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Buch zum Maschinensticken

  • Plastik hin und Metall her, Spulenkapseln aus jedwedem Material zählen schon immer zu den Verschleißteilen einer Nähmaschine. So steht das nämlich in den Garantiebestimmungen zu den Nähmaschinen.


    Übrigens: als ich noch im Nähmaschinenladen gearbeitet habe, waren auch Spulenkapseln aus Metall ein häufig verlangtes Ersatzteil, egal ob nun bei Haushalts- oder bei Industrienähmaschinen.

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    Nähmaschine JUKI HZL-NX7 Kirei

    2018 war die Maschine erstmals auf der H+H zu sehen, im Sommer war die JUKI NX7 Kirei dann endlich erhältlich. Die große Schwester der DX7 punkten mit vielen Features aus der Industrie. Im Forum gibt es einen lesenswerten ausführlichen Test- und Erfahrungsbericht.
     

    technische Daten | Produktseite Hersteller | Händlersuche

  • Steffi erzähst du uns was über die 7. Maschine? Bin auf deine Meinung gespannt :pfeifen:

    -----------------------------
    LG
    Karin

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  • Ich kritisiere ja nicht den Horizontelgreifer, sondern das die Spulenkapseln (oder nenne es "Spulenkorb" (weil'er ja im Horizontalgr. liegt)) aus Kunststoff gefertigt ist.

    Natürlich ist das Kuststoffteil billiger herzustellen. Und deswegen machen die das auch.

    ...

    Auch Singer hat, bis in die 7xx Serie so etwa bis frühe 1970ziger), noch Horizontalgreifer in Vollmetall gebaut. Die laufen heute, nach 50 Jahren, alle noch, möchte ich mal behaupten.

    Der Spulenkorb der 7xx Serie ist tatsächlich aus Metall, dafür sind die Zahnräder des Greiferantriebs und des Transporteurs aus Kunststoff und die gehen kaputt, genau wie die "Wahlklaue" (Segmentzahnrad zur Stichauswahl) oder die Motorlager.

    Ich hatte noch keine (!) 7xx Singer auf dem Tisch, bei der noch alle diese Kunststoffteile in Ordnung waren.

    Was nützt mir ein Greifer, der mich überlebt, wenn seine Antriebsräder zerbröseln.

    Kunststoff baute bspw. Pfaff (ich glaube, berichtigt mich; die 11xx Tiptastenmodell waren die ersten) seit den 1970zigern als Zahnräder ein. Nur Pfaff (als noch die Pfaff-Familie dahinter stand) hat auch immer schnell dazugelernt. Als die ersten Zahnräder rissen, wurde das Material des Kunststoffs der Zahnräder geändert. Es wurden Zahnräder und Kurvenscheiben aus Nylon vernbaut. Seitdem halten diese Teile - bis heute.

    Das wäre schön.

    Die 200er Serie hat ein Greiferantriebsrad, dass inzwischen bei fast jeder Maschine gerissen ist, genauso wie die Motorbolzen. Bei den 11xx Modellen muss man die Stichmusterblöcke und die Zahnräder des Transporteurantriebs tauschen, weil auch sie Risse zeigen.


    Die Pfaff-Modelle, die wirklich haltbare Kunststoffzahnräder verbaut haben (zumindest Stand heute), sind die späten 130er, die 230/332 und die 260/360 sowie die 8, 9, 8x, 9x, wobei letztere eigentlich von Gritzner stammen.

    Dort gehen die Plastikteile eigentlich nur kaputt, wenn man Gewalt anwendet, aber nicht durch bestimmungsgemäßen Gebrauch, obwohl die Maschinen inzwischen ca. 55 bis 70 Jahre auf dem Buckel haben.


    Auch die Tipmatic-Maschinen zeigen sich bisher kunststoffmäßig als sehr haltbar, die sind aber auch deutlich jünger als die o.g. Modelle.

    Gruß
    Detlef


    Die Pfaff meiner Mutter hat damals zwei Monatsgehälter gekostet und näht nach über 60 Jahren immer noch. Dann müsste eine Nähmaschine, die nur einen Tageslohn kostet, umgerechnet ein Jahr halten - tatsächlich, die meisten Maschinen dieser Preisklasse schaffen das sogar.

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  • Doch, auch beim Auto verbaut man bewusst abnutzbares Material in Verschleißteilen.

    Bremsbeläge z.B. müssen sogar abreibbar und damit verschleißbar sein, sonst funktioniert die Technik per Reibung Geschwindigkeit abbauen nämlich nicht.

    Am Ersatz verdient der Hersteller. Und die Werkstatt.

    (Mit'm Auto steht man immer wegen kaputtem Verschleißteil in der Werkstat. Isso.

    Sonst wär's ja kein Verschleißteil.)

  • Spulenkapsel1.jpgSpulenkapsel2.jpg

    also ich weiß ja nicht was Du Alex.andra bisher für Spulenkapseln in der Hand hattest. Hab mir jetzt mal die Mühe gemacht und meine aus der Janome abfotografiert (wie gesagt über 10 Jahre verwendet, wieviel km Garn da drüber sind will ich nicht zählen)....


    Nach Deinen Reden müssten da hunderte Stichlöcher sein, die müsste bis zu Unkenntlichkeit zerrieben oder gar verschmolzen sein. Was wunder sie sieht kaum anders aus als die Spulenkapsel meiner W6 die ich diesen Sommer gekauft und wenig benäht habe (Zweitmaschine)...

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  • Spulenkapsel1.jpgSpulenkapsel2.jpg

    also ich weiß ja nicht was Du Alex.andra bisher für Spulenkapseln in der Hand hattest. Hab mir jetzt mal die Mühe gemacht und meine aus der Janome abfotografiert (wie gesagt über 10 Jahre verwendet, wieviel km Garn da drüber sind will ich nicht zählen)....


    Nach Deinen Reden müssten da hunderte Stichlöcher sein, die müsste bis zu Unkenntlichkeit zerrieben oder gar verschmolzen sein. Was wunder sie sieht kaum anders aus als die Spulenkapsel meiner W6 die ich diesen Sommer gekauft und wenig benäht habe (Zweitmaschine)...

    Und wir haben es ja auch bereits mehr als einmal erwähnt: Die Stichlöcher kommen in aller Regel durch unsachgemäße Handhabung!

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  • Ganau darum geht es doch!


    Warum wird ein "Verschleißteil", vielleicht vergleichbar mit eine Kupplung beim Auto (so maschen sin "hiliges Blechle), ganz BEWUST aus einem leicht zu beschädigenden Material verbaut, dass würde doch, um beim Auto zu bleiben, auch keiner machen.


    In das "Verschleißtel" hämmert eventuell die Nadel scharten rein, aber ganz bestimmt reibt bei jedem Stich, etwa, je nach "schnelligkeit" der Maschine, 800 mal die Minute, der Faden drüber weg. Und Reibung erzeugt Wärme und diese Wärme ... ...

    Aber wenn du die eine Aussage von mir zitierst, dann bitte auch im Zusammenhang mit dieser hier:


    Zitat

    Übrigens: als ich noch im Nähmaschinenladen gearbeitet habe, waren auch Spulenkapseln aus Metall ein häufig verlangtes Ersatzteil, egal ob nun bei Haushalts- oder bei Industrienähmaschinen.

    Die gehen genau so kaputt wie die aus Kunststoff und ja, auch hier liegt es in der Regel daran, wie man damit umgeht.

  • Mensch, wir haben doch keine Erfahrungswerte / Ahnung ;)😂

    Es tut mir leid! Hätte ich "damals" gewusst, dass dieser Thread auf uns zukommt, hätte ich akribisch eine Statistik geführt, die uns jetzt beweisen würde, was häufiger kaputt geht.

    Aber ich habe mal wieder auf ganzer Linie versagt :rofl::rofl::rofl:


    Sagen wir mal so: wir hatten wesentlich mehr Metallspulenkapseln am Lager als welche aus Kunststoff .... nur mal so am Rande erwähnt.

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  • Also selbst bei meiner Singer Futura mit Apollogreifer sind die Spulenkapseln noch fast wie neu und die Maschine ist knappe 40 Jahre alt.

    Liebe Grüße

    Walter


    Bist Du wütend zähl bis vier, hilft das nicht dann explodier! Wilhelm Busch


  • ...ich komme nicht mehr mit. Geht was kaputt ersetze ich. Mir ist das hier entweder zu hoch und ich bin zu blöd oder es ist nicht wirklich wichtig für mich. Dinge, die ich nicht ändern kann nehme ich hin. Ich habe schwerwiegendere Herausforderungen als Metall oder Plastik. Die Hauptsache meine Emma näht.

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  • Vor allem ist die Reibungswärme selbst bei den 1050 Stichen pro Minute bei meiner Sticki so gering, dass das Spulenkörbchen dadurch sicherlich keinen Schaden davonträgt.


    Die beschädigten Spulenkörbchen, die ich bisher austauschen musste (im Laden, nicht bei meinen Maschinen) waren durch unsachgemäße Handhabung beschädigt. Am Nähgut ziehen ist ein gutes Beispiel dafür, wenn dadurch die Nadel so verzogen wird, dass sie auf den Kunststoff trifft.

    Ich verkaufe seit 2015 Maschinen, bisher hatte ich genau zwei solche beschädigten Spulenkörbchen. Geschmolzen war jedoch keins davon.

    Liebe Grüße

    PinkLady67

  • Steffi erzähst du uns was über die 7. Maschine? Bin auf deine Meinung gespannt :pfeifen:

    ...ja, klar mach ich das :biggrin:!

    ...muss aber noch 'n bissl forschen und dann natürlich an anderer Stelle ;) :cool: ...

    Beste Grüße aus Schleswig-Holstein
    Steffi


    Meine Devise: "...close enough to perfect for me!"
    (nach einem Song der Country-Band ALABAMA)


    Mein Blog: Das Landei

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    • Offizieller Beitrag

    Schon länger in Deutschland. Der Paragraph 305a stellt für das Zerstören wichtiger Arbeitsmittel (dazu könnten ja Spulenkapseln gehören - wer weiß das schon so genau?) zwischen Geldstrafe und einer Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren vieles in Aussicht. Wenn es denn verfolgt wird. Und die Spulenkapsel in einem Unternehmen rumlungert und für dessen Betrieb von wesentlicher Bedeutung wäre. Bliebe (auch in Frankreich) der Beweis der absichtlichen Obsoleszenz.


    Natürlich alles Auslegungssache. Aber wenn wir schon off topic sind... ;)

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  • ...es ist doch aber komplett bescheuert, einzelnen Baugruppen durch teureres/höherwertiges Material eine weit über die durchschnittliche normative Nutzungsdauer des Geräts hinausgehende Standzeit zuzuweisen ...

    Was nützt es mir, wenn nach 30 Jahren die Maschine im Großen und Ganzen hinüber ist, und die Spulenkapsel aus der superduper Wolfram-Titan-Legierung hält noch ein Jahrhundert :cool::pfeifen:...

    Beste Grüße aus Schleswig-Holstein
    Steffi


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    • Offizieller Beitrag

    Klar ist das bescheuert. Die Alugehäuse meiner HP-Rechner halten auch immer länger als der Inhalt. Zuletzt platzte die Tastatur beim Notebook fast, läuft trotzdem noch. Aber würde ich mir deswegen mehr Kunststoff wünschen? Nö.

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  • Wie man(n und Frau) die eingebaute Obsoleszenz - als Kunde - gut reden kann muss ich nicht verstehen.

    Die Spulenkapseln gehen doch aber nicht einfach so aus heiterem Himmel kaputt.

    Entschuldige, wenn ich das jetzt mal ein wenig drastischer formuliere, aber wenn jemand einfach zu dusselig ist, die Nähmaschine zu nutzen, ohne dabei am Stoff zu zerren und die Nadel deswegen in die Spulenkapsel reinhaut, dann hat das genau gar nix mit geplanter Obsoleszenz zu tun.


    (und bevor das jetzt wieder anfängt: Doch, auch Spulenkapseln aus Metal gehen davon kaputt, wenn da zu oft die Nadel reinhaut und nicht immer ist es dann mit wegpolieren getan)

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