Posts by Friedafröhlich

    Wie bei fast allen Dingen im Leben, gibt es da nicht DEN einzig wahren und perfekten Weg.

    Wir hatten das schon öfter hier: es gibt einfach unterschiedliche Lerntypen.

    Und während hier einige Videos nicht mögen, sind die für mich das, was am Besten funktioniert. Noch besser wäre natürlich jemand in persona, der mir was erklärt. Aber das ist selten, dass ich da jemanden tatsächlich in meiner Nähe habe, der das tun könnte.

    So gern und so viel ich auch lese ... Anleitungen? Keine Chance. Ich kann das nur ausgesprochen schlecht im Kopf in aussagekräftige Bilder verwandeln, die ich dann wiederum umsetzen kann. Wenn aussagekräftige Fotos (keine Zeichnungen!) dabei sind, geht es so einigermaßen. Aber ganz oft fehlen mir da dann Zwischenschritte und ich tu mich unglaublich schwer. Und es spielt definitiv keine Rolle, um welches Nähbuch es sich da handelt. Es funktioniert auch nicht bei denen, die als Meisterwerke gelten.


    Was ich damit sagen wollte: am Ende musst du für dich selbst heraus finden, was für dich taugt. Es nutzt nichts, wenn dir jemand DEN ultimativen Tipp gibt, der aber nicht zu deiner bevorzugten Lernmethode passt.

    Da kann es durchaus drum gehen, wie lernen die jungen Leute wieder, wie man einen Knopf annäht oder nen Reißverschluss tauscht?

    Das jetzt wohl eher nicht. Ein bisschen mehr auf die Wissenschaft ist es schon ausgerichtet:

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    „Hack Your Fashion“ ist ein Projekt von Wissenschaft im Dialog und der HTW Berlin. Im Wissenschaftsjahr 2020 – Bioökonomie laden wir Euch ein, die Modewelt von morgen aktiv mitzugestalten. In kreativen Wochenend-Workshops in ganz Deutschland wollen wir Modeinteressierte, Forschende, Designer*innen und Vertreter*innen der Branche zusammenbringen.


    Ich hatte ja aber auch gesagt, dass ich dieses Projekt gut finde. Alles was jungen Menschen dabei hilft, einen Fuß in die Tür zur Wissenschaft zu bekommen, finde ich gut. Wir brauchen die jungen Geister ganz dringend.


    Nur unter Nachhaltigkeit stelle ich mir persönlich dann doch lieber einen Wandel in unserem Denken vor. Oder um dann wieder auf die Mode zurück zu kommen: Ich würde mir wünschen, das es wieder selbstverständlich wird, dass man mit 1m Kleiderschrank auskommt und man Kleidung auch mal ansehen darf, dass sie älter als ein Jahr ist.

    ....hm :confused:...ehrlich?
    Der einfachste Schritt in Richtung Nachhaltigkeit wäre doch, sich wieder quantitativ zu beschränken, wieder hochwertige Sachen so lange zu tragen, wie sie halten, ggf. auch mal eine Kleinigkeit zu reparieren (Knopf annähen, eine offene Naht wieder zunähen...), anstatt wegzuschmeißen.

    Eben. Die nachhaltigste Mode ist die, die wir nicht kaufen. Und wenn wir ganz ehrlich sind auch die, die wir nicht nähen.


    Nachhaltigkeit fängt in unseren Köpfen an.

    Natürlich verändert sich Mode. Aber die "Farbe der Saison"? Echt jetzt? Muss das sein?

    In den letzten Tagen habe ich immer wieder gelesen, dass der Handel darüber klagt, dass beinahe die gesamte Frühjahrskollektion eingestampft werden muss, weil das Frühjahr quasi ausfiel, zumindest aufs Kaufen bezogen. Und deswegen müssen die Klamotten vernichtet werden? Ist zu befürchten, dass nie wieder ein Frühjahr kommt?

    Ja, ja, ich weiß schon. Das Lagern bis zum nächsten Frühjahr kostet mehr als das ganze "Gelump" wert ist und die Kollektion für kommende Jahr ist mindestens schon auf den Webstühlen, wenn nicht schon weiter. Aber es ging hier ja nicht um Wirtschaft sondern um Nachhaltigkeit.

    Das Problem ist nur, dass die wirklich nachhaltige Nachhaltigkeit nur schwer mit dem obersten Gebot der Wirtschaft, Wachstum! Wachstum! Wachstum!, in Einklang zu bringen ist.

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    aber ich find's gut, dass die Kids wenigstens mal drüber nachdenken :pfeifen:

    Die denken da durchaus drüber nach. Zumindest nicht wenige. Aber das muss man irgendwie in "vernünftige" Bahnen lenken. Wenn die jetzt plötzlich alle auf die Idee kommen, dass es gar nicht so wichtig ist, dass man einen fünftürigen Kleiderschrank ganz für sich allein hat und da 3 mal im Jahr ausmisten muss, weil schon wieder nix mehr rein passt. Wenn die wirklich plötzlich auf die Idee kommen, dass man nur qualitativ hochwertige Sachen braucht und die dann pfleglich behandelt und das Zeug hält dann Jaaaahre. Nicht auszudenken! Also spitzt man sie lieber an, dass sie was totaaal nachhaltiges entwickeln, das man aber ganz oft neu kaufen muss. Es verrottet dann halt nachhaltig. Das ist doch auch schon mal was.


    Doch! ich finde das schon wichtig, dass junge Menschen Raum bekommen zum tüfteln und forschen und entwickeln und um sich zu vernetzen. Ich bin auch der festen Überzeugung, dass da wirklich brauchbare Ideen bei raus kommen. Trotzdem wäre so ein bisschen richtige Nachhaltigkeit schon auch gut.

    Ich habe auch keinen so richtig großen Tisch.

    Das, was dann überhängen würde, rolle oder falte ich auf und klemme es dann am Ende der Tischkante mit einer Klemme fest.


    Fußboden kommt für mich nicht mehr in Frage. Da sind meine Knie nicht mehr so begeistert von.

    Ich halte es wie Marion. Ich lasse die Männer Männer sein, schaue nicht nach Ihnen und jede Frau kann sicher sein, dass ich ihren Mann nicht im entferntesten haben möchte.

    Aber so im TV---Henrik Duyn (der Lehrer), der ist schick. Etwas zuviele Muskeln, aber sieht ganz nett aus. Ich glaub aber eher, das ist die Rolle, die er verkörpert - die Mimik und Gestik, die Ausstrahlung und die lachenden Augen. Ich glaub ich back mir doch noch einen Mann. Ich muss dringend nach Hamburg und mir die Backform kaufen.

    Den Schauspieler kenne ich jetzt nicht, aber das kann ich natürlich auch: mich in Serienhelden "vergucken". Ich bin alt aber nicht blind ;)



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    Es freut mich, wenn andere schönere Erfahrungen gemacht haben und machen

    Was auch sonst. Nur weil bei mir etwas nicht funktioniert hat, muss ich das anderen ja nicht missgönnen.

    Ich werde nur ein bisschen piesepampelig, wenn andere das Scheitern meiner Ehe als mein persönliches Scheitern interpretieren. (doch doch ... gibt es durchaus)

    Also als modisches Accessoire sehe ich das um Himmels Willen auch nicht. Da sind die mir viel zu doof. Aber wenn man nun mal so eine Pflicht hat und man nicht begeistert ist, muss man es nicht noch doofer machen, indem man die Dinger dann auch noch schrecklich oder langweilig macht. Dann ist man doch mit jedem Stich, den die Maschine näht, genervt.

    Was heißt schrecklich?

    Ich hab ja nicht gesagt, dass ich die aus alten Geschirrhandtüchern nähe, aus denen die Flecken nicht mehr raus gehen.

    Und langweilig?

    Die haben eine Funktion zu erfüllen. Mehr nicht. Ich werde den Teufel tun und mir da auch noch Gedanken drüber machen, wie ich die ein bisschen peppiger gestalte.


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    Beispielsweise eine farbliche Kombination, dass einem die Augen vor Graus rausfallen, wenn man das sieht. Oder diese komplett nicht passenden Schnabelis, die beim Einatmen halb im Mund hängen und beim Ausatmen sich ausbeulen. Also Schnitt anpassen, dass sie dann ordentlich sitzen. Also in dem Bereich bin ich schon eigen.

    Mir ist eine schöne Bekleidung wichtig und meist ist ein Großteil von dem, was ich trage, selbstgemacht. Das will ich doch nicht mit irgend so einem besonders hässlichen Teil im Gesicht, das dann alle Blicke auf sich zieht, entwürdigen.

    Wie gesagt, rein funktional.

    Ich habe die ja aus Stoffresten/alter Bettwäsche gemacht. Die Stoffe habe ich ja irgendwann mal gekauft, weil mir die gefallen und nach meinem persönlichen Dafürhalten zu mir passen. Dann kann es ja für mich schon mal nicht ganz so gruselig sein. Wenn jetzt andere meinen, dass die farblich nicht zu mir oder meiner anderen Kleidung passen, dann haben die halt Pech gehabt. Und wenn ich finde, dass die Maske nur mittelgut zu meiner Bluse passt, dann habe ich halt Pech gehabt.

    Und Schnittanpassungen für ordentlichen Sitz? Ich kann bei meiner Kleidung kaum irgendwie den Schnitt anpassen, weil ich das nicht kapiere. Da werde ich mich ganz bestimmt nicht bei Masken damit quälen.

    Ich gehe aufrecht und mit Selbstbewusstsein durch die Straße. Eine Maske kann mich nicht entwürdigen!


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    Auch sehe ich es so, dass Teens und junge Twens schon gerne irgendwie etwas Schönes hätten. Ich kenne keinen, der das dann auch so tragen würde, wenn er es nicht müsste. Aber warum sollen sie nicht ihren Spaß haben und dann eben Teile im Gesicht haben, die zu ihnen passen?

    Ganz andere Baustelle. Teenager haben ohnehin mit sich und der Welt Probleme. Da muss man es ihnen nicht noch schwerer mit einer Maske machen, die ihnen nicht gefällt. Gleiches gilt für Kinder. Wenn eine Maske mit Spongebob drauf hilft, dass sie eine Maske akzeptieren, dann sollen sie die haben.

    Aber ich bin kein Teenager. Schon lange nicht mehr..


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    Es ist doch vollkommen egal, der Schnitt, wenn man seine Schnitte gefunden hat, ist immer derselbe. Wenn ich sie nun unterschiedlich mache, besondere Ideen umsetze, dann ist eben für mich das Nähen nicht langweilig,


    Aber deshalb ist es lange noch kein Accessoire, sondern nur das etwas Schönermachen eines Muss-halt-sein-Dings und damit nimmt auch die Aversion ab.

    Nein, immer noch nicht überzeugt.

    Ich habe davon auch keine Unmengen. Für mich 3 und für meinen Sohn 3. Das reicht uns. Und da werde ich um keinen Preis der Welt jetzt irgendein Gedöns drum machen.


    Und nein: ich bin kein Maskengegner. Im Gegenteil. Ich habe in Supermärkten schon lange eine Maske getragen, bevor sie Pflicht wurden. Die Gründe hab ich schon oft hier erzählt. Trotzdem lehne ich es ab, diese Dinger als zu meinem Outfit dazugehörig zu betrachten und das wäre der Fall, wenn ich da auf "passend zur Bluse" achten würde.

    Warum Masken nähen genervt hat?

    Weil ich die Zeit lieber mit was anderem verbringen möchte.

    Ich kann mir ohnehin nur wenig Zeit zum Nähen nehmen und da möchte ich dann wenigstens etwas nähen, das ich auch haben möchte.


    Abgesehen davon, verstehe ich da den Hype um diese Dinger nicht wirklich.

    Ich persönlich finde es wichtig, eine Maske zu tragen. Aber ich will da um nichts in der Welt ein modisches Accessoire draus machen.

    Masken, die zu meinem restlichen Outfit passen? Nie im Leben käme ich auf so eine Idee! Nee, echt nicht.

    Ich habe inzwischen auch Teil 3/6 fertig - die Tunikabluse 404.
    Fotos kommen nächste Woche - wenn ich beim Friseur war :biggrin: ...
    Die Hose hab ich begonnen, musste zwischendurch aber mal eben fix ein paar Hosen für meine Enkelin nähen, die sich gerade in der "keine-Windel-mehr"-Phase befindet, und die Buxen von Omma (so ganz simple Jersey-Dinger) kann sie schon alleine "bedienen" :cool: ...

    Hosen für E. (2).jpg

    ("Rohbau-Foto" - die müssen natürlich noch 'n Gummizug kriegen und gesäumt werden ...)

    Das geht ja bei dir ratzfatz :daumen:


    Den Stoff mit den Schildkröten finde ich total niedlich <3


    Und Friseur ... da sagste was. Ich muss auch dringend. Aber bei meinem Standardfriseur sind gerade ganz schwierig Termine zu bekommen.

    Ich bin kurz davor, die Maschine zu verschrotten, weil mich diese Masken so dermaßen annerven, dass ich keinen Bock mehr aufs Nähen habe. Das ist mein Hobby und soll mir gut tun

    Kann ich sooo gut verstehen.


    Ich hab ja nun nur eine Handvoll Masken genäht und trotzdem ist mir das so auf den Senkel gegangen, dass ich erst mal auch auf nichts anderes mehr Lust hatte.

    Hat sich zum Glück wieder gelegt.

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