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millimetergenau oder so ungefähr? Wie präzise arbeitet ihr (Kleidung)?

  • Ich hab dann gleich mal "Kleidung" in die Klammer gesetzt, weil mir klar ist, dass man z.B. bei Patchwork ohne Präzision verloren ist.
    Aber wenn ihr Kleidung näht: messt ihr alles absolut genau, oder wird z.B. ein Saum auch mal nach Augenmaß abgesteckt.

    Ich frage, weil die erfahrenen Craftsy-Lektorinnen desöfteren mal Maße "by eye" anzeichnen - umbügeln - abstecken - heften - nähen...

    Weil das meiner Haltung zur Genauigkeit entgegen kommt, hab ich das inzwischen auch schon wiederholt gemacht und im Endergebnis keinen Unterschied festgestellt.

    Wie haltet ihr es damit?

    Beste Grüße aus Meck-Pomm
    Steffi


    Meine Devise: "...close enough to perfect for me!"
    (nach einem Song der Country-Band ALABAMA)


    Mein Blog: Das Landei

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  • Gute Frage.

    Als ich in der Schule nähen lernte, waren an Schnitten grundsätzlich keine Nahtzugaben.

    Dis Zugabe erfolgte meiner Erinnerung nach exakt im füßchenbreiten Abstand von 7,5mm, denn wir freihand ;) außen um den aufgesteckten Schnitt herum abschnitten.

    Hat immer gepasst.


    Diese Abstände habe ich irgendwie seit Jahren fest im Gefühl.

    Auch die 6mm für Overlocknähte auf Jersey.


    Nahtzugaben zeichne ich eigentlich nie an/ schneide ich immer freihändig aus.


    Säume stecke ich überwiegend nach Augenmaß ab, nur bei ganz langen Strecken messe ich nach oder mache mir einen Papierstreifen als Schablone zurecht.


    Schnitte mit integrierten 1cm-Nahtzugaben bringen mich allerdings oft durcheinander.

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  • Nzg bis 2cm ist im Gefühl, mehr messe uch ab. Saum immer abgekreidet und gemessen! Enger mache ich seiten gleich wenn ich denke passt. Wenn ich sehe Kundin ist schief dann wird jede Seite mm genau genäht

  • Ich messe immer alles genau ab. Zum Teil aus Überzeugung, zum größeren Teil aus Pedanterie :S Es wäre mir unerträglich, wenn z.B. ein Saum zum Teil 2 cm, an anderer Stelle 2,5 cm wäre. Ich habe zwar ein recht genaues Augenmaß, darauf verlasse ich mich aber nie. Dafür freue ich mich bei jedem Anlegen des Lineals, dass ich richtig geschätzt habe.

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  • mein zweiter Name ist Pissnelke

    Ich mag verdammen, was du sagst, aber ich werde mein Leben dafür geben, dass du es sagen darfst.
    Voltaire
    Gruß
    Nanne

  • ich bin und bleibe pingelig(e) Buchhalterin 😉


    Ich zeichne meine Nahtzugabe an den kopierten Schnitt an und schneide mit dem kleinen Rollschneider zu.

    Liebe Grüße


    Sonja

    Unsere größte Schwäche liegt im Aufgeben. Der sichere Weg zum Erfolg ist immer, es doch noch einmal zu versuchen. Thomas A. Edison

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  • Mal so mal so...

    Hallo in die Runde - Danke liebe Steffi für diese Frage.


    Ich mache viel mit Augenmaß beim Zuschneiden, aber öfter messe ich auch nach und arbeite mit Kreide und Lineal. Je nachdem um was es geht - und was machbar ist.


    Allerdings habe ich die innere Stimme die da sagt beim Säumen - keine Kompromisse (mehr)! Korrekt und hohe Qualität und dann messe ich lieber noch mal nach.

    Viele Grüße
    Anne


    5. Mose 26 V.17

  • Ich zeichne ALLE Nahtzugaben und Säume mit Handmaß genau an, obwohl ich eingutes Augenmaß habe. Ebenfalls zeichne bzw. übertrage ich alle Nahtlinien. Auch bei Jersey. Bei Wollstoff schlage ich durch.

    Ich hab es bei Jersey schonmal ohne Anzeichnen versucht, aber nein, zumindest die Kreuzungslinien und Rundungen bei Ärmel /Armausschnitt und Halsausschnitt. Deswegen mag ich keine Schnitte, bei denen die NZ enthalten sind.

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  • Mal so mal so...

    Ich mache viel mit Augenmaß beim Zuschneiden, aber öfter messe ich auch nach und arbeite mit Kreide und Lineal. Je nachdem um was es geht - und was machbar ist.


    Allerdings habe ich die innere Stimme die da sagt beim Säumen - keine Kompromisse (mehr)! Korrekt und hohe Qualität und dann messe ich lieber noch mal nach.

    ...ich glaube, das ist das Entscheidende.

    Wahrscheinlich ist man als Anfänger gut beraten, alles sehr genau zu arbeiten.
    Mit der Zeit erkennt man, wo es auf den Milimeter ankommt (wie z.B. Paspeltasche, Hemdkragen, Biesen, Absteppungen) und wo man fünfe auch mal gerade sein lassen kann...

    Beste Grüße aus Meck-Pomm
    Steffi


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  • Ich schneid von allen SM mit NZ die NZ weg....ich kann das auf den Tod nicht ab!

    Ich mag verdammen, was du sagst, aber ich werde mein Leben dafür geben, dass du es sagen darfst.
    Voltaire
    Gruß
    Nanne

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  • Integrierte NZ machen mich auch wahnsinnig, insbesondere wenn sie völlig fern dessen sind, was ich normalerweise benutze. Wenn dann auch noch unterschiedliche NZ in einem Schnitt drin sind, ist das völlig verwirrend. Bei Webware bin ich genau(er), indem ich alle paar cm abgemessen einen Kreidestrich neben dem Papierschnitt mache und diese alle dann verbinde. Bei Jersey schneide ich nach Augenmaß und hatte da noch nie Probleme.

  • Ich kopiere die Schnitte immer mit genauer Nahtzugabe. Wenn ich säume schlag ich immer nach Augenmaß um und orientiere mich mit der Overlockversäuberungsnaht.

    Viele Grüße

    Peggy

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  • Ich habe noch nie auf einer ursprünglich angedachten Nahtlinie genäht, und es ist mir auch egal ob meine ursprüngliche NZ von 1,5cm nach dem Nähen noch 1,5 cm sind:


    Ich hefte alles und probiere an und passe an. Dabei ändert sich die „theoretische“ Nahtlinie sowieso überall.


    Ich nähe ja damit mir die Sachen passen, wollte ich schlecht sitzendes würde ich Kleidung kaufen und nicht selbst nähen.....


    Abnäher schlage ich durch.


    Säume stecke ich zunächst mit exakt gleichem Umschlag, aber auch das ändert sich meist nach der Anprobe.

    _______________________________________________
    Lichtmess vorbei, dadurch sieht man vieles im richtigen Licht!

  • Jersey und gerade Seitennähte bei Kleidern, Röcken und Hosen schneide ich nach Augenmaß zu. Bei Webware zeichne ich mir die Nahtlinie an Halsausschnitt und Armkugel ein, damit es richtig zusammen passt. Paspeltaschen, Abnäher usw. markiere ich mit Kopierpapier. Säume messe ich immer ab.

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  • Da hier alle schon über die NZG lamentiert haben, sage ich mal:

    Ich bin ein pedantischer Näher. Was nützt es mir denn, wenn ich pedantisch genau zuschneide, um dann hudelwudel anzunähen?

    Beispiel: In der Anleitund stand: Füßchenbreit zusammennähen.

    Ich frag die Erstellerin: Welches Füßchen?

    Sie: Warum?

    Ich: Naja, es gibt ja verschiedene Hersteller mit VERSCHIEDEN BREITEN Füßchen!

    Sie: Ist doch nicht so wichtig.

    <X

    Mein Standardfüßchen produziert eine NZG von 9 mm. Und wenn ich NZG 1 cm brauche, kann es schon mal sein, dass ich den Anschlag anschraube.


    Und dann bevorzuge ich auch die Saumführungen mit dem runden Kopf, weil ein gerades in engen Kurven einfach für eine falsche NZG sorgt.

    Wie gut, dass ich nicht Inge heiße. Pingeltanja klingt bei weitem nicht so gut :D

  • Im Gegensatz zu einigen anderen hier, bevorzuge ich Schnitte mit Nahtzugabe und bei Schnitten ohne Nahtzugabe "male" ich mir eine dran. Für mich ganz persönlich ist das so logischer als ohne NZG und ich komme damit am Besten zurecht. Wie exakt das dann am Ende ist? Keine Ahnung. Vor etlichen Jahren hab ich mal im Forum die Frage gestellt "Wie exakt ist eigentlich genau?" (oder auch umgekehrt). Bei mir sind da so viele (wenn auch sehr kleine) Variablen dabei, dass 100% exakt für mich ohnehin nicht funktioniert. Das fängt damit an, ob ich mein Schnittmuster eventuell bügle oder doch so ein wenig "krumpelig" lasse, habe ich einen angespitzten Bleistift zum Kopieren genommen oder einen nicht ganz so feinen Filzstift (also jetzt nicht nen fetten Edding, aber ihr wisst was ich meine), wie exakt hab ich ausgeschnitten (im Ausschneiden bin ich eine echte Niete) und so weiter und so fort. Am Ende können da schon ein paar Millimeter Unterschied bei rauskommen, fürchte ich.

    Fröhliche Grüße
    Marion


    Truth is stranger than fiction, but it is because Fiction is obliged to stick to possibilities; Truth isn't.


    Mark Twain

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  • genau das meine ich , Marion :knuddel:!

    Das geht doch schon beim Maßnehmen los.
    Ich wette, wenn mich 3 Leute vermessen, kommen 3 x verschiedene Werte raus - nix Dickes an Differenz, aber genug, um Millimeter-Genauigkeit ad absurdum zu führen.

    Die eleganteste Methode ist natürlich die von GlückSachen , aber ich kriege in der Anprobe geheftete Sachen alleine nicht genau genug abgesteckt.

    Gottlob passen mir die von mir bevorzugten Burda-Schnitte ziemlich gut, so dass ich mit ein paar Standartänderungen ganz gut zurechtkomme.

    Beste Grüße aus Meck-Pomm
    Steffi


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  • Das geht doch schon beim Maßnehmen los.
    Ich wette, wenn mich 3 Leute vermessen, kommen 3 x verschiedene Werte raus - nix Dickes an Differenz, aber genug, um Millimeter-Genauigkeit ad absurdum zu führen.

    Das bekomme ich auch hin, wenn ich ganz alleine 3 mal hintereinander meinen Brustumfang messe. Und von Stellen, die man eigentlich lieber messen lässt, brauche ich gar nicht reden.

    Fröhliche Grüße
    Marion


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    Mark Twain

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  • Brustumfang finde ich am schwierigsten zu messen bei sich selber. Denn in dem Moment, indem man die Arme bewegt, ändert sich da ja schon wieder alles.

  • Ich habe bei einer Buchhalterin gelernt. Es käme mir nicht in den Sinn, ungenau zu arbeiten!

    Dirk - des Teufels nackter KofferNÄHER 2.0 ...

    (Brütet zur Zeit ein Pony aus.)

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