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Stenzo insolvent

  • Und die nächste Insolvenz : Diesmal hat es Stenzo getroffen.

    Wirklich schade, das waren oft gute Stoffe zu bezahlbaren Preisen. Einige Händler wird das schwer treffen, haben sie doch viel davon im Programm ( Herberttextiel z.B. ).

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    technische Daten | Produktseite Hersteller | Händlersuche

  • Danke. Das ist traurig.


    Ich habe den Eindruck und letztens auch eine Statistik gesehen, dass das Hobbyschneidern stark rückläufig ist.


    So viele Schließungen und Insolvenzen in den letzten Jahren.

    Viele Grüße
    Do-it


    Wer nähen kann, ist klar im Vorteil.

  • Sch....e - echt? :eek:


    Stenzo gibt es schon sooo lange. Lange vor dem großen Hype und mit echt typisch holländischen frohen Farben und Mustern.


    Zwischendurch hatten sie mal eine echt große blöde Strecke, da war die Qualität nicht gut. Da hat man für die billigen Preise auch nur billigste Stoffe bekommen - nach einmal Waschen so breit wie lang und gepillt wie verrückt. Da hatte ich ein paar Jahre ausgesetzt.


    Aber in den letzten (10?) Jahren hat die Qualität wieder gestimmt und mit dem brillianten Farbdruck haben sie auch wirklich tolle Sachen im Programm.


    Hoffentlich lässt sich das noch abbiegen - wäre schade um eine Ikone in der Nähwelt.


    Aber ja, der Hype ist vorbei. Die ganzen Corona-Näher haben jetzt wieder ihre Jobs und die Freizeitbespaßung - da hockt kaum noch jemand daheim an der Nähmaschine. Da ist nur noch der harte Kern übrig geblieben, der vorher auch schon genäht hat. Und das ist jenseits von Hype und Umsatzzahlen, von denen man heute nur noch träumen kann. Das trifft dann natürlich auch die Hersteller!

    Ganz liebe Grüße, Jennifer



    Ich bin Herrscherin über das kreative Chaos, Mama von 4en und ich benähe die Murmel (11). Ihr findet mich auch bei Insta Facebook und im Blog


    "If you can dream it, you can do it!"


    Walt Disney

  • Ich vermute, dass es außer dem abflauenden Corona-Trend auch noch weitere Faktoren gibt, die sich auf die Hobbyschneiderei auswirkt:

    Zum einen natürlich auch die aktuelle wirtschaftliche Lage, dass insgesamt auch bei vielen einfach weniger Geld fürs Nähhobby übrig bleibt. Zum anderen sind auch die Geburtenzahlen in den letzten Jahren wieder rückläufig und das Mama-Dasein war ja schon vor Corona für viele ein Anreiz zum Nähen.

    Immer mehr Billigst-Anbieter wie z.B. Shein, die für Lau Kleidung auch Abseits der üblichen Modetrends (andere Farben, andere Stile, große Größen) anbieten.

    Selbst Karnevalskostüme, bekommt man da in inzwischen in besserer Passform als früher manches Buttinette-Kostüm.

    Also auch hier muss man nichtmal zwangsläufig selber kreativ werden…. wenn man nicht unbedingt ein absolutes Einzelstück möchte.


    Ob man das selber gut findet oder nicht… die Entwicklungen sind da.

    Und selbst wenn jedes Parameter für sich nur einen kleinen Anteil ausmacht, insgesamt summiert es sich doch.

  • Vor Corona gab es Stenzo ja auch schon. Wir sind vor über 22 Jahren an den Niederrhein gezogen und da bin ich oft in die Niederlande gefahren zum Stoffmarkt und da gab es die Stenzo Stoffe schon. Nun sind aber in den letzten Jahren die Stoffanbieter wie Pilze aus dem Boden gewachsen. Dass da nicht alle mithalten können, war ja irgendwie klar. Wenn ich denke, als ich vor über 30 Jahren mit dem nähen angefangen habe, da war ich froh, wenn ich überhaupt vor Ort Stoffe kaufen konnte. Kinderstoffe, so wie sie heute angeboten werden, undenkbar. Und mittlerweile werden wir doch mit Stoffen überschwemmt. Und durch Instagramm oder Facebook müssen die Stoffhändler sich immer mehr einfallen lassen, um die Stoffe an den Mann/die Frau zu bringen. Und jetzt im Moment scheint Stricken, Häkeln oder sticken wieder im Trend zu sein.

  • Wenn ich denke, als ich vor über 30 Jahren mit dem nähen angefangen habe, da war ich froh, wenn ich überhaupt vor Ort Stoffe kaufen konnte.

    Vor Ort - Osnabrück - konnte man früher in den 60er bis 80er Jahen unter ettlichen Geschäften wählen. Dann wurde es immer weniger, jetzt sind es noch 2,5. Halb rechne ich den temporären Popup-Laden.


    Es stimmt allerdings, vor 20 Jahren gab es kaum Jetsey zu kaufen.

    Viele Grüße
    Do-it


    Wer nähen kann, ist klar im Vorteil.

  • Ich wollt grad sagen, Stenzo hab ich vor 25 Jahren schon verkauft (hab damals im "Stofflädchen" gejobbt.)

    Und es gab durchaus Jerseys und auch in "Kinder". Aber halt in der Form "Kinderdrucke" die damals in waren - das war von Farben und Mustern durchaus was anderes, als heut. (und 10, 20 Jahre davor sah "Kinderstoffe" noch anders aus, da stand nicht so "cutie" dran.)

  • Oh ja, das waren der Style von Oshkosh, Desigual und wie sie alle hießen. DAS waren noch Zeiten :herz:

    Ganz liebe Grüße, Jennifer



    Ich bin Herrscherin über das kreative Chaos, Mama von 4en und ich benähe die Murmel (11). Ihr findet mich auch bei Insta Facebook und im Blog


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    Walt Disney

  • Ich habe von 2003 bis Ende 2009 in Halle/Saale gewohnt. (der Arbeit wegen)

    Irgendwann in der Zeit ging das bei mir auch mit dem Nähen los. Also Crash-Kurs bei der VHS gemacht, noch ein paar Tipps von einer Bekannten bekommen und den Rest hab ich mir nach und nach selber beigebracht durch Bücher und über ausprobieren.

    Dort in der größeren Stadt habe ich immer Stoffe nach meiner Vorstellung bekommen, oft auch anders, als das was gerade IN war.

    Naja, vielleicht war ich aber auch einfach nur die dumme Landpomeranze, die die Ladenhüter gekauft hat. 😂

    Mir war’s egal, ich war damit glücklich.

    Stoffmärkte hab ich in der Zeit nicht besucht, weiß auch nicht ob es die hier gab. Könnte spaßeshalber mal schauen, ob ich in alten Nähzeitschriften noch Termine finde.

    Wenn ich vor Ort nicht fündig wutde, dann hab ich bei Buttinette bestellt. Andere Versandhändler kannte ich nicht.

    Ich kannte aber auch niemanden, der selber näht, bis auf ein paar Reparaturen und Änderungen und war quasi immer der Exot. Das ganze änderte sich ab etwa 2014/2015.

    Inzwischen selber Mutti gab es natürlich auch immer mehr Muttis in meinem Umfeld und nicht wenige davon nähten eine Zeit lang als die Kinder klein waren (aber die meisten ließen es auch recht schnell wieder sein). Erst um die Zeit rum nahm in meiner Wahrnehmung hier das Thema Fahrt auf. Plötzlich mehrere große Online-Händler, plötzlich war Jersey ein Thema, Stoffmärkte wurden besucht, in der Zeit wurde ich auch zum ersten Mal auf Overlock-Maschinen aufmerksam und Stickmaschinen. Die Stoffauswahl der Versand-Händler die ich kannte bestand da gefühlt zu 90% aus Kinderstoffen. Gut, für mich nicht schlimm. Ich hatte damals eh kaum Zeit für mich zu nähen. Und von den süßen Kinderstoffen brauchte ich ja immer nicht viel. Zu den Kinderstoffen gesellten sich dann bei den Händlern auch noch die Trendstoffe. Also Stoffe, die für mich genauso aussahen, wie die Klamotten im Laden… nur unvernäht. Da mir das meiste davon schon im Laden nicht gefiel, vernähte ich dann auch für mich meist Kinderstoffe.

    Nur falls es mal jemanden interessiert, woher das kommt, dass Muttis Kinderstoffe für sich vernähen. 😂


    Im Moment gibt es wieder weniger Geburten und Nähen wurde durch andere Trends abgelöst. Aber ich denke, die Gesamtheit derer, die beim Nähen geblieben sind, ist vielfältiger.

    Das macht es sicher auch schwierig für Stoffhändler und -Hersteller den Nerv der Kundschaft zu treffen. Was lange Zeit im großen Stil funktionierte, erreicht inzwischen vielleicht nur noch eine kleine Gruppe.

  • ... ich hab übrigens noch nie nicht 😉 Stenzo-Stoffe gekauft - hab auch keine Ahnung, was für ein Sortiment die haben/hatten.
    Aber von mir konnte noch nie ein Stoffladen leben - bin ja bekennender Ebay-Jäger, kauf(t)e also das, was andere optimistisch gekauft und dann doch nicht verarbeitet haben.
    Das funktioniert übrigens auch bei PW-Stoffen :biggrin: ...

    Beste Grüße aus Schleswig-Holstein
    Steffi


    Meine Devise: "...close enough to perfect for me!"
    (nach einem Song der Country-Band ALABAMA)


    Mein Blog: Das Landei

  • Ich wollt grad sagen, Stenzo hab ich vor 25 Jahren schon verkauft (hab damals im "Stofflädchen" gejobbt.)

    Und es gab durchaus Jerseys und auch in "Kinder". Aber halt in der Form "Kinderdrucke" die damals in waren - das war von Farben und Mustern durchaus was anderes, als heut. (und 10, 20 Jahre davor sah "Kinderstoffe" noch anders aus, da stand nicht so "cutie" dran.)

    Ich habe vor 25 Jahren wieder angefangen zu nähen...damals nähten alle Knotenshirts...ich habe mir in Ermangelung eines passenden Stoffes im Stoffgeschäft einen in einer Schneiderei besorgt...und was bekam ich...Badelyca.🤣 Für meinen Enkelsohn, den ich dann benähen sollte, habe ich doch bei H&M gekauft...Stoffe gab es nicht...Stickmaschinen und Cover kamen auf den Markt...die Damen im Stoffladen lernten allmählich , was Bauschgarn ist...aber es braucht sich keiner zu wundern...der Hype ist vorbei, so etwas dauert eben nie ewig...es wird was anderes geben...und 25 Jahre ist schon eine lange Zeit....man braucht bloß mal ins andere Forum zu gehen...die Auflösungen bei den Kleinanzeigen überschwemmen dort die neuen Beiträge....

    Auch die Zeiten mit den riesigen Sammelbestellungen sind Geschichte...für mich war das ein Segen...wäre das alles weg, wären meine Schränke leer...

    Stoffläden in Deutschland würden mit Kunden wie mir auch Pleite gehen...

    Viele Grüße
    Hedi


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