Posts by zuckerpuppe

    wenn Du die Rauten größer nähst als allgemein üblich und die einzelnen Schnittteile jeweils etwas größer zuschneidest, dann die Rauten steppst und dann erst endgültig auf passende Schnittteile zuschneidest, funktioniert das bei Stepp recht gut. Nimm eine dünnere weiche Einlage für's Zwischenfutter, ebenfalls dünneren Futterstoff und stell für's absteppen die Stichgröße etwas größer (gerne 3,5 auf einer Skala von 1-5) . Markiere die Stepplinien oder arbeite mit Abstandslineal oder einer Markierung auf dem Maschinenbett. Das kann ein aufgeklebter Tesastreifen sein, eine abwaschbare Faserschreiberlinie oder ähnliches.

    Ansonsten tendiere ich wie die meisten hier zu einem Kurzmantel oder einer längeren Jacke aus leichtem Wollstoff z.B. Walk. Wenn Du gerne auf dem Fahrrad unterwegs bist, mach längere Seitenschlitze

    zu post11:

    weniger für StoffARTEN / -gewebe / -gewirk, sondern für bestimmte Nahtbereiche. Konkret: für Nähte auf denen Zug ist, das sind z.B. Schrittnaht, rückwärtige Ärmeleinsatznaht - mit der Nähmaschine.


    Mit der Overlock: sehr kurze Stichlängen bei Rollsaum oder als Kantenabschluss statt Rollsaum, wenn das Gewebe für Rollsaum zu fein ist. Das sind z.B. sehr feine Seiden, Chiffon aus unterschiedlichem Material, Gardinen (Polyester etc.)

    Ohne Schiene, nur mit dem normalen Schlittenfuß. Darauf achten, daß Du nicht über die dicken Knubbel nähst, alternativ mit einem untergelegten Stück Pappe ("Hebamme") arbeiten. Eventuell vorher innen Nahtzugaben stark zurückschneiden, gegen ausreißen bei zu knappem Rückschritt Vlieseline als Verstärkung verwenden. Statt Schlittenfuß u.U. ein Knopfloch ohne die Automatik nähen. Über Knubbel nähen kann vermieden werden, wenn Knopflöcher an Kanten vertikal statt horizontal genäht werden.

    zum nähen von dehnbaren Stoffen wie Jerseys jeder Art:

    stell bei Rundungen (Hals, Ärmelansatz, evtl. auch Abnäher, auch Säume) einen Zickzackstich ein: Stichlänge groß, Stichbreite schmal. An den nicht so dehnbaren Stellen (z.B. Seitennähte) kannst Du einen längeren Geradstich einstellen. Manche Maschinen haben einen Overlockstich, der ist eigentlich ideal für Säume, vorausgesetzt, du vergrößerst etwas die Stichlänge und lockerst optional ein wenig die Oberfadenspannung - das hängt von Stoffmaterial und Garn ab. Der macht sich auch schön als Dekostich an den Säumen, wenn du farblich kontrastierendes Maschinenstickgarn verwendest. Das gilt auch für sichtbare Coverlockabsteppungen.

    Die Einschnitte bis knapp vor der Naht (die Spitze am V-Ausschnitt z.B.) kannst Du ggfs. noch mit fraycheck sichern, wenn dir die Verstärkung mit einem Stückchen Vlieseline nicht sicher genug erscheint.

    Wenn dir ein Halsauschnitt zu groß geraten ist, kannst Du z.B. dünnen Hutgummi durch die Nahtstelle in den Umbruch vom Bündchen durchziehen und auf die passende Weite anziehen (die Enden gut vernähen oder verknoten). Oder du nähst an den Bündchenfalz ein Stück hübsche Spitze, glatt als Band oder leicht gekräuselt als Rüsche. Oder farblich passendes feines Baumwollschrägband - kein gekauftes, das ist zu dick. Je nach Shirt-Material: Polyester- oder Baumwollspitze oder für Webware: dünner Baumwollbatist. Das kann reizvoll aussehen, muß nicht zwangsläufig mädchenhaft romantisch aussehen (was nicht jedermans Sache ist. Wenn Du Spitze oder Webware ansetzt: wiederhol das auch etwas reduziert an den Ärmeln, das wirkt dann nicht "gestückelt"

    Für mich sieht das so aus, als wenn da ein stehender Knoten die Funktion eines Knopfs übernimmt, indem er durch eine aufgenähte Schlaufe gezogen wird.

    ...

    ich hab mir das Bild auf der Bernina-site mal angeschaut. Der Knoten ist nicht fix, sondern das Band durch den Schlitz gezogen und dann als Schlaufe fixiert. So ist der Verschluß schnell gelöst, ob das allerdings bei rumtobenden Kleinkindern hält, ist eine andere Sache. Für Säuglinge würde ich einen anderen Verschluß wählen; ob Knoten oder Schlaufe, wenn der Zwackel auf dem Bauch liegt, dürften beide Varianten drücken. Wäre Klett hier eine Alternative?

    Eine Besichtigung einer Weberei wäre schon toll...

    Ein Cousin meiner hessischen Großmutter hatte in Lauterbach (ex LAT) eine Weberei, ich war als Kind gelegentlich dort. Die Stoffe fand ich grässlich (Haustextilien), aber die Weberei und wie das alles funktioniert fand ich ungeheuer spannend.

    Meine Großmutter bekam hin und wieder Stoffreste und kleinere Mengen von Überhängen, sie nähte u.a. Puschen für die ganze Sippe (gleiches Modell wie Espadrilles).

    Ich hatte mich vor längerem bei einem Aufenthalt in Lauterbach mal erkundigt: die Weberei (Opel?) gibt's noch, allerdings nicht mehr in Familienbesitz. Irgendwie schade, aber der Kontakt zur hessischen Sippe ist seit Jahrzehnten abgerissen.

    Besichtigungen sind meines Wissens möglich, wer also in der Ecke wohnt oder mal dorthin kommt, einfach nachfragen.

    noch ein paar "Weisheiten" für den Hosenanfänger :):


    Kettfaden ist der aufgespannte in Längsrichtung, Schussfaden ist der Faden, der quer durch"geschossen" wird. Beide reagieren unterschiedlich auf Zug. Zug entsteht sowohl beim weben wie auch später beim aufwickeln auf den Ballen. Die Garne für Kette und Schuss sind unterschiedlich gezwirnt. Ein Beispiel: Cord, Popeline etc. sind sehr fest gezwirnte dünne Fäden und verziehen sich kaum. Wolle, Seide, manche Kunstfasern - unabhängig von der Dicke des Fadens geben gerne nach und können sich verziehen.


    Jerseys (T-Shirts, Wolljerseys etc.) werden nicht grundsätzlich rund gewirkt ("gestrickt"). Bei rundgewirkten, das sind diejenigen, die sich sehr oft verziehen, ist das erkennbar, wenn man sich den Rand genau anschaut. Dessen Schnittkante ist mit einem Kleber gegen aufribbeln verstärkt, je nach Menge des Klebers fühlt man das,

    Bei in Reihen gewirkten Jerseys gibt's keine zu sichernde Schnittkante, das Material ist einlagig aufgespannt und hat meist winzige erkennbare Löchlein am Rand (vom spannen). Das Material verzieht sich fast nie, unabhängig vom verwendeten Fadenmaterial (Naturfaser, Kunstfaser, Mischungen).


    Zum fixieren von Schnittmuster auf Stoff: steck Schnittmuster mit dem Stoff (doppelt gelegt, wenn bei halben Schnittvorlagen im Bruch geschnitten wird, einlagig bei großflächigem Muster oder wenn auf Flor und Musterrapport geachtet werden muss) mit Stecknadeln zusammen. Du brauchst nicht sehr eng zu stecken, nur soviele Nadeln, dass sich der Stoff beim schneiden nicht verzieht. Hier kannst Du dann unbesorgt mit der Schere schneiden, mit Rollschneider verziehst Du den Stoff auch mal durch den Druck, den Du auf den Rollschneider ausübst. Das ist Übungssache und hängt unter anderem von der Unterlage ab, auf der Dein Stoff inkl. Schnittvorlage liegt.


    Gruss

    Kerstin

    Durchschlagen hasse ich 😂 weiß auch nicht warum

    je nach Markierungslänge geht das wunderbar mit der Nähmaschine:

    großer Heftstich (Geradstich), große Stichlänge, Oberfadenspannung lockern und Stoff straff halten (nicht ziehen).

    Funktioniert mit normalem Nähfuss, mit dem Kantensteppfuß sofern für Zickzack geeignet (hier wird ganz schmaler, aber langer Zickzack eingestellt) und es gibt von Bernina einen Fransennähfuß, mit dem das ebenfalls perfekt funktioniert (auch Zickzack einstellen). Einstellungen wie oben.

    Wenn dann jeder 3. oder 4. Stich bzw. Schlinge bei den Zickzackstichen aufgeknipst wird, hast Du eine wunderbare durchgeschlagene Markierung.

    Bei kurzen Strecken ist natürlich Handarbeit schneller als die Maschine eingestellt ist

    Die Malerfolie/ Abdeckfolie ist mir zu dünn, ich nehme die etwas stabilere "Garten"-Folie. Gibt's in jedem Baumarkt und Gartencenter für günstiges Geld. Ich verwende etliche Schnittmuster mehrfach, die Folie hält das aus. Falten kann ich mit niedriger Temperatur ausbügeln. Kopiert wird mit Permanentmarker-Feinstrich mit Angabe von Schnittmodell, Quelle, Grösse, sämtliche Passmarken. Änderungen + Korrekturen mit andersfarbigen Permanentmarker (für Folien, CD etc. wisch- und wasserfest)

    ... was man manchmal gar nicht mitbekommt:

    der Oberfaden kann aus dem Fadenheberhaken springen (oder hat deine Maschine dort eine Öse?) ...

    Das Problem gab's heute. Meine Nichte bat um einen Nähtag bei mir, sie ist motiviert, aber nicht sehr geübt und sicherheitshalber ließ ich sie an meine Bernina.

    Immer wieder Schlaufenbildung auf der Unterseite, der Oberfaden teils gerissen, teils aus dem Haken der Oberfadenspannung gesprungen. Lösung des Problems: Oberfadenspannung fester gestellt (ich hatte von einem früheren Projekt die Spannung noch etwas gelockert), das Nähtempo deutlich erhöht (sie nähte sehr langsam weil ungewohnte Arbeit und noch unsicher). Und prompt funktionierte alles wie gewohnt.

    Die Maschine war sauber, alles andere wie gewohnt und trotzdem machte mein Bernina-Schätzchen ungewohnte Zicken.


    Wenn also die Maschine ungewöhnlich rumzickt, sie sauber und geölt ist, Garn, und Stiche auf den Stoff abgestimmt sind, kann es möglicherweise an falsch eingestellter Fadenspannung und an zu geringem Nähtempo liegen.

    Ideal wäre - von der Funktionalität her - m.E. der genähte ZZ-Stich.
    Aber dir geht es ja mehr um die Optik, oder :confused: ?
    ... und meinst du da die Naht mit der Zwillingsnadel?
    ... oder 2 parallele Geradstichnähte?
    Die finde ich beide nicht sehr elastisch ...

    der genähte ZZ Stich ist tatsächlich ein Geradstich, der durch die Seitwärts-Technik der Maschine in Zickzack-Form ausgeführt wird. Für Jersey oder funktionelle Nähte nicht unbedingt empfehlenswert. Für Jerseys jeder Art am besten tatsächlich Zickzackstiche einstellen: Breite sehr schmal, Stichlänge vergrössern. Es gibt bei manchen Maschinen einen Elastikstich, der näht Zickzack in verschiedenen Breiten und ist eigentlich für hochelastisches Material wie Sportkleidung vorgesehen (Badekleidung, Reithosen etc.)

    Für ganz normalen Bekleidungsjersey den klassischen Zickzack und auf einem Probeläppchen die passende Einstellung probieren: längs, quer, Runden

    Overlocknadeln sind nicht zwangsläufig Jerseynadeln, mit den Maschinen nähen wir ja gewebtes genauso wie gewirktes.

    Zu den bereits genannten Möglichkeiten wie Stoff morsch, falsche Nadel noch eine Möglichkeit: Zug auf der Naht. Kinder wachsen ja nicht nur in der Länge und wenn in der Breite zuviel Zug (Po-Mittelnaht) auf der Naht ist, reißt diese gerne mal, bei gewirktem genauso wie bei gewebtem. Genauso kann auch das falsche Garn den Stoff zerreissen (ebenfalls bei zuviel Zug auf der Naht). Lass in dem Bereich der Naht mehr Platz und schneide etwas breiter zu

    zu Nannes "Feinstrick-Jacken" - ich beziehe ihr Nein eher auf die Möglichkeit oder auch Schwierigkeit, passende feine Strick-/Wirkware vom Ballen zu bekommen, weniger auf die Möglichkeit des nähens oder gar strickens.


    Bei uns wurde viel genäht, gestrickt - von Hand und mit der Maschine- , gebastelt und und und. Wir empfanden uns zum Glück nicht als "Opfer", im Gegenteil. Alles selbstgemachte war schön, tragbar, chic. Ich erinnere mich nur an ein Teil: eine gestrickte Hose in dunkelgrün, scheusslich die Form, eklig kratzig die Wolle, meiner Erinnerung nach war das Stück von einer Freundin meiner Eltern, aus dem deren Tochter rausgewachsen war. Kleidung weitergeben war damals schon aktuell (ganz besonders damals in den späten 50ern). Aber Mutter und Großmutter hatten sehr geschickte Hände, aus weitergegebenem hübsches tragbares für uns zu ändern oder neu zu zuschneiden für uns Kinder.

    wie kräuseln: das ist vom Projekt, vom verwendeten Stoff (Gewebe oder Gewirk, Dicke) und von der zu kräuselnden Strecke abhängig. Ich benutze sowohl Ruffler als auch mehrreihig mit großer Stichlänge und gelockerter Fadenspannung mit der Nähmaschine wie auch die Overlock. Wenn bei der Overlock die Kräuselung zu schwach ist, kann ich über lange und gelöste Nadelfäden die Kräuselung verstärken.

    Bei sehr langen Strecken unterteile ich meist vierfach, d.h. ich setze mit langen End- und Anfangsfäden mehrmals neu an. Der Vorteil dabei: ich kann die Kräusel sehr viel leichter gleichmäßig verteilen als bei elend langen Strecken in einem durch genäht.

    Bei sehr kurzen Strecken meist von Hand.

    Grundsätzlich mit sehr stabilem Faden, auch in der Maschine (dickeres Filament oder durchaus auch mal Zwirn), keine Baumwolle oder Seide, die leicht mal reißen, wenn zu stark angezogen wird.

    tantejutta80 Vielleicht wäre das Hofenbitzer-Buch "Schnittkonstruktion in der Damenmode" Etwas für Dich? Nicht nur, um vielleicht selbst zu konstruieren, sondern auch, um Schnitte besser verstehen und anpassen zu lernen. ...

    Ich konstruiere zwar nicht von Grund auf selbst, besitze aber tatsächlich einiges an sehr guten Büchern zum Thema. Der Grund zum Kauf war: verstehen, was warum wie. Auch wenn man als nicht so versierte Hobbyschneiderin (-schneider eingeschlossen) Änderungen an Basis-Schnittmustern vornehmen will, Literatur zum Thema ist allemal hilfreich.

    ... Die Armlänge würde ich im Zuge des Säumens anpassen. Zukünftig lieber gleich im Schnittmuster erledigen???

    Eher nicht, höchstens ein klein wenig. Manche Stoffe "arbeiten" während der Verarbeitung, falls dann der Ärmel zu kurz wäre, würdest Du Dich ärgern oder müsstest stückeln. Schneid die Ärmellänge ohne Nahtzugabe und gib ein bisschen Weite zu. Kürzen kannst Du bei Endanprobe.


    Zur Rumpflänge: ich geb Nanne recht, ein paar cm mehr Länge. Ich würde aber kein gewirktes Bündchen ansetzen. Wenn Du hast: probier's mit einem farblich passenden geraden Stoffstreifen oder aus dem Shirt-Stoff. Und nicht durchgehend, sondern mit Schlitz auf der Seite. Sieht meist auch pfiffiger aus. Probier das mal. testweise - ein Stück Reststoff anstecken und kritisch im Spiegel begucken.

    Ich selbst mag keine gewirkten Bündchen (die Gründe sind unterschiedlich), ich setze meist gerade Streifen aus demselben oder passendem anderen Stoff an, gerne auch gewebtes - ca. 5 cm Endbreite plus NZ -, übrigens auch meist bei gekauften Shirts, die werden abgeschnitten und ersetzt.

    das wär mir definitiv nicht warm genug

    Rock im Sommer oder in der noch temperatur-erträglichen Übergangszeit :)

    Sobald die Temperatur ab 10°C nach unten geht: Hosen, wollenes Untendrunter, Stiefel.

    Bei Kälte mit Rock war noch während meines (warmes Büro-)Arbeitslebens.


    Frostbeule grüßt Frostbeule

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