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Das ideale Stoffgeschäft - wie würde das für euch aussehen?

  • Wenn man Stoff bei Stoff und Stil kauft oder bei Ikea bekommt man einen Aufkleber mit Stoffzusammenstellung, Einlauf- und Waschhinweisen. Da sind uns die Skandinavier mal wieder um einiges voraus. Allerdings ändern sich dort die Kollektionen auch nicht so schnell. Bei mir muss aber jeder Stoff 40 Grad und den Wäschetrockner aushalten. Da ich alle Stoffe vorwasche war das noch nie ein Problem. Allerdings vertrage ich keine Wollstoffe und Synthetik mag ich nicht so.

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  • rufie bekommt Stresspickel beim Anblick von Jersey,

    8o

    Nicht ganz.

    Wenn in meinem Traumstoffgeschäft Jersey ist, habe ich nichts dagegen. Wenn allerdings ein Stoffgeschäft sich Stoffgeschäft nennt und ich finde darin fast nur Jersey oder fast nur Patchworkstoffe oder fast nur 0815-Stoffe, die ich in jedem Geschäft finde, dann ist das für mich eine Veräppelung. Warum nennen sie sich dann nicht Jerseygeschäft oder Patchworkladen, etc.?


    Also mein absoluter Traum ist in Mailand, wo ich einmal im Jahr durch meine Freundin, die mich mitnimmt, reinkomme. Ein Laden für die Modedesignstudenten, mit Überproduktionen und Farbvarianten, die nicht umgesetzt wurde von Stoffen der Haute Couture.

    Einfach ein Traum. Die Qualitäten und die Ideen. Das ist einfach ein Flash.


    Na gut, das ist natürlich nicht normal. Aber auch hier bei uns gibt es ab und zu Geschäfte, die einfach anders sind und ich kenne mich da nicht aus, aber ich denke, die haben nicht nur einen 0815 Großhändler sondern mehrere und eben nicht so herkömmliche. Vielleicht suchen sie sich die Stoffe sogar selbst beim Produzenten heraus.

    Wenn ich dort bin, haben die Stoffe von unterschiedlichsten Produzenten, aus verschiedensten Ländern.

    Gut, da ist natürlich auch wieder eine Modefachschule in der Nähe und das ist eine ehemalige Textilhochburg, die nun langsam wieder aufblüht.


    Ich möchte auch von Stoffen überrascht werden, von denen ich in der Zusammensetzung oder Verwendung noch nichts gehört habe oder Muster/Farben sehen, die mich beeindrucken. Nicht ein Stoffgeschäft, das der Entwicklung/Mode hinterherläuft oder krampfhaft versucht mit dem Mainstream Schritt zu halten, die sich von Großhändlern etwas aufschwatzen lassen.

    Ich will Ladeninhaber, die eine Persönlichkeit haben, die einen Stil und Geschmack haben und selbst gut nähen können. Die ihren Geschmack haben, aber nicht nur den im Geschäft gelten lassen. Die mich in Ruhe im Geschäft stöbern lassen, aber eben auch kompetente Ansprechpartner sind, wenn ich eine Frage habe.

    Die auch mal bei verrückten Ideen ihrer Kunden mitkommen und zwar überrascht sind, aber mitdenken und auch einmal Bedenken oder Alternativen vom Material her ansprechen können, die dann auch passen könnten.


    Die eben nicht die 0815-Reißverschlüsse und das Zubehör haben haben, sondern z. B. Endlosreißverschlüsse, die sie auf Wunsch auch fertigmachen. Teilbare Reißverschlüsse, bei denen man sieht, sie sind für die Konfektion gefertigt z. B. mit besonderen Zippern, Mustern in den Bändern, mehrfarbigen Bändern. Die Ideen von Kunden aufgreifen und sie umsetzen. Wie eine Kundin, die fragte, wenn die von den Endlosreißverschlüssen in zwei Farben je 50 cm kauft, ob die Ladeninhaberin ihr dann einen in Rot/Blau und den anderen in Blau/Rot fertig macht. So bietet die Ladeninhaberin heute Wunschreißverschlüsse in je zwei Farben an.


    Ich kenne ein Geschäft, da ist die Ladeninhaberin ständig auf der Suche nach Schnäppchen, nicht im Sinne von Billigheimer, sondern etwas Besonderes. Sie freut sich tierisch, wenn sie wieder etwas Besonderes aufgetrieben hat, wie echte Posamentenknöpfe, also nicht die mit Plastikrückseite oder einen Woll-/Seiden-Doubleface. Bänder, Kordeln, die man so in einem Geschäft noch nicht gesehen hat.


    Es sollen allerdings auch Klassiker darunter sein. Eben Mantelstoffe, bei denen nicht im Plastikanteil ein Härchen Wolle zu suchen ist, sondern genau die umgekehrte Zusammensetzung.


    hmmm...

    ich wünsche mir, dass die Stoffe nach Farben geordnet werden und dass man ein Zettelchen mit bekommt, mit der genauen Zusammensetzung und der Waschanleitung

    also allein nach Farben wäre eher nichts für mich. Ich hätte gerne sinnvoll nach Zweck und dann innerhalb der Gruppe nach Farbe sortiert. Für mich wäre z. B. Rottöne, in denen ich dann Mantel-, Dessous-, Futter-, Blusenstoffe fände nicht so praktisch. Ich würde gerne z. B. in die Mantelstoffecke gehen und dort sind dann die Mantelstoffe farblich sortiert.


    Weil ich gerade Futterstoffe erwähnt habe. Auch da muss nicht alles einfarbig sein oder immer dieselbe Zusammensetzung haben.


    So einen Laden wie Sporcherin gezeigt hat, mag ich auch, wenn man mich durchwühlen lässt und wenn ich dann etwas gefunden habe und ein farblich passendes Zubehör möchte, die Verkäufer dort das mit einem Handgriff finden und sich nicht erst selbst lange durchwühlen müssen, weil sie zwar wissen, wo in etwa es sein könnte, aber bei der Masse den Überblick verloren haben.


    An dem Stoffballen sollte die Zusammensetzung stehen. Nicht auf einem angebrachten Zettel. Denn beim Rein-Rausschieben des Stoffballen reißen die gerne einmal ab und dann steht manchmal der Verkäufer auch vor einem Rätsel welche genaue Zusammensetzung der Stoff hat.


    akobu beschreibt auch, was ich nicht verstehe. Für Handwerk und Industrie werden Sachen angeboten, an die eine Privatperson schwer kommt, die aber auch im Privatbereich sinnvoll wären.


    Na ja, und weil ich in so einer Gegend aufgewachsen bin: Ich liebe Werksverkäufe beim Produzenten, da kann man eben auch an Sachen kommen wie im letzten Absatz beschrieben.

    LG rufie


    Der einzige Geschmack, der einem Menschen wirklich Befriedigung geben kann,

    ist sein eigener (Philip Rosenthal)

  • ja der Gewerbeschein hatte einrn Vorteil. Aber für 5cm breiten Streifen ( x2) muste ich ein Rolle Einlage kaufen? Damit ich 20 Blusen nähn konnte= 2Meter die hab ich. 15 Jahre im Fundus gehabt. Vielie Rollen grünes Garn mit der selben Nummer ich immer noch habe könnt Ihr Euch nicht vorstellen

    Liebe Grüße aus Ostfriesland

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  • Ich will Ladeninhaber, die eine Persönlichkeit haben, die einen Stil und Geschmack haben und selbst gut nähen können. Die ihren Geschmack haben, aber nicht nur den im Geschäft gelten lassen. Die mich in Ruhe im Geschäft stöbern lassen, aber eben auch kompetente Ansprechpartner sind, wenn ich eine Frage habe.

    Die auch mal bei verrückten Ideen ihrer Kunden mitkommen und zwar überrascht sind, aber mitdenken und auch einmal Bedenken oder Alternativen vom Material her ansprechen können, die dann auch passen könnten.

    So einen Stoffladen bzw. Inhaberin hatte ich zu Teenie-Zeiten. Natürlich trauere ich dem hinterher … Aber andererseits: die Bestände im privaten Stofflager sind so riesig inzwischen, dass es vermutlich gut für die Statik im Haus ist, wenn ich nicht zu viele ideale Stoffläden kenne.


    Herzliche Grüße

    Schnägge

  • … Aber andererseits: die Bestände im privaten Stofflager sind so riesig inzwischen, dass es vermutlich gut für die Statik im Haus ist, wenn ich nicht zu viele ideale Stoffläden kenne.


    Herzliche Grüße

    Schnägge

    So geht es mir auch :biggrin:.


    Aber ansonsten, Marion, erinnerst du dich an den kleinen, ziemlich neuen Stoffladen mit all der "Baumwolle" ;) in Warnemünde?

    Als ich da zum ersten Mal 'reinkam, fehlte mir ein Stück schwarzen Wollkrepps für ein Etuikleid (das ich dann schlussendlich aus anderem Stoff nähen musste...).
    Ich also: Guten Tag, ich hätte gerne schwarzen Wollkrepp für ein Etuikleid, darf auch hochwertig und teuer sein :).

    Die Verkäuferin: Sowas haben wir nicht - das kauft doch keiner :pah: .

    Ich: :mauer: ...


    Also, das ist schon mal nicht mein Lieblingsladen geworden (genuer gesagt: da geh ich nicht wieder rein :biggrin:)


    Näher kommt ein anderer Laden in Rostock meinen Vorstellungen: breit aufgestelltes Sortiment, nette Bedienung, die einem aber auch nicht auf'n Keks geht, wenn man nur mal stöbern will, große Schaufensterfront => Tageslicht zwecks genauer Farbbeurteilung.

    Friedafröhlich , auch den Laden kennst du, Breite Straße, wir haben den Wollflanell in grau/rosé dort gekauft.

    Aber dann erinnere ich mich noch an einen Laden in Bonn, wo ich früher gelegentlich zu tun hatte, in Bahnhofsnähe. Ich hatte noch nicht mal eine Nähmaschine, konnte aber schon damals feinen Stoffen nicht widerstehen. Dort gab es Restecoupons von allerfeinsten Anzugstoffen (Wolle mit Seide oder mit Kaschmir etc.) zu lächerlichen Preisen.

    DA würde ich heute gerne noch mal stöbern gehen :o ....

    Beste Grüße aus Meck-Pomm
    Steffi


    Meine Devise: "...close enough to perfect for me!"
    (nach einem Song der Country-Band ALABAMA)


    Mein Blog: Das Landei

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  • Ich bin froh, meinen Dorf-Stoffladen zu haben, auch wenn dort viele Kinder-Jerseys und Mainstreamstoffe zu erwerben sind. Ich kann in Ruhe alles begutachten, anfassen und finde nahezu sämtliches Zubehör. Und ich brauche nicht in die Stadt zu fahren, was für mich ein Problem wäre, das ich mir sehr gern erspare.

  • Aber andererseits: die Bestände im privaten Stofflager sind so riesig inzwischen,

    So geht es mir auch, ABER:

    Ich weiß ja nicht, wir deine entstanden sind, das hängt sicher auch mit dem Alter zusammen. Denn als Kind und Jugendliche auch noch zu Beginn des Studiums gab es genug Stoffgeschäfte. In Bayreuth Innenstadt allein zwei wunderbare, der eine noch ein wenig wunderbarer.;)

    Dann Karstadt, die neben ihren normalen Stoffen, die Abteilung war damals auch nicht so schlecht, zweimal im Jahr den Stoffüberhang aus der Produktion verkauften. Hilfe, wartet, aus Versehen auf Abschicken geklickt. Bin gespannt, ob ich das noch fertig bekomme.


    Nachtrag: Nein, natürlich habe ich das nicht noch fertig bekommen. Wir mussten gleich wegfahren ich dachte, ich habe noch 5 Minuten Zeit.


    Also weiter nach den Stoffüberhang. Da gab es dann auch mal Stoffe von Escada, Hugo Boss oder Bogner, für 7-12 DM/m nur wusste man das beim Kauf meist nicht. Und man fand das auch nicht so schnell heraus, denn Internet, also WWW gab es damals noch nicht. ^^

    Auch die Fabrikverläufe gerade im Frankenwald um um Münchberg/Helbrechts herum wurden immer weniger.


    Da kaufte man einfach, was man noch bekam, auch für die Zukunft und was der studentische Geldbeutel hergab. Man gab bewusst ein paar Nachhilfestunden mehr oder verkaufte eine Plastik, die man eigentlich ganz gerne behalten wollte, machte ein paar Überstunden und dann ab ins Stoffgeschäft, das Räumungsverkauf hatte und noch einmal zugeschlagen.


    Später dann als ich mein erster Arbeitsplatz leider in Oberbayern war, schloss dieses wunderbare mehrstöckige Stoffgeschäft gegenüber vom Oberpollinger. Da wurde einem noch mehr klar, Stoffe bekommt man nur noch schwer.


    Ich habe heute noch einige Seiden und Wollstoffe in Qualitäten, die man heute so im normalen Stoffgeschäft nicht mehr bekommt und obwohl die nun so viele Jahre liegen, sind die immer noch 1a, immer noch passend und von den Farben her war ich glücklicherweise schon voll entwickelt, gab es also keine Änderung mehr.


    So wuchs mein Lager.

    Sprich, ich weiß, ich kann seit damals das Handarbeiten fast verpönt war bist heute, obwohles wieder in ist, nicht einfach in einen Laden gehen und dort für ein Nähprojekt etwas geeignetes finden. Bis ich das gefunden habe, ist die Jahreszeit vorbei.

    Ich sehe Stoffe, fühle sie und dann kommt eine Idee, eine Vorstellung, teilweise auch schon ein Grobentwurf im Kopf. Dann kaufe ich den Stoff und werde in 99,9% der Fälle glücklich damit.


    In Mailand ist das noch lustiger, denn ich muss dann den Seniorchef die Idee skizzieren und dann entscheidet er, wie viel man für den Stoff zahlen muss. 8) Komplett verrückt, aber absolut klasse.

    LG rufie


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    ist sein eigener (Philip Rosenthal)

    Edited 2 times, last by rufie ().

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  • Von tollen und exklusiven Stoffen träumen wir doch alle. Aber seid doch mal ehrlich, wie oft würdet Ihr die kaufen und um die 100 Euro pro Meter zahlen? Höchstens einmal im Jahr, mal für einen Mantel, mal für ein besonders elegantes Kleid aber davon kann doch kein laden leben. Die Miete für Geschäfte mit riesigen Fensterfronten kann doch niemand bezahlen und ich kann verstehen, wenn hauptsächlich "Modestoffe" Kinderstoffe und Patchworkstoffe angeboten werden, denn das ist die Ware, die verkauft wird. Rechnet Euch mal aus, was der/die BesitzerIn für Ihre Ware vorstrecken musste und sie darauf angewiesen diese auch schnell umzusetzen. Ebenso ist es mit dem Personal. Meistens sind die Besitzer gelernte Einzelhandelsfachleute, die gerne nähen oder haben eine Ausbildung im Schneiderhandwerk absolviert. So gut ausgebildete Leute kann sich ein Geschäft höchstens einen pro Schicht leisten, alles andere ist angelernt. Ich habe festgestellt, dass ich informierter r ein Produkt bin, wenn ich etwas kaufen möchte, da ich mich zuvor informiere. Egal ob Auto, Nähmaschine, Elektroherd... Bei der Vielzahl der Angebote, der unterschiedlichen Hersteller kann kaum jemand den Überblick behalten. Im selben Geschäft wollte man mir einmal eine Pfaff und einmal eine Brother als allerbeste Maschine verkaufen und die Damen konnten einem wirklich dieses Modell bis in Kleinste erklären. Es stellte sich dann aber heraus, dass sie dieses Modell besaßen, alle anderen Maschinen aber nicht bedienen konnten.

    Wenn ein Laden all die Wünsche erfüllt, die Ihr habt, müssten alle Stoffe doppelt bis dreimal so teuer verkauft werden und dann kaufen alle im Netz die Stoffe, die sie zuvor im Laden begutachtet haben, freuen sich, dass sie viel weniger zahlen mussten und Euer Traumladen muss nach kurzer Zeit Insolvenz anmelden.

    Nähen ist zur Zeit "IN", das waren Fensterbilder, Basteleien mit Papier, Makramee und viele andere Handarbeiten auch mal. Diese Wellen kommen und gehen, einige bleiben ihrem Hobby treu, auch wenn es nicht mehr in Mode ist aber die Mehrzahl näht nicht wie wir für die Ewigkeit sondern für eine Saison und im nächsten Jahr ersetzen andere Farben, Muster und Schnitte das Shirt, die Hose oder Tasche und jeder Stoffladen muss diese Trends berücksichtigen.

  • Natürlich erinnere ich mich.

    "Sowas kauft doch keiner", finde ich ja schon dreist, wenn jemand explizit danach fragt.

    Und bei einem schwarzen Wollkrepp kauft man sich bestimmt keinen Ladenhüter ein.

    Den wiederum hätte es in schwarz und dunkelgrau im Laden nebenan gegeben.

    Da ist es in der Tat auch so, dass die Ladenbesitzerin noch fleißig alles aufschreibt, wovon Kunden so erzählen. Dass nicht alles innerhalb eines Tages und auch nicht innerhalb einer Woche da ist, kann ich gerade jetzt am Anfang verstehen. Das kostet ja auch alles ein Heidengeld, was man sich da in den Laden legt.

    Fröhliche Grüße
    Marion


    Truth is stranger than fiction, but it is because Fiction is obliged to stick to possibilities; Truth isn't.


    Mark Twain

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  • Puppenmutti

    Da gebe ich dir völlig recht - nicht umsonst habe ich 98% meiner hochwertigen Stoffe auf ebay "geschossen".

    Dort findet man oft Stoffe aus "Geschäftsauflösung", "Hobbyaufgabe", "Konkursmasse" in hoher Qualität zu unglaublichen Preisen.

    ...und ich hab fast nie "ins Klo gegriffen" dabei ...

    Aber Marion hat ja gefragt, wie wir uns das (für uns) ideale Stoffgeschäft vorstellen ;) :biggrin:

    Beste Grüße aus Meck-Pomm
    Steffi


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  • Quote

    also allein nach Farben wäre eher nichts für mich.

    ...wenn ich ein Projekt habe, steht die Farbe für mich schon fest;

    ich kaufe nur projektbezogen und oute mich:

    ich bin kein Stoffstreichler, der zu Hause ein Lager hütet.


    Das Bild, das Sporcherin oben zeigt, bringt meinen inneren Monk zu schwitzen.

    Ich mag verdammen, was du sagst, aber ich werde mein Leben dafür geben, dass du es sagen darfst.
    Voltaire
    Gruß
    Nanne

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  • Nachdem hier natürlich weiterdiskutiert wurde, ich habe die Entstehung meines Lagers, also die Erklärung nun in Beitrag 28 vervollständigt. Einfach hier klicken.


    Puppenmutti

    Da sage ich ja und nein zu deinen Beitrag.


    Wer natürlich die eierlegende Wolfsmilchsau im Geschäft haben will, wird in vielen Bereichen nur wenig sagen können.


    Auch wenn das nun fast nervig klingt: Früher, und da meine ich nun die 80er und selbst vereinzelt noch Läden in Jahreszahlen mit einer 9 vorne dran, gab es die Ladeninhaber und Verkäufer in Stoffgeschäften, die genau über die verkauften Stoffe Bescheid wussten.

    Das waren meist solche Läden, wie Sporcherin das mit dem Bild zeigte. Gut, einige etwas mehr organisiert, einige edler eingerichtet. Aber von der Warenmenge sah es so oder ähnlich aus.

    Jetzt frage ich mich, warum können heutige - es sind weiterhin meist Frauen - Verkäuferinnen/Ladeninhaberinnern das nicht mehr? Warum könnten sie nur noch eine Richtung und das wird hingenommen a la, sie können doch nicht alles wissen.

    Natürlich hatte auch früher jede ihre Schwerpunkte, wusste aber so Bescheid, dass sie in anderen Bereichen eine fundierte Auskunft geben konnte. Nur wenn dann eine leicht verrückte Kundin wie ich mit etwas absurden Ideen oder Fragen kam, dann meinte sie, da sollten wir nun besser unsere Spezialistin in dem Bereich holen und kurze Zeit darauf beantwortete die meine Fragen.


    Wie kann ich etwas verkaufen, von dem ich keine Ahnung habe? Alle schreiben, die Onlineangebote sind das Problem. Dann sollten sich die Anbieter eben überlegen, was sie anbieten können, was man online nicht machen kann. Bei Stoff ist das nicht so schwierig.


    Warum muss ein Stoffgeschäft am besten noch unterschiedliche Nähmaschinenmarken verkaufen? Dann noch Wolle, ach ja, Plotter nehmen wir auch noch dazu, Kinderbasteln, etc. Oh, klar, Bügelsysteme, passendes Mobiliar, vielleicht noch ein bisschen Weben? Von allem nichts Halbes und nichts Ganzes und dann neben der Ladenbesitzerin noch eine Verkäuferin, sodass an manchen Zeiten nur einer im Laden steht.


    Aber seid doch mal ehrlich, wie oft würdet Ihr die kaufen und um die 100 Euro pro Meter zahlen?

    Nein, weil sie auch nicht so teuer sind. Ich kann als Ladenbesitzerin auch günstig gute Ware bekommen, wenn ich mich auskenne und nicht irgendwelche Großhändler nehme, die eben bequem sind, weil sie mir alles abnehmen.

    Knöpfe zum Grausen, die sehe ich so in jedem dritten Stoffgeschäft, ebenso Reißverschlüsse aber selbst die Stoffe. Aber es ist ja bequem. Ich will einen Laden haben, mich selbst verwirklichen, aber nicht für die Sache wirklich leben, es aufbauen, wirklich am Anfang fast nur dafür leben.


    Läden, die das gemacht haben und ich denke, was ich natürlich nur so nebenher mitbekommen habe, gerade in der heutigen Zeit wohl erst mal übel ist, sprich lange Durststrecken, Daseinsängste, aber dann doch die Kurve bekommen, kann Erfolg haben. Aber wer das durchhalten kann, wer sicherlich auch den finanziellen Hintergrund hat, wer wirklich in dem Beruf seine Berufung sieht, schafft es meist.


    Mein teuerster Stoff war ein wirklich extravaganter Seidenstoff für unter 50 Euro pro Meter, wenn ich in Wollstoffe gehe, lande ich bei 10 bis 30 Euro pro Meter.

    Wenn ich die vernähe, habe ich aber Teile, die man in einer Boutique für 300 Euro und im Regelfall weit mehr als Bekleidungsstück kaufen müsste.


    Mal rein betriebswirtschaftlich gedacht: Was lohnt sich als Hobbyschneiderin mehr?

    Ich kaufe einen Jersey, freue mich zwar, nähe daraus aber etwas, was ich in jedem Geschäft von C&A, vielleicht sogar Kik bis dagen wir mal H&M fertig zum selben Preis oder günstiger bekäme. Reiner Gewinn ist der Spaß, sich etwas selbst zu nähen und natürlich beim Vergleich mit Billigläden der ethisch vielleicht nicht einwandfreie Herstellungsprozess.

    Oder oben beschriebene Richtung?


    Klar, so kann man das nicht überlegen und so will ich das auch nicht.


    Mich ärgert einfach, dass es heute so viele 0815-Läden im Hobbyschneiderbereich gibt, wo ich mich fühle wie bei Bekleidungsketten. Ich gehe in die Fußgängerzone und egal in welcher Stadt, teilweise sogar in welchem Land, ich finde immer wieder dasselbe wie bei Macfress.


    Dafür ist mir meine Arbeit, meine Freizeit, mein Hobby zu schade. Aber das ist nun wirklich nur meine Meinung. :2cent:


    Da gibt es natürlich auch andere, die ich meist respektieren kann.

    LG rufie


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  • Da ich in einer totalen Stoffdiaspora hocke, stelle ich gar keine großen Ansprüche, ABER

    1. Ich hasse es, wenn mich Verkäufer anspringen, noch ehe ich den ersten Stoff überhaupt angeguckt habe. Das ist unhöflich und lästig. Wenn ich etwas wissen möchte, frage ich, dann sollte das Verkaufspersonal aber a) kompetent und b) disponibel sein.
    2. Diesen Karnevals-Unfug-Stoff brauche ich nicht, aber eine gute Auswahl an Webwaren, Jersey und ähnlichem darf es ruhig geben.
    3. Der Laden darf nicht zu unruhig wirken: Die Augen müssen schweifen können, brauchen aber auch mal einen "Pausenpunkt", an dem sie verweilen können. Ein Tisch mit Stühlen ist auch nicht ganz doof, wenn man z.B. mal ein Buch oder ein Woll-/Stoff-Etikett in Augenschein nehmen möchte.
    4. Beleuchtung macht viel aus.

    Ich brauche auch keine ausgefallenen Angorahäschenstoffe für drölf Zillionen pro laufendem Meter, aber eine gute Qualität bei dem, was angeboten wird. Damit werde ich dann schon froh.

    Ich habe keine Wespentaille. - Ich habe eine Hummelhüfte.

  • sporchi laden sieht mir zu chaotisch aus, wenn man da etwas besser sortieren würde...so von Monk zu Monk.

    Ordnung ist Anischtssache ;) In manchen Läden wird nach Farbe sortiert, in anderen nach Stoffarten oder nach Themen. Mir gefällt's da und ich kaufe gerne ein.

    :wolke7: ... Nähen & Stricken ist etwas, was ich nicht muß, sondern etwas, das ich mir einfach gönne ...
    ... frohes Schaffen und Grüßle von der Sporcherin

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  • Ordnung ist Anischtssache ;) In manchen Läden wird nach Farbe sortiert, in anderen nach Stoffarten oder nach Themen. Mir gefällt's da und ich kaufe gerne ein.

    Im Grunde ist es mir vermutlich auch egal, nach welchen Kriterien sortiert ist. Ich hätte da zwar meine Präferenzen, aber wie wir hier gerade feststellen dürfen, sind die bei den einzelnen Leuten durchaus unterschiedlich und man kann es nicht gleichzeitig allen recht machen.

    Wichtiger ist mir, dass mir jemand in dem Laden sagen kann, ob das was ich such auch im Laden zu bekommen ist.

    Fröhliche Grüße
    Marion


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    Mark Twain

  • Ordnung ist Anischtssache ;) In manchen Läden wird nach Farbe sortiert, in anderen nach Stoffarten oder nach Themen. Mir gefällt's da und ich kaufe gerne ein.

    Nach Farben und nach Stoffarten geht auch. Das kenne ich so von unserem Karstadt. Oder aufsteigende Farben...Schwarz zu schwarz...es wirkt auf mich nicht so verwirrend, weil ich dann schneller scannen kann, was nicht meins ist. Reine Faulheit. Kann auch ein Konzept sein, es durcheinander zu machen (farbtechnisch), damit die Menschen länger mit dem Blick verweilen. Ansonsten würde mir der Laden schon gefallen, weil er eine große Auswahl hat.

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  • Devil's Dance Magst Du mir den Stoffladen in Bonn näher benennen? Bonn ist ja nicht so wirklich weit weg von mir...

    Das würde ich sofort tun, nur ist das 25 Jahre her ...

    Ich weiß nur, es war in Bahnhofsnähe - wenn ich Zeit hatte, bis der Zug kam, bin ich kurz in die Fußgängerzone bummeln gegangen und da vorbeigekommen.
    Wenn es den Laden noch gibt, müsste der dort zu erfragen sein.

    Beste Grüße aus Meck-Pomm
    Steffi


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