Über das Nicht-Nähen

  • Irgendwann werde ich wieder mehr nähen.

    Außerdem habe ich das Stricken für mich wieder entdeckt. Socken stricke ich ja schon seit Jahren. Aber jetzt stricke ich auch aufwändigere Sachen wie Pullis und Jacken. Ist ja auch bequemer und gemütlicher im Sessel zu sitzen als vor der Nähmaschine.

    Das mit dem Stricken ist bei mir auch so, wobei ich tatsächlich nur ganz einfache Socken stricke.


    Ob das alles jetzt mit meiner Situation zusammenhängt, dass ich überwiegend im Homeoffice bin, weiß ich nicht. Wenn ich abends aus dem Büro komme, fühle ich mich eigentlich ausgelaugter.

  • Bei mir geht es immer in Wellen. Wenn ich nähe, dann exzessiv, jeden Abend bis spät in die Nacht. Dann wieder Wochen lang gar nicht. Mal ab und zu eine Naht des kann ich nicht, man baut ja ein bisschen was auf, muss sich ins Schnittmuster denken, das lohnt ja kaum für zwei Nähte. Also sitze ich dann eben so lange es irgendwie nur geht. Wobei ich mir endlich mal einen gescheiten Hocker zulegen sollte, ich habe einen Holzhocker ohne Polsterung.


    Gerade nähe ich, aber nur Kleidung für die Kinder, weil die so schnell wachsen. Lieber würde ich ja mal wieder einen Quilt nähen. Aber das kommt dann eben danach. :)8 In ein paar Wochen, oder Monaten...

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  • Bei mir geht es immer in Wellen. Wenn ich nähe, dann exzessiv, jeden Abend bis spät in die Nacht. Dann wieder Wochen lang gar nicht. Mal ab und zu eine Naht des kann ich nicht, man baut ja ein bisschen was auf, muss sich ins Schnittmuster denken, das lohnt ja kaum für zwei Nähte.

    Ich bin auch über zwei Nähte schon froh, denn manchmal ist es nur eine .... nach vielen Wochen. Nach dem "sich lohnen" kann ich inzwischen gar nicht mehr fragen. Ich nehme einfach jedes bisschen, das geht, dankbar an.


    Ich gebe es zu, wenn ich mir so anschaue, was du so "weghaust", dann bin ich manchmal neidisch. Vermutlich kannst du dir das nicht vorstellen, aber wenn ich nur halb soviel Energie hätte wie du, dann käme ich mir vermutlich vor, als wäre ich ein Leistungssportler oder so.

  • Hier wird ebenfalls Intervall-artig genäht.
    Und das eigentlich schon so lange, wie ich eine Nähmaschine habe.


    Das hatte auch immer unterschiedliche Gründe, mal war es der Job, der kaum Zeit ließ, mal hatte ich zwischenzeitlich eben mehr Interesse an anderen Dingen, später die Kinder.
    Oft war es auch mehrere Faktoren die zusammenkamen.
    Irgendwann war jedoch immer der Moment, wo ich dann doch wieder Lust zum Nähen bekam.
    Als meine Tochter damals zur Welt kam, habe ich fast anderthalb Jahre nicht genäht.
    Dabei hatte ich schon Lust zu nähen, nur was ich bisher genäht hatte(Taschen, Deko, Kleidung für mich), danach stand mir der Sinn nicht mehr. Ich hätte gern Kinderkleidung aus Jersey genäht aber damit war die Maschine nicht einverstanden.

    Nach einem Maschinenwechsel lief es dann auch nur schleppend an, weil ich keinen richtigen Nähplatz hatte.
    Erst nach einem Umzug, als die Tochter inzwischen 2J. war, hatte ich meine eigene Ecke und nähte wieder regelmäßig.


    Allerdings vergehen auch heute noch schnell mal mehrere Wochen, ohne dass ich etwas genäht habe.


    Was ich übrigens kaum noch kann, ist projektbezogen einzukaufen.
    Ich hab immer gern eine Auswahl an Stoffen vorrätig, damit ich freie Zeit zum Nähen nutzen kann. Müsste ich erst anfangen, mir alles zusammenzukaufen, kommt mitunter so viel dazwischen, dass ich’s dann garnicht mehr brauche. 🤷🏼‍♀️

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  • Ich gebe es zu, wenn ich mir so anschaue, was du so "weghaust", dann bin ich manchmal neidisch. Vermutlich kannst du dir das nicht vorstellen, aber wenn ich nur halb soviel Energie hätte wie du, dann käme ich mir vermutlich vor, als wäre ich ein Leistungssportler oder so.

    Du siehst die Abende ja nicht an denen ich mir den Kindern schlafen gehe, weil ich einfach total müde bin.


    Für mich funktioniert es, dass ich wenn ich müde bin etwas Sport mache, dann bin ich wieder wach. Aber das funktioniert bei mir, das heißt grundsätzlich ja gar nichts.


    Ich bin auch sehr privilegiert, kann von zuhause aus arbeiten und habe meinen Nähbereich den ich jederzeit benutzen kann, dessen bin ich mir bewusst und genieße das sehr. Heute nachmittag haben die Kinder toll gespielt und ich konnte an der Hose vom Kleinen nähen. Da fehlt jetzt nur noch 1-2 Stunden Arbeit, dann ist die fertig. Evtl wird das noch heute Abend.


    Das Wichtigste ist, dass es ein Hobby ist, dass so Spaß machen. Stress gibt es sonst schon genug.

  • Ich lebe im totalen Nähluxus: Rentnerin mit großem Nähzimmer, guten Maschinen und reichlichen Vorräten an Stoffen und allem anderen Gedöns, was man so braucht.

    Heißt das, dass ich jeden Tag nähe?

    Nein, natürlich nicht.

    Das Leben ist bunt, und es gibt viele andere Herausforderungen.

    Familie mit Enkeln und hochbetagtem Vater, Ehrenamt, Zweithobby Chor , Dritthobby Kochen/Backen etc. pp.

    Ich bewundere alle, die berufstätig und/oder mit Kleinkindern und womöglich noch ohne festen Nähplatz überhaupt was fertig bekommen.

    Setzt euch nicht unter Druck, Mädelz :herz:!

    Ein individuelles Hobby verpflichtet eine*n doch zu gar nix!
    (bei meinem Chor ist das etwas anders, da muss man schon 'n bissl zuverlässig sein)

    ... und im Gegensatz zu einem Reitpferd steht die Nähmaschine auch mal eine Weile klaglos und ohne weitere Kosten zu verursachen, im Regal :pfeifen: ...

    Beste Grüße aus Schleswig-Holstein
    Steffi


    Meine Devise: "...close enough to perfect for me!"
    (nach einem Song der Country-Band ALABAMA)


    Mein Blog: Das Landei

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  • Heute sind die Strick-Chicks an mir vorübergangen. Die Familie hatte andere Bedürfnisse: Seit einer Woche nörgel ich das Kind an, daß es endlich seine Vorstellung für den Praktikumsplatz ausfüllt. Nee, das läuft erst, wenn es Tränen gab, weil Papa den finalen Flipper hingelegt hat, mich nimmt offenbar keiner ernst. Und dann reden wir über Betriebspraktika in der neunten Klasse. Ich persönlich finde eine Woche reichlich knapp bemessen. Wir hatten damals drei und selbst da hat man von den Berufen nicht wirklich was gesehen.

    Ich war drei Tage in einer Gärtnerei, wo man mich so schäbig behandelt hat, daß ich am dritten Tag heulend beim Schulrektor saß, der die Gärtnerei benachrichtigte, daß ich nicht zurückkehre und mich im städtischen Altersheim unterbrachte. Dort habe ich die restliche Zeit zugebracht und habe nicht, wie vorgesehen Rollstühle von links nach rechts geschoben, sondern habe Leute gebadet, angezogen und gefüttert. Alles Dinge, die ich von rechts wegen gar nicht gedurft hätte. Ich habe großen Respekt vor dem Pflegepersonal, ich könnte das auf die Dauer nicht. Das war aber auch das einzige, was ich aus diesem Praktikum mitgenommen habe.

    Meine Mutter hat dann übrigens in der Gärtnerei nachgefragt, was man sich dabei gedacht hätte, mich so zu behandeln. "Wie, ihre Tochter ist Realschülerin? Wir dachten, sie käme von der Hauptschule." (Tolle Begründung, was?)

    Ich habe keine Wespentaille. - Ich habe eine Hummelhüfte.

  • Jeder hat halt nur begrenzte Kapazitäten und wenn die alle sind, dann geht halt nic mehr außer ruhen und wieder Kraft schöpfen. Wie gerne würde ich nach einem Arbeitstag und anschließender zwei bis dreistündiger Kleinkindbespaßung, (Haushalt macht sich so nebenbei) abends noch was nähen, nähen tut mir nämlich so gut, aber was soll ich sagen, nix bekommt mich dann von der Couch runter...

    Kommen auch wieder andere Zeiten.

    Was mir etwas geholfen hat ist auf den Beamer umzusteigen, spart mir ausdrucken, kleben, abpausen und aufbewahren.

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  • Was mir etwas geholfen hat ist auf den Beamer umzusteigen, spart mir ausdrucken, kleben, abpausen und aufbewahren.

    Die Methode finde ich ja auch immer wieder faszinierend. Aber das ist bei mir nur schlecht umsetzbar. Ich bin zwar jetzt niemand, bei dem es wie bei "Schöner Wohnen" aussieht, aber dauerhaft wollte ich so einen Beamer nicht an der Decke hängen haben. Außer der wäre halt in einem Nähzimmer, aber das habe ich nicht. Und wenn der Beamer dann bedeuten würde, dass ich auf dem Fußboden arbeiten müsste, dann wird es sowieso nichts. Ich werde also bei der altbewährten Methode bleiben.

  • Meiner hängt auch nicht an der Decke, er steht auf einem Regal direkt neben dem Tisch (Ultrakurzdistanz).

    Drücke die Daumen, dass es wieder bergauf geht mit der Nähfreude und -energie :)

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  • Das Leben ist bunt, und es gibt viele andere Herausforderungen

    Genauso ist es. :herz:

    Friedafröhlich

    mach dir darüber "Ich schaffe es nicht zum Nähen" bitte keine Gedanken.

    Ich glaube ein jeder ist meistens mit seinen normalen Lebensalltag mehr als ausgelastet.


    Das Zurückfinden zu einem eigentlich lieb gewordenen Hobby, kann durchaus länger dauern.

    Ich habe eigentlich schon im Kindesalter, bzw. Teenageralter ganz gerne genäht. Im Gegensatz zu manchen Anderen, habe ich dann, als meine Kinder klein waren fast überhaupt nicht mehr genäht. Es war mir richtig lästig, alles herzuräumen und irgendwas fertig zu machen. Ich habe auch ehrlich gesagt, gar nicht mehr daran gedacht, dass ich es nochmal neu entdecken könnte.


    Wenn jetzt deine Nähmaschine hald nicht benutzt wird, ist es nunmal so.

    Mach dass was wozu du gerade Lust hast. Es wird schon wieder.:knuddel::herz:

  • "Ich muß" tötet "Ich möchte". Marion, ich glaube, Du brauchst eine Pause -- insofern Du kannst. Du mußt, was Du mußt, aber Sport und Nähen gehören nicht dazu. Ruhe Dich aus. Manchmal ist sogar Langeweile sinnvoll!

    Wünsche Dir Frieden mit Dir selber, Ruhe und Erholung:knuddel:

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  • Guten Morgen,
    auch ich kenne natürlich Phasen, wo das Nähen mehr im Kopf als in der Realität statt findet. Und auch Stoffvorräte , die eher belasten - weil sie natürlich einen Druck auslösen. Da hilft alles gut Zureden nichts.

    Bekannt kommt mir auch das vor, was Du, Frieda schreibst: am Ende trage ich doch nur wieder Jeans und T-Shirts.
    Ich hatte Phasen, da habe ich es versucht : mit etwas schickerer Kleidung.

    Hab mich nach der Arbeit wieder umgezogen, weil es zunächst im Alltag einfach praktischer war. Mit Kindern und Haushalt brauchte ich keine Businessjäckchen.
    Corona und das Homeoffice haben mich wieder zu meinem Stil zurückgeführt.
    Der heisst nicht: Schlamperlook .......aber eben doch vor allem bequem.
    Bequem und schön geht auch - unbedingt !


    Frieda: wenn Du Dir den Schnitt gekauft hast, weil er Dir gefällt und Du gerne ein Teil daraus haben möchtest: vielleicht fängst Du einfach mal an zunächst das Vorderteil abzuzeichnen - und beim nächsten Aufraffen das nächste Teil? Schritt für Schritt auf den "Berg". Die Hoffnung: der Energieschub kommt beim Angehen.
    Was die Knopflöcher anbelangt: noch ein Probestückchen - und dann eben noch eines.....und wenn Du zig gelungene auf dem Probestückchen brauchst, bis Du Dich wieder an das Oberteil wagst, dann ist es halt so.
    Und wenn Du jeweils merkst, dass es noch nicht Zeit dafür ist, dann lege es einfach wieder weg.

    Grüße - Dagmar


    *Ein Leben ohne Nähmaschine ist möglich aber definitiv sinnlos*


  • Bekannt kommt mir auch das vor, was Du, Frieda schreibst: am Ende trage ich doch nur wieder Jeans und T-Shirts.
    Ich hatte Phasen, da habe ich es versucht : mit etwas schickerer Kleidung.

    Hab mich nach der Arbeit wieder umgezogen, weil es zunächst im Alltag einfach praktischer war. Mit Kindern und Haushalt brauchte ich keine Businessjäckchen.
    Corona und das Homeoffice haben mich wieder zu meinem Stil zurückgeführt.
    Der heisst nicht: Schlamperlook .......aber eben doch vor allem bequem.
    Bequem und schön geht auch - unbedingt !

    Bequemlichkeit ist ja bei mir auch oberstes Gebot. Alles was mich irgendwie einengt, geht gar nicht. Auch der Hosenbund muss eher locker sitzen.

    Es gibt insgesamt ein Haufen Zeug, was bei mir alles nicht geht.

    Wenn es allzu sehr nach "Business" aussieht, komme ich mir vor wie in einem Fastnachtskostüm. Darüber hinaus habe ich das Gefühl, dass ich mich in Blazern nicht mehr so frei bewegen kann. Mit Blazer an der Tastatur sitzen, damit komme ich nur sehr schlecht zurecht. Davon abgesehen ist mir damit immer zu warm. Jacken sind was für draußen. Eventuell mal eine sehr dünne Strickjacke, aber eher selten und dann nur für ein paar Minuten.

    Von allen Dingen, die nicht gehen, gehen Kleider und Röcke am wenigsten. Ich bekomme schon Panik, wenn mir nur mal jemand sagt: "Ach so Kleid würde dir aber auch gut stehen." Geht nicht. Punkt.

    Blusen gehen dann am Besten, wenn es sich um karierte Hemden handelt. Ich hab zwar auch ein bisschen was anderes. Aber das bin dann auch einfach nicht ich.

    Dieses "ich muss in der Kleidung noch ich sein" ist das, was mich am meisten umtreibt.


    Zitat

    wenn Du Dir den Schnitt gekauft hast, weil er Dir gefällt und Du gerne ein Teil daraus haben möchtest: vielleicht fängst Du einfach mal an zunächst das Vorderteil abzuzeichnen - und beim nächsten Aufraffen das nächste Teil? Schritt für Schritt auf den "Berg". Die Hoffnung: der Energieschub kommt beim Angehen.

    Das mache ich eigentlich bereits. Wobei es halt auch doof ist, wenn ich nicht wenigstens den halben Schnitt auf einmal kopiere, weil ich ja immer erst den Küchentisch auf so "Elefantenfüße" stellen muss. Sonst ist mir der Tisch zu niedrig. Unlängst habe ich dann mal tatsächlich sowohl den Schnitt für ein Hemd als auch den Schnitt für eine Hose an einem Tag abgepaust. Aber das war dann eindeutig zuviel.

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  • Ich stehe mit Schnittmustern und Kleidung nähen auch auf Kriegsfuss. Abzeichnen und Anpassen von Schnittmustern und Zuschnitt ist für mich Schwerstarbeit. Netterweise hat mich eine liebe Kollegin aus dem Nähtreff im Sommer akkurat ausgemessen, seitdem sitze ich an einem Grundschnitt für eine Tunika aus leichtem Baumwollstoff. Irgendwo haperts immer. Jetzt krieg ich den Kragen nicht eingenäht, weil ich immer Falten an den Schultern hab, wenn ich den korrekt an den Ansatzzeichen hefte und nähe. Mittlerweile sind meine Nahtzugaben durch das viele Auftrennen schon total ausgefranst. Beim nächsten Nähtreff bin ich mal gespannt, ob ich da rausfinde, was ich falsch mache. Ärmel einsetzen und einhalten bringt mich auch immer wieder zur Verzweiflung.

    Ich seh das aber gar nicht so eng, ich will schon lernen, wie man Kleidung näht, bzw. einen Grundschnitt erstellt, wenn es länger dauert, ist es auch ok. Wenn ich merke, dass eher Frust als Lust aufkommt, mach ich Pause und widme mich anderen Projekten oder Hobbies.

  • was mir in vergleichbaren Situationen hilft, muß nicht unbedingt anderen helfen, ist aber vielleicht ein Ansatz:

    Erst mal durchschnaufen, negative Empfindungen bei Neuerungen, Veränderungen, Lustlosigkeit stressen, kosten unnötige Kraft und bringen nur Chaos in's Hirn.

    Die neue Situation erstmal auf sich zukommen lassen, wertfrei und damit neutral zu betrachten.

    Dann sortieren: was davon ist brauchbar, was für mich wie umzusetzen, was überflüssig.

    Dann Schritt für Schritt umsetzen, eins nach dem anderen.


    Die Näherei ist für die meisten von uns ein Hobby, wenn auch manchmal Mittel zum Zweck (finanzielle Gründe, keine "Norm"figur u.a.). Mach Nähpausen, durchaus auch längere, wenn Du keine Lust oder Zeit dazu hast.

    Im konkreten Fall z.B. die Knopflöcher: mach eins nach dem anderen. Wenn Du dazu Lust hast, mach an einem Abend die Vorbereitung - markieren, Einlage einbügeln, am nächsten Abend das Probeknopfloch evtl. mit notieren der Änderungen der Sticheinstellungen der Maschine und welches Garn für die Raupen (Maschinenstickgarn ist schöner als Nähgarn). Wenn's passt, näh die Reihe.


    Zum Schnittkopieren: auch hier eins nach dem anderen. Einen Abend die eine Seite des Bogens, am nächsten Abend die zweite. Auch wenn Du lieber ausschneidest als zu kopieren, Du hast den Bogen nun mal gekauft und somit Geld dafür ausgegeben. Du kopierst nur einmal, passt den Schnitt an Deine Figur an und hast dann ein Schnittmuster, das Du ja mehrfach benutzen kannst. Nach der Passformanpassung auch durchaus mit Veränderungen des Schnittdesigns: Ärmellänge, Halsausschnitt oder geteilt, weil Du verschiedene Stoffe/ Materialien miteinander kombinieren willst.


    Laß dich nicht von der Masse an Neuem irritieren und stressen, teile auf und geh eins nach dem anderen an. Veränderungen sind nicht zwangsläufig negativ - Energie und Spaß an Veränderungen kommen zurück.

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  • ... Mit Blazer an der Tastatur sitzen, damit komme ich nur sehr schlecht zurecht. Davon abgesehen ist mir damit immer zu warm. ...

    Kein Mensch muß Blazer tragen. Ich selbst sehe darin immer "unpassend" aus und fühle mich auch so. Aber ich liebe Jacken und Westen. Es gibt so viele unterschiedliche Jackenformen und soviel wunderbares Material, das einfach zu vernähen ist und weich und den Körperbewegungen nachgibt. Blazer sind überwiegend starr und sehen meist nur im stehen oder gehen gut aus, sie sind keine Jackenform, wenn man viel sitzt. Achte bei Jacken auf eine bequeme Armlochweite und auf eine legere, lässige Form. Und denke über Westen als wärmendes Obendrüber nach (leichter Walk, leichter Strick, Sweatshirt-Wirkware). Mich selbst stören lange Ärmel beim arbeiten, früher im Büro, zuhause bei der Arbeit in Haus und Garten, ich schoppe alle Ärmel hoch, wobei merkwürdig ist, daß ich mit genähter 3/4 Armlänge das Gefühl habe, mich fröstelt. Auf 3/4 Länge geschoppt: nie. Verrückt, oder?

  • Marion, ich glaube, dich belastet der Gedanke, hier Mitglied in einem Hobbyschneider*innen-Forum zu sein, und du denkst, du müsstest dir diesen "Titel" irgendwie "verdienen", z.B. durch die Produktion einer Mindestzahl von Kleidungsstücken.
    Das ist, gelinde gesagt, Quatsch.

    Das Schöne ist doch, dass wir hier geschwisterlich miteinander umgehen und niemand was beweisen muss.
    Ob eine*r hier hereinpasst oder nicht, hängt am wenigsten davon ab, was, wie und wieviel er/sie näht.

    Du hat schon so vielen geholfen mit deinen Nähmaschinen-Tipps, und wir wissen, dass dein Herz für's Nähen schlägt.

    Orientiere dich nicht an denen, die gerade eine produktive Phase haben - das kann sich auch immer mal ändern. Das Leben hat manchmal andere Pläne mit uns.


    ... ach ja, als Fußball-Fan/-Fachmann/-frau darf man sich sogar dann bezeichnen, wenn man noch nie einen Ball getreten hat :cool:

    Beste Grüße aus Schleswig-Holstein
    Steffi


    Meine Devise: "...close enough to perfect for me!"
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  • Hallo Marion!

    Ich lese oft und gern, was Du schreibst, und ich verstehe, oder glaube zu verstehen, ein bischen, was los ist...

    Soweit ich weiß, ist Dein Nähplatz recht eingeschränkt und auch Deine Zeit. Der Job fordert Dich grade sehr und eigentlich ist alles ein bischen zu viel. Und dann könnte man mal nähen, weil das ja eigentlich total Spaß macht, aber tut´s nicht, weil erst aufwendig der Platz eingerichtet werden muß undundund. Die Energie fehlt bei Dir schon ziemlich lange

    und so richtig Besserung ist nicht in Sicht.

    So mein Eindruck.

    Für mich klingt das nach einer chronischen Überlastung, ein wenig Richtung Depression und soweit ich mich erinnere, kannst Du auch nicht mal eben 4 Wochen zur Kur, oder so.

    Ich hab keine Lösung für Dich, zumindest nichts für Dich praktikables, leider, aber ich fühle mit und wünsch Dir, daß Dein Leben leichter und komfortabler wird und der Ballast abfällt.

    Ganz liebe Grüße,

    Iris

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