So, mittlerweile gibt es die erste Ankündigung von "Blogschließung" in meinem Blogroll (also unter jenen Blogs auf meiner Blog-Seitenleiste, die ich am liebsten lese.)
Nach wie vor beschäftigt mich das Thema, denn ich blogge gerne und fände es schade, aufzuhören.
Noch ein paar Gedanken:
• Da ich mich als Bloggerin als Anwenderin/Nutzerin eines Google-Angebotes sehe, finde ich, dass Google das so gestalten muss (müsste), dass ich die betreffenden Einstellungen ohne vorheriges mehrsemestriges Studium vornehmen kann.
• Bislang finde ich keinerlei erhellende Anregungen dafür im Netz.
Also kam ich auf die Idee, den Google-Support wegen dieses Problems direkt anzuschreiben.
Und fand nach laaaaangem Suchen tatsächlich eine entsprechende E-Mail-Adresse.
Aber - Satz mit X: Die automatische Antwort erfolgte sofort:
"... vielen Dank, dass Sie sich an die Google Inc. wenden. Bitte beachten Sie, dass aufgrund der Vielzahl von Anfragen, E-Mails, die unter dieser E-Mail-Adresse support-de@google.com eingehen, nicht gelesen und zur Kenntnis genommen werden können.... "
Immerhin enthielt die Mail unter vielen anderen Links den Direktzugang zur Datenschutzerklärung von Google: Ich hoffe, es ist ok, den Link hier zu posten, denke mir aber, das ist auch für andere interessant:
https://policies.google.com/privacy?hl=de&gl=de
Wenn man das liest, wird einem schwindelig und man möchte sch am liebsten komplett bei Google abmelden.
Sollte man vielleicht sogar tun.
Oder den Computer nur noch als Schreibmaschine nutzen und das Smartphone gegen ein Telefon vertauschen.
Oder beides aus dem Fenster schmeißen.
• Denn eines ist klar: Zumindest was meine eigenen Daten betrifft nützt es nichts, meinen Blog zu schließen. Meine Daten werden sowieso überall gesammelt, wahrscheinlich noch am wenigsten beim Bloggen.
Ob jetzt zum Beispiel Instagram (oder Pinterest) als Facebook-Bestandteile da irgendwie bessere Alternativen sind, wage ich zu bezweifeln.
Aber es geht ja bei dem neuen Gesetz auch nicht unbedingt darum, keine Daten zu sammeln, sondern darum (in jedem einzelnen Fall) transparent zu machen, wo welche Daten von wem gesammelt werden.
Auch bin ich mir nicht sicher, dass ich z.B. als Instagram-Nutzerin rechtlich mehr auf der sichereren Seite wäre, als als Blogspot-Nutzerin, was das neue Datenschutzgesetz betrifft. Weiß das jemand?
Da werden ja genauso fröhlich Daten gesammelt und als Poster oder Betrachter der Bilder weiß ich nicht, wo und bei wem die landen, ebensowenig wie als Schreiber, Leser oder Kommentierender auf einem Blog.
(Bin allerdings nicht bei Instagram).
Bleibt mein Wunsch ans große Google-Universum, Blogspot so zu gestalten, dass man seinen Blog unkompliziert auf "gesetzeskonform" einstellen kann. Da das ja wirklich unzählige Leute betrifft, kann ich mir eigentlich auch gut vorstellen, dass da noch was kommt. Also ich warte mal weiterhin ab.
Oder sehe ich das alles ganz falsch?
