Wie (be)nennen? Weich, mollig, dick, füllig, rund, kurvig, Plus?

  • Meine Größe bekam zum zweiten Geburtstag damals ein Handwerkerset aus der Bosch Mini Reihe mit Akkuschrauber und Co. Fand sie sehr cool, aber immer wenn sie die "Bohrmaschine" haben wollte, rutschte ihre Stimme eine Oktave tiefer und sie sprach "männlich". Es war zum Schießen...

    Andere Anekdote: Irgendein Spielzeug oder so ging kaputt, ich konnte es nicht mehr reparieren und sagte zu ihr, dass keiner das mehr könne, da diesesjeneswelches abgebrochen sei. Sie daraufhin: "Doooooooch Mama, der Papa kann das, der ist doch ein Mann!!"

  • Anzeige:
  • zu deinem Punkt 3 habe ich in einem anderen Kommentar definiert, was für mich normal bedeutet. Hier nochmal: Körpergröße minus einhundert ( plus\minus 10% Toleranz)

    Damit bezeichnest du mich als unnormal. Bin ich aber nicht, ich habe mein Idealgewicht, in dem ich mich wohl fühle und das definitiv gesünder ist als das von dir errechnete Normalgewicht. Und nun? Soll ich mich mästen, um "normal" zu werden? Nö.

    Aber bitte begreife, dass du mit deinen Worten viele Menschen angreifst, nur weil sie deiner (biologisch übrigens nicht haltbaren) Norm nicht entsprechen.

    Liebe Grüße
    Annika

  • Weniger Werbung? Kostenlos registrieren und vollen Zugriff auf alle Bereiche erhalten!


  • Zur Kleidung:


    Man kann nicht heutige Interessen mit der Mode von vor 200 Jahren begründen oder argumentieren. Das war eine andere Gesellschaft mit anderen Regeln, auch die Kleidung war eine andere. Wir leben HEUTE, in der jetzigen Gesellschaft.


    Man kann seinem Jungen ein Kleid anziehen, wenn man unbedingt auf irgendwelche Emanzipationen (beider Geschlechter) pochen will. Man wird sich - und das Kind - damit aber zum Gespött der Leute machen. Muss man das haben?!


    Natürlich kann man gesellschaftliche Regeln ändern, sie ändern sich sowieso fortwährend. Das ist der übliche Lauf der Geschichte. Man sollte aber auch überlegen, WARUM man WAS und WANN ändert.


    Diese ganzen Gender-Diskussionen bin ich ziemlich leid. In der Uni gab es dazu ganze Seminare, wobei das Gender-Thema immer das "Beiwerk" zu einem Hauptthema war. Nicht selten führte das zu völlig abstrusen Aussagen und das eigentliche Thema wurde völlig verdreht und aus jedem Sinnzusammenhang gezerrt.

  • Die wenigsten Mädchen, die auf den Modenschauen laufen, müssen sich für den Job in Form hungern. Die sind einfach so.

    Die gehören schlicht zu den 2% der Menschheit, die nunmal dieses auffallend Dünne mitbekommen haben.

    Es tut mir leid, das ist großer Quatsch. Ich war, wie selbst schon hier geschrieben, dabei.

    Meist kleinere Modeljobs, wenn man das international sieht, aber für Agenturen schon interessante. Wie auf der ISPO. Ich bin auch in Mailand gelaufen.


    Es sind vielleicht wirklich 2% dabei, aber nicht die zwei Prozent der Bevölkerung, sondern 2% der Models sind welche, die sich nicht kasteien müssen. Ich spreche nun von Mädchen, die Kleidergröße 34/36 bei mindestens 1,74 m Größe haben. Die meisten hätten bei normalem Essen 36 (überwiegend) oder 38. Nicht spindeldürr in dem Alter, sondern natürlich dünn. Nur das reicht hinten und vorne nicht. Ich wog damals, weil ich extrem gern Sport machte, bei 1,74 m 55 kg ganz natürlich. Mit sportlich meine ich 2x die Woche Ballett, 1x rhythmische Sportgymnatik, 1x Turnen, 1x American Football, 1x Handball. Dazu mindestens 2x mindestens 5 km Joggen pro Woche. Ich habe spielte auch noch Tennis.

    Das kam, weil mir in der Schule fast alles zuflog, ich maximal eine Stunde, oft auch nur 30 Minuten für meine Hausaufgaben benötigte. So machte ich dann auch mal gut drei Stunden Sport am Tag.


    Dann kam die Agentur und meinte nur, 2 Kilo müssten weg, besser noch drei. Gut, war kein Problem.

    Das ging auch zwei Jahre gut so. Dann hatte ich die Chance auf Mailand. Ein halbes Jahr später dann die Ansage, maximal 50 kg. Ich fühlte mich plötzlich schlecht, fror bei 30 Grad, aber hatte 49 kg. Die Agentur war begeistert und ich hatte auch gute Anfragen.

    Da zog ich die Reißleine. Klar war es schön, was man da verdiente, war es schön, was man alles sah und wen man kennenlernte. Nur zu welchem Preis?

    Die Agentur meinte dann säuerlich, ich solle mir das überlegen. Für Fette hätten sie maximal Zeitungs- und Katalogjobs. Ich war wieder bei 53 Kilo.


    Das war damals in deren Welt zumindest dick, denn auf den Laufstegen war das dann die Zeit der mit Haut bespannten Skelette. Ich war auch nicht bei einer Feld-Wald-Wiesen-Agentur, sondern einer der größeren international bis heute renommierten. Kann also sagen, wie es läuft.


    Ich habe gesehen, wie sich andere Mädchen quälten, was sie in sich hereinstopften, um gegen den Hunger zu gewinnen. Baumwollwattebällchen ist kein Gerücht und kein Einzelfall. Dazu Abführmittel.

    Es kamen welche wie ich durch ein gewisses Kasteien zurecht, andere nicht. Ich hatte das Glück, unabhängig zu sein, das als einfachen Job anzusehen, um mir mein Studium interessant zu finanzieren. Ich konnte lässig aussteigen.


    Aber eines stimmt definitiv nicht: Der Modeljob ist etwas für die natürlichen Hungerhaken. Im Gegenteil, ich hatte ein unschönes Erlebnis. Ein wirklich sehr dünnes Mädchen bewarb sich. Sie gab an, keinerlei Gewichtsprobleme zu haben, das wäre ihr natürliches Gewicht. Sie dachte, das wäre ein großes Plus für sie. Das war aber gerade ihr Nachteil.

    Etwas später hörte ich dann, wie sie sich in der Agentur unterhielten. Die Karte des Mädchens flog sofort heraus mit dem Kommentar, wieder so eine Naturverhärmte. Auf die Frage von jemand anders, warum sie aussortiert wurde, kam dann solche Mädchen könne man nicht brauchen. Die hätten in 99% der Fälle keine lebendiges, rosiges Gesicht, die Augen lägen weiter innen und auch ihre oberen Wangenknochen wären nicht schön rund und voll, sondern sie würden leicht verlebt oder bissig aussehen. Da würden normale Mädchen, die sich Gewicht abhungern, viel sympathischer aussehen.

    Außerdem hätten die schönere Knie.


    Ja, Wahnsinn und Kopfschütteln. Man ist dort Ware wie die Schuhe oder Kleider und wird so begutachtet. Es sei denn man bringt richtig gutes Geld ein.

    LG rufie


    Der einzige Geschmack, der einem Menschen wirklich Befriedigung geben kann,

    ist sein eigener (Philip Rosenthal)

  • Weniger Werbung? Kostenlos registrieren und vollen Zugriff auf alle Bereiche erhalten!


  • Zudem:

    Die Mädels wollen doch nicht allein deswegen Modell werden, weil sie zufällig sehr dünn sind. Nein.

    Die Mädchen dieser Welt wollen auf die Laufstege und müssen dann halt alles daran setzen, die dort geltenden Normen zu erfüllen. Da diese Normen so extrem sind, braucht es dann auch oft extreme Methoden, die Ziele zu erreichen - weil es eben NICHT jedem Mädel zufliegt, dermaßen wenig auf den Knochen zu haben.


    Das Thema Essen ist in der Modelszene auch nur EIN Thema. Nach allem, was man so hört, gibt es da noch ganz andere Sachen. Aufputschmittel, Drogen, Prostitution, etc. Das ist ganz sicher keine heile Welt mit zufällig hübschen dürren Mädchen.

  • Ehrlich gesagt verstehe ich nun das teilweise Bashing Wolfgang gegenüber nicht.


    Wie ich hier auch schon geschrieben hatte, musste ich zweimal krankheitsbedingt den wie ich es nenne Pfannkucheneffekt von fast noch Modelfigur hin zum Fettsein erleben.


    Ja, ich war Hungerhaken und fett, dünn und dick, jetzt normal bis dünn.

    Ich war kein natürlicher Hungerhaken, ich war natürlich dünn, aber nie so jemand, der in sich hereinessen kinnte, was er wollte und nicht zugenommen hätte.

    Was gesund, was krank ist, ändert sich doch alle paar Jahre. BMI plötzlich doch wieder anders besser. Adipositas Mal ab dem Wert, dann doch wieder korrigiert.

    Im Alter normalgewichtig sogar eher im oberen Bereich, bedeutet höhere Lebenserwartung und geringeres Demenzrisiko, beschäftigt gerade meine Mutter, die eher dünn bis normalgewichtig ist und für die der morgendliche Waagengang lebensnotwendig ist. Vor wenigen Jahren wurde gesagt, Dünne hätten ein geringeres Demenzrisiko.

    Rein von der Evolution her, weil hier auch auf die Bewegung und das Essen zu Vorzeiten eingegangen wurde, hatten die enormen Futterverwerter, also das was hier Hungerhaken genannt wird, die geringsten Überlebenschancen, denn sie konnten in Mangelzeiten nichts von ihrem Körper mehr einbringen.


    In heutigen Zeiten haben wir alles. Fett bis spindelig, Leute, die sowohl im einen als auch anderem Extrem gut leben, aber auch Leute, die sowohl im einen, als auch anderen Extrem krank und kaputt sind.


    Ich sage immer leben und leben lassen ist das Motto. Wer zufrieden und glücklich mit sich selbst ist, hat das schönste Leben und auch das beeinflusst unsere Gesundheit. Wer nicht immer auf andere schaut und nur deren oder über sie die eigenen Fehler sieht, lebt auch entspannter.


    Nur welche Berechtigung haben wir, uns über den ein oder anderen lustig zu machen oder ihn blöd anzureden? Man kann diskutieren, aber das darf nie persönlich oder herabsetzend sein. Dazu hat keiner das Recht. Erst recht nicht, wenn man sich nicht Auge in Auge gegenüber steht und dann auch noch am Gesichtsausdruck erkennen kann, was dahinter steckt.

    LG rufie


    Der einzige Geschmack, der einem Menschen wirklich Befriedigung geben kann,

    ist sein eigener (Philip Rosenthal)

  • Weniger Werbung? Kostenlos registrieren und vollen Zugriff auf alle Bereiche erhalten!


  • Und wer definiert eigentlich diese vermeintlichen Normen?

    - die jeweilige Mode

    - den BMI hat soweit mir bekannt ist eine amerikanische Lebensversicherung erfunden (mit welchem Hintergrund )

    - die DGE glaube ich ist auch dabei

  • Weniger Werbung? Kostenlos registrieren und vollen Zugriff auf alle Bereiche erhalten!


  • Ich lese hier sehr große Empfindlichkeit.

    Warum bindet ihr euch manche Aussagen so auf den Schuh?

    Also, wenn ich lese, Normalgewicht ist Größe minus Hundert plus/minus 10 % dann ist mir das relativ egal.

    Obwohl ich nicht in diesem Gewichtsbereich bin.


    Es gibt dünne und dicke Menschen - von Natur aus sind da auch gewisse Veranlagungen vorhanden.

    Da nützt es wenig, wenn der Mensch mit der dünnen Veranlagung unbedingt etwas dicker sein möchte und umgekehrt. So lange man gesund ist.

    Wenn man diese Grundveranlagung akzeptiert (und nicht ständig von der Umwelt traktiert wird) lässt es sich nicht nur leichter Leben sondern man vermindert damit auch ungesunde Entwicklungen.

  • Man kann seinem Jungen ein Kleid anziehen, wenn man unbedingt auf irgendwelche Emanzipationen (beider Geschlechter) pochen will. Man wird sich - und das Kind - damit aber zum Gespött der Leute machen. Muss man das haben?!


    Natürlich kann man gesellschaftliche Regeln ändern, sie ändern sich sowieso fortwährend. Das ist der übliche Lauf der Geschichte. Man sollte aber auch überlegen, WARUM man WAS und WANN ändert.

    Ich habe nicht gesagt, dass es kein Problem wäre - nur sind die geschlechtsbezogenen Kleiderpräferenzen eben zu 100% anerzogen (was durch die Geschichte bewiesen wird) und das halte ich für sehr änderungswürdig.

    Selbstverständlich geht das nicht von heute auf morgen, aber wenn man bei sich selbst anfängt (nicht, indem man seinem Jungen rosa Kleidchen aufzwingt, aber indem man z.B. darauf verzichtet, es bei anderen negativ zu kommentieren, falls man es doch mal sieht), ist schon viel gewonnen.

  • Weniger Werbung? Kostenlos registrieren und vollen Zugriff auf alle Bereiche erhalten!


  • Und wer definiert eigentlich diese vermeintlichen Normen?

    Exakt.


    Ich kann diese ewigen Dünnbrettparolen nicht mehr hören. Die "Dünne" ist verhärmt, knochig, hat keinen rosigen Teint, kein Arsch und kein Tittchen, sieht aus wie Schneewittchen... und eine kleine Dickmadame fuhr mal mit der Eisenbahn, Dickmadame die lachte, Eisenbahn die krachte... blablablubber


    Gilt übrigens für sämtliche Vorurteile. Hirn einschalten hilft da ungemein.


    Meine Güte - Menschen sind unterschiedlich. Sie an einem wie auch immer gearteten Gewicht messen zu wollen und zu denken, man dürfe sie dann Hungerhaken, Fettarsch, verhärmt, hart, knochig, schwabbelig, Fresskopp oder was einem gerade sonst einfällt, nennen, um seine persönliche Bos- und Borniertheit anschaulich auf den Punkt zu bringen, ist einfach nur armselig.


    Ich wiederhole mich da gern: Gottes Garten ist so viel bunter, vielseitiger und interessanter.

    Get used to being the ruler instead of depending on one!

  • - die jeweilige Mode

    - den BMI hat soweit mir bekannt ist eine amerikanische Lebensversicherung erfunden (mit welchem Hintergrund )

    - die DGE glaube ich ist auch dabei

    Mode? Ist das, was ich entscheide.

    BMI? WTF?!

    DGE: Die Lachnummer überhaupt.


    Ich denke selbst.

    Get used to being the ruler instead of depending on one!

  • Weniger Werbung? Kostenlos registrieren und vollen Zugriff auf alle Bereiche erhalten!


  • In meinem ehemaligen Tanzkreis gibt es einen Mann, der regelmäßig wadenlange Röcke im Alltag außerhalb seines Berufes (Handwerker) trägt. Er tut dies mit natürlichem Selbstverständnis und fühlt sich darin sehr wohl.


    Ich denke, daß manche schmale Menschen auch um ihr Gewicht kämpfen müssen um es zu halten und nicht weniger zu werden. Manch' voluminöse Menschen kämpfen zeitlebens damit, nicht zu viel zuzulegen.


    Nach den Statistiken 2018 des deutschen Bundesamt ist die deutsche Durchschnittsfrau 1,66 m groß, wiegt 71,6 kg, BMI 26 und trägt Kleidergröße 42, sowie Schuhgröße 39.

    https://www.laenderdaten.info/…liche-koerpergroessen.php Das kann bei einer Frau ein schlankes Erscheinungsbild sein, weil sie viel Muskulatur hat. Bei einer anderen Frau eine etwas voluminösere Silhouette, je nach dem wie das natürliche Körperfett verteilt ist.


    Mal angenommen, daß wäre "normal", so würden die meisten der Mitschreiberinnen in diesem Thema dem nicht entsprechen, wären also außerhalb der Norm. Na und?


    Wir sind, so wie wir sind. Wenn der/die Einzelne sich nicht wohl fühlt, so wie er/sie ist, steht es jeder/-m frei daran etwas zu ändern. (Gewichtszu- oder Abnahme, die durch Krankheiten und deren Folgen verursacht werden, lassen ich hier mal außen vor.)

    :wolke7: ... Nähen & Stricken ist etwas, was ich nicht muß, sondern etwas, das ich mir einfach gönne ...
    ... frohes Schaffen und Grüßle von der Sporcherin

  • Ich finde es schön zu lesen, wie wieder ein Ton eingekehrt ist, der dem der Hobbyschneiderinnen und Hobbyschneider im Allgemeinen würdig ist.


    Ich hab mir lange nicht mehr den Schuh angezogen, so sein zu müssen, wie es andere meinen, dass ich sein muss. Ich überhöre und übersehe, wie andere lästern. Meine Alltagsprobleme sind Herausforderung genug als das ich mich noch mit Gewichtsproblemen rumschlagen möchte. Ich esse, was mir schmeckt und ja ich bin nun mal kein Schönheitsideal. Wer sich anders ernähren möchte als ich es tue, d. h. gesünder, der soll das für sich machen. Ich bin einfach nur froh, dass ich mein Leben genieße - in meinem Rahmen und wenn es dazu gehört dick, mollig, fett zu sein um weiter leben zu können, dann nehme ich die Jahre, die mir mein Gewicht raubt gerne hin, was übrigens noch nicht raus ist, denn ich könnte durch meine Gelassenheit ja auch länger leben... Dafür bin ich zufrieden und genieße. Es gab zuviele Zeiten, in denen ich kein Spaß am Leben hatte, weil mich andere Themen beschäftigten. Es waren sehr schwere Zeiten.

  • Weniger Werbung? Kostenlos registrieren und vollen Zugriff auf alle Bereiche erhalten!


  • Wir sind, so wie wir sind. Wenn der/die Einzelne sich nicht wohl fühlt, so wie er/sie ist, steht es jeder/-m frei daran etwas zu ändern. (Gewichtszu- oder Abnahme, die durch Krankheiten und deren Folgen verursacht werden, lassen ich hier mal außen vor.)

    Da stimme ich dir voll und ganz zu.


    Problematisch wird es doch immer dann, wenn andere sich, vielleicht auch aus mangelder eigener Anerkennung, über andere auslassen.

    LG rufie


    Der einzige Geschmack, der einem Menschen wirklich Befriedigung geben kann,

    ist sein eigener (Philip Rosenthal)

  • Ich denke, daß manche schmale Menschen auch um ihr Gewicht kämpfen müssen um es zu halten und nicht weniger zu werden. Manch' voluminöse Menschen kämpfen zeitlebens damit, nicht zu viel zuzulegen.

    Bis vor 2 Jahren war ich genau eine von diesen Personen.


    Ich bin 1,75m lang und habe in schlechten Zeiten 53Kg gewogen.


    Ich könnte Essen was ich wollte ohne das sich etwas veränderte.


    Leider habe ich bei einer bloßen Erkältung 3-5Kg abgenommen und musste hart daran arbeiten diese wieder aufzuholen bzw. mein Gewicht zu halten.

    Teilweise half nur noch hochkalorische Aufbaunahrung. (Das Gegenteil eines Diätshakes)


    Es ging mir nicht gut damit.

    Erst mit ca. 58Kg nahm die Infektanfälligkeit ab.


    (Später kam bei einer sportmedizinischen Untersuchung heraus, dass mein Grundumsatz im Ruhezustand erhöht ist)

    Ich habe also alles was ich zu mir genommen habe, gleich wieder verbrannt.


    Erst seit dem bei mir die Wechseljahre einsetzen, nehme ich zu.


    Es ist für mich ein starker Lernprozess nun bewusst essen zu müssen.


    Kleidung kaufen macht weder mit Untergewicht - noch mit Übergewicht wirklich Spaß.

    Liebe Grüße


    Sonja

    Unsere größte Schwäche liegt im Aufgeben. Der sichere Weg zum Erfolg ist immer, es doch noch einmal zu versuchen. Thomas A. Edison

  • Weniger Werbung? Kostenlos registrieren und vollen Zugriff auf alle Bereiche erhalten!


  • Bei mir ist es anders herum: Durch eine schwere Erkrankung, die etliche Wochen mit nicht essen können und künstlicher Ernährung verbunden war, habe ich in der langsam-wieder-essen-lernen-Phase die 10kg abgenommen, die ich schon sehr lange los werden wollte, was ich aber nie schaffte. Über meine neue schlanke Figur bin ich so glücklich, dass ich weiter sehr darauf achte, sie zu halten. So hat die Krankheit mit allen blöden Folgen wenigstens die gute, dass ich nicht mehr schwanger aussehe, ohne es zu sein.:applaus::dance:

  • Letztendlich ist es doch das, was es immer ist:


    "Just try to walk a few miles in my shoes" und es gelingt uns nicht nur nicht, wir machen uns oft noch nicht mal die Mühe, uns die Schuhe anzusehen und darüber nachzudenken wie es sich in den Schuhen wohl läuft.


    Wir machen es uns lieber einfach. Dicke sind dick, weil sie zu viele essen und sich nicht bewegen und Dünne sind dünn, weil sie verkehrten Schönheitsidealen hinterher laufen. Und selbstverständlich muss man nur ein bisschen Selbstdisziplin aufbringen und sich gesund ernähren und schon läuft alles wie von selbst. Schon bei der gesunden Ernährung tappen wir in die erste Falle. Was das nun konkret bedeutet ... also ich hoffe, dass ich jetzt nicht alle Arten, der garantiert einzig richtigen Ernährungsweise aufzählen muss ... sonst sitze ich noch in zwei Wochen an diesem Text.


    Nein, ich will jetzt gar keine obskuren Krankheiten und Drüsenfehlfunktionen aus dem Hut zaubern, die einzig und allein bei jedem "Verkehrtgewichtigen" dafür verantwortlich sind, dass er von der gewichtigen Norm abweicht. Es ist durchaus schon so, dass der überwiegende Teil zu viel/zu wenig/ zu unausgewogen ist oder gegessen hat, sich zu wenig bewegt hat oder auch zu viel oder falsch und am Ende dann eben in die eine oder andere Richtung von der "Norm" abweicht.


    Also los, zeigen wir mit unserem ausgestreckten Zeigefinger auf unseren "Verkehrtgewichtigen" und sagen: "DU bist schuld. Hab doch einfach mehr Selbstdisziplin. Guck doch mal mich an. ICH kann das doch auch!" Und schon sind wir bei den Schuhen des Anderen. Ich bin mir ziemlich sicher, dass es nur ganz wenige "Verkehrtgewichtige" gibt, denen es so komplett herzlich egal ist, ob und wie sie in die Norm passen, Hauptsache es schmeckt oder Hauptsache man gewinnt eine "thigh gap challenge" oder was auch immer in dieser Richtung. Die meisten Menschen wissen durchaus, dass da irgendwas nicht so ganz richtig läuft. Essstörungen wird man aber leider nicht so mir nichts dir nichts los. Die entwickeln sich langsam und aus den unterschiedlichsten Gründen. Vermutlich hat jeder "Verkehrtgewichtige" da seine ganz persönliche und oft genug tragische Geschichte zu erzählen. Aber pardon, ich vergaß: "DU bist schuld. Hab doch einfach mehr Selbstdisziplin. Guck doch mal mich an. ICH kann das doch auch!" (besonders genieße ich diesen Spruch ja von Kettenrauchern und anderen wovon auch immer Abhängigen). Nein, das geht eben nicht alles so einfach. Zumindest nicht immer. Es ist immer auch eine Frage der Rahmenbedingungen. Wer auch ansonsten gerade ein Schei*leben hat, der bringt möglicherweise nicht auch noch die Kraft auf sein Essverhalten zu optimieren. Da könnte man auch selbst drauf kommen und aufhören mit dem Finger auf die Leute zu zeigen. Eigentlich hat der Verkehrtgewichtige nämlich schon genug andere Sorgen.


    Vielleicht eins noch: es gibt kein "normal" und noch viel weniger gibt es ein "selbstverständlich".

    Fröhliche Grüße
    Marion


    Truth is stranger than fiction, but it is because Fiction is obliged to stick to possibilities; Truth isn't.


    Mark Twain

  • Weniger Werbung? Kostenlos registrieren und vollen Zugriff auf alle Bereiche erhalten!


  • ….

    Eine Bitte habe ich zur hoffentlich regen Diskussion: Es ist nicht Thema, warum jemand weich, mollig, dick, füllig, rund, kurvig, Plus ist und schon gar nicht ist es Thema des Threads, Änderungen vorzuschlagen um das zu verändern.

    ….

    Schade, sehr schade, dass dieser Wunsch im Laufe der Beiträge immer mehr in Vergessenheit geriet und es zu einer "Diskussionsflucht" aufgrund von gefühlten und vielleicht auch gewollten Angriffen kam.


    Können wir bitte zum Thema zurückfinden? Danke!

  • Schade, sehr schade, dass dieser Wunsch im Laufe der Beiträge immer mehr in Vergessenheit geriet und es zu einer "Diskussionsflucht" aufgrund von gefühlten und vielleicht auch gewollten Angriffen kam.


    Können wir bitte zum Thema zurückfinden? Danke!

    Ich bin janz Deiner Meinung.

    Zum Thema: Plusgrößen klingt neutral und deswegen geeignet in meinen Ohren.

  • Weniger Werbung? Kostenlos registrieren und vollen Zugriff auf alle Bereiche erhalten!


Anzeige: