Einstieg in die Schnittkonstruktion -- womit?

  • Hallo, liebe Nähgemeinde!


    Nachdem ich meinen Schmerz darüber, dass mein guter, alter Account mit dem alten Forum (und den Threads, die ich zu meiner Frage schon mal recherchiert hatte) beigesetzt wurde, seht Ihr mich jetzt hier in frischem Glanz -- und mit einer Frage:

    Was braucht man, um mit eigenen Schnitten anzufangen?


    Mir geht es um ein Geburtstags- und Weihnachtsgeschenk für die Frau, die mir auf dieser Welt alles bedeutet. Leider hat sie eine Woche vor Weihnachten Geburtstag und ich habe auch für beide Anlässe schon andere Geschenke, so dass ich, wenn das sinnvoll möglich ist, ihr gerne einen Teil zur Schnittkonstruktion zum Geburtstag, den anderen zu Weihnachten schenken möchte. Geht natürlich nur, wenn sie dann mit dem ersten Bundle schon etwas anfangen kann.


    Sie näht seit 2-3 Jahren recht begeistert und hat von daher zumindest alles, was sie für den Zuschnitt braucht. Einige Sachen, wie zum Beispiel Handtaschen hat sie auch schon nach eigenen Mustern hergestellt, nur an Kleidung hat sie sich noch nicht ohne fertigen Schnitt getraut.


    Genäht wird sicherlich vor allem Damenmode, sie mag's am liebsten sportlich-leger. Später mal wird (hoffentlilch :-)) ) noch Kindermode dazu kommen, aber dazu kann man sich dann noch ein weiteres Buch zulegen. Sie ist weder besonders groß, noch besonders klein und hat auch sonst keine Besonderheiten, die sich meiner Erwartung nach in der Schnittplanung widerspiegeln müssten (dritter Arm, kubische Figur, Beine oben, ...)


    Gerne hätte ich ihr einen Kurs zu dem Thema geschenkt, aber das ist wegen der Zeit nicht so einfach. Als gute Autodidaktin sollte sie aber mit Büchern gut zurecht kommen.



    Danke schon mal an alle, die sich bis hierhin durch den jetzt doch länger gewordenen Post gelesen haben; jetzt wird's konkret:


    • Welche Buchempfehlungen habt Ihr? Darf deutsch und englisch sein, wenn's ein echtes Superbuch ohne echte Alternative ist, auch Französisch.
      Aus alten Threads habe ich mir noch diese Tipps gemerkt:
      "Metric Pattern Cutting for Women's Wear" (Winifred Aldrich)
      "Professional Patternmaking for Designers: Women's Wear and Men's Casual Wear" (Jack Handford)


    • Welches Werkzeug/Zubehör muss, welches sollte man haben?
      Ich habe nichts gegen günstige Sachen, kaufe da aber lieber was Gutes, als mich später bei der Nutzung zu ärgern (und würde das auch nicht der Beschenkten zumuten wollen). Gut und günstig zusammen ist prima, ansonsten lieber gut.


    • Gibt es sowas wie "Übungsstoff"?
      Da wir dieses Jahr ein sehr langes Weihnachtswochenende haben, wär's wahrscheinlich gut, wenn sie die ersten Experimente ausprobieren kann. Die Stoffläden haben dann aber auch zu und das ist zu sehr Geschmackssache, als dass ich ihr da einen aussuchen könnte (zumal ich nicht weiß, wie viel Meter sie wofür braucht). Gibt es da billige Massenware, die das Nähen und 5 mal Probeanziehen übersteht? Oder soll ich da einfach bei kik, IKEA o.ä einen Bettbezug für 9,95 besorgen?


    Ach ja, das Budget: Ich rechne damit: 2-3 Bücher 120 €; Übungsstoff 50 €; Werkzeug ... geht wahrscheinlich von 10 Euro für ein spezielles Lineal bis zu Beträgen jenseits meiner Möglichkeiten. In der Summe rechen ich mit 250 €, wenn es viel teurer würde, müsste ich das nochmal überdenken.


    Vielen Dank schon mal für Eure Tipps und Erfahrungen! :)

  • Hallo, toll das Du dir solche Gedanken machst!


    Also ich habe Schnitttechnik in einem Abendseminar von der Volkshochschule gelernt. Vielleicht gibt es da ja bei Euch. Ansonsten gibt es bei uns Müller und Sohn Dort kannst Du Bücher kaufen. Bei Ikea Stoff kaufen würde ich nicht wirklich, besser im Stoffladen preiswerten. Der von Ikea ist GardinenStoff und wenn Bettlaken läuft der ein wie blöde.
    Als Material kannst Du schon mal eine Rolle Malerabdeckpapier besorgen darauf läst sich vortrefflich Schnitte erstellen, Sogenanntes Kurvenlineal, Minenstifte, Papierschere, Maßbänder etc wird sie ja haben. Schneiderbüste die man auf die eigenen Körperrundungen formen kann (oder selbermachen, ist ja langes We).
    LG Akobu

    Liebe Grüße aus Ostfriesland

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  • Lieber Ralph,


    erstmal herzlich willkommen! Ich finde es ganz zauberhaft, daß Du das Hobby Deiner Frau so unterstützen möchtest.


    Zu Schnittkonstruktionslehrbüchern gibt es ganz viele unterschiedliche Meinungen. Obwohl es immer nach dem gleichen Schema abläuft, gibt es gehörige Differenzen bei der Passform. Hier kann man leider nicht die ultimative Empfehlung geben.
    Ich persönlich verwende dieses Buch (Bekleidung Schnittkonstruktion für Damenmode, Grundlagen Band 1) für Grundschnitte. Für mich absolut passend (allerdings habe ich auch keine 3 Arme, Buckel oder so...)


    Zum Erstellen der Schnitte verwende ich Seidenpapier von der Rolle (Blumeneinwickelpapier).
    An Werkzeug unverzichtbar ist ein gutes langes Lineal, ein Schneiderwinkel (Reverswinkel), Bleistifte, die nicht schmieren und eine exakt schneidende Papierschere.


    Das mit den "Probestoffen" finde ich ein bißchen schwierig, denn der Stoff sollte schon die gleichen Eigenschaften (Dehnbarkeit, Dicke usw.) haben, wie der Stoff des Modells.
    Hat man aber erstmal eine Palette an gut sitzenden Grundschnitten, erübrigt sich auch das Nähen von Probemodellen in aller Regel.


    Dir und natürlich Deiner Frau wünsche ich eine gute Zeit!
    Liebe Grüße
    comares

    Edited once, last by Eichelberg: bitte Suchbegriffe eingeben, damit auch googlen kann, falls der Link nicht geht ().

  • Hallo,


    wow, klasse, solche Geschenke ein Träumchen... Kompliment..


    Das Buch Bekleidung Schnittkonstruktion für Damenmode Band 1 von Guido Hofenbitzer aus dem Europa Lehrmittel Verlag könnte ich empfehlen.
    Es ist sehr umfangreich und hat viele Zeichnungen und ist auch an das Müller und Sohn System angelehnt.
    Für mich ein wahrer Fundus. Band 2 soll übrigens im Frühjahr erscheinen und sich mit Anpassungen beschäftigen, soweit ich das noch im Kopf habe.
    Ich nutze einen großen Winkel aus Metall, den mein Mann noch aus Maurer- Zeiten hat. Zum Kurven zeichnen habe ich Schablonen die sich Burmester Kurven oder French- Curves nennen. Gerne nutze ich auch die Schablonen vom Stoffmarkt, weil die um 60 cm lang sind.


    Packpapier oder auch Architektenpapier nutze ich zur Schnitterstellung und Bleistifte und Radiergummi.


    Mit allen diesen Dingen erstelle ich Grundschnitte, die dann aber noch an meinen real vorhandenen Körper angepaßt werden müssen.
    Deshalb dürfen auch Bücher zum Thema Schnittanpassung nicht fehlen. In meinem Fundus sind das Englische.
    Die Reihe Fit for real people von Palmer/Alto und the perfekt fit aus dem Creativ Publishing Verlag.


    Viel Freude beim erhaschen der Geschenke und brenn dir den freudig überraschten Gesichtsausdruck deiner Göttergattin ins Herz,
    wenn sie Ihre Geschenke erhält.


    Viel Erfolg,
    Liebe Grüße


    Lisbeth

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  • Hallo Ralph,


    schau mal in der Abteilung „Bücher“ hier im Forum. Da gibt es einen Thread zu Schnittkonstruktionsbüchern. Dort ist zu den vorgestellten / empfohlenen Büchern schon dazu geschrieben, warum es empfohlen wird. Ich finde, das ist hilfreich, wenn man herausfinden will, welches Buch zu einer konkreten Person und ihrer Arbeitsweise passt.


    Liebe Grüße
    Schnägge

  • Mal eine Frage: Bist du dir sicher, dass sie überhaupt Schnitte für Kleidung konstruieren möchte? Grad wenn sie recht nahe bei der Standardfigur ist, dann kommt sie möglicherweise so gut mit Kaufschnitten zurecht, dass sie nicht selber konstruieren möchte. Nicht jeder möchte das! Der Aufwand ist gross und wer lieber näht und kein grossen Anpassungsproblem hat, der näht vielleicht lieber, als dass er Schnitte konstruiert oder gar Modelle designt.
    Und auch wenn sie konstruieren möchte: Weisst du, ob sie lieber von Hand oder mit dem Computer konstruieren würde?

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  • Schnägge hat ja schon auf die Bücherliste hingewiesen ...


    Wichtige Utensilien: langes Lineal, Kurvenlineal, Papierrolle (eine Druckerei vor Ort freut sich, wenn man die Restrollen abholt), gute Zeichenstifte (Bleistifte)


    Hilfreich finde ich noch ein 1:6 oder 1:4 Lineal: Damit kann man einen verkleinerten Schnitt zeichnen, ohne die Originalmaße runterrechnen zu müssen. Besonders für Anfänger finde ich es geeignet, da man so ganz gut einen Eindruck bekommt, wie sich Änderungen am Schnitt auf das fertige Teil auswirken.

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  • Hallo, Ralph!


    Ich würde Dir als erstes Geschenk zum Buch von Hofenbitzer raten. Es enthält alles, was man(frau) für die Konstruktion braucht, auch, wenn man dann doch nicht ohne Anpassungen auskommt (aber das tut man in keinem schnittsystem). Es enthält auch wichtige Arbeitsschritte zur Konstruktion von schnittteilen, wie Taschen, Ärmel oder Kragen.


    dann kannst Du ihre Reaktion abwarten ;) und Dich entscheiden, ob Du es ausweitest. Für mich unentbehrlich sind: Papierrolle, langes Lineal und Schneiderlineal (Kurvenlineal), Bleistifte.


    Ich gebe aber auch meinen Vorrädnerinnen recht. Schnitte konstruieren ist kompliziert.

  • Erst mal bitte ich um Entschuldigung dafür, dass ich mich die letzten Tage hier nicht gemeldet habe. Einige Male hatte ich die Seite gerade offen, da kam die Holde ins Zimmer und ich musste den Browser schnell schließen. Vermutlich denkt sie jetzt, dass ich mich auf Schmuddelseiten herumtreibe. :D


    Und vielen lieben Dank für die Hilfe und die Anregungen! :)


    Die Frage, ob sie überhaupt selbst Schnitte erstellen möchte, ist natürlich sehr wichtig und auf jeden Fall gerechtfertigt! In den letzten Monaten haben wir zwei mal kurz darüber gesprochen und beide male hat sie gesagt, dass sie das machen möchte. Allerdings hatte sie bis jetzt weder die Zeit noch das Geld, um sich darum weiter zu kümmern. Wenn sie mich nicht angeschwindelt hat, könnte sie ihre Meinung noch geändert haben, das Risiko habe ich tatsächlich und, stimmt, deswegen sollte es auch nicht gleich eine ganze Bücherei werden. naja, und es kann sein, dass es dann doch nicht so viel Spaß macht und diese Facette des Hobbies wieder verschwindet.
    Ob mit Papier oder am Computer ... tja. Vom Computer erzähle ich ihr einfach nix. :D So wie ich sie kenne, wird sie lieber einen Stift in der Hand haben.



    Ein VHS-Kurs (oder ähnliches) geht nicht, weil man da immer zu bestimmten Zeiten sein muss. Sie hat feste Arbeitszeiten und wenn neben Tanzen, Pferd und Fitness jetzt noch ein Abend mit einem Kurs fest belegt wird, artet das schon ein bissl in Stress aus. Ich will ja auch noch was von ihr haben. :o



    Sie hat Lineale in 2m; 1,5m; 60cm; 30cm; ein Maßstabslineal u.a. 1:5 (so ein Toblerone-Lineal vom Technischen Zeichnen), ein biegsames in ca 30 cm habe ich mal gesehen. Ist die Lücke zwischen 60 und 150 schimm? Beim Schneiden kommt sie damit gut zurecht. Ich glaube, Burmester-Kurven habe ich auch mal gesehen, aber das muss ich noch mal unauffällig rauskriegen.
    Mag jetzt eine doofe Frage sein, aber: Was macht man mit einem verkleinerten Schnitt? Den kann man doch gar nicht anprobieren? :confused:
    Einen Schneiderwinkel habe ich bestimmt noch nicht gesehen, zumindest nicht etwas, das so aussieht, wie das, was mir Amazon dazu anbietet.
    [url=http://www.muellersohn.com/rundschau/de/shop/zubehoer,380/designer-set-,28/]Das[/url] ist aber was ganz anderes, oder?


    Die Bücher von M.Müller und Sohn habe ich mir (im Internet) jetzt mal angesehen. Etwas naiv bin ich überrascht, dass ein Buch immer nur maximal 2 Kleidungsstücke abdeckt. Denn ob sie sich jetzt lieber auf Jacken oder Röcke stürzen möchte, das weiß ich tatsächlich nicht. Die machen mir auch einen eher konservativen Eindruck; statt "Kleider und Blusen" bräuchte ich eher "Jeans und Hoodies". :o
    Sind die nicht eher für Fortgeschrittene?



    Bei den Probestoffen dachte ich eigentlich nur, dass man seine ersten Schritte, bei denen man vermutlich einiges falsch macht (also: Müll produziert), wahrscheinlich mit irgendeinem möglichst billigen "Einwegstoff" machen mag. Bettlaken würde ich auch zuvor bei 60° waschen und einmal durch den Trockner jagen. (Mein erstes Nähstück waren Shorts, oh Gott, waren die hässlich ... aber Nähte habe ich zuerst an einem alten Kopfkissenbezug geübt.)



    Das Papier (woher bekommt man eigentlich Seidenpapier zum Blumeneinwickeln?), soll das eher durchscheinend sein, dicker oder dünner, oder ist völlig schnuppe? Müller und Sohn bietet 40g/m² und 50g/m² an, habe ich gesehen, das ist ja eher dünn.



    An das Ändern von Schnitten habe ich noch gar nicht gedacht. Muss ich davon ausgehen, dass man die Grundschnitte auf jeden Fall anpassen muss?
    Dann wäre es ja sinnvoll, ein Einstiegsbuch in Grundschnitte zu kaufen und eines zu Schnittanpassungen?


    Das von Lizzy verlinkte PDF habe ich natürlich auch gleich heruntergeladen, das "lege" ich meinem Herzerl dann mit dazu.


    Den Thread zu den Büchern finde ich übrigens nicht so ergiebig. Das liegt vielleicht daran, dass ich mit der Materie nicht so vertraut bin, um die Aussagen richtig einordnen zu können, aber meiner Erinnerung nach waren im alten Forum viel mehr Threads zu Büchern zur Schnittkonstruktion.


    Hihi, eine Büste selber machen ist eine gute Idee. Dann haben wir über die Weihnachtsfeier was Komisches zu tun! :-))
    Wie macht Ihr das? Gips um die Frau, um eine Negativ-Form zu bekommen, dann mit Folie auskleiden und mit Gips ausformen? Wie hält man denn die Arme beim Form-Machen?



    Besorgungsliste:
    Buch Schnittkonstruktion (Schnittkonstruktion für Damenmode, Hofenbitzer)
    Buch Schnittanpassung (Fit for real people)
    Schneiderwinkel
    Papierrolle (Druckerei, Blumenpapier)

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  • Ralph, mit Deiner besorgungsliste bist Du schon ganz gut dabei!


    das Buch von Hofenbitzer enthält alle notweniden Grundschnitte und auch alle Grunddetails, wie Abnäher verlegen, Taschen, Kragen usw. Ich selber konstruiere zwar nach einer anderen Methode, aber greife immer wieder zum Buch um eine Tasche dann einzufügen oder einfach nach idee oder Erklärung zu suchen.


    Auch "Fit for real people" ist gut.


    Damit hast Du beide Bereiche gut abgedeckt, Schnittkonstruktion und - anpassung.


    Eine Büste habe ich mir konstruiert, bin aber nicht wirklich glücklich damit, da ich die Nadeln schlecht reinpicksen kann. Man nehme Frau in Unterwäsche + ein altes TShirt oder ich habe einen Kurzarmrolli genommen. Dann darf sie ganz lang brav ruhig stehen und Du wickelst sie mit Montageklebeband über das Shirt. lage um Lage. Dann am Rücken entlang in groben Zickzacklinien ausschneiden, Frau ausschlüpfen lassen. Am Rücken die Schnittlinie zusammenführen und mit Klebeband zusammenkleben. Dann die Büste ausstopfen. Ich habe mit Montageschaum versucht, aber es hat nicht funktioniert, man kann es so schlecht kontrollieren. bastelwatte habe ich jetzt genommen. Und ich habe die Büste über eine billige Puppe vom Discounter aufgestülpt und mit Bastelwatte ausgestopft. ich habe zwar eine 1:1 Abbidung meiner Selbst :), aber durch diesen Klebenband kann man schlecht mit Nadeln reingehen.

  • Hallo Ralph,


    das "Blumeneinwickelpapier" sollte auf alle Fälle nicht zu dick sein. Ich persönlich mag es wenn es etwas durchsichtig ist, dann kann ich es auch zum Schnitte kopieren verwenden. Bezugsquellen? Ich weiß nicht ob man hier Händlerlinks einstellen darf, deshalb frag mal Tante Google nach 1a Verpackung.


    Weiterhin viel Erfolg!
    Liebe Grüße
    comares

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  • Wenn ich noch anmerken darf: Schnitte konstruieren braucht ziemlich viel Zeit, vor allem am Anfang. Ich würde deshalb - wenn überhaupt - nur mal eine Grundausstattung kaufen: Das Hofenbitzer Buch und eine Rolle Zeichenpapier (z.B. Mala von Ikea).
    Das ist nicht perfekt, aber man kann sich damit problemlos Grundschnitte für Rock, Bluse, Hose konstruieren.
    Das kann sie dann mal ausprobieren und sehen, ob es ihr Spass macht.


    Der Knackpunkt ist dann: Mit dem Grundschnitt hat man noch kein verwendbares Schnittmuster. Da muss je nachdem noch Kragen, Knopfleisten, Manschetten etc. etc. dazugezeichnet werden.


    Das ist alles sehr aufwendig (vor allem beim ersten Mal). Für mich ist es tatsächlich so, dass ich grundsätzlich nicht selber konstruiere, weil mir Kaufschnitte mit wenigen Änderungen gut passen. Trotzdem habe ich das Hofenbitzer Buch. Ich habe mir einen Grundschnitt für Bluse und Rock konstruiert udn dabei vor allem viel gelernt, vor allem auch, was bei mir wie vom Standard abweicht. Mir aber ganze Schnitte zu konstruieren wäre mir viel zu aufwendig. Ausserdem habe ich kein "Designflair", ich möchte also kaum eigene Entwürfe umsetzen. Das und die weitgehend unkomplizierte Figur machen das Konstruieren weitgehend überflüssig.


    Deswegen würde ich nicht empfehlen, gleich eine ganze Luxusausstattung zu kaufen. Vielleicht merkt sie nach den ersten Versuchen, dass sie doch lieber mit Kaufschnitten arbeitet? Oder nimmt, wie wohl viele hier, das selber zeichnen nur als gelegentliche Ergänzung?


    Schnittanpassung ist übrigens (grundsätzlich) wieder ein anderes Thema, durchaus auch sehr sinnvoll!

  • So, Papier habe ich von einer Druckerei bekommen. Das ist zwar nur 70 cm breit und hat auch 80g/m², aber als Rest war die Rolle kostenlos zu haben und bei Größe S dürften die meisten Teile auch so drauf passen. Zur Not kann man mal 2 zusammenkleben, ich habe aber auch eine Rolle großes Packpapier besorgt.


    Den Shop, bei dem man Papierrollen kaufen kann, habe ich angesehen, die sind ja nicht mal teuer. Aber die 680 Meter pro Rolle haben mich dann etwas abgeschreckt -- die muss man ja auch irgendwo verstauen und so eine Rolle kriegt meine Holde wahrscheinlich gar nicht bewegt. :D Ich merk's mir aber auf jeden Fall, wenn das jetzige aufgebraucht ist oder sie damit nicht klarkommt, bestelle ich so eine Rolle.


    toshka, ich habe immer wieder mal überlegt, wie man das Puppen-"Rezept" weiterführen könnte, um eine zu bekommen, in die man Nadeln besser stechen kann. Eine brauchbare Idee hatte ich leider noch nicht -- wenn doch und sie sich in der Umsetzung bewährt hat, werde ich das aber auf jeden Fall mitteilen!
    Am vielversprechendsten halte ich momentan den Ansatz, mit Schnellbindegips eine Form herzustellen, die man dann mit etwas anderem -- zum Beispiel Bauschaum -- ausfüllen kann, um so ein 1:1 Positiv zu bekommen.
    Dann darf sich nur die Körperform nicht mehr ändern, sonst war alls für die Katz. :D



    Eine Anschaffung steht auf jeden Fall noch aus, nämlich der Schneiderwinkel. Da bin ich auf so viele verschiedene Ausführungen gestoßen, beginnend beim Material, der Form, der Größe bis zu Maßen, dass ich den mit der Nutzerin gemeinsam kaufen gehen werde. Wir haben das Prym-Werk hier direkt um die Ecke, da werden wir bestimmt was finden.



    Ich denke übrigens auch nicht, dass sie in Zukunft jedes Kleidungsstück selbst entwerfen wird. Sie näht ja auch nicht alles selbst, sondern geht auch noch shoppen. Es kann auch sein, dass sie nie einen sSchnitt selbst entwerfen wird, aber sie hat sich dann mit dem Thema, das sie interessiert, auf jeden Fall auseinandergesetzt. Und ich bin der Meinung, dass es Grundlagenwissen gibt, von dem man für den Rest seines Lebens auch in anderen Bereichen profitieren kann.



    Die beiden Bücher, die ich aufgrund Eurer Empfehlungen gekauft habe, sind sehr gut angekommen! Das ist aber auch echt interessant -- ich habe selbst in beiden etwas gelesen und fand's spannend! Überhaupt hat sie sich sehr gefreut und ich habe auch schon das eine oder andere Mal vernommen, dass sie einen Aha-Effekt hatte (bei "Fit for real people"). Da es kaum etwas Schöneres gibt, als einem Menschen, den man liebt, eine Freude zu machen, freue ich mich natürlich auch riesig. Und weil das nur möglich war, weil Ihr mir hier so umfangreich und lieb geholfen habt, möchte ich jetzt



    Danke! Danke! Danke!



    sagen! :)

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