Ich selbst habe in sehr jungen Jahren mit einer fußbetriebenen schwarzen Singer spielen dürfen, mit der ich auch schon sehr früh Barbie-Klamotten und ähnliches produziert habe. Das war toll, weil ich auf wenig aufpassen musste, die Maschine war quasi schon ausgemustert und es wäre nicht schlimm gewesen, wenn ich was kaputt gemacht hätte, - was bei diesen Maschinen allerdings kaum möglich ist.
Nur, dass ich mir keineswegs in den Finger nähen dürfe, davor wurde ich eindringlich gewarnt (und ist mir damals auch nicht passiert).
Meine Kids haben alle drei an meiner Nähmaschine genäht, da waren sie noch jünger (unter 10). Das war damals die Pfaff 362 (mechanische solide Nähmaschine).
Die Tochter meiner besten Freundin wollte unbedingt nähen lernen und gemeinsam haben wir dann eine alte Nähmaschine in Augenschein und in Betrieb genommen, die sie in dem alten Haus gefunden haben, in das sie damals gezogen sind (das war, glaube ich, eine Kayser aus den 50ern oder 60ern). Da hat sie sich tapfer durchgebissen, aber sie wollte es auch unbedingt.
Ich habe ihr dann ziemlich schnell meine Janome 230 gegeben, mit der sie nach wie vor viel Spaß hat, ab und zu bekomme ich mal ein Foto von einer Kreation.
Wie manche schon angemerkt haben, denke ich auch, dass die Motivation und die Begleitung bei den ersten Schritten und mögliche Hilfestellung wichtiger sind, als die Maschine selbst, und dass eine "Kindermaschine" nicht notwendig ist.
Aber wenn extra eine Maschine neu angeschafft wird, dann fände ich die Funktion besonders wichtig, bei der die Nadel am Ende des Stichs selbstständig in die Position fährt, die den Stich vollendet.
Das haben viele günstigere/billigere und ältere Maschinen nicht, und das Chaos am Ende einer Naht, das entsteht, wenn die Nadel/ der Nadelheber am Ende nicht an der richtigen Stelle steht, erfordert meiner Meinung und Erfahrung nach die meiste Aufmerksamkeit.
Vielleicht wäre es eine Lösung, ihr jene Maschine zu geben, die jetzt in eurem Ferienhaus steht, damit sie es mal ausprobieren kann?
Andere Idee: Bei uns in der Kleinstadt gibt es auch ab und zu Nähkurse für Kinder. Falls es so was bei ihr in der Nähe gibt, wäre das vielleicht auch eine Option, um einen Einstieg zu finden und zu sehen, ob es Spaß macht.
