein lieber Freund krönt seine Essen mit herrlichen Saucen aus dem Thermomix. Alle sind sehr glücklich mit ihrer Maschine. Soit. Aber für mich ist es trotzdem ein unnützer Platzfresser in meiner Küche.


    Daran ändert auch der tollste Test nichts. Und bei Nähmaschinen bin ich für Probenähen, dann weiß man, worauf man sich einläßt...

    Karotten finde ich scheußlich, weil sie meine breiteste Stelle optisch noch dreimal breiter macht, als sie ohnehin schon ist. Ich habe abfallende Schultern, das liegt in der Familie. Ich kann also keine Handtaschen tragen (finde ich eh unpraktisch) und Schulterpolster trage ich trotzdem nicht.


    Werdet alle nach Eurer Facon glücklich, aber ich werde ein Achtziger-Jahre-Revival nicht unterstützen. Das Zeug (:2cent:) ist einfach nur häßlich und inakzeptabel. (Ganz abgesehen davon, daß ich keine wirklich schönen Erinnerungen mit diesem Jahrzehnt verknüpfe, aber das ist eine ganz andere Geschichte.)


    Muß ja nicht alles baggy, s(ch)lim(m) fit oder sonstwie "entstellend" sein. Ich kleide mich meinem Alltag angemessen und so, daß ich meine figürlichen Pluspunkte betone.

    Ich fand es toll, als das Sixties- und dann das Seventiesrevival kamen. Mit "vernünftigen" Stoffen sehr tragbar und einfach hübsch anzusehen.


    Warum es jetzt ein Eightiesrevival geben muß, erschließt sich mir allerdings in keinster Weise. Die modischen Verirrungen dieses Jahrzehnts sahen bereits vor 40 Jahren (excuse my Klatchian) kacke aus. Das ändert sich auch heute nicht. Meine Tochter hätte neulich gerne so ein Früh-Achtziger-Pullöverle gehabt wie man es aus "La Boum" kennt. Ich hätte vor Schreck fast in die Schulterpolster gebissen, um nicht laut loszukreischen.


    Es gibt einfach Dinge, die sollte man ruhen lassen: Scheußliche Föhnwellen, übertriebene Schulterpolster, Neon (außer für Sport) und Karottenschnitte gehören eindeutig in diese Kategorie. :graete:

    Unsere Oma wäre entzückt. :)

    Ich bin es auch. Dieses Geschirr hatten meine Großeltern. Meine Mutter hat ein blaues Muster daheim und ich bin mit diversen Teekannen unterwegs, weil ich nicht nur Schwarztee trinke.


    Und eines ist ja klar: Ostfriesische Gemütlichkeit hält stets ein Tässchen Tee bereit.


    Wir müssen dringend die Nordsee umleiten, das Elsaß ist zu hügelig und trocken. *seufz*

    Ich finde es okay als Näh-Snack für zwischendurch. Ist ja nicht als Dauerlösung gedacht, aber ich habe z.B. IMMER NOCH KEIN NÄHZIMMER :motz: und muß daher spätestens abends immer alle Näherei so aufräumen, daß das Wohnzimmer nicht komplett zugerümpelt aussieht, ich wohne ja nicht alleine hier. Da ist so ein Hoodie echt gut: Nicht denken, an der Linie entlang ausschneiden, zusammennähen. Ein schnelles Ergebnis und echte Urlaubsgefühle. Das ist dann nicht nur mir zuträglich, sondern auch meinen Lieben. Also alles total gut.

    Für die richtig guten Tage, an denen ich mir Nähzeit aus den Rippen leiern kann, werde ich trotzdem weiter zu Schnittmustern, Stoffen nach Wahl und "richtigem" Nähen greifen. Jedem Tierchen sein Pläsierchen.

    Er war sogar schon mal im Elternbeirat. Das hat aber dann trotzdem mit dem "Alltag" einer Schulmama nix zu tun.

    Ist aber bekannt, daß ich ein Wundertierchen bin: Deutsche, mache keine Tombola mit (Loseverkauf, s.o. Klinkenputzen) und will nichts verkaufen. Arbeiten gehe ich auch nicht. Wird wohl daran liegen, daß ich zu faul bin oder zu doof um Arbeit zu finden. (Ehrlich gesagt, ich finde zuhause mehr als genug davon...)

    Und dann kannst Du Dich umso mehr freuen, wenn sie gesund und munter so wie einsatzbereit nach Hause zurückkehrt.


    Bei mir/uns kehrt der Alltag wieder ein: Die Kindelein unterstehen ab heute wieder dem Bildungsministerium, mein Mann arbeitet heute schon wieder den dritten Tag, allerdings dieses Mal nicht von zuhause aus. Ich werde gleich mal den Oh-Tannebaum raussingen (abschmücken, singen, Baum rauswerfen) und die "Leuchtreklame" vom Haus entfernen. Damit kann der Salon endlich wieder begehbar gemacht werden. Es ist jedes Jahr wieder schön, wenn der Baum einzieht, aber dann ist auch wieder gut.


    Wir hatten vor Weihnachten "Gesprengte Ketten" mit Steve McQueen geschaut und haben dann unseren Ohrwurm gepflegt. Heute also der letzte Tag:


    On the twelfth day of Christmas

    my true love gave to me

    12 drummers drummin´

    11 pipers pipin´

    10 lords a-leapin´

    9 ladies dancin´

    8 maids a-milkin´

    7 swans a-swimmin´

    6 geese a-layin´

    5 golden rings

    4 calling birds

    3 french hens

    2 turtle doves

    and a partrigde in a pear tree


    Alles fehlerfrei und in sagenhaftem Tempo. Ab sofort übe ich dann die Choräle aus der Johannispassion, damit ich für die chorale éphémère vorbereitet bin. Ich freue mich schon wie Bolle, denn das letzte Mal habe ich sie (die Passion) 1987 ernsthaft mitgesungen.


    Und sonst? Ich bin etwas angekratzt von den vergangenen zwei Wochen. Ich liebe meine Familie von Herzen, aber non-stop Mamabeschallung und wenig Rückzugsmöglichkeit setzen mir dann doch etwas zu. Schön war es trotzdem: Die Kindelein haben allerliebst miteinander (und Playmo und Hot Wheels) gespielt, gemeinsam musiziert und mit mir gekocht. Mein Mann hat sich mal ein bißchen ausruhen können und ich habe tageweise sogar ein bißchen von Hand genäht.


    Langsam komme ich also im neuen Jahr an und habe schon erste Herausforderungen zu meistern: Die Klasse meines Sohnes soll einen Ausflug zum Député in der Assemblée nationale nach Paris machen. Mein Sohn hat keine Lust, mein Mann findet es auch nicht grundschülergerecht und nun wird er wohl nicht mitfahren. Ich bin gespannt wie lange es dauert, bis ich dafür verhaftet und befragt werde. Außerdem muß die Klassenfahrt im Juni vorbereitet werden. Beim Elternabend wurde entschieden, daß die Kinder (alle mal lachen!) Käse und Südfrüchte (Orangen, Mandarinen, Grapefruit) verkaufen sollen, um einen Teil der Reise zu finanzieren. Ein jeder kämpfe seine Schlacht für sich allein. Meine Familie ist so grob 400 km von uns entfernt. Die Familie meines Mannes rund 200 km. Ich wüßte nicht, wem ich das Zeug andrehen sollte und Klinkenputzen ist nicht Stil des Hauses. Ich weigere mich also schlicht und ergreifend diese Form von Unfug mitzumachen. Damit stehe ich aber schulweit alleine da. Auch nichts neues mehr. Die anderen haben ja gut reden, die haben die gesamte bucklige Verwandtschaft im gleichen Dorf hocken und erreichen mit drei Anrufen einen Erlös von rund 300 Euro. Und damit müßte ich meine gesamte Freizeit, die eh schon knapp bemessen ist, darauf verwenden, daß ich das gesamte Dorf abklappere, damit mir (hoffentlich) jemand etwas abnimmt. Kommt nicht in Frage. Und das Kind alleine losschicken? Hors de question...


    Mein Mann grinst dann schon und fragt "Are you of German origins?" Aber der hat gut grinsen, er muß sich die Idiotendiskussionen an der Schule ja nicht reintun.


    Aber sonst bin ich ausgeglichen und zufrieden. :na: Was treibt Ihr so?

    Könntet Ihr noch ein kleines bißchen aufrutschen, bitte? Ich nehm das Kinderstühlchen, das ist schmaler und paßt bestimmt noch mit rein. Ich bringe auch ein Schüsselchen Cracker mit, salzig, weil ich so langsam den Zuckeroverkill kriege.

    So, zeich ma. :knuddel:

    Man kann auch gerne mal eine schöne Reise unternehmen. Wenn Du hier schaust, kannst Du vielleicht auch etwas hübsches entdecken. Es sind hauptsächlich Industriemaschinen, ich habe mal den Filter kleiner/gleich 400 Öcken gesetzt. Es könnte sich also auch lohnen mal über den eigenen Tellerrand hinauszublicken und dann Kersten oder Detlef zu befragen. Oder auch einfach mal zum Probenähen hinzufahren. :king:

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