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unterschiedliche Knöpfrichtung für Damen- und Herrenkleidung - ist euch das wichtig?

  • Hallo zusammen!


    Üblicherweise ist das ja so, dass bei Damenblusen die Knöpfe auf der linken Seite sind und die Knopflöcher rechts. Bei Herrenhemden ist das dann umgkehrt.
    Die Tatsache, dass ich deswegen jetzt extra an meinen Kleiderschrank laufen musste, um nachzugucken, zeigt mir schon, dass das für mich nichts vollkommen logisches und selbstverständliches ist.
    So habe ich beispielsweise auch das eine oder andere "Holzfällerhemd", wo dann anderesherum geknöpft wird. Ich kann nicht wirklich erklären warum, aber aus irgend einem Grund finde ich diese Knöpfrichtung für mich praktischer.


    Nun hindert mich ja im Grunde bei den meisten selbstgenähten Blusen nichts daran, dort auch die Knöpfrichtung zu verändern. Da spielt es ja meist keine Rolle auf welche Seite ich die Knopflöcher nähe.


    Das habe ich jetzt auch tatsächlich bei einer Bluse mal gewagt und als die unlängst auf der Arbeit getragen hatte, kam prompt der hinweis einer Kollegin, dass die Bluse "verkehrt" sei.


    Nun die Frage an Euch. ist das wirklich so ein schlimmer "faux pas", den man allenfalls mal bei Freizeitkleidung durch gehen lassen kann oder darf mir so etwas egal sein, solange die Bluse ordentlich genäht ist und gut sitzt? :confused:

    Fröhliche Grüße
    Marion


    Truth is stranger than fiction, but it is because Fiction is obliged to stick to possibilities; Truth isn't.


    Mark Twain


  • Ich kann nicht wirklich erklären warum, aber aus irgend einem Grund finde ich diese Knöpfrichtung für mich praktischer.


    Da Du Dich vermutlich selbst anziehst, ist es völlig normal, dass Du die männliche Knöpfrichtung besser findest. Diese ist nämlich so, dass es leichter ist, sich selbst anzuziehen. Damen hingegen hatten viel länger noch 'Anziehhilfe', weswegen die weibliche Knöpfrichtung so ist, dass es für eine Zofe leichter ist, zu knöpfen.

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  • An was sich die Leute alles stören :confused:-


    Ja Marion, was soll ich sagen? :D:confused:
    Wie "man" das so im Allgemeinen sieht, weiß ich nicht und es ist mir auch egal.


    Aber genau das finde ich das schöne am Selbernähen. Man kann es machen wie es einem selber gefällt.
    Ich nenne das künstlerische Freiheit.:D


    Ganz ehrlich, ich bin nicht bereit mir von irgendwem diktieren zu lassen, wie rum ich meine Bluse zu knöpfen habe.
    Da kann man sagen was man will.


    Meine Antwort darauf wäre gewesen:
    das trägt man jetzt so od. das ist mein Stil od. das ist eine Bluse für emanzipierte Frauen.:D


    Aber ich bin halt auch anders.;) und deshalb ist meine Meinung auch nicht das Maß aller Dinge.


    Bin mal gespannt was der Rest der Nähgemeinde meint.


    LG
    Benzinchen

    Alle Menschen werden als Unikat geboren, doch die meisten sterben als Kopie.

  • Da Du Dich vermutlich selbst anziehst, ist es völlig normal, dass Du die männliche Knöpfrichtung besser findest. Diese ist nämlich so, dass es leichter ist, sich selbst anzuziehen. Damen hingegen hatten viel länger noch 'Anziehhilfe', weswegen die weibliche Knöpfrichtung so ist, dass es für eine Zofe leichter ist, zu knöpfen.


    Ja, diese Erklärungsvariante kenne ich auch und einige andere mehr. Solche Entstehungsgeschichten finde ich immer spannend. In früheren Jahrhunderten war es übrigens durchaus nicht immer selbstverständlich, dass es da eine Gesclechtertrennung beim Knöpfen gab.

    Fröhliche Grüße
    Marion


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    Mark Twain

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  • An was sich die Leute alles stören :confused:-


    Ich war auch etwas erstaunt. Wenn ich ehrlich sein soll, gucke ich niemanden so genau auf die Knopfleiste als dass mir sofort auffallen würde wie herum das geknöpft ist.


    Also ich persönlich finde ja auch, dass ich alle meine Blusen gerne "falsch" nähen darf, wenn sich für mich ein Vorteil daraus ergibt. Und ganz genau, eben solche Verbesserungen, die durchaus auch nur für mich alleine eine Verbesserung darstellen, sind ja eigentlich das Salz in der Suppe beim Nähen.


    Aber auch ich bin da einfach mal neugierig, wie sehr andere da an solchen Konventionen festhalten und wenn ja, warum.
    Denn wie gesagt .... mir würde das bei anderen nicht mal auffallen :o

    Fröhliche Grüße
    Marion


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    Mark Twain

  • mir geht es auch so, dass ich jedesmal nachdenken/-schauen muss, wie es "richtig" ist - ich würde aber wahrscheinlich genau so wie Benzinchen reagieren ;) :D!

    Beste Grüße aus Meck-Pomm
    Steffi


    Meine Devise: "...close enough to perfect for me!"
    (nach einem Song der Country-Band ALABAMA)


    Mein Blog: Das Landei

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  • Also es ist jetzt auch nicht so, dass ich mich von der Kollegin beirren lasse. Das Teil habe ich seit Jahren und es wird auch weiterhin angezogen.


    Ich war einfach nur entsetzlich erstaunt, dass jemandem so etwas a) auffällt und b) daran Anstoß nimmt. ich hätte das ja verstehen können, wenn man mich dabei erwischt hätte wie ich eine Herrenunterhose mit Eingriff getragen hätte .... aber bei Knopfleisten? OK .... meine Mutter war bei so was auch immer reichlich unentspannt. Aber das ist nun auch schon 40 Jahre her oder so.

    Fröhliche Grüße
    Marion


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    Mark Twain

  • Die Knöpfrichtung ist wichtig, damit die Historiker später mal die Kleidungsstücke einem bestimmten Geschlecht zuordnen können ;)


    Aber im Ernst: Ich hatte mal ein Poloshirt, das ich gerne trug, bis mir auffiel, dass damit etwas nicht stimmt. Richtig, es war "falschrum" geknöpft und dann wollte ich es auch nicht mehr tragen.


    Früher wußte ich auch immer nie genau, wie das mit der Knopfrichtung genau stimmt, bis mir jemand mit der Eselsbrücke "Napoleon" hilf: Rechte Hand auf der Brust ist richtigrum für Männer. Seit dem weiß ich es.


    Aber mal die Frage an die Damenwelt: Verwendet Ihr die "männliche" Knöpfrichtung nur bei (Hemd-)Blusen oder auch bei Hosen, etwa Jeans?

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  • Früher wußte ich auch immer nie genau, wie das mit der Knopfrichtung genau stimmt, bis mir jemand mit der Eselsbrücke "Napoleon" hilf: Rechte Hand auf der Brust ist richtigrum für Männer. Seit dem weiß ich es.


    Jepp! Da gibt es ja dann auch den Erklärungsversuch, dass die "Waffenhand" stets warmgehalten werden musste. Da das in aller Regel die rechte Hand war, wurde dann so geknöpft, dass man die rechte Hand ins Hemd/Jacke stecken konnte.
    Hieb- und stichfest sind diese Erklärungen alle nicht - wie so oft in der Geschichte.


    Quote

    Aber mal die Frage an die Damenwelt: Verwendet Ihr die "männliche" Knöpfrichtung nur bei (Hemd-)Blusen oder auch bei Hosen, etwa Jeans?


    Vor gefühlten 100 Jahren als ich noch ein schmalhüftiges junges Ding war, hatte ich auch Herrenjeans mit Knöpfen. So was passt nun leider "ganz knapp" nicht mehr :o

    Fröhliche Grüße
    Marion


    Truth is stranger than fiction, but it is because Fiction is obliged to stick to possibilities; Truth isn't.


    Mark Twain

  • ... die unterschiedliche Knopfleiste kommt bestimmt daher, dass man es sich gegenseitg leichter aufknöpfen kann - man ist ja seine Richtung gewohnt....


    (duckundwegrenn)

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  • ... die unterschiedliche Knopfleiste kommt bestimmt daher, dass man es sich gegenseitg leichter aufknöpfen kann - man ist ja seine Richtung gewohnt....


    (duckundwegrenn)


    Genau, und wer keinen zum (Auf)Knöpfen hat, muss sich eben eine Zofe erlauben :applaus:

  • Also erst einmal finde ich es ja mehr aus ungewöhnlich, dass deine Kollegin das überhaupt bemerkt hat. Meiner Erfahrung nach sehen meine (nichtnähenden) Mitmenschen solche Detail überhaupt nicht.


    Aber ja, auch ich bin in meiner Nähkarriere über dieses Phänomen gestoßen.


    Ich fand' ja Wirbelwinds Ausführungen über den Ursprung dieser "Regel" sehr interessant. Gibt es dafür eine Quelle?


    Ich persönlich kann allerdings die Praktikabilitätserklärung des Ursprungs nicht nachvollziehen. Wahrscheinlich, weil ich mich einfach an die Knöpfung von rechts nach links so gewöhnt habe und als Rechsthänderin das für mich auch physiologisch so richtig ist. Für mich ist das so selbstverständlich. Und ich denke daher auch nicht weiter darüber nach.


    Aber auch ich bin da einfach mal neugierig, wie sehr andere da an solchen Konventionen festhalten und wenn ja, warum.


    Von daher, solche "Konventionen" sind manchmal auch einfach nur Gebrauchsgewohnheiten. Und daran kann ich nichts Schlimmes finden.


    Genauso kann ich nichts wahnsinnig Unabhängiges, Freidenkerisches daran finden, wenn man es anders macht. Wie gesagt, den meisten wird es nicht einmal auffallen. "Stell' dir vor, ich bin ein Rebell, und keiner merkt's ..." :rolleyes:

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  • Ich habe seit langem eine andere Eselsbrücke für die Knopfleisten / Schlitzöffnungen.


    Quote

    Wenn Mann und Frau im Auto sitzen mit der alten Rollenverteilung ( Er fährt) können sich beide Gegenseitig in die Öffnungen schauen.


    So blieb es bei mir richtig hängen und ich musste nicht mehr ständig zum Kleiderschrank laufen.

    Liebe Grüße


    Sonja

    Unsere größte Schwäche liegt im Aufgeben. Der sichere Weg zum Erfolg ist immer, es doch noch einmal zu versuchen. Thomas A. Edison

  • als selbstnäherin hätte ich mich - sofern es mir aufgefallen wäre, vermutlich gefragt, ob die knopfleiste so absicht oder passiert ist (schnittmuster verkehrt herum aufgelegt oder bei einem einfarbigen stoff innen/aussen verwechselt). je nachdem, wie gut ich das gegenüber kenne, würde ich ev. nachfragen. aber stören würde es mich sicher nicht.


    allerdings habe ich vor kurzem auch erlebt, dass eine kollegin sehr erstaunt war, als ich erwähnte, dass meine polohemden aus dem herrenmodengeschäft nebenan stammen. ("kann man die als frau denn tragen?") in den 18 jahren, in denen wir im selben büro arbeiten (davon schon über 5 jahre schreibtisch an schreibtisch), ist ihr nie aufgefallen, dass meine polohemden "falsch" geköpft oder sonstwie unpassend sind.


    du hast mich jetzt jedenfalls dazu angeregt, dass ich eine der nächsten blusen oder jacken auch von links nach rechts verschließbar machen werde.

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  • Hallo zusammen,
    also mir wäre und ist sowas, sowas von wurscht !!! Ich würde da auch nachdenklich werden, ob die Kollegin sonst keine Probleme hat oder es nichts schlimmeres auf der Welt gibt als die Richtung von Knopfleisten *wunder*...
    Heutzutage kann man doch (fast) alles tragen...wenn ich nur drandenke wie problemlos bei meinen zwei großen Töchtern die BH Träger sichtbar getragen werden, das regt heute keinen mehr auf (vielleicht sind die auch heute einfach "schöner"?), bei uns früher war das absolut unmöglich, so hätte uns meine Mutter nicht mal zuhause rumlaufen lassen...
    Die Eselsbrücke mit dem Napoleon kannte ich auch, aber ich trage auch mal gerne alte, edle Hemden von meinem Bruder auf. Da sind dann die Manschetten kaputt, da ich aber dreiviertel Ärmel liebe schneide ich die sowieso ab und hab dann z.B. eine schöne Leinenbluse - allerdings mit "Falschrummer" Knopfleiste, aber wen störts bzw. es hat keinen zu stören außer mir !
    (Außerdem mag ich es sowieso nicht wenn sich Kolleginnen anmaßen mich zu kritisieren, zumal wenn es nicht nett gemeint ist ;-) wo bleibt denn da die Höflichkeit ??? )
    Viele Grüße von kreativ Barbara

  • du hast mich jetzt jedenfalls dazu angeregt, dass ich eine der nächsten blusen oder jacken auch von links nach rechts verschließbar machen werde.


    Wie jetzt: von links nach rechts? Ich hab jetzt etliche Kaufblusen kontrolliert, um keinen Mist zu reden. Und die waren alle von rechts auf links geknöpft.


    Vielleicht sollten wir in der Diskussion auch noch definieren, ob die Draufsicht oder Körper"sicht" gemeint ist.

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  • Aber mal die Frage an die Damenwelt: Verwendet Ihr die "männliche" Knöpfrichtung nur bei (Hemd-)Blusen oder auch bei Hosen, etwa Jeans?


    ich hatte schon etliche gekaufte damenjeans, die "männlich" geknöpft waren. bei selbst genähten hosen muss ich immer zum kleiderschrank gehen und nachschauen und überlegen.

  • Ich habe es so wie Eichelberg gelernt: Wenn Sie ehrenhalber rechts geht, können sich beide gegenseitig in die Öffnungen schauen.
    Eigentlich ist es mir egal, wierum geknöpft oder der Reißverschluss zugezogen wird, aber vielleicht sieht es bei wichtigen Anlässen merkwürdig aus, wenn man mehrere Oberteile leicht geöffnet übereinander trägt (z. B. Mantel über Jacke über Bluse) oder "rechtsrum Bluse" in "linksrum Hose".

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  • Genau! ich werde jetzt zum Knopfleistenrebel! Immerhin etwas!


    Ja, es war in der Tat für mich auch so, dass ich schon richtig erschrocken darüber war, dass das überhaupt auffiel. Dass es eine selbstgenähte Bluse war, fiel übrigens nicht auf.


    Vielleicht sollte ich dann demnächst sagen, dass das eine Linkshänderbluse ist .... ist zwar Quatsch, weil sonst die männer ja alle Linkshänder sein müssten, aber ein Versuch wäre es wert.


    So richtig unhöflich kam diese Anmerkung zwar nicht rüber. Aber ein wenig unpassend fand ich sie schon. Es war ja nun nicht so, dass das kleidungsstück einen Fehler hatte, der es untragbar macht, oder schlecht sitzt oder einen fleck gehabt hätte. Da kann man ja gerne drauf aufmerksam machen. Aber wegen der Knöpfe?

    Fröhliche Grüße
    Marion


    Truth is stranger than fiction, but it is because Fiction is obliged to stick to possibilities; Truth isn't.


    Mark Twain

  • Meine selbstgenähten Blusen sind alle in weiblicher Richtung geknöpft.


    Hosen jedoch immer so herum wie bei Männern. "Richtig" geknöpfte Hosen kaufe ich auch nicht, damit komme ich nicht klar (allerdings sind meine gekauften Jeans und Tuchhosen alle bis auf eine wie bei Männern verschlossen, obwohl ich nur Damenmode kaufe).


    Mir würde auch nie auffallen wie herum mein Gegenüber irgendwas geknöpft hat!!!!

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    Lichtmess vorbei, dadurch sieht man vieles im richtigen Licht!

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