Beiträge von zuckerpuppe

    noch was für die Zukunft: wenn du wieder mal einen runden Saum (Glockenrock, Tellerrock u.ä.) einfach umgeschlagen Arbeiten willst, dann Steppe mit grösster Stichlänge unmittelbar an der Schnittkante. Schlag dann die gewünschte Saumbreite ein, fixiere mit Stecknadeln und kräusele an der gross abgesteppten Schnittkante leicht ein. Das bewirkt, dass sich die Mehrweite - die Fältchen - am Saum gleichmässig verteilen. Dann bügelst du den gesteckten Saum, steppt knapp neben der versäuberten Schnittkante ab - Stichlänge 3-4 - und hast einen gleichmässig fallenden Saum.

    Zum selbstgeschnittenen Schrägband: google mal nach Anleitungen für "Endlosschrägband" . Das ist super einfach, du hast eine einzige Naht statt vieler kurzer Stücke mit entsprechend vielen kurzen Nähten.

    Für eine Hose: ich würde eine weite Hose (Palazzohose?) nähen und den unteren Rumpfteil (Popo und Umgebung) mit zart hautfarbenem Futter unterlegen: das Rumpfteil der Hose als sehr kurze Short nochmal kopieren und so verarbeiten, die Beinlinge dürfen ruhig transparent erscheinen. Farbe und Webmuster sind super.

    Kasein kenne ich bisher nur als Material für Knöpfe oder als Teil von Farbpigmenten (Kaseinfarbe). Interessant, daß sich daraus Fasern für Gewebe arbeiten lassen.

    zuerst einmal ist ein Schnittmuster eine Anleitung bzw. ein Vorschlag, es ist keine strikt zu befolgende Anweisung. Als Beispiel: wenn Du eine Schnittmustervorlage an Deinen individuellen Körper mit ganz individuellen Messdaten anpasst (Stichwort Anprobe), veränderst Du ja schon die Originalvorlage.

    Zum zweiten: Dein Stoff weist vom Design her ja schon eine Musterrichtung auf, was bedeutet, wenn Du einen Kreis oder Halbkreis zuschneidest, läuft das Muster zwangsläufig in eine andere Richtung als das Oberteil, das einfach ausgedrückt ja ein Vieleck mit wenigen Rundungen ist (Hals, Armloch).

    Wenn der Stoff knapp ist, würde ich das so in Kauf nehmen wie Du den Stoff aufgelegt hast. Du könntest den Ansatz zwischen Oberteil und Rockteil z.B. extra betonen indem Du diese Ansatzstelle durch eine Art Gürtel wie z.B. ein breites einfarbiges Band (z.B. Polyester-Satin) betonst.

    Wenn Du genügend Stoff hast: veranschauliche Dir das, indem Du den Kreis (die Schnittvorlage evtl. nochmal kopieren) für den Tellerrock in 4 Viertel schneidest - ergibt dann einen Vier-Bahnen-Rock mit der Weite des gewünschten Tellerrocks. Leg dann diese vier Viertel so auf den Stoff, dass das Stoffmuster jeweils schräg von der Taillennaht hin zum Saum läuft. Bei solchen Schrägschnitten ist der Fadenlauf der Vorlage nur bedingt maßgebend, denn Du schneidest den Stoff im 45° Winkel versetzt zum Schuss (Kette ist Längsrichtung also der aufgespannte Faden, Schuss ist der dazu rechtwinklig eingewebte Fade des Gewebes).

    Du kannst grundsätzlich jede Tellerrockvorlage in mehrere Bahnen teilen, Tellerrock wäre hier dann nur die Bezeichnung, dass trotz mehrerer Bahnen die Gesamtweite flach ausgelegt die "Platte eines Tellers" ergibt.

    Ist das verständlich?

    Gruss

    Kerstin

    seitliche (gerade) Eingriffstaschen, die in der Naht verschwinden: hochwertiger Futterstoff für beide Taschenteile.

    Bei schrägen Eingriffstaschen nehme ich für den sichtbaren körpernahen Taschenbeutel den normalen Oberstoff und die nicht sichtbare am Oberstoff anliegende Seite stabilen Futterstoff - bei Kleidern, Röcken, Hosen.

    Bei Jerseys, auch in Sweatshirt-Qualität, nehme ich stabilen Charmeuse für den nicht sichtbaren Taschenbeutel.

    zur passenden Länge: näh oberhalb des Saums eine oder zwei breitere Biesen ab. Somit kriegst Du die richtige Rocklänge, kannst die später wieder auftrennen, wenn das Mädel größer geworden ist. Falz und Stichlöcher der Nahtliniien lassen sich dann ggfs. mit Börtchen, Zickzackborte, Zierstichen etc. überdecken.

    Zu große Taillenweite: setz an den Seitennähten Bindebänder mit ein paar Stichen an: Bänder aus dem Reststoff oder breitere Satinbänder, hinten zur Schleife gebunden kriegst Du so die passende Körperweite hin. Satinbänder aus Polyester kannst Du an den Schnittkanten vorsichtig abbrennen, dann brauchst Du nicht

    säumen, weil die Fasern der Schnittkanten verschmelzen und nichts ausfranst.


    Zum Zuschneidetisch: es gibt Sets aus 3 kleineren Tapeziertischen für günstiges Geld. Die können einzeln oder gemeinsam als langer Tisch aufgestellt werden und sind bei Nichtgebrauch schnell weggeräumt.


    Schnittmuster übertragen: stabile Allzweckfolie (z.B. bei Dehner für günstiges Geld, keine dünne Malerfolie) und Folienschreiber in mindestens 2 Farben (wisch- und wasserfest). Mit einer Farbe die Schnittteile und Passmarken übertragen, mit der 2. Farbe nach Anprobe die Änderungen einzeichnen.

    ... Aber grundsätzlich habe ich erkannt, dass bei einem längeren Stadtbummel oder auf einer Zugreise, diese Form des Taschen-Tragens mit zunehmendem Alter einfach besser gegen Verspannungen im Schulterbereich ist und ich zudem die Hände für weiteres Gepäck frei habe. Gefallen tut es mir nicht unbedingt. Praktisch ist es aber allemal. …

    100 prozentige Zustimmung.

    Zum BW Seil: sorry, ich hatte nicht gelesen, dass Du eh schon BW-Kordel verwendet hattest.

    Fischaugen: wasserfester Faserschreiber? Ich nehme für Mini-Details gerne die wisch-und wassterfesten Folienschreiber, perfekt für solche Kleinigkeiten, zum Einmach-Gläser beschriften, zum Schnittmuster/ Vorlagen aller Art kopieren auf transparente Folie.

    Zum Gurt: farbig passende Gurte in der Breite sind hier selten zu bekommen. Ich besorge mir im Baumarkt Jalousien- und andere Gurte. Die gibt's in verschiedenen Materialien, in diversen Breiten, meist naturfarben, aber hin und wieder auf farbig gestreift. Die naturfarbenen nehme ich wie gekauft oder steppe eine passende gemusterte Zierborte längsmittig auf. So passen die Gurte zu allen möglichen Taschenprojekten und sie sind deutlich günstiger als das, was im allgemeinen für Taschen- und Beutelnäher angeboten wird.

    Hübsche Karabiner gibt's aktuell (und immer wieder mal) bei Tchibo: sternenförmig, oval, farbig.

    Eine weitere Möglichkeit für einen Verschluss: ein dekorativer Knopf (auch Knebelknopf) und Haargummis (viele Farben, mehrere Größen) aus dem Drogeriemarkt. Der Haargummi als Schlinge ist dehnbar ...

    Baumarkt und Drogeriemarkt: da gibt's etliches an praktischem Kleinkram, der für die Näherei gut geeignet ist: Holzdübel rund oder Minikeile als Knebelknopf (läßt sich jeweils bemalen oder mit Stoff beziehen), kleine Holzscheiben (Runddübel, ebenso bemalen oder beziehen als Knopf mit angenähter Fadenschlinge) oder eben diverse Gurtbänder, dünne, schmale Metallketten für kleine Täschchen - durch die Kettenglieder kann man farbige Kordeln ziehen (gekauft oder selbstgedreht von Restgarnen vom häkeln/ stricken - BW Garn von Topflappen, dekorative Ziergarne) oder schmale Börtchen oder selbstgenähte Durchzugbänder.

    Die Tasche ist gut geworden, eine hübsche Fingerübung und ein Prototyp für weitere Modelle. Ein Tipp: die dicke Kordel könnte als Schultergurt unangenehm werden - je nach Gewicht des Beutelinhalts (eigene Erfahrung, ich liebe Kordeln, trotzdem). Falls doch wieder Kordel bei weiteren Beuteln: guck mal nach Baumwollkordeln, die sind etwas weicher und doch stabil.

    Statt der Bandschlingen könntest Du die Ösen zum schließen des Beutels weglassen und die durchgezogene Schnur als Trageband in entsprechender Länge und Breite arbeiten. Wenn Du dann an zwei Seiten das Band hochnimmst, hast Du kürzere Bänder wir für eine Handtasche, wenn Du an einer Seite das Band hochnimmst, ist es lang genug für eine Schultertasche. Durch den Zug und das enthaltene Gewicht schließt die Tasche bei beiden Varianten.


    Ich hab gerade ein neues Manikür-Etui fertig gemacht, das alte (der Prototyp) war mittlerweile ziemlich schäbig geworden, das neue hält wieder ein paar Jahre. Und zusätzlich zum Werkzeug ist noch Platz für die Pflegecreme und Ölstift gg. trockenes Nagelbett.

    Ich wußte gar nicht, daß der Ausdruck Streberstreifen aus der "professionellen" Schneiderei kommt...Ich dachte, daß es so eine "neumodsche" Bezeichnung dafür wäre, die unschöne Naht bei T-Shirts zu überdecken...

    neumodische Bezeichnungen werden wohl auch von den modernen Schneidereien und Ateliers übernommen :) :) Tatsächlich ist es aber eine Bezeichnung für Verstärkung mit gleichzeitiger Versäuberung am hinteren inneren Halsausschnitt. Hier ist bei manchen Oberteilen (Damen- wie Herrenbekleidung) materialabhängig eine Verstärkung gegen Abrieb, Schweissflecken etc. angebracht.

    Also keine Besserwisserei von der Alten ^^

    Ich kenne von der Schneiderei her den Streberstreifen als Einfassung mit fadengeradem stabilen Band auf der inneren Halsrückseite - Einfassung und Verstärkung. Eine Rundumversäuberung ist mit Schrägband oder Beleg um den gesamten Halsausschnitt gearbeitet. Aber natürlich kann jede das "Kind" nennen wie sie mag. Was halt aber auch zu Missverständnissen und aneinander vorbei reden führen kann

    nimm für den "Streberstreifen" doppelt gelegtes Schrägband aus dünnem Futterstoff (Nevaviscon o.ä.). Ein "Streberstreifen" wird im allgemeinen bei Shirts nur am hinteren Halsausschnitt angesetzt. Die versäubernde Einfassung dagegen rundum. Wenn Du ein Stückchen der Schulternaht offen lässt, das Einfassungsband dann jeweils getrennt an Vorder- und Hinterausschnitt nähst, dann die Schulternaht erst schließt, kommst Du im allgemeinen am besten an eine schöne Einfassung ohne Wellen.

    Eine andere Möglichkeit bei dehnbarem Material: den Halsausschnitt mit Falzgummi einfassen. Kann super aussehen: Kontrastfarbe oder identisch mit Stofffarbe

    zu den Tipps mit

    - auf einem angelegten Reststoff beginnen (feine bis normale Stoffdicke

    - Vlies / Papier unterlegen (Spitze, sehr feine Stoffe)

    - nach der Schnittkante anfangen, ein paar Stiche vorwärts, dann rückwärts nähen, um die Naht zu schliessen (innerhalb der vorgesehenen Nahtzugabe)

    - Ober- und Unterfaden festhalten (immer)


    hier eine weitere Möglichkeit: mit punktuellem vernähen beginnen (Stichlänge auf null), dann auf die normale Stichlänge einstellen

    Für die Zukunft bei einem Mehrgrößenschnitt: du kannst beim Ausschnitt von Armloch und Ärmelkugel auf 1 oder 2 Größen mehr wechseln, musst aber zur Schulter hin dann wieder auf die normale Schulterbreite wechseln. Ist grundsätzlich einfach, trotzdem empfiehlt sich eine "Anprobe" bevor du den Stoff zuschneidest. Anprobe des Papierschnittes nicht am Kind (da wohl nicht möglich), einfach nur um zu sehen, ob Ausschnitt und Kugel zusammenpassen. Und für ein weiteres Handgelenk: zeichne den Ärmelschnitt ab Ellbogen beidseitig um die erforderlichen cm weiter

    Die Maschinenstickgarne sind alle für freies maschinesticken und Zierstich-Stickereien geeignet, unabhängig von der Garnstärke. Als Oberfaden genutzt: je nach Garnstärke muß u.U. die Oberfadenspannung angepasst (meist leicht gelockert) werden, das Nadelöhr sollte passen - also bei dickerem Garn evtl. auf 90er oder sogar 100er Nadelstärke. Wenn Du dickeres Garn verwendest wie z.B. Handstickgarn (Twist, Perlgarn, dünne Strickgarne u.ä.) mußt Du über die Unterfadenspule arbeiten, Du stickst also umgekehrt: die unten liegende rechte Stoffseite wird mit dem "Ziergarn" bestickt, auf der oben liegenden linken Stoffseite mit normalem Nähgarn. Hier lohnt sich eine zweite Spulenkapsel: entweder eine (teurere) Stickkapsel oder eine normale (günstiger), die Du jeweils auf die entsprechende Garnstärke einstellst. Hier immer mit einem Lackstift z.B. die Normalstellung markieren.


    Probiere mal Seidennähgarn zum sticken oder eine Kombination aus Zierstichen mit übernähten schmalen Seidenbändern oder dickeren Wollgarnen. Oder schlichter Applikationsstich und durchgezogenen Bändchen/ Garnen.


    Beim zierstichen lohnt es sich ein Stück Stickvlies auf der Unterseite mitlaufen zu lassen (punktuell mit wasserlöslichem Prittstift oder auswaschbarem Textilkleber fuxieren). Grundsätzlich gilt: langsames nähen/ sticken/ zierstichen und immer einen kurzen Testlauf machen um die passende Stichlänge/ -breite oder Stichart herauszufinden.


    Zu den Dekofischen: sie sind hübsch geworden und durchaus auch größenangepasst für praktische Nutzung geeignet z.B. Topflappen, Untersetzer, einseitig offen als Behälter für diversen Kleinkram, als Täschchen zum unterbringen vom Kleinkram, wenn Du schwimmen gehst und und und. Und auf jeden Fall eine hübsche, entspannende Spielerei


    Kerstin

    zu post 615 - die Blumen am Kleid: statt direkt zu applizieren (Material verträgt sich nicht) ein Idee: mit Vliesofix 2 Stofflagen zusammenbügeln, dann die Blüten ausschneiden und entweder mit hübscher Kordel bei passendem Blütenabstand als Kette tragen oder auf dem Kleid die Blütenmitte aufnähen. Das Stoffmaterial sollte zum Kleid passen - war Dir nicht ein Material zu schwer? Nimm die leichtere Variante. Mit Vliesofix brauchst Du die Kanten nicht versäubern.


    zu post 656 - das Stoffbild: eine Fuzzelei, aber garantiert sehenswert, wenn das Bild kleiner als Anhänger einer Kette getragen wird (ab 5x5 oder 7x7 je nach Deiner Wunschgröße). Könnte sich als dekoratives Element an einem Gürtel gut machen. Auch hier die passend geschnittenen Stofflagen mit Vliesofix auf den Untergrund bügeln, einen hübschen Rahmen drumherum (Stoff, Metall, Holz oder was anderes passendes)

    ...

    Wenn der weiße Untergrund des Stoffes sandfarben gewesen wäre, wäre es noch besser, findet

    hast Du noch ein Reststück vom zuschneiden? Setz starken schwarzen Tee an, gib das Reststück rein und Du kriegst sandfarbenen Untergrund. Teste eventuell an mehreren Reststücken wie lange der Stoff im Tee bleiben muß, um den gewünschten Farbton zu erreichen und wie bzw. ob sich der Farbton des Musters verändert.

    Ich färbe gerne mit Tee: helle Jerseys, BHs, wenn ich hautfarbene brauche, aber nur weiße kriege

...und hinein ins Nähvergnügen! Garne in 460 Farben in allen gängigen Stärken. Glatte Nähe, fest sitzende Knöpfe, eine hohe Reißfestigkeit und Elastizität - Qualität für höchste Ansprüche. ...jetzt Deine Lieblingsgarne entdecken! [Reklame]