Digitale Schnittmuster - Beamerdateien und Konsorten

  • Guten Morgen,

    gestern bin ich auf Instagram bei kibadoo über einen Post gestolpert, der mich hat nachdenken lassen.

    In diesem Post wurde angekündigt, dass es ab Ende Juni keine Papierschnittmuster mehr geben wird sondern nur noch digitale auf DIN A0, DIN A4 und Beamerdateien, weil dies die Zukunft und der Trend sei.


    DIN A0 habe ich schon genutzt und schicke sie an preiswertplatten.de, DIN A4 können wir alle, denke ich, aber dieses Thema Beamerdateien als zukünftiges Medium, damit kann ich noch gar nichts mit anfangen.

    Vielleicht lohnt es sich ja, sich damit auseinanderzusetzen, aber momentan erscheint es mir vielmehr als das Eintauchen in eine vollkommen neue Technologie, Ausstattung vielleicht auch Software?


    Hat jemand von euch schon Erfahrung mit dem Beamer? Vor- und Nachteile? Wann lohnt es sich, wann nicht? Ist es das wert? Eure Meinung?

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  • Ich dachte, das Thema Beamer sei durch. Da gab es vor einigen Jahren ein Anbieter mit Software. Ich meine gelesen zu haben, der habe aufgegeben.


    Jedenfalls habe ich mich damit auseinandergesetzt und beschlossen, das ist nicht meins. Schnittanpassungen sind damit extrem umständlich.


    Klar sind Dateien für die Anbieter viel praktischer: unbegrenzt verfügbar, keine Versandkosten, quasi keine Vorratskosten. Papierschnitte im Voraus drucken lassen, auf Lager sortiert halten und dann in kleinen Mengen pro Tag versenden ist aufwendig.


    Edit :

    Die App hieß Pattarina

    Viele Grüße
    Do-it


    Wer nähen kann, ist klar im Vorteil.

    Einmal editiert, zuletzt von Do-it ()

  • Da bin ich ganz bei Do-it - Schnittanpassung u. Beamer passt nicht gut zusammen. Noch dazu die irgendwie aufwendige Installation. Ich persönlich finde es sehr schade, wenn keine Papierschnittmuster mehr angeboten werden. Und ich meine, es ist auch langfristig keine gute Entscheidung der Schnittmuster-Anbieter. Wie überall wird das „ unbequeme“ auf den Kunden abgewälzt, der Servicefaktor existiert gar nicht mehr. Ich klebe beispielsweise grundsätzlich keine Schnittmuster mit mehr als 4 Din A4 Seiten. Ein A0 Format muss man i. die Plotterei senden und dann wieder auf Zusendung warten. Fakt: Mich hält das dann v. einem (spontanen) Einkauf ab.

    Ich dachte auch schon mal an einen AO Drucker. Aber natürlich ist das „wirtschaftlich gerechnet“ Quatsch. Findet

    mit ♥️ lichen Grüßen, Aza


    Ich suche die Originalverpackung, bzw. das innere Styropor-Formteil des Bernina Midi-Stickrahmens mit Schnell-Drehverschluß. Kann jemand seines entbehren? Ich wäre dankbar, es erwerben zu können.

    Einmal editiert, zuletzt von Aza ()

  • Und ich meine, es ist auch langfristig keine gute Entscheidung der Schnittmuster-Anbieter.


    Wie überall wird das „ unbequeme“ auf den Kunden abgewälzt, der Servicefaktor existiert gar nicht mehr.

    Mit beidem hast du so Recht.

    Viele Grüße
    Do-it


    Wer nähen kann, ist klar im Vorteil.

  • Da gibt es open source Optionen, die kostenlos online verfügbar sind, z.B. https://www.patternprojector.com/de


    Man braucht also keine extra Software, nur einen Computer mit Internetzugang. Ich habe auch schon sowohl auf Reddit als auch auf Youtube gesehen, dass das mit einem supergünstigen Beamer (unter 100€) und einem einfachen Stativ möglich ist - den Beamer als zweiten Bildschirm anschließen und die Seite oben verwenden hat in den Videos gereicht (da wurde auch mal mit A4 getestet, man kann die Seiten entsprechend übereinander legen).


    Für Schnittmusteranpassungen muss man dann vielleicht wieder auf Papier übertragen (aber kopieren da nicht eh viele das Schnittmuster auf ein neues Papier um das Original zu erhalten?) oder man setzt sich damit auseinander, wie man digital Schnittmuster anpasst.


    (Sowohl die Angelegenheit mit dem Beamer, als auch digital Schnittmuster zeichnen bzw. anpassen steht noch auf meiner To Do Liste - die Wohnung ist klein, alles was ich digital lagern kann ist von Vorteil für mich. Ich kann es dann auch nicht verlegen und die Änderungen oder das Zeichnen ist vermutlich gemütlicher am PC als über einen Tisch gebeugt. Da kriege selbst ich mit der Zeit Rückenschmerzen.)

  • Auf den "Beamer-Haken" werde ich ganz bestimmt nicht mehr beißen :biggrin: ...
    Papierschnittmuster habe ich allerdings auch schon lange nicht mehr gekauft.
    Als bekennender Burda-Fan habe ich viele SM aus den Bögen der Burda style und/oder Burda plus/curvy herauskopiert - ganz klassisch mit Kopierrädchen auf Packpapier.
    Burda-Download-SM habe ich oft auf meinem kleinen Laserdrucker auf A4 gedruckt und geklebt. Ich fand Letzteres immer recht meditativ. Die NZ hab ich mir dann drangezeichnet und direkt ausgeschnitten - viel ändern muss ich bei Burda nicht.
    Meine Cashmerette- und Itch to stitch-Schnitte hab ich mir auf A0 ausdrucken lassen und auch direkt ausgeschnitten.
    Stocksauer war ich bei meinem letzten gekauften Papierschnitt: da waren doch tatsächlich die Schnittteile übereinander gedruckt (wie auf'm Burda-SM-Bogen), so dass ich trotzdem kopieren MUSSTE :motzen: - dann brauch ich auch keinen Papierschnitt kaufen :pfeifen: ...
    Aber extra einen Beamer kaufen?
    ... nee, da hab ich keine Lust drauf ...

    Beste Grüße aus Schleswig-Holstein
    Steffi


    Meine Devise: "...close enough to perfect for me!"
    (nach einem Song der Country-Band ALABAMA)


    Mein Blog: Das Landei

  • Für Schnittmusteranpassungen muss man dann vielleicht wieder auf Papier übertragen (aber kopieren da nicht eh viele das Schnittmuster auf ein neues Papier um das Original zu erhalten?) oder man setzt sich damit auseinander, wie man digital Schnittmuster anpasst.

    Und wo ist da der Vorteil?


    (Und, ja, ich habe genug Platz, meine Schnittmuster in Papier oder Folie zu lagern. Ich sammel keine Fremdschnitte körbeweise.


    Und ich sitze besser nicht zu lange vorm PC - ich habe von der Arbeit am PC chronische Nackenverspannungen. Wenn die zu schlimm werden, geht vor Schmerzen gar nichts mehr.)


    Wie ich oben schrieb: für mich nicht. Aber das kann gerne wer anders sehen. 😀

    Viele Grüße
    Do-it


    Wer nähen kann, ist klar im Vorteil.

  • Devil's Dance das kann ich nur unterschreiben. Aber auch an die Burdas oder andere Schnittmusterhefte komme ich immer schwerer ran weil es hier kaum noch gut sortierte Kioske gibt.

    Die letzte Burda habe ich am Bahnhof gekauft, die Fibre Mood habe ich teuer beim Verlag bestellt. Und Ottobre scheint auch nichts mehr zu machen.

    Deshalb kaufe ich Zeitschriften sobald mir auch nur ein Teil daraus gefällt. Die habe ich dann ewig.

    -----------------------------
    LG
    Karin

  • Und wo ist da der Vorteil?

    Ich stelle es mir deutlich einfacher und angenehmer vor, eine Beamer-Linie nachzuzeichnen als ein Schnittmuster abzupausen (das hasse ich wie die Pest).


    Das mit dem "Schnittmuster digital anpassen" stelle ich mir für mich persönlich deutlich angenehmer und ergonomischer vor, als über den Tisch gebeugt dazustehen oder auf dem Boden zu knien, da ich mir einen sehr komfortablen Computerplatz eingerichtet habe (eigentlich zum Zocken - aber warum nicht auch zum Schnittmuster bearbeiten?).


    Abgesehen davon stelle ich mir bei digitalen Anpassungen auch die "Versionierung" einfacher vor, als bei Papieranpassungen. Da kann man dann verschiedene Iterationen leichter miteinander vergleichen (einfach auf dem Bildschirm übereinander legen).


    Präzision fällt mir auch noch ein - da verrutscht mir nicht das Lineal oder der Bleistiftstrich ist zu dick oder ähnliches. Klar, ein Tippfehler oder so kann passieren, ist aber schneller korrigiert als auf Papier (und man sieht die Spuren weniger als beim Ausradieren). Aber ich habe auch zugegeben einen Hang zu einem Präzisionsniveau, das vielleicht bei vielen Nähprojekten eigentlich zu viel des Guten ist. Da es ein Hobby ist und mir so Spaß macht, verbuche ich das jedoch eher unter "Eigenheit" als unter "Problem".


    Aber hierfür muss ich erstmal eine (idealerweise kostenlose open source) Software zum Schnittmuster zeichnen und verändern finden, in die ich mich einarbeiten kann. (hat jemand zufällig Empfehlungen?)




    Zitat

    Wie ich oben schrieb: für mich nicht. Aber das kann gerne wer anders sehen. 😀


    Ja, klar. Da muss jede ihren Weg finden. Ich suche noch meinen :) Das hier ist eine Sammlung meiner Gedankengänge zum Thema, weil du gefragt hattest, wo der Vorteil liegt, kein Versuch dich zu überzeugen :)

  • Ich kaufe gehöre auch zur Magazin Fraktion..wenn ich einen Schnitt unbedingt haben will, kaufe ich eher das ganze Heft...als einen Einzelschnitt, wenn ich es bekomme. Ich habe festgestellt, 25 Jahre digital...dazu bin ich zu unorganisiert...

    Außerdem gibt es nichts Schöneres, als auf der Couch zu sitzen und in alten Heften zu stöbern..

    Aber jeder tickt anders...

    Viele Grüße
    Hedi


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  • Ottobre macht nur eine Pause, nach den Sommerferien soll es weiter gehen - als online shop.

    Ich vermute, dass Schnittmuster dann auch digitalisiert werden.

    Hast du da eine Quelle zu? Die Pause dauert ja nun schon seit Frühjahr 2024 und bisher habe ich auf keinem Kanal etwas Neues gelesen.

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    Bitte schön, vielleicht hier

    Viele Grüße
    Hedi


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  • Hier ein Video in dem DIY Eule das ganze mit dem Beamer und der Webseite erklärt:

    Externer Inhalt www.youtube.com
    Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
    Durch die Aktivierung der externen Inhalte erklärst du dich damit einverstanden, dass personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu haben wir in unserer Datenschutzerklärung zur Verfügung gestellt.


    (Der Projektor aus ihrem Video kostet aktuell 32,27 €)




    Ich habe aber auch schon Varianten gesehen, bei denen die Leute den Stoff nicht direkt ausgeschnitten haben, sondern die Linien des Beamers mit Schneiderkreide oder anderen Stiften nachgezogen haben um dann danach zu schneiden.

  • Vielleicht weiß ich zuviel über digitale Bildbearbeitung , und dass das nicht so einfach ist.


    Aber ich habe einen elektrisch höhenverstellbaren Zuschneide- und Nähzimmer-Arbeitstisch. Da kann ich bequem, auch im Sitzen, 1:1 auf meinen Folien rummalen und die übereinander legen geht prima. So lange dauert das nicht am Stück.


    Aber berichte gerne, wie das bei dir am Pc klappt.

    Viele Grüße
    Do-it


    Wer nähen kann, ist klar im Vorteil.

  • Aber berichte gerne, wie das bei dir am Pc klappt.

    Mach ich, wenn ich dann mal soweit bin. Aktuell ist mein Hobbybudget noch durch die neue Nähmaschine mehr als ausgeschöpft, da muss der Beamer (ja, auch der günstige) vermutlich erstmal bis Weihnachten warten.

  • Gesetzt den Fall dass man gewillt wäre, sich einzuarbeiten in die digitale Schnittanpassung (was mehr Einarbeitung ist als es erfordert mit Schere, Papier und Tesafilm), sind die Dateien offen? Ist die durchschnittliche Projektordatei eines kommerziellen Schnittmusters so, daß man sie direkt ohne Umwege manipulieren kann?

  • Hast du da eine Quelle zu? Die Pause dauert ja nun schon seit Frühjahr 2024 und bisher habe ich auf keinem Kanal etwas Neues gelesen.

    So steht es auf ihrer eigenen Homepage.


    Andere Kanäle beachte ich nicht, ich habe zwar bemerkt, dass ich kein Heft am Bahnhof fand (außer den Doppelheft-Packs) aber nicht weiter nachgedacht.

  • Gesetzt den Fall dass man gewillt wäre, sich einzuarbeiten in die digitale Schnittanpassung (was mehr Einarbeitung ist als es erfordert mit Schere, Papier und Tesafilm), sind die Dateien offen? Ist die durchschnittliche Projektordatei eines kommerziellen Schnittmusters so, daß man sie direkt ohne Umwege manipulieren kann?

    Soweit ich weiß sind Schnittmuster, die für den Projektor gedacht sind, schlicht PDFs in einer ungewöhnlichen Größe, bei der du die Layers ein- und ausblenden kannst und die ein wenig anders konzipiert ist, als die Schnittmuster zum ausschneiden (also dass z.B. Teile gespiegelt noch mit drauf sind, etc. - aber mit dem Programm von oben aus dem Link kann man auch spiegeln, d.h. wenn man ein Schnittmuster hat, wo das fehlt, dann ist das kein Problem).


    Und PDFs kann man normalerweise verändern mit diversen Programmen. Kann natürlich sein, dass manche ihre PDFs mit Passwörtern vor Veränderung schützen, aber bisher hatte ich noch keins, bei dem das so war.


    Nach ein bisschen Recherche bin ich auf Inkscape als potentielles Programm gestoßen. Ich glaube, ich werde mal schauen, ob ich mich da nicht ein bisschen einarbeite. (Falls jemand da schon drin ist und Tipps hat oder Hinweise auf gute Tutorials...)

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