Posts by kledet

    Hallo,

    das mit den Blechen haben angeblich auch die Singer-Leute früher auf Messen gemacht.

    Die Holzwürmer unter uns können auch dünne Sperrholzplatten vernähen und damit den Nachbarn beeindrucken.

    Oder zersägen? Also die Sperrholzplatte, nicht den Nachbarn: Die erste Stichsäge war eine Nähmaschine.

    Die Pfaff 30 macht sich auch gut als Dekupiersäge, die Adler 52 als Drechselbank -> klick.


    Der unterbrochene ZickZack ist der "genähte ZickZack" oder auch Bogennaht genannt. Das können solche Maschinen wie die Gritzner VZ oder Anker RZ in der Automatik Version. Die werden durch austauschbare Stischmusterscheiben gesteuert und haben auch die Scheibe für die Bogennaht dabei. Das sind auch sehr robuste Vollmetall Nähmaschinen die alles nähbare nähen was unter das Füßchen passt.

    Richtig, die Gritzner VZ und auch GA können den genähten oder geteilten Zickzack, ebenso die Anker RZ Automatic oder auch die Phoenix 383 und 483.

    Diese Maschinen haben den Vorteil, dass sie teilweise sehr günstig angeboten werden, weit unter Pfaff 1222-Niveau, dafür haben sie aber auch kein IDT.

    Vorsicht ist lediglich bei der Motorisierung angebracht, da dort teilweise die Entstörkondsatoren durchbrennen und ersetzt werden müssen.

    Es gab früher die Pfaff Tipmatic Serie, Made in Germany (und das sollen die besten sein). Die Produktionsstrassen wurden iirc in den 1990er Jahren verkauft und auf denen wurden/werden (?) im Iran die Gritzner Maschinen gebaut.

    Die Gritzner 6122/6152 sind baugleich mit den Pfaff Tipmatic 6122/6152.

    Die Gritzner 1035/1037 sind auch baugleich mit Pfaff Tipmatic Modellen, aber unter anderer Modellnummer, die Gritzner 1037 entspricht wohl der Pfaff 1051.


    Die Pfaff Select 3.x/4.x sind wieder Weiterentwicklungen der alten Pfaff Tipmatic Modelle, wobei sich da in technischer Hinsicht wenig getan hat.

    Zwischendurch hat man im Greifer ein Metallteil durch ein Kunststoffteil ersetzt und dann wieder gegen Metall ersetzt.


    Diese Maschinen sind innerlich sehr ähnlich aufgebaut und die meisten Ersatzteile passen untereinander von Pfaff nach Gritzner und umgekehrt.


    Aber auch die Gritzner und Pfaff Select sind Haushaltsmaschinen, die bei intensiver Nutzung zum einen regelmäßige Wartungen brauchen und zum anderen dann auch irgendwann durchgenudelt sind, sie kosten ja auch nur noch etwa einen Brutto-Wochenlohn für Statistik-Durchschnittsverdiener (->Signatur).

    Jede Wochen einen Tropfen Öl in den Greifer ist bei diesen Maschinen Pflicht!


    Meine Frau näht auf einer alten Tipmatic 6122 und es ist schon für mich beeindruckend, wie souverän die Maschine durch eine Jeanslage geht, die so gerade noch unter's Nähfüßchen passt.

    Mit Vollgas schafft das ja fast jede Maschine, aber so schön langsam Stich bei Stich, das hat schon was.

    Wenn Dir die Pfaff 1222 Deiner Mutter liegt und Du mit dieser Maschine gut zurecht kommst, was spricht dagegen Dir genau diese Maschine über den Gebrauchtmarkt zu kaufen?

    Vielleicht die Preise?
    Gut aussehende, vollständige Maschinen kosten teils 400,- Euro und mehr, selbst defekte Geräte gehen als Schlachtmaschinen für 100,- Euro weg.

    Auch bei einer guten 1222 können in der Folge Reparaturen anfallen (Wanderlager verstiften, Stichmusterblock ersetzen), die Geld kosten.

    Das bitte mit einplanen, aber ansonsten ist das eine hochwertige Maschine. Bitte darauf achten, dass der Anschiebetisch dabei ist, den gibt es einzeln gar nicht oder nur zu astronomischen Preisen.


    Als kleine Backupmaschine könnte man nach einer Pfaff 207 Ausschau halten, die hat genau die gewünschte Stichausstattung, hat auch zwei Schwachstellen (Greiferzahnrad, Motorhalter), aber kostet auch in repariert nicht die Welt.


    Wie wäre es mit einer Profimaschine, Bettina?
    Du scheinst ja doch sehr viel zu nähen, wenn du sogar bei einer Bernina die Drehknöpfe kaputtgedreht hast.

    wie wäre es da mit Profiwerkzeug?

    Es gibt die Global ZZ 217, ein Nachbau der Bernina 217/Adler 1217, den es auch mit dem genähten Zickzack (hier 6-Stich Zickzack genannt) gibt.

    Wie wäre es denn dann mit einer Schustermaschine?

    Eine Claes gibt es schon für 250 Euronen. Die ist aber zum Treten.

    Da kann man auch einen Motor dranbauen und landet dann bei vielleicht 400,- Euro, aber es bleibt eine Reparaturmaschine, damit macht man kurze Nähte auf engem Raum und mit eher kurzer Stichlänge (4 mm ist schon gut bei den alten Maschinen).


    Die Adler 205 und die Hightex Cowboy sind mir bekannt. Nur wäre ein Preis von unter 1200 € mir gerade lieber.


    Hat jemand Tips oder Maschinen Empfehlungen?

    Warten, bis dir eine Cowboy oder Adler 205 oder so für den Preis über den Weg läuft.

    In der Zeit sparen, damit du mehr Geld zusammenbekommst, um dir eine gute Adler 205 oder Cowboy zu gönnen.


    Du kannst dir auch einen Pfaff 335 Klon zulegen, die gibt es in neu schon mit etwas Glück für unter 1.000 Euro, z.B. die Shanggong 335.

    Shanggong ist laut dieser Seite 90% Eigner von Dürkopp Adler und Eigentümer der Pfaff Industriemaschinensparte.

    Die Shanggong 335 soll Nadeln bis Stärke 200 nutzen können, damit müsste auch 10er Garn nutzbar sein.


    Achtung! Es gibt auch 335 Klone, die nur für dünnere Fäden geeignet sind, bei Fit 335A z.B. max. 20er Garn, liegt wahrscheinlich am kleineren Greifer.

    Hallo,

    das kommt aufs Auto an.

    Peugeot 106/Citroen Saxo: 1 Schrank bei 3,6 m Außenläge

    Opel Astra H Caravan: 2 Schränke bei 4,5 m Außenlänge (Schränke liegend)

    Peugeot 206 sw: 3 Schränke bei 4,0 m Außenlänge (die Schränke passen aufrecht stehend hinein!). Ansonsten ein potthässliches und fehleranfälliges Auto, aber perfekt für solche Transporte.


    Jeweils mit umgelegte bzw. ausgebauter Rücksitzbank. (Fast) jeder Wagen mit umklappbarer Rücksitzbank und Heckklappe sollte gehen. In einen Golf o.ä. müssten zwei Schränke passen, in einen Polo o.ä. mindestens einer.


    Man sollte für den Transport Maschinenkopf und Schrank voneinander trennen:

    Erst die Lederriemen abwerfen, sofern vorhanden, dann die Maschine nach hinten kippen und die beiden Befestigungsschrauben lockern und danach die Maschine nach vorne oben herausziehen und einzeln wegtragen. Der Schrank ist dann nur noch halb so schwer.

    Die aus Spanplatte wiegen leider immer noch sehr viel, die aus Tischlerplatte sind etwas leichter, aber meist bei den sehr alten Maschinen zu finden.

    Meine alten Maschinen müssen jedes Garn nehmen. Ganz selten ist mal eines dabei, dass fast nur aus Knoten besteht und ständig reisst, das kommt dann halt weg.


    Einen Knopfannähfuß benutze ich schon mal und finde ihn praktisch.

    Hallo,

    die Alten sind nicht kompliziert, finde ich.

    Man muss/kann ein, zwei Dinge mehr einstellen als bei den neuen, dafür können sie ja oft nur Geradstich und Zickzack.


    Es werden rund um Rheda einige gute Anker RZ angeboten, die aber alle Tretantrieb haben.

    Eine Motornachrüstung ist nur bei der alten Bauform einfach, bei den grünen bzw. grün-weißen ist es deutlich komplizierter, einen Motor anzubauen.

    Die alten Anker benötigen aber das Nadelsystem 287WH/1738, das ist nicht so gängig wie 130/705.


    Eine Singer 216 ist dabei, die ist auch ok und braucht Standardnadeln. Die alten Singer sind ja klasse, nur die neuen, billigen nicht. Wenn man bei modernen Singer etwas mehr Geld ausgibt, geht es auch wieder. Ich hatte letztens eine Confidence (ca. 300 - 400 Euro Klasse), die war gar nicht schlecht.


    Generell scheinen im Moment auch die Gebrauchtpreise eine Corona-Aufschlag zu haben

    Vielleicht kannst du mir per Konversation den Link zu der Anzeige schicken.

    Ansonsten empfehle ich das naehmaschinenverzeichnis.de, da findest du Hinweise zu vielen alten Maschinen, oft auch mit Vor- und Nachteilen sowie bekannten Schwachstellen.


    Alte Maschinen finde ich toll, sie sind erheblich robuster und stabiler gebaut als deine Singer, aber sie sind nicht ohne Tücke.

    So einfach mal losrennen und kaufen würde ich nicht, zumindest nicht ohne Probenähen.


    Aus welcher Gegend kommst du? Vielleicht gibt es ja ein paar gute Angebote in deiner Nähe.

    Hallo,

    kannst du genaueres zu der Anker sagen?
    Welches Modell?
    Motorisiert oder mit Tretantrieb?

    Falls mit Motor: Wurden die Kondensatoren schon getauscht?


    Gruß

    Detlef

    Hallo,

    wenn ich eine kaufen will, dann soll sie 10 Euro kosten, will ich sie verkaufen, dann bitte 300,- :biggrin:


    OK, im Ernst: Welches Modell in welchem Zustand?
    Mit oder ohne Zubehör (Füßchen, Anschiebetisch etc.)?

    Von privat oder einem gewerblichen Anbieter (also mit Gewährleistung)?


    Es gibt speziell bei ebay einige Anbieter, die preisen Ihre Maschinen an: Zum Nähen von Leder, Jeans, Planen usw., mit tollen Nähproben mit buntem Garn oder so.


    Da kostet eine Maschine dann - sagen wir mal - 250,- Euro.

    Das selbe Modell kann man manchmal bei ebay-Kleinanzeigen im nächsten Dorf für 50,- Euro kaufen, weil dort noch ein Schrank drunter ist und keiner weiß, dass man nur zwei Schrauben lösen muss, um Nähmaschine und Schrank voneinander trennen zu können.

    Hallo,

    orange ist gelblich, auf jeden Fall gründlich prüfen, aber meist sind die zerbröselt oder kurz davor.

    Es gibt keinen Ersatz für diese Riemen mehr.

    Man kann diese Maschinen reparieren, aber das ist dann sehr aufwendig, sehr sehr aufwendig!

    Hallo,

    das ist eine Adler Superba?

    Ich bin bei den Adler nicht so superfit, aber es gibt Modelle mit Zahnriemen in der Mechanik, die Reihenweise zerbröseln.

    Darum auf jeden Fall schauen, ob da eine Schnurkette (unbedenklich, hält meist ewig) oder ein Zahnriemen verbaut ist.

    Ein gelblicher Zahnriemen zerbröselt dir unter den Fingern, ein schwarzer ist eventuell mal neu reingekommen, der ist oft noch gut.


    Ansonsten sind das tolle Maschinen.

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