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Wie (be)nennen? Weich, mollig, dick, füllig, rund, kurvig, Plus?

  • Ich kann mich nicht beklagen. Ich freue mich regelrecht, dass ich die Hälfte des Sortiments auslassen darf. Es gibt Geschäfte, die brauche ich gar nicht zu betreten, den sie führen meine Größe nicht. Daher ist für mich Modemuffel es einfacher auf die beschränkte Auswahl zu schauen und dort etwas zu finden. Nur dumm, wenn die Mode dann so daneben ist, dass ich sie nicht tragen mag. Aber das nenn ich mal Luxusproblem.

    Nein, ich bleibe dabei Plusgrößen ist ok. Ich finde aber, die sollten erst ab Gr. 48 anfangen.

  • Ich bin ein Oh-Tannebaum und habe ein Modeproblem: Für Ulla P. bin ich untergewichtig (wurde mir dort so gesagt) und in allen anderen Geschäften muß ich bei den "Übergrößen" schauen. Die sind entweder direkt an den Kassen oder direkt neben den Umkleidekabinen. Lästig, wenn man in Ruhe schauen will, ohne begafft zu werden. Das hat letztlich dann auch dazu geführt, daß ich angefangen habe zu nähen.

    Das andere Problem ist, daß ich ein bißchen wie der Mond bin: Ich nehme ab und zu ab und zu. Je mehr, desto unglücklicher und unhübsch bin ich. Meine Umwelt sieht das teilweise anders. Aber allein wegen der Gelenke sollte ich schon aufpassen.

    Wie das benannt wird, ist mir dann auch Hupe. Aber "fett" geht gar nicht. Das wurde zu häufig in meinem Umfeld mit "dumm" assoziiert und das Wort hat tiefe Wunden gerissen. So wollten mich meine Brüder seinerzeit nach Afrika verkaufen, weil sie da auf fette Frauen stehen würden. (Die hätten mich aber vermutlich für zu dürr befunden und von ihrem Umtauschrecht Gebrauch gemacht.) Die Einteilung in Normal-, Kurz- und Übergrößen finde ich ohnehin gruselig. Wer setzt denn bitte fest, was die Norm ist? Größe 36 ist sie wohl eher nicht.

    Ich habe keine Wespentaille. - Ich habe eine Hummelhüfte.

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  • also Kurzgrößen machen schon Sinn

    Ich mag verdammen, was du sagst, aber ich werde mein Leben dafür geben, dass du es sagen darfst.
    Voltaire
    Gruß
    Nanne

  • Anschlussgrößen habe ich noch nie gehört, das klingt wirklich schräg. Klingt wie nach verspäteten Zügen :-))

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  • Anschlussgrößen habe ich noch nie gehört, das klingt wirklich schräg. Klingt wie nach verspäteten Zügen :-))

    *grins* Der Laden hier, der das mal wirklich als Sortimentsbereichbezeichnung dabei stehen hatte, hat das auch ziemlich schnell wieder abgeschafft.

    Gab wohl reichliche, aber wenig positive Rückmeldungen der Kundschaft.

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  • ...wir könnten es "untermaßig" nennen :pfeifen::rofl: *duck und wech* ...

    du willst Haue, wa?

    Ich mag verdammen, was du sagst, aber ich werde mein Leben dafür geben, dass du es sagen darfst.
    Voltaire
    Gruß
    Nanne

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  • Ich finde vollschlank sehr gut.


    Wo hab ich das neulich nur gelesen : " Oma ist so dick, weil sie so voller Liebe ist"

    Vergiss niemals, dass ältere Frauen coole Mädchen sind, die nur schon lange leben!

  • ciao,

    DAS mit der Norm ist so eine Sache. Die zukünftige Gentechnik kann/wird den genormten Menschen im Reagenzglas produzieren, nein es wird leider keine Utopie bleiben....

    Ich bin 1,80 gross trage meist schlanke Herrengrössen 98/102.

    Meine Mutter ist mit über 80zig keine 1,60cm gross und Kurzgrössen (40) sind ideal für sie, gut das es sie gibt.

    Vielleicht wäre es an der Zeit die "Hungerhaken" vom Pariser Laufsteg zu nehmen und realistische Modells dort laufen zu lassen. Allerdings ist Mailand, Paris u. Co. nicht für "Lieschen Jedermann" gemacht, sondern und hier schliesst sich der Kreis,

    für genormte Frauen, die in Kleidergrösse 34 passen. DAS und die mageren Modells in den Hochglanz Magazinen trägt zum Gefühl "desdickseins" der Ottonormalos bei.

    Nur wird hier, in absehbarer Zeit, kein Umdenken erfolgen, --fürchte ich....

    gruss Dolce vita

    Die besten Pausen sind nicht lila, sondern italienische Momente!

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  • Hallo,

    an "vollschlank" erinnere ich mich auch noch und daran, dass ich das als Kind, wenn ich den Begriff im Zusammenhang mit einer üppigeren, weiblichen Figur gehört habe, überhaupt nicht verstanden habe (ich habe zunächst angenommen, dass damit gemeint ist "total schlank" und war ziemlich verwirrt)...

    "Fett" finde ich geht gar nicht, da das eigentlich nur beleidigend wahrgenommen werden kann.

    Und ich finde es auch sehr seltsam, wenn eine Größe 40 (und dann auch noch Langgröße!) plus size sein soll.

    Liebe Grüße

    Kersten

  • (Models tragen selten Gr 34. Sie sind allerdings genauso häufig 1,68 m groß...

    Das menschliche Auge ist extrem gut täuschbar.

    Die Rundmaße einer Gr.38 auf 1,80m Länge sehen für uns einfach sehr viel schlanker aus, als gleiche Gr. 38-Maße auf 1,60m ...)

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  • Ich hab einen BMI von über 35. Ich hab mal eine Reportage von einer Frau aus Hamburg gesehen, die das Thema ansprach. Es ist nichts mehr im Badeanzug "kaschierbar". Sie selbst hat 160 kg gewogen, bei 170? Sie ist die Person, die mich ermutigt hat es auszusprechen. Ja, es ist negativ besetzt, aber wir haben es in der Hand, wir können es ändern. Voll fett - heißt cool. Und ich bin weder vollschlank noch mollig, ich bin das was Ärzte als adipös bezeichnen. Ich bin fett ganz neutral gesagt. In der Mode hört sich das hart an, das weiß ich. Aber was soll man beschönigen, wenn es doch so ist.

  • Da ich schon zweimal erleben durfte/müsste, wie es krankheitsbedingt ist, von schlank (einmal von Größe 34 mit Taille 32, das andere Mal mit Größe 36 bei 1,74 cm) a la Hefepfannkuchen aufzugehen, das war einmal die 46, beim zweiten Mal sogar Hosengröße 48, Oberteilgröße 50 bis 54, denke ich, kann ich hier gut mitreden.


    Ich fand diese Schönschreibungen, diese doofe political Correctness, immer diskriminierender als die Wahrheit. Da müssen sich Leute den Kopf zerbrechen, teilweise Kunstworte erfinden, und dann versucht man das krampfhaft durchzusetzen. Da schwingt für mich immer mit, da ist jemand dick, vielleicht sogar fett, aber psst, das darfst du nicht sagen, nennen sie vollschlank, kurvig, etc.

    Ich fühlte mich nicht als Person wahrgenommen, sondern als jemand, der den anderen Probleme bereitet. Sie stehen einem dann teilweise verkrampft gegenüber und überlegen sich jeden Satz. Das war so peinlich. Das ist nun auch nicht political korrekt, aber ich fühlte mich teilweise wie jemand mit einer Behinderung. Genau so war mein Gefühl.


    Ich fände den Begriff weich furchtbar, denn etwas ist weich, weil es keine Kontur hat.

    Wenn es jetzt um den Bekleidungsbereich geht, dann ist Mode für Dicke für die heutige Welt einfach zu kompliziert. Das sind drei Worte!

    Dickmode geht rein semantisch nicht. Dann wird es eben Plusmode.


    Wobei es auch wieder etwas lustig ist. In dem Bereich Statur sehen wir Plus als neutralen Begriff. In Wirklichkeit ist das schon eine Schönschreibung: Ein Plus haben, ist kaufmännisch gesehen positiv, Plus bedeutet auch einen Vorteil.


    Kurvig als generelle Beschreibung für Dicke geht nicht, denn das beinhaltet hinsichtlich der Statur in der Tat die Sanduhr. Füllig - furchtbar. Ein Volumen, das ein Behältnis mehr als voll ausfüllt. Rund passt auch nicht auf alle, denn die Sanduhr-Dicken sind nicht rund.


    Bei mir ist es deshalb: Jemand ist dick und trägt Plusmode.

    LG rufie


    Der einzige Geschmack, der einem Menschen wirklich Befriedigung geben kann,

    ist sein eigener (Philip Rosenthal)

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  • ja, aber was ist denn nun mit meiner großen, athletischen Bekannten in Gr. 48?

    Die IST nicht dick!

    Beste Grüße aus Meck-Pomm
    Steffi


    Meine Devise: "...close enough to perfect for me!"
    (nach einem Song der Country-Band ALABAMA)


    Mein Blog: Das Landei

  • also Kurzgrößen machen schon Sinn

    aber was ist mit uns Minis (149 cm groß)?

    Was man auch für einen Begriff nehmen will, soll es verständlich sein. Weich, kurz usw. sind irreführend.

    Dieser Thread erinnert mich an die ewige Diskussion in USA über den höftlichen Begriff für Mensch mit afrikanischen Wurzeln. Nigger war eindeutig verächtlich. Negro war neutral, aber manche mochten es nicht, also mußte man Schwarz sagen. Dann wurde das negativ belegt und man mußte zu Afro American wechseln.

    Das Problem ist nicht der Begriff sondern der Versuch, andere herabzusetzen. Nehmen wir einen neutralen, aber deutlichen Begriff, bitte. So was wie mollig oder Woman's (wie in USA).

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  • NiNa und rufie ich finds toll wenn Leute damit entspannt umgehen und Begriffe die eigentlich beschreibend sind nicht beleidigend auffassen. Denn "dick" ist ja eigentlich keine Beleidigung, dann müsste "dünn" ja ebenfalls beleidigend sein. Und ja es gibt natürlich auch verletzende Begriffe für dünne Menschen.


    Diese Begriffe alá Plus eignen sich nämlich super für Mode (und da eben für alle die was größeres brauchen, auch die von Devil"s Dance beschriebene Frau) aber im alltäglichen Sprachgebrauch? Wenn es um eine Personenbeschreibung geht. "Da hat eine "Plus" Frau gerade ihre Handy verloren".... Echt? Klingt für mich sperrig.


    Es gibt immer beschreibende Begriffe die man als Person vielleicht nicht so schätzt egal ob das nun "jung" "alt" "groß/klein" "dick/dünn" etc pp ist. Natürlich gibt es daneben Begriffe die eindeutig abwertend sind und die man nicht verwenden sollte, aber eine simple Beschreibung muss drin sein. Oder wie erklärt ihr euren Kinder dass bei Personen das Gegenteil von dünn nicht dick sondern "weich/kurvig/mollig/plus etc ist....

  • (Models tragen selten Gr 34. Sie sind allerdings genauso häufig 1,68 m groß...

    Das menschliche Auge ist extrem gut täuschbar.

    Die Rundmaße einer Gr.38 auf 1,80m Länge sehen für uns einfach sehr viel schlanker aus, als gleiche Gr. 38-Maße auf 1,60m ...)

    Das kann ich so nicht bestätigen. Zumindest bei den Laufmodels. Ich habe das ab 17 gemacht und Studium teilweise damit verdient.


    1,72 cm war absolute Untergrenze. Damals hieß es, wenn die Maße Richtung Größe 36 gingen, eine Woche Zeit, das hinzubekommen, oder keine Jobs mehr.

    Heute mehr als 1,74 cm.


    Es hängt aber auch immer davon ab, wo man modelt. In einer Einkaufspassage ist das natürlich etwas anderes und einfacher, als auf der Modewoche für einen Designer zu laufen oder auf Fachmessen wie der ISPO.


    Übrigens meine Jobs damals hatten nichts mit den Gewichtsschwankungen zu tun - ist ja auch so ein Klischee, sondern einer Krankheit, etwas, das immer wieder aufflammen kann.


    Bei den Fotomodels ist die Größe und auch der Körperumfang etwas weniger streng. Aber auch da wird abgewägt zwischen Schönheit und benötigter Bildbearbeitung.

    LG rufie


    Der einzige Geschmack, der einem Menschen wirklich Befriedigung geben kann,

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  • ja, aber was ist denn nun mit meiner großen, athletischen Bekannten in Gr. 48?

    Die IST nicht dick!

    Wer sagt denn, dass jemand mit einer bestimmten Kleidungsgröße dies oder das ist?

    Natürlich gibt es die Normen, aber die sind dazu da, herauszufallen. Aber man kann auch nicht jeden Einzelfall in einen Gesamtbegriff fassen.


    Meine eine Bekannte trägt teilweise Kindergrößen, sie würde aber auch nicht verlangen, dass man da einen Begriff findet. Oder jemand, beiden Männerjeans einfach besser sitzen als Frauenjeans.

    Jemand mit knapp 1,50 m und Kleidergröße 38 wird dicker aussehen, als jemand mit 1,80 m.

    Nur man benötigt irgendwo eine Range, der man im Regelfall einen Begriff zuordnen kann. Wenn jemand da nicht hineinpasst, ist es ihm selbst überlassen, ob er das als individuelles Plus oder als Makel empfindet.


    Natürlich kann es sein, dass sie z. B. bei einer Onlinebestellung unter dick eingeordnet wird. Doch wenn man sie sieht oder sie im Geschäft einkauft eben nicht.

    Ist das denn für deine Bekannte wirklich ein Problem? Oder meintest du das einfach als Beispiel, dass man nicht alles über einen Kamm scheren darf?

    LG rufie


    Der einzige Geschmack, der einem Menschen wirklich Befriedigung geben kann,

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