Und die nächste Insolvenz : Diesmal hat es Stenzo getroffen.
Wirklich schade, das waren oft gute Stoffe zu bezahlbaren Preisen. Einige Händler wird das schwer treffen, haben sie doch viel davon im Programm ( Herberttextiel z.B. ).
Und die nächste Insolvenz : Diesmal hat es Stenzo getroffen.
Wirklich schade, das waren oft gute Stoffe zu bezahlbaren Preisen. Einige Händler wird das schwer treffen, haben sie doch viel davon im Programm ( Herberttextiel z.B. ).
Danke. Das ist traurig.
Ich habe den Eindruck und letztens auch eine Statistik gesehen, dass das Hobbyschneidern stark rückläufig ist.
So viele Schließungen und Insolvenzen in den letzten Jahren.
Sch....e - echt? ![]()
Stenzo gibt es schon sooo lange. Lange vor dem großen Hype und mit echt typisch holländischen frohen Farben und Mustern.
Zwischendurch hatten sie mal eine echt große blöde Strecke, da war die Qualität nicht gut. Da hat man für die billigen Preise auch nur billigste Stoffe bekommen - nach einmal Waschen so breit wie lang und gepillt wie verrückt. Da hatte ich ein paar Jahre ausgesetzt.
Aber in den letzten (10?) Jahren hat die Qualität wieder gestimmt und mit dem brillianten Farbdruck haben sie auch wirklich tolle Sachen im Programm.
Hoffentlich lässt sich das noch abbiegen - wäre schade um eine Ikone in der Nähwelt.
Aber ja, der Hype ist vorbei. Die ganzen Corona-Näher haben jetzt wieder ihre Jobs und die Freizeitbespaßung - da hockt kaum noch jemand daheim an der Nähmaschine. Da ist nur noch der harte Kern übrig geblieben, der vorher auch schon genäht hat. Und das ist jenseits von Hype und Umsatzzahlen, von denen man heute nur noch träumen kann. Das trifft dann natürlich auch die Hersteller!
Ich vermute, dass es außer dem abflauenden Corona-Trend auch noch weitere Faktoren gibt, die sich auf die Hobbyschneiderei auswirkt:
Zum einen natürlich auch die aktuelle wirtschaftliche Lage, dass insgesamt auch bei vielen einfach weniger Geld fürs Nähhobby übrig bleibt. Zum anderen sind auch die Geburtenzahlen in den letzten Jahren wieder rückläufig und das Mama-Dasein war ja schon vor Corona für viele ein Anreiz zum Nähen.
Immer mehr Billigst-Anbieter wie z.B. Shein, die für Lau Kleidung auch Abseits der üblichen Modetrends (andere Farben, andere Stile, große Größen) anbieten.
Selbst Karnevalskostüme, bekommt man da in inzwischen in besserer Passform als früher manches Buttinette-Kostüm.
Also auch hier muss man nichtmal zwangsläufig selber kreativ werden…. wenn man nicht unbedingt ein absolutes Einzelstück möchte.
Ob man das selber gut findet oder nicht… die Entwicklungen sind da.
Und selbst wenn jedes Parameter für sich nur einen kleinen Anteil ausmacht, insgesamt summiert es sich doch.
Vor Corona gab es Stenzo ja auch schon. Wir sind vor über 22 Jahren an den Niederrhein gezogen und da bin ich oft in die Niederlande gefahren zum Stoffmarkt und da gab es die Stenzo Stoffe schon. Nun sind aber in den letzten Jahren die Stoffanbieter wie Pilze aus dem Boden gewachsen. Dass da nicht alle mithalten können, war ja irgendwie klar. Wenn ich denke, als ich vor über 30 Jahren mit dem nähen angefangen habe, da war ich froh, wenn ich überhaupt vor Ort Stoffe kaufen konnte. Kinderstoffe, so wie sie heute angeboten werden, undenkbar. Und mittlerweile werden wir doch mit Stoffen überschwemmt. Und durch Instagramm oder Facebook müssen die Stoffhändler sich immer mehr einfallen lassen, um die Stoffe an den Mann/die Frau zu bringen. Und jetzt im Moment scheint Stricken, Häkeln oder sticken wieder im Trend zu sein.
Wenn ich denke, als ich vor über 30 Jahren mit dem nähen angefangen habe, da war ich froh, wenn ich überhaupt vor Ort Stoffe kaufen konnte.
Vor Ort - Osnabrück - konnte man früher in den 60er bis 80er Jahen unter ettlichen Geschäften wählen. Dann wurde es immer weniger, jetzt sind es noch 2,5. Halb rechne ich den temporären Popup-Laden.
Es stimmt allerdings, vor 20 Jahren gab es kaum Jetsey zu kaufen.
Vor Corona gab es Stenzo ja auch schon.
Ähm, ja - die gibt es seit den 90ern!
Ich wollt grad sagen, Stenzo hab ich vor 25 Jahren schon verkauft (hab damals im "Stofflädchen" gejobbt.)
Und es gab durchaus Jerseys und auch in "Kinder". Aber halt in der Form "Kinderdrucke" die damals in waren - das war von Farben und Mustern durchaus was anderes, als heut. (und 10, 20 Jahre davor sah "Kinderstoffe" noch anders aus, da stand nicht so "cutie" dran.)
Oh ja, das waren der Style von Oshkosh, Desigual und wie sie alle hießen. DAS waren noch Zeiten ![]()
Ich habe von 2003 bis Ende 2009 in Halle/Saale gewohnt. (der Arbeit wegen)
Irgendwann in der Zeit ging das bei mir auch mit dem Nähen los. Also Crash-Kurs bei der VHS gemacht, noch ein paar Tipps von einer Bekannten bekommen und den Rest hab ich mir nach und nach selber beigebracht durch Bücher und über ausprobieren.
Dort in der größeren Stadt habe ich immer Stoffe nach meiner Vorstellung bekommen, oft auch anders, als das was gerade IN war.
Naja, vielleicht war ich aber auch einfach nur die dumme Landpomeranze, die die Ladenhüter gekauft hat. 😂
Mir war’s egal, ich war damit glücklich.
Stoffmärkte hab ich in der Zeit nicht besucht, weiß auch nicht ob es die hier gab. Könnte spaßeshalber mal schauen, ob ich in alten Nähzeitschriften noch Termine finde.
Wenn ich vor Ort nicht fündig wutde, dann hab ich bei Buttinette bestellt. Andere Versandhändler kannte ich nicht.
Ich kannte aber auch niemanden, der selber näht, bis auf ein paar Reparaturen und Änderungen und war quasi immer der Exot. Das ganze änderte sich ab etwa 2014/2015.
Inzwischen selber Mutti gab es natürlich auch immer mehr Muttis in meinem Umfeld und nicht wenige davon nähten eine Zeit lang als die Kinder klein waren (aber die meisten ließen es auch recht schnell wieder sein). Erst um die Zeit rum nahm in meiner Wahrnehmung hier das Thema Fahrt auf. Plötzlich mehrere große Online-Händler, plötzlich war Jersey ein Thema, Stoffmärkte wurden besucht, in der Zeit wurde ich auch zum ersten Mal auf Overlock-Maschinen aufmerksam und Stickmaschinen. Die Stoffauswahl der Versand-Händler die ich kannte bestand da gefühlt zu 90% aus Kinderstoffen. Gut, für mich nicht schlimm. Ich hatte damals eh kaum Zeit für mich zu nähen. Und von den süßen Kinderstoffen brauchte ich ja immer nicht viel. Zu den Kinderstoffen gesellten sich dann bei den Händlern auch noch die Trendstoffe. Also Stoffe, die für mich genauso aussahen, wie die Klamotten im Laden… nur unvernäht. Da mir das meiste davon schon im Laden nicht gefiel, vernähte ich dann auch für mich meist Kinderstoffe.
Nur falls es mal jemanden interessiert, woher das kommt, dass Muttis Kinderstoffe für sich vernähen. 😂
Im Moment gibt es wieder weniger Geburten und Nähen wurde durch andere Trends abgelöst. Aber ich denke, die Gesamtheit derer, die beim Nähen geblieben sind, ist vielfältiger.
Das macht es sicher auch schwierig für Stoffhändler und -Hersteller den Nerv der Kundschaft zu treffen. Was lange Zeit im großen Stil funktionierte, erreicht inzwischen vielleicht nur noch eine kleine Gruppe.
... ich hab übrigens noch nie nicht 😉 Stenzo-Stoffe gekauft - hab auch keine Ahnung, was für ein Sortiment die haben/hatten.
Aber von mir konnte noch nie ein Stoffladen leben - bin ja bekennender Ebay-Jäger, kauf(t)e also das, was andere optimistisch gekauft und dann doch nicht verarbeitet haben.
Das funktioniert übrigens auch bei PW-Stoffen
...
Ich wollt grad sagen, Stenzo hab ich vor 25 Jahren schon verkauft (hab damals im "Stofflädchen" gejobbt.)
Und es gab durchaus Jerseys und auch in "Kinder". Aber halt in der Form "Kinderdrucke" die damals in waren - das war von Farben und Mustern durchaus was anderes, als heut. (und 10, 20 Jahre davor sah "Kinderstoffe" noch anders aus, da stand nicht so "cutie" dran.)
Ich habe vor 25 Jahren wieder angefangen zu nähen...damals nähten alle Knotenshirts...ich habe mir in Ermangelung eines passenden Stoffes im Stoffgeschäft einen in einer Schneiderei besorgt...und was bekam ich...Badelyca.🤣 Für meinen Enkelsohn, den ich dann benähen sollte, habe ich doch bei H&M gekauft...Stoffe gab es nicht...Stickmaschinen und Cover kamen auf den Markt...die Damen im Stoffladen lernten allmählich , was Bauschgarn ist...aber es braucht sich keiner zu wundern...der Hype ist vorbei, so etwas dauert eben nie ewig...es wird was anderes geben...und 25 Jahre ist schon eine lange Zeit....man braucht bloß mal ins andere Forum zu gehen...die Auflösungen bei den Kleinanzeigen überschwemmen dort die neuen Beiträge....
Auch die Zeiten mit den riesigen Sammelbestellungen sind Geschichte...für mich war das ein Segen...wäre das alles weg, wären meine Schränke leer...
Stoffläden in Deutschland würden mit Kunden wie mir auch Pleite gehen...
Was Auf- und Abschwünge angeht... das ist eh 'ne Wellengeschichte.
Der jetzige Abschwung beim nähen ist nicht der erste, und er wird vorübergehen.
Dann sind ein paar alte hasen noch da, und es gibt wieder neues. Und von denen - alten wie dann neuen Hasen - werden beim nächsten Abschwung wieder welche verschwinden.
(Das "funktioniert" mit jedem "Hobby"-Bereich - stricken, lesen, Fahrrad fahren...
Und nicht nur da.)
Ich habe ich den letzten Jahren schon ettliche Stoffe gekauft, Online und auf dem Stoffmarkt. Der Stoffladen in der City von Osnabrück hat ein doofes Sortiment, das spricht mich gar nicht an.
Ich kann allerdings von meiner Figur und Größe her nicht viel passend kaufen. Und je mehr Erfahrung ich im Nähen und bei Passform habe, desto weniger bin ich zu Kompromissen bei Kaufkleidung bereit.
Ich finde es nur schade, weil Stenzo auch Basisstoffe, also Jersey, Sweat und Bündchen in uni in großer Farbauswahl haben. Jetzt gibt es praktisch nur noch Swafing dafür. Hoffentlich bleiben die uns wenigstens erhalten.
Übrigens haben auch Wollgeschäfte inzwischen Probleme, in Dänemark hat Mayflower insolvenz angemeldet.
Es ist halt die Wirtschaftslage. Jeder vernäht erstmal, was er schon da hat. Bei dem Preisanstieg bei den Lebensmitteln bleibt eben weniger für das Hobby über. Bei mir hat eine heftige Erhöhung meiner PKV die Nähcamps reduziert. Ist halt so.
Ich habe das bei den Nähcamps auch mitbekommen, zum Stoffgeschäft sind letztes Mal deutlich weniger mitgefahren und die Einkaufstüten waren auch leerer. Habe ich vorher viel mehr aussortierte Stoffe verkaufen können, ging beim letzten Mal fast gar nichts. Und das nicht, weil die Auswahl nicht gut war. Das Geld ist nicht mehr da, man nimmt erstmal seine Vorräte.
Auch über Kleinanzeigen verkauft man nichts mehr, es sei denn man geht extrem im Preis runter. Aber verschenken will ich meine Stoffe nun doch nicht. Daher werden eben daraus Testmodelle oder mein Schlafanzugbestand wächst. Gerade für den Sommer muß ich nach über 10 Jahren ohnehin fast alle ersetzen. Da stört es mich auch nicht, wenn Farbe oder Motiv doch nicht mehr meins sind. Und schon kaufe ich auch dafür nichts neues, höchstens mal etwas in uni zum Ergänzen, aber auch da finde ich noch viel im Bestand.
Die Stoffmärkte kamen übrigens 2004 oder Anfang 2005 nach D. Damals nur dicht an der Grenze. Ich bin damals noch extra noch Oldenburg gefahren, das war ein echtes Erlebnis, so eine tolle Auswahl. Ich hoffe, dass es die Stoffmärkte noch länger, dann eben vielleicht seltener, gibt. Obwohl einige Händler jetzt wohl auch Probleme mit der Warenbeschaffung kriegen, da war schon viel Stenzo dabei.
Ja, Stenzo war halt Holland und der Stoffmarkt sind zum großen Teil ja holländische Händler.
Swafing hat hier in D den Markt gut abgegraben. Und die Unis in allen Varianten sind da auch echt klasse. Kosten zwar ein bisschen mehr, aber die Qualität ist spitze.
Früher (also in den Anfangszeiten vor ca 20-25 Jahren) galt immer: hat es Punkte, ist es von Stenzo - hat es Streifen, ists von Hilco ![]()
Stenzo hatte alles farbenfrohe und die Jerseys mit den Punkten in allen Varianten. Und die Ringel gabs von Hilco in Form von Campan. Und Hilco war etwas gedeckter mit seinen Mustern und Farben in seinen Kollektionen. Ich hab beides sehr gerne vernäht.
Ich bin gespannt, wie lange Hilco sich noch hält - ähnliches Thema: eher kleines Familienunternehmen und dazu die Marktsituation. Die könnte da noch einiges ins Schlingern bringen - zumal die Stoffe von Hilco im Moment so extrem teuer sind, dass kaum ein Hobbynäher sich das leisten kann. Die Stoffe von Swafing sind qualitativ super und stehen Hilco in nichts nach - kosten aber die Hälfte.
Ich befürchte, das Ende der Fahnenstange ist noch nicht erreicht mit den Insolvenzen.
Ich hatte Stenzo auch im Ladenprogramm und liebte außer den ungewöhnlichen Druckmustern für French Terry auch deren Panels und Bordürendrucke auf Jersey / Wintersweat oder French Terry.
Und die bunten Muster auf Feincord.
Leider "out" geworden.
Ich habe für die caritative Näherei gerne Stenzo Ware aus dem Sale bzw. Vorsaison gekauft, bewährte Qualität, schöne Auswahl und günstige Preise.
Schade.
Den Stoffmarkt Holland hier letztes Jahr im Mai fand ich frustrierend. Es war nur ein Kurzwarenstand da, wo es früher schon 3 waren. Demzufolge habe ich den größeren Teil der Kurzwaren auf der Einkaufsliste nicht bekommen und musste die dann Online bestellen.
Es waren auch sonst deutlich weniger Stände da und die meisten Kunden bei den Ständen, die besonders günstige Angebote hatten.
Dort suchte ich weiter Viskosejersey für ettliche Shirts in Unifarben - bekommen habe ich für 1 einziges Shirt, wobei die Qualität wohl nicht ganz so gut wie von mir gewünscht ist.
Wenn ich da kaum was finde, muss ich nicht monatelang auf den Termin warten und bestelle lieber gleich online.
Demzufolge war ich nicht auf dem Herbst-Stoffmarkt.
Da ist wohl noch nicht Schluß. Es sollen noch einige Hersteller in Schieflage sein.
Und aktuell haben viele Händler oft hohe Rabatte auf Lagerware, mehr als sonst. Gerade auch bei Eigenproduktionen. Das läuft, auch wegen der hohen Preise, auch nicht mehr so gut. Ich gehe davon aus, dass sich in dem Bereich auch einige demnächst verabschieden werden.
Stoff und Liebe trennt sich ja auch von Swafing, ich glaube, die Designs werden auch nur noch auf Vorbestellung gehen. Das wird wohl bei allen Eigenproduktionen der Standard werden. Nur noch auf Vorbestellung und kein Lagerbestand mehr. Ob allerdings die Einnahmen für einen reichen, wird sich dann zeigen. Zumal die ja nicht gerade günstig sind. Früher habe ich da auch mehr bestellt, jetzt überlege ich es mir dreimal.
Es sind ja nicht nur die Stoffvorräte, wieviel Shirts braucht man im Schrank ? Garantiert nicht soviele, wie ich aus meinem Vorrat nähen könnte.
S&L hört doch im Dezember 26 auch ganz auf.

