Zeit für einen neuen Stil?

  • Es gibt ja auch die Menschen, an denen Schwarz wirklich gut aussieht.

    An den meisten ist#s die Verlegenheit-das-geht-doch-immer-Farbe. Und sieht nicht wirklich gut aus - aber halt gewöhnt.


    Das gilt so aber auch für jede andere Farbe.


    (Ich bin bei der Grundfarbe/kombiniert sich bei mir immer und steht mir bei den Nichtfarben Taupe. Schlamm. Nato-oliv.
    Da passen meine bunteren Farben dann auch gut, und, wie gesagt, es passt zu mir.)


    Ich hab tatsächlich ein Set schwarzer, formalerer Kleidung im Schrank. Für Beerdigungen.
    Und nur den Shiftrock, der dazu gehört, zieh ich selten mal zu anderen Gelegenheiten an. (Der verträgt sich mit 'nem bunten Oberteil in meinen Farben...)

  • Nanne Wie könnte ich denn? 😄


    Du kannst gern schwarz tragen, wenn es sich für Dich gut anfühlt und du es gern trägst. Mir begegnen auch immer mal wieder Menschen die in schwarz genauso umwerfend aussehen, wie andere eben in Beige-, Braun- und Schlammtönen.

    Im Sommer sah ich so manche Dame im Leokleid, an denen war es an Fest, an mir lehne ich es ab. Das passt nicht zu mir, das fühle ich einfach nicht. Es gibt eben genau wie Farben auch Muster, mit denen ich nichts anfangen kann. Für mich dürfen es gern florale Muster sein, geometrische Muster, Karo, Streifen, Vögel aber keine Zebrastreifen, Leoflecken oder so.


    Schwarz hab ich tatsächlich vereinzelt in meinen Beständen. Im Sommerurlaub hab ich mir sogar in einem Second-Hand-Laden ein sehr schickes schwarzes Spitzenkleid gekauft, sozusagen das obligatorische „kleine Schwarze“. Das ist mit einem tollen Ausschnitt weit genug vom Gesicht weg, dass ich’s gut tragen kann. 😂

    Aber oft in der Vergangenheit war es tatsächlich so wie Aline schreibt. Oft habe ich schwarz nur gekauft, weil es unter allen verfügbaren Farben für mich das kleinere Übel war.

    Dunkelblau und grau sind für mich oft die besseren Alternativen und wirken weniger hart.

  • Ist das "in" ?

    Scheinbar. Notgedrungen bin ich auf Insta unterwegs; das ist derzeit so die Farbgebung - gebrochenes Weiß, Olivgrün, pudrige Beerentöne. Die Farbe des Jahres von Pantone ist "Cloud Dancer". Ich nenne es gebrochenes Weiß :D

    Vielleicht sind das aber auch nur die Lagerleichen, die man versucht an uns Provinzler loszuwerden. 🤷🏼‍♀️

    Ich glaub nicht, sonst wären die Websites nicht auch in diesem Stil gehalten.

    Versteht mich nicht falsch, ich mag diese Farben tatsächlich (mal abgesehen davon, dass ich Weiß jeder Art grundsätzlich bekleckere), es ist nur derzeit einfach der angesagte Stil und der steht halt nicht jeder.

    schwarz, das ist meine Hauptfarbe, die ich mit anderen kombiniere

    Ist ja auch ok, und das wichtige Stichwort ist "kombiniere" ;)

    Ich hab tatsächlich ein Set schwarzer, formalere Kleidung

    Das habe ich auch, für Requiems und Chorkonzerte. Ist auch nichts verkehrt dran; mein Schwarz geht eher Richtung Anthrazit und das kann ich ja angeblich tragen :) Und sonst gibt es Tücher, die man sich um den Hals drapieren kann.

    Herzliche Grüße

    Monika

    [...] they were indeed severely restricted, but their undergarments weren’t to blame. Rachel Kaufmann in "What ‘Bridgerton’ Gets Wrong About Corsets", Smithsonian Magazine 2021

  • Prinzipiell hab ich auch gegen überhaupt keine Farbe irgendetwas. Es gibt immer irgendwen, dem diese oder jene Farbe ganz besonders gut steht.


    Möglicherweise würde mir die eine oder andere Farbe sogar stehen aber ich mag mich in bestimmten Farben einfach nicht sehen und andere Farben hab ich aus meinem Kleiderschrank verbannt, weil ich mit der Beschränkung auf eine Auswahl von Farben meine Kleidungsstücke besser untereinander kombinieren kann und dadurch gefühlt mehr Möglichkeiten habe.


    Störend ist für mich eigentlich nicht, dass bestimmt Farben grad besonders beliebt sind und es viele Menschen mögen. Jeder darf gern das Tragen, was er mag. Nein, mich stört eigentlich nur, dass daraus folgend leider so gut wie nichts anderes erhältlich ist und somit alle die gern etwas anderes hätten leider das Nachsehen haben. Mehr Vielfalt wäre irgendwie toll. 😊

    Ich such zum Beispiel grad eine geeignete Tasche oder einen Rucksack für die Arbeit aber auch da ist farblich kaum etwas ansprechendes dabei.

    Vermutlich nähe ich am Ende selber.

    Bräuchte aber ein echt vielseitiges Modell.

    Hohe Seitenfächer für Flasche und Thermobecher + 1 Hauptfach für allen möglichen Krempel + Fach für 1 dünnen Hefter und Kalender + getrenntes Fach für Essen und ein paar gute praktische Staumöglichkeiten für Stifte, Schlüssel und Handy.

    Noch scheue ich mich davor, mich einer solchen Herausforderung zu stellen. 🙈

  • Zitat
    Zitat von Torte Ist das "in" ?
    Zitat

    Scheinbar. Notgedrungen bin ich auf Insta unterwegs; das ist derzeit so die Farbgebung - gebrochenes Weiß, Olivgrün, pudrige Beerentöne. Die Farbe des Jahres von Pantone ist "Cloud Dancer". Ich nenne es gebrochenes Weiß :D

    Komisch, mich interressiert keine Modefarbe und kein Trend. Bei Insta schau ich nur nach Vintage Einrichtung , Quilts und Garten. Ja ein paar die Mode machen, aber ich glaub, was die nähen ist Nische. Eher altmodisch . Mich stören die vielen Vorschläge die mich in keiner Weise anmachen und ich überlege gar nicht mehr zu schauen. Es nervt.

    Ich habe dermaßen viel Kleidung im Schrank, manches habe ich diesjahr noch gar nicht getragen. Es ist auch was anderes wenn man in Rente ist. Nach Aldi im Kleid und danach umziehen wegen im Garten arbeiten oder Holz spalten. Frau braucht dann nicht dauernd Neues. In eine Stadt fahre ich nur wegen Arzt.

    Liebe Grüsse, Doris



    Man kann`s anziehen

  • Komisch, mich interressiert keine Modefarbe und kein Trend.

    Mich auch nicht, das wird mir nur so reingespült und so bekomme ich es halt automatisch mit :D Den Kanal sauber halten ist schwierig und mit Arbeit verbunden.

    Herzliche Grüße

    Monika

    [...] they were indeed severely restricted, but their undergarments weren’t to blame. Rachel Kaufmann in "What ‘Bridgerton’ Gets Wrong About Corsets", Smithsonian Magazine 2021

  • auf Insta guck ich nur Oldtimer und poste nur Oldtimer :dafür:

    Ich mag verdammen, was du sagst, aber ich werde mein Leben dafür geben, dass du es sagen darfst.
    Voltaire
    Gruß
    Nanne

  • Ich poste da zugegebenermaßen eher wenig. Schau mir aber gern inspirierende Beiträge zum Thema Mode und nähen an.

    Modisch natürlich gern in Richtung Retro oder einfach farbenfrohe Outfits, die sich ein bisschen von der Masse abheben.

    Und ich befürchte, dass ich mir dabei tatsächlich eine Art eigene Welt geschaffen habe.. Neulich bekam ich die angeblichen Trendfarben des bevorstehenden Herbstes angezeigt, darunter auch Farben wie Knallrot , Kobaltblau und Türkis.

    Das würde mir schon gefallen aber nachdem ich am Dienstag nach einem Termin in der nächstgelegenen größeren Stadt noch etwas Zeit für einen Stadtbummel hatte, würde ich mal behaupten, dass die Geschäfte davon leider nichts mitbekommen haben. 😂

    Willkommen außerhalb der „Bubble“! 😂

  • Ein Hoch auf die Freiheit!

    Die Mode steht mir meistens nicht, warum soll ich mich danach richten? Und warum soviel Zeit und Geld in Kleidung investieren, die ich nur ein paar Jahre tragen würde? Schönes in die Tonne nur weil es nicht mehr in ist?

  • Solang Du modische Sachen noch ein paar Jahre tragen kannst... aktuelle Mode hat inzwischen 'ne Haltbarkeit von max. 1 Saison, und die Saison ist inzwischen in Wochen zu bemessen.

    (Und auch qualitativ ist "Jahre lang tragen" eigentlich nicht mehr vorgesehen. Die Sachen verschleißen sehr schnell.)

  • Was lange hält, bringt kein Geld!


    Aline Ich interessiere mich zwar für Mode, das heißt aber nicht, dass ich mich an Trends orientiere. Mode ist für mich mehr als die Frage, was gerade IN ist. Mode ist für mich einfach das komplette Zusammenspiel, von Farben, Stoffen, verschiedenen Stilrichtungen in Bezug auf die Proportionen und der Frage „Was gefällt mir und wie will ich wirken?“

    Trends bekomme ich zwangsläufig mit. Zum einen, weil ich doch ab und an ja auch doch mal Kleidung, Schuhe etc. kaufe/kaufen möchte. Geht ja auch mal was kaputt und leider neige ich auch immer mal zu Gewichtsschwankungen. (Zum Glück jetzt schon eine Weile stabil.)

    Außerdem gibt’s ja auch genügend selbsternannte Modeprofis, für die Trends quasi Gesetz sind und auch gern mal ungefragte Tipps geben.

  • Außerdem gibt’s ja auch genügend selbsternannte Modeprofis, für die Trends quasi Gesetz sind und auch gern mal ungefragte Tipps geben.

    Können sie gerne machen wie sie wollen. Ungefragte Tipps kann und konnte ich gut an mir abprallen lassen.


    Für mich war es noch nie wirklich wichtig, was gerade modisch ist. Es sollte mir an mir selbst gefallen, das war mir wichtig und es sollte in Farben sein, die ich mag und die mir stehen.


    Nicht jeder kann das tragen, was gerade modisch ist und vieles davon gefällt mir so ganz und gar nicht. Nicht jeder hat die Figur, moderne Schnitte zu tragen. Leider merken einige der besonders Modebewussten nicht, dass ihnen das nicht nur nicht steht, sondern auch noch komisch aussieht.

    Natürlich gibt es auch ausgesprochene SpezialistInnen, die das perfekt umsetzen und immer super aussehen (finde ich auch Mega, wenn das jmd. kann).


    Lange Rede kurzer Sinn … es lebe die Vielfalt und die Möglichkeit, alles anziehen zu können, was gefällt. Mir muss nur das gefallen, was ich selbst trage.

    Grüße

    Dani :raddrehen:

  • ... ich finde Stil wichtiger als Mode ...
    ... und ich finde es schwieriger, den richtigen Stil zu finden, als den Modetrends hinterher zu hecheln ...- aber genau DARUM geht es ja in diesem Thread, nicht war 😉... ?

    Beste Grüße aus Schleswig-Holstein
    Steffi


    Meine Devise: "...close enough to perfect for me!"
    (nach einem Song der Country-Band ALABAMA)


    Mein Blog: Das Landei

  • Neulich als Werbespruch aufgeschnappt:

    Mode geht, Stil bleibt!


    Wobei ja „Stil“ auch unterschiedliche Bedeutung haben kann.

    Häufig wird Stil ja als Synonym für Klasse oder Eleganz verwendet.

    Dann gibt es aber auch noch den ganz persönlichen individuellen Stil, und der muss eben nicht nur klassisch oder besonders elegant sein, sondern kann auch genauso gut romantisch, sportlich oder ausgeflippt sein.


    Und ich finde es ein bisschen schade, dass Modisches Interesse oft gleichgesetzt wird mit dem Hinterherjagen von Trends.

    Für mich ist das nicht das Gleiche.

    Es gibt Menschen, die Modische Grundlagen beherrschen, wissen welche Schnitte ihnen gut stehen, welche Farben wie miteinander wirken und wie sie beides mit ihren Proportionen und ihrem Typ in Einklang bringen, die sich aber trotzdem nicht oder gerade deshalb nicht an aktuellen Trends orientieren.

    Und es gibt Menschen, die jeden Trend mitmachen aber eigentlich keine Ahnung von Proportionen und Farben haben.


    Ich nehme Trends wahr und das wie bereits erwähnt eher zwangsläufig, lasse sie aber an mir vorbeiziehen, wenn ich mich damit nicht identifizieren kann. Wenn mir allerdings ein Trendteil gefällt und zu meinem Stil passt, dann darf das auch in meinen Kleiderschrank einziehen, wird aber nicht mit dem nächsten Trendwechsel ausgemistet, sondern darf mich so lange begleiten wie es hält und passt. Und selbst wenn es nicht mehr passt, heißt das für Lieblingsteile nicht zwangsläufig Rausschmiss, sondern ab in die Box unterm Bett für den Fall, dass mich die nächste größere Gewichtsschwankung ereilt.

    So manches Kleidungsstück begleitete mich auf diese Art und Weise 10 Jahre und mehr.


    Um es mal metaphorisch ausdrücken:

    Ich schwimme modisch weder mit dem Strom, noch dagegen, sondern laufe in meinem eigenen Tempo ungeachtet der Strömung am Fluss entlang.

    In Grundsätzen ist das eigentlich schon immer so, allerdings fehlte mir viele Jahre für die notwendige Konsequenz einfach die technischen Vorraussetzungen (also bevor ich selbst genäht habe) und dann noch die notwendige Gleichgültigkeit.

    Dass ich niemandem gefallen muss, das hab ich leider erst in den letzten Jahren gelernt.

    Möglicherweise hab ich Euch dabei auch viel zu verdanken.

    So eine gewisse Angst, vor dem scharfen Urteil der selbsternannten Modepolizei hat mich viel zu lange verfolgt.

    Heute denk ich mir, dass mich ja andere auch nicht um Erlaubnis fragen müssen, was sie anziehen dürfen.

    Manchmal triggert mich allerdings (noch?) die Selbstgefälligkeit mancher „Modepolizisten“, also nicht das was die über mich denken, sondern einfach diese Denkweise, ihren eigenen Geschmack als Maßstab für andere zu betrachten.

    Und das keineswegs meinetwegen, sondern weil ich weiß, dass es noch viel zu viele Menschen gibt, die sich genau wegen solcher Leute nicht trauen, das anzuziehen, was Ihnen tatsächlich gefällt.

  • Dann gibt es aber auch noch den ganz persönlichen individuellen Stil, und der muss eben nicht nur klassisch oder besonders elegant sein, sondern kann auch genauso gut romantisch, sportlich oder ausgeflippt sein.

    ... ja, das stimmt schon - aber manche meinen auch dann schon, ihren "Stil" gefunden zu haben, wenn sie konsequent ausschließlich Jeans & T-Shirt tragen ...
    ... oder nur eine bestimmte Farbe ...

    ... oder so ...
    Das ist dann manchmal eher Bequemlichkeit als Stil.


    Andererseits kann man es natürlich auch mal bequem angehen lassen - und wenn's (irgendwie 😉) drauf ankommt, eben mit dezidiertem Stil ...

    :2cent:

    Beste Grüße aus Schleswig-Holstein
    Steffi


    Meine Devise: "...close enough to perfect for me!"
    (nach einem Song der Country-Band ALABAMA)


    Mein Blog: Das Landei

  • Ja, wenn sich diese Leute nicht so viel aus Mode machen und ausstrahlen, dass sie sich in ihrer Kleidung tatsächlich wohl fühlen, dann ist das vermutlich tatsächlich deren Stil.

    Ich habe tatsächlich auch in meinem Umfeld Personen, denen ich genau das abnehme.


    Für andere wiederum ist das vielleicht auch einfach nur eine „sichere Basis“.

    Es gibt halt Kleidung, die ist zwar modisch vielleicht kein Highlight aber zumindest riskiert man damit auch nicht (unangenehm) aufzufallen.


    Nebenbei bemerkt: Wären wir alle stilvoll im Sinne von klassischer Eleganz gekleidet, wäre es ja auch ganz schön eintönig. 😄


    Und mein Stil würde vermutlich auch bei denen durchfallen, die es ausschließlich klassisch-elegant mögen, da ich viel zu gern Kontraste mag. (in Stil und Farbe)

  • ... klassische Eleganz hab ich da gar nicht vorrangig auf'm Schirm gehabt.
    Deine Hillbillly-Inspirationen finde ich genauso stilvoll wie Iris Apfel oder Vivienne Westwood.
    ... und klassische Eleganz kann auch fix mal eher langweilig als stilvoll daherkommen, oder 😉?

    Beste Grüße aus Schleswig-Holstein
    Steffi


    Meine Devise: "...close enough to perfect for me!"
    (nach einem Song der Country-Band ALABAMA)


    Mein Blog: Das Landei

  • Ja, für mich wäre sie definitiv langweilig. 😂


    Für andere wiederum ist das wohl der Inbegriff von Stil.

    So unterschiedlich sind die Geschmäcker.


    Es gibt ja zum Beispiel auch das gern diskutierte Thema: Turnschuhe zum Rock oder Kleid?

    Und ich denke dazu: Warum nicht?

    MANCHMAL trage ich tatsächlich auch meine Turnschuhe zum Rock oder Kleid.

    Je nach Anlass und Kombination finde ich es manchmal schön und manchmal auch nicht.

    Dann mach ich das für mich so, wie ich es grad als passend empfinde.

    Wie das andere machen und was ihre Beweggründe dafür sind, geht mich nichts an!


    Einzig der Beratungsversuch einer Bekannten, dass zu meinem genähten 50er-Jahre-Kleid (das gezeigte mit dem Kragen) Canvas-Sneaker am besten passen würden, stieß bei mir auf absolute Ablehnung. Das passt weder vom Schnitt, noch vom Zeitgeist. Nur weil sich überall das Bild vom weitschwingendem Tellerrock mit Petticoat als Symbol für die 50er Jahre in den Köpfen eingebrannt hat, heißt es nicht, dass das tatsächlich die Schuhmode dieser Zeit widerspiegelt.

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