Posts by zuckerpuppe

    die offenen Seiten braucht's um bequem in die Tasche greifen zu können. Da ja gelegentlich auch (Lang-)Finger da rein greifen könnten, die nix da drin zu suchen haben, nähe ich an den Seiten Bänder an, die können zur Schleife gebunden werden und sind bei Bedarf schnell geöffnet. Wenn's zum Stil der Tasche (Material) passt, auch Riegel mit leichtem Karabinerverschluss oder breite Bänder mit 2 D-Ringen. Die einfachste und optisch unsichtbare Lösung sind Klettstreifen (2 cm z.B.) auf der Innenseite. Falls diese erst nach Fertigstellung aufgesteppt werden (schmaler Zickzack), kannst Du die außen sichtbaren Nähe mit irgendeinem Dekoelement verschwinden lassen wie z.B. Yoyos, Stoffblumen, dekorative Knöpfe oder integrierst einen zusätzlichen Bandverschluß.

    Kerstin

    ein Maniküretui für den Kleinkram, den auch Mannsbilder brauchen: Hautschere, Nagelzange, Feile, eventuell ein Tübchen Handcreme. Klein und praktisch, auch für unterwegs.

    Beispiel: 2 Lagen Stoff, eine Lage Verstärkung (Polstervlies oder stabile Schabloneneinlage). Polstervlies, wenn das Etui gerollt werden soll, Schabloneneinlage, wenn gefaltet wird.

    Größe etwa A5, auf die innere Stofflage ein breites Gummiband steppen, getrennt durch kurze Längssteppreihen zum einschieben vom "Werkzeug". Als Anhaltspunkt für die Breite der einzelnen "Fächer" nimmst Du Dein eigenes Nagelpflegematerial. Dann die 3 Lagen an den Rändern zusammensteppen, mit Schrägband einfassen. Als Verschluss entweder ein Knopf und eine Bandschlinge auf jeweils einer Schmalseite anbringen oder ein farblich passendes Gummiband in knapp doppelter bzw. benötigter Etuibreite irgendwo auf der gedachten Längslinie mittig annähen und zum verschließen einfach drüberschieben.

    Ich mach mir bei solchen Sachen gerne vorher ein Papiermodell, um Größe und Funktionalität einschätzen zu können.

    Mit Deiner Unterstützung schafft das eine Neunjährige locker.

    Kerstin

    Wenn Deine Stick sw eine Applikationsautomatik hat, benutz diese für die Umrandung. Du kannst dann jedes eigene Stickmotiv einfügen und mußt eigentlich nur die Stickreihenfolge kontrollieren bzw. korrigieren. Schau mal auf http://www.emblibrary.com bei den ITH Projekten, zu fast jeder Sticktechnik bzw. Projekt wird ein tutorial angeboten (*.pdf), so daß Du den Aufbau eines Projekts exakt nachverfolgen kannst. In Deinem Fall wäre das ganz grob:

    1. die Schneidelinie des Oberstoffs - meist längerer Geradstich -

    2. entlang der Schneidelinie ausschneiden (außerhalb)

    3. das Motiv sticken,

    4. Futter (Isolierung) und Rückseite (ohne Motiv) auf die untere (Rückseite) des Topflappens fixieren (Geradstich oder längerer, schmaler Zickzack), das verwendete Stickvlies bleibt zwischen den einzelnen Lagen erhalten.

    5. den überschüssigen Stoff auf der Rückseite passend abschneiden

    6. die Umrandung als Versäuberung fertig sticken.

    ITH sind simpel, Du kannst diese Technik für viele Projekte nutzen. Und das Applikationsmenue der Sticksoftware ist dabei sehr hilfreich.

    Falls die Topflappen beidseitig bestickt werden sollen, wird's etwas aufwändiger, aber nicht unbedingt komplizierter.

    Gute Gedanken!

    Aber in Bezug auf Hosen: ich bin auch recht kurz und ziehe gerade aus dem Grund 7/8 Hosen vor -- anstatt normale Länge

    zum tragen oder als Schnittvorlage? Beim Schnitt ist einmal die passende Saumlänge markiert, sodaß ich die Länge jederzeit variieren kann, zum Beispiel für einen Umschlag oder ich nähe bei sehr schmaler Fussweite einen seitlichen Reissverschluss (ca 10 cm Länge ab Saumkante) ein. In beiden Fällen brauche ich einen breiteren Saumumschlag, also normale Beinlänge der Schnittvorlage.

    Bei meiner 1,60 Körperlänge streckt normale Beinlänge meiner Empfindung nach vs. einer verkürzten 7/8 Länge, diese staucht zu sehr. Da aber bei jeder Figur die Proportionen unterschiedlich verteilt sind, können wir alle ja selbst entscheiden, was uns steht und was zu uns passt. Beispielsweise mit langen Beinen und kurzem Oberkörper sieht eine 7/8 Länge bestimmt besser aus als umgekehrt.

    Und zum Glück gibt's auf dem Markt soviel Auswahl, dass sicher jede was passendes findet.

    Nett, dass dies hier wieder ausgegraben wurde.

    Sammeln? Irgendwie schon. Schnittvorlagen, von denen ich weiß, dass der Stil zu mir passt, sie gut abgewandelt werden können und nicht übermässig an meine Figur angepasst werden müssen. Sind diese dann angepasst, bleiben sie als Basisschnitt im Bestand und werden durchaus mehrfach genutzt. Figurveränderungen sind gering, meist genügt in der Breite eine breitere Nahtzugabe, Längen bei Kleidern und Röcken sind eh keine Herausforderung. Bei Hosenschnitten bin ich penibel, zwei Basisschnitte reichen mir, hier ist die Anpassung des Schrittbogens die größte Herausforderung. Ist das erledigt, bleibt der Schnitt im Bestand und wird mit kleineren Veränderungen wie Taschen, Bund etc. immer wieder genutzt. Für weit geschnittene Hosen bin ich zu kurz und 3/4 oder 7/8 Längen sehen an mir aus dem gleichen Grund nicht gut aus. Oberteile, Jacken/ Westen/ Mäntel, Kleider, da ist die Sammlung schon grösser. Ich greife aber auch durchaus und gerne auf Uraltschnitte aus teils lang vergangenen Jahrzehnten zurück und finde dort mehr Anregung und teils besser ausgearbeitete Schnitte als in den neueren Heften seit etwa 2010. Und gemixt wird eh: Ärmel von diesem Modell, Kragenform/ Halsausschnitt von jenem; Verschlüsse wie z.B. Knopfleisten werden sowieso nach meinem Geschmack und meiner Vorstellung variiert, in Länge, Position oder Verschlussart.

    Besondere Designer-Vorlieben gibt es nicht, tatsächlich wird aber Burda (ältere Schnitte) am häufigsten vernäht (geringste Schnittanpassungen). Aus Blusen/ Oberteilen und Hosenschnitten werden Nachtwäsche genauso wie Tages- oder auch mal festliche Kleidung, Schnitte für Tops werden auch für Unterhemden genutzt - letztlich macht der Stoff (Material, Farbe/ Druck, Webart) ,das Wunschmodell. Schnitte sind nur Vorlagen und Anleitungen, keine 100%ig zu folgende Anweisung. Sammeln ist eher Inspiration als tatsächliche Verwendung einer Vorlage.

    Kerstin

    gegen ungewollt sichtbare BH-Träger helfen kleine doppelt gelegte Bandschlingen, die an der Schulternaht angenäht und mit Druckknopf geschlossen werden. Das Bändchen um BH- und Hemdchenträger fädeln, Druckknopf schließen, fertig. Bei dem verwendeten Raglanärmel ohne Schulternaht würde ich die Bändchen auf passender Höhe an den vorderen Ansatznähten etwas unterhalb des Halsausschnittes fixieren. Die beste Position mußt Du austesten.

    Kerstin

    zu passenden Motiven: ich greife bei Porzellan/ Keramik gerne Motive des Dekors auf bzw. Teile davon. Bei schlicht weißem Geschirr ist es dann eben die Form. Konkret: ineinander verschlungene Kreise, bei Geschirr mit Bogenrand Kreise aus Bögen. Bei New Wave würde ich ineinander verschlungene Rechtecke nehmen, nur outline im Satinstich, ungefüllte Fläche. Zur Positionierung gibt/ gab es bei irgendeinem Anbieter von Stickmotiven eine Liste, wo man bei welcher Tischwäsche (Servietten, Tischdecken, auch Handtücher etc.) die Motive am besten plaziert. Ich geh mal auf die Suche, vielleicht finde ich den link.

    ich würde sie auf jeden Fall zum Service geben, manches läßt sich auch telefonisch klären und wenn sie zum Nähmaschinendoc muss, laß Dir einen Kostenvoranschlag machen. Schildere auf jeden Fall ausführlich Dein Problem, zeig dem Mechaniker, was schief läuft. Oft ist es mit einem Service getan und eine Reparatur nicht zwangsläufig notwendig. Die 334D (und meine baugleiche Funlock 004D) wird/ wurden seit Anfang der 1990er gebaut. Lt. Bernina gibt's keine Ersatzteile mehr, mein ehemaliger Händler und immer noch Maschinen"doktor" konnte allerdings bei Bernina doch welche ordern. Ich hab kein Vermögen bezahlen müssen, ganz im Gegenteil.

    Von Vorteil ist, wenn die Maschine vom jeweils hauseigenen Mechaniker in Ordnung gebracht wird und nicht erst irgendwohin verschickt werden muß.

    Ich hatte anfangs auch die Servietten direkt bestickt, bin aber seit längerem wieder davon abgekommen, da dann die bestickten Servietten meist nur für eine Gelegenheit / eine bestimmte Saison brauchbar waren. Also hab ich mich auf schöne Monogramme beschränkt.

    Aber um schöne dekorative Motive trotzdem für Servietten nutzen zu können, sticke ich diese auf Servietten"ringe". Konkret und je nach Motivgröße: in Wunschbreite zugeschnittene Pappringe, die dann mit dem bestickten Stoff bezogen werden oder Stoffstreifen zum binden oder knöpfen an den Schmalseiten. Der Vorteil für mich: die Servietten selbst bleiben neutral und sind somit für alle Gelegenheiten/ Jahreszeiten nutzbar, die Ringe bzw. Bänder schnell gemacht und je nach Tischdekoration jederzeit austauschbar und vor allem in der Höhe problemlos dem gewünschten Motiv anpassbar.

    Ich benutze Stoffservietten täglich, Papierservietten eigentlich nur, wenn mehr als 6 Personen am Tisch sitzen

    ...

    Ist es möglich, damit Täschen zu verstärken, indem man den Futterstoff mit dem Oberstoff verklebt? Damals kaufte ich nämlich Stoff, um Täschchen und Kulturbeutel zu nähen.

    Ist machbar, ich hatte einen tollen transparenten Gardinenstoff, dessen Reste ich zu diversen, nicht transparenten Beutelchen verarbeiten wollte. Mit Vliesofix hab ich Gardinenstoff und Nessel zusammengeklebt und dann in einer Schicht verarbeitet. Du kannst mit Vliesofix auch säumen, wenn Säume aus irgendeinem Grund nicht genäht werden sollen. Schneid Vliesofix in passend breite Streifen und Du hast "Saumfix", ist vom Material her identisch, nur eben bereits vorgeschnitten.

    Zum applizieren: Zeug, das gewaschen werden soll, wird zusätzlich mit der Nähmaschine auf dem Trägerstoff fixiert, ebenso Applikationen, die aus mehreren Stofflagen bestehen. Bei Objekten, die eher nicht oder höchst selten gewaschen werden (z.B. Buchumschläge und ähnliches), spare ich mir ab und zu das fixieren per Nähmaschine.

    hat zwar nur bedingt mit der passenden Kragenweite zu tun, aber:

    Es gibt ja die unterschiedlichsten Hemden-, Kragen-, Ärmel-, Manschettenformen. Für (Herren-)Hemdnäher gibt's ein tolles Buch: "Shirtmaking - developing skills for fine sewing" von David Page Coffin, Taunton Press ISBN 1-56158-264-6. Ich nähe Hemden für meinen Mann aus allen möglichen Stoffen und in allen möglichen Varianten, mit Umlegekragen in klassischer Form, lässige mit Stehkragen, Schlupfhemden ohne Kragen, als Hemdenjacke aus Cashmere-Woll-Mix oder feinem weichen Flanell. Coffin zeigt immense Varianten an Modellen und Verarbeitungsarten.

    Ein Basisschnitt ist ebenso als Pyjamaoberteil brauchbar.

    Wer also gerne Herrenhemden oder auch Hemdblusen näht: das Buch ist eine echte Inspirationsquelle und Hilfe, ich gucke trotz langjähriger Näherfahrung immer wieder gerne rein. Der Text ist zwar in English. aber die Zeichnungen sind aussagekräftig.

    Gruß

    Kerstin

    man kann alles nähen wollen/ versuchen, aber man muss nicht alles können müssen. Ich war zu Zeiten des BH-Näh-Hypes damals neugierig und angefixed, hab's versucht und es hat Spaß gemacht. Manche Schnitte passten ohne größere Änderungen, andere nicht, die wurde eliminiert. Nähen soll Spaß machen, keinen Ärger und keine schlechte Laune. Ich kaufe welche und nähe welche, je nach verfügbarer Zeit und Lust. Übrigens brauche ich für BHs länger als für Hosen mit RV-Beleg, Taschen und anderem Schnickschnack :-)

    Zum nähen: normaler Zickzack reicht vollkommen aus, aufgetrennt, falls nötig, wird mit der Spitze der Stickschere - alle paar cm den Faden durchschneiden, dann mit der Spitze der Schere rausziehen. Geht besser als mit einer Nadel.

    Bügel: die diversen Größenangaben sind nicht identisch mit der jeweiligen Cup-Grösse. Ich hab B-Körbchen und brauche D-Bügel. Die Form der Brust macht's aus, nicht die Größe.

    Ich hatte aus einem alten BH die Bügel raus geschnitten und nehme diese als Muster beim Kauf von neuen Bügeln mit.

    Zu lange Bügel lassen sich seitlich kürzen, die Enden mit einer feinen Metallfeile abrunden, um pieksen und durchstechen zu vermeiden. Evtl. mit farbigem Nagellack das seitliche Ende markieren.

    Störende Cup-Nähte: es gibt dünne, fertige Körbchen zu kaufen. Die lassen sich mit schönen Stoffen/ Spitzenstoffen beziehen, die Körbchen selbst kann man zur eigenen benötigen Größe/ Form zurechtschneiden (evtl. mit Zickzack an den Schnittkanten versäubern.

    Die Kauf-Cups gibt's ganz weich - für mich ideal, ich mag ganz leicht gepolsterte Cups - und auch festere, die eher für Bademode gedacht sind, aber genauso gut für BHs verwendet werden können.

    Ich verwende übrigens auch nicht-elastische Stoffe, normale Webstoffe werden dann eben diagonal zugeschnitten. Und Träger sind nicht immer komplett aus Träger-Gummi, manchmal nur in halber Länge (hinten) und die andere Hälfte (vorne) aus dünnen zwei oder mehreren Stoffröllchen- sieht hübsch aus :-)

    Wer kein farblich passenden Träger-Band hat, bezieht den weißen, hautfarbenen oder dunklen Trägergummi mit Stoff oder Spitzenborte bzw. steppt mit Zickzack oder genähtem Zickzack passenden Stoff/ Borte auf.

    Vielleicht hilft das der einen oder anderen, Nähfrust zu vermeiden..

    Übrigens vermisse ich Ela, unsere Dessous-Queen, sehr.

    ich verarbeite gerne quer-Elastics für Hosen. Bequem zu tragen, gut zu verarbeiten. Ausgebeult hat sich bisher nix, weder am Hinterteil noch an den Knien (beruflich viel gesessen). Ich liebe schmal geschnittene Hosen, ein Elasthan-Anteil von mind. 5% sollte schon sein, 20% sind eher für Wurstpelle-Hosen (nicht mein Geschmack). Längs-Elastics sind wie weiter oben beschrieben bei Keilhosen gut geeignet.

    grundsätzlich getrennte Maschinen aus den gleichen Gründen, die GlückSachen in post 24 nennt.

    Umbauen nervt, egal wieviel Zeit und Aufwand dafür notwendig ist. Ich hab das Glück einen eigenen Näh- und Arbeitsraum und ausreichend große Arbeitstische zu haben. Die Maschinen, die mehr oder weniger ständig gebraucht werden, stehen staubgeschützt zum jederzeitigen Gebrauch auf den Tischen. Die anderen, die seltener gebraucht werden, sind im Karton unter den Tischen verstaut, aber schnell hervorgeholt und angeschlossen.

    Wer die Platz- und finanziellen Möglichkeiten für getrennte Maschinen hat, sollte sich dafür entscheiden.

    noch eine Möglichkeit: das Schnittmuster auf Taillenhöhe teilen. Das Oberteil in passender vorhandener Größe wie gehabt, das gerade Rockteil durch einen vertikalen Schnitt auf die benötigte Weite auseinander ziehen und zum nähen mit Taillennaht aneinander setzen. Die Taillennaht muß nicht auffallen, wenn bei einem eventuellen Muster dieses beim Zuschnitt angepasst wird oder ein schmaler lockerer Bindegürtel die Naht verdeckt.

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