Alles klar. Gern geschehen
Beiträge von zuckerpuppe
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Bei Rundungen und Schrägnähten könntest Du es mit einreihen an der äußeren Schnittkante versuchen. Die beiden Längen - Beleg und Oberstoff - aneinander anpassen, mit Dampf den Beleg in Form bügeln, auskühlen lassen und dann erst "understitching", falls Du damit meinst, was akobu verlinkt hat. An strategisch wichtigen Stellen würde ich den Beleg dann mit kurzem Steg fixieren. Du schreibst "ungefüttert", also musst Du am Oberstoff fixieren, in Frage käme also am Saum, wo Saum und Beleg aufeinander treffen, an den Schulternähten, eventuell an jedem 2. Knopfloch und falls vorhanden, an der hinteren Mittelnaht. Am Oberstoff jeweils nur ein Gewebefädchen aufnehmen und unbedingt mit Steg. Der gibt dem Stoff Bewegungsfreiheit und verhindert, daß auf dem Oberstoff die Verbindung zum innenliegenden Beleg nicht zu sehen ist. Probier am besten am Saum aus, in welcher Länge der Steg passt, dort fällt der Test am wenigsten auf, sofern Du ihn nicht wieder auftrennen musst/ willst. Je nach Material des Oberstoff (Dicke, Gewicht) komme ich bei der Steglänge meist mit 0,5 bis 1 cm aus.
Einreihen ist hier eine Hilfsnaht, die Du nachher wieder auftrennst, denk an die Saumnaht bei einem Glockenrock: einreihen um die Schnittkante der Saumkante gleichmäßig anzupassen, die winzigen jetzt gleichmäßig verteilten Fältchen einbügeln, absteppen, Eingereihte Heftnaht entfernen.
Falls Du ganz was anderes meinst, stehe ich auf dem Schlauch
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die "Rundschau" hatte ich einige Jahre abonniert. Ich glaube, es waren die ungeraden Nummern im Jahresverlauf, die Schnittbögen enthielten und die ich damals abonniert hatte.
Deren Redaktion war gerade mal 2 U-Bahn-Stationen von meiner Arbeitsstelle entfernt, ich bin in der Mittagspause schnell rüber gefahren und hab dort dann nach anderen oder älteren interessanten Heften und Büchern geschaut. Sie hatten u.a. 2 Bücher herausgegeben "Verarbeitung - Atelier - Fachwissen aus der Praxis" - heute noch wertvolle Schätze in meiner Bücher- und Heftesammlung. Diese Verarbeitungsanleitungen waren lange Zeit auch in den Heften vorhanden - ein Schatz wie die beiden Bücher.
"Geschwätz" war nicht negativ und als überflüssig gemeint, eher als Geplauder und mögliche Anregung, vorhandenen Altbestand wieder mal durchzugucken. Da stecken so viele Möglichkeiten drin, die mit geringem Aufwand in aktuell zu tragende Kleidung abzuwandeln sind. Dieser Aufwand kann teils sogar in einem Rutsch mit den meisten Schnittanpassungen an die individuelle Figur erledigt werden.
Beispiele: ich muss grundsätzlich die Schräge der Schulternaht anpassen wie auch den Bogen der Schrittnaht bei Hosen. Also hab ich mir aus festem Material (Karton oder Folie) meine Standardschablonen mit Passzeichen gemacht, die ich einfach nur passend anlegen muß. Das gleiche für Ärmelloch und Ärmelkappe. Die Anpassung wird mit andersfarbigem Folienschreiber als auf dem rauskopierten Schnitt auf diesen übertragen, ein Aufwand von wenigen Minuten.
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... Donatella Versace sagte, daß Mode die praktische Funktion habe, uns großartig aussehen zu lassen. ...
Das ist doch mal die ultimative Aussage zum Thema "Mode". Und wir wissen doch alle, dass nicht jedes Schnittdesign zu jeder Figur passt, egal ob man kurz oder lang, schlank oder üppig gerundet, gut oder weniger proportioniert ist. Sehr schön, dass es seit langem kein Modediktat gibt, man trägt und kombiniert, was uns passt und was uns gefällt.
Die bis Oberschenkel sehr weiten Karottenhosen der 80er waren sicher bequem, aber für meine 1,60m immer zu weit, ich bin zu kurz dafür und ich hab die obere Weite immer etwas reduziert. Fledermausärmel liebe ich immer noch, auch hier: die Weite muss stimmen. High waist: ein Traum, sofern man lange Beine und einen langen oberen Rumpf hat (hab ich nicht); meine obere Rockkante endet knapp unterhalb des Nabels, hinten hohlkreuzbedingt etwas höher. Der Hauptgrund, weshalb ich Röcke am liebsten ohne Bund oder höchstens mit einem sehr schmalen Bund arbeite. Was übrigens auch bei schmalen Hosen an mir perfekt sitzt. Jeansschnitt ist da die Ausnahme.
Gerader Beinschnitt: nur aus leichten Sommerstoffen wie z.B. Halbleinen (je 50% BW und Leinen) bei einer Saumweite von 40 bis 42 cm, kombiniert mit einem knapp unterhalb der Taille endenden kurzen Oberteil, damit die Proportionen bei mir wieder stimmen.
Die Uralt-Schnitthefte: aus den 80ern hab ich einige von 1983 bis 1989 (passen in einen Stehsammler), frühere hab ich vor Jahren mal in den Müll gegeben. Aus den früheren 90ern sind ebenfalls einige raus, aber ab 1995 wird's wieder interessant. Ich hebe Schnittbögen, Arbeitsheft und die für mich wichtigsten Modefotos jeweils in einer Prospekthülle auf, die Fotos für eine ungefähre Vorstellung zu Stoff, Farben, Muster. Eigentlich sind mir die technischen Zeichnungen wichtiger, manchmal ist aber auch ein Foto inspirierend für ein neues, moderneres Nähprojekt. Die damals häufig veröffentlichten Stickvorlagen hab ich gescannt: als Vorlage auch für Stoffdruck, -malerei, Applikationen, Nadelfilzen, Bastelarbeiten. Gebrauch wie bei Schnittmustern: sie sind immer nur eine unverbindliche Empfehlung, was man draus macht, liegt immer an uns selbst (Kerstin/sew hatte das vor Jahren mal toll formuliert).
Ansonsten freut mich das Echo auf mein "Geschwätz". Hab ich nicht erwartet.
Grüße in die Runde
Kerstin
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ich hab kürzlich wieder mal meine Uralt-Schnitte -Burda, Neue Mode, Diana etc.- durchgeguckt. Eigentlich war ausmisten angesagt, tatsächlich flog nur wenig raus. Aber, da gleichzeitig Suche nach hübschen Schnitten für ein paar Oberteile, Shirts, Blusen u.ä., hab ich tatsächlich in einigen Heften Brauchbares gefunden. Es mag für manche lächerlich klingen, aber die Hefte aus den 1980ern gaben am meisten her. Dass elend breite Schultern mit Polstern, teils sehr grosse Armausschnitte damals aktuell waren, ist kein Problem: einen moderneren Schnitt mit normaler Schulter, normalen Armkugeln und entsprechendem Ärmelloch rausgesucht (mein kopierte Schnitte Archiv gibt da schnell was her), als Basisschnitt drüber gelegt und entsprechend zugeschnitten und voilà hübsche Tops mit hübschen Halsausschnitten sind dabei herausgekommen.
Vor Jahren hatte ich eine schmale Hose mit jeweils 2 Abnähern hinten und vorne genäht, den kopierten Schnitt aber nicht aufgehoben. Die Hose saß super, eben wegen der jeweils 2 Abnäher. Ich hab das Heft beim rumkruschen wieder gefunden und den Schnitt gleich kopiert.
Ebenso einige sehr raffinierte Kleiderschnitte; die Auswahl bei Burda fand ich in den letzten Jahren nicht sehr prickelnd, um nicht zu sagen: grässlich langweilig.
Ich kopiere auf transparente Folie, fotokopiere die Arbeitsanleitung - die Seite enthält welches Heft aus Jahr und Monat - und Schnipsel der verwendeten Stoffe, abgelegt und sortiert nach Mäntel/ Westen, Hosen/Röcke, Nacht- und Unterwäsche/ homewear,/ Bademode und praktischen/ dekoratives - alles in allem 3 Ordner, die nicht viel Platz wegnehmen.
Was chice Badebekleidung betrifft: die Uralt-Hefte geben sehr viel dazu her, ebenso Unterwäsche und tolle Hosenröcke. Wer also noch alte Hefte besitzt: es lohnt sich, die immer wieder mal durchzusehen.
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Testnaht wie schon vorgeschlagen. Ansonsten: meine 1530 hat keinen verstellbaren Nähfussdruck, aber mit Stichlängenanpassung und evt. -breite kriege ich problemlos jede Naht in jedem Stoff/ Material hin. Bei Fleece die Stichlänge etwas vergrößern - je nach Testnaht auf 3 bis 3,5 (bei Skala 1-5) und evtl. Zickzack sehr schmal gestellt. Wichtig ist: eng stecken und quer zur Naht. Auch hochwertiger Fleece verschiebt sich gern - ich dagegen hab das gar nicht gern

Wenn auf Nähten kein Zug ist, stelle ich auch gerne mal den kurzen Heftstich ein, je nach Material evtl. die Oberfadenspannung etwas anpassen. Die Testnaht verrät Dir alles, was Du wissen musst.
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wenn's gar nicht hinhaut, laß das Bündchen weg (sieht eh meistens nicht so dolle aus). Die Schnittkante versäubern, evtl. mit schmalem Schrägband (Gewebe, sehr feiner Futterstoff), nach innen klappen und festnähen.
Eine Alternative wäre ein schmaler angesetzter Beleg. Ich selbst ersetze meist die Vorgabe "Bündchen" durch meine obigen Vorschläge, an mir selbst gefallen Shirts mit Halsbündchen nicht, deshalb eben Einfassung mit Schrägband oder Beleg oder auch einfach nur schmal umlegen - falls Jerseys genügend dehnbar sind. Ich hab welchen hier, der ist z.B. gar nicht dehnbar
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ergänzend zu Schnägges post 9: schwere Lasten trägt man auf/ über der Schulter (Handwerker z.B.), die Schulterpasse an Hemden schützt also vor Stoffabrieb. Bei Businesshemden trägt die Schulter die Last des Jackets/ Sakkos, je nach Stoff und Verarbeitung ist dessen Gewicht und der Druck auf die Hemdschulter auch nicht ohne.
Wer trägt heutzutage noch gewichtiges auf der Schulter? Säcke, schwere Jacken? Eine einfache Lage der Passe kann also durchaus gearbeitet werden.
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Zwirn (s. post 3) ist die richtige Wahl, den gibt's in jedem Kurzwarenbereich, sogar beim Supermarkt. Zwirn ist Leinengarn -weiß kann mit Stoffmalfarbe oder wasserfestem Faserschreiber- eingefärbt werden (vorher evtl. kurz durch heißes Wasser ziehen und trocknen lassen), ziemlich spröde, durch's aufwickeln schwierig in einen geraden Faden zu bekommen.
Was hilft: den Faden spannen/ strecken, dann durch Nähwachs (weißes Bienenwachs) ziehen und zwischen zwei Lagen Backpapier oder anderer passender Unterlage kurz drüberbügeln. Backpapier hat fast jeder im Haushalt, eventuell auch ungefärbte weiße Bienenwachskerzen.
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Schnittvorlage: ein schlichtes T-Shirt und einen weiten Rock ansetzen. Shirts mit Ärmeln hat wohl jede im eigenen Archiv, Ärmel können gekürzt oder sonstwie verändert werden oder es findet sich was mit überschnittener Schulter. Das Rockteil ist ein gerades Stoffstück in gewünschter Weite, teils eingekräuselt und w/ fehlendem Verschluss nach dem kräuseln mit angenähtem Gummibund.
Schlicht und einfach

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"Jeans" für Oper und festliche Veranstaltungen, in festlichem Rahmen etc.: da sehe ich abgewetzte, schmuddelige Jeans, Holzhackerhemden, ein ungepflegtes Äußeres etc. vor mir - nicht nur in meiner Phantasie sondern reale Leute. Die Begeisterung für Oper, Konzert, Ballett möchte ich dabei niemandem absprechen und daß das Publikum auf den oberen Rängen, Balkon, Stehplätzen meist finanziell anders gestellt sind als diejenigen in großer Robe im Parkett (große Robe eh meist nur bei Premieren) ist mir vollkommen klar. Meine "Stammplätze" sind eh ganz oben, die Karten sind deutlich erschwinglicher und ich sehe besser als auf den Parkettplätzen wo ich als Wunderstumpen immer längere Leute und hohe Köpfe vor mir hab.
"Festliche Kleidung" bedeutet für mich: keine Alltagskleidung wie es Steffi so schön beschrieben hat. Das kann ebenso eine chice Jeans mit passendem Oberteil und schönem Schmuck sein wie auch ein etwas eleganteres Kleid, durchaus schlicht in Schnitt und Farbe, das sich mit entsprechenden Accessoires etwas festlich aufpeppen läßt. Das muss alles nicht viel Geld kosten, die Opernkarten kosten schon genug.
Freiluftoper ist wieder ein anderes Thema, ich denke da u.a. an Verona. Wenn ich als Tourist unterwegs bin, habe ich eh keine große Garderobe dabei, da tun's dann wieder ein schlichter Rock, ggfs. auch Jeans mit chicem Oberteil und etwas Schmuck und ein warmes Obendrüber. Nimmt nicht viel Platz im Gepäck weg und ist vielseitig kombinierbar. Fahre ich dagegen ausschließlich für die Festspiele hin, ist dann schon etwas festlicheres im Gepäck.
Als junge Frau bin ich oft zu Konzerten in die Musikhochschule - Karten für die großen Konzertsäle gab das Budget selten her - auch hier ist/ war die Kleidung des Publikums, der Musikstudenten sowieso schlicht, aber trotzdem irgendwie ein bisschen festlicher - raus aus dem Alltag, mit minimalem Aufwand.
Musical, Kabarett, Kleinkunstbühnen - da ist große Robe unpassend. Trotzdem ist es für die Besucher eine irgendwie festliche Auszeit aus dem Alltag.
Darauf will ich meiner Aussage zur passenden Kleidung hin, ich denke, Marion, Du verstehst was ich meine. Und daß das alles nur meine eigene persönliche Meinung ist, muß ich nicht extra betonen, ich verurteile oder bekrittele niemanden, der ander Auffassung ist.
Kerstin
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zu Sternenkind55 und post 28: ich muß lachen und denke spontan an meine Jugend. Ich bin als 15jährige nach München gezogen, eine herrlich bunte Zeit war's. Mein erstes langes Kleid gab's zum Opernbesuch an meinem 16. Geburtstag und heutzutage vermisse ich oft, daß sich für solche Anlässe die Leute so wenig festlich kleiden. Muß ja nicht gleich lang sein, aber Jeans sind für mich immer noch ein no go für die Oper.
Zum Leo-Look: finde ich nicht grundsätzlich scheusslich, aber nur in kleinen Dosen und immer macht's die Kombination und das gesamte Styling aus, ob solche Drucke gut oder gewöhnlich aussehen. Ich hab eine lässige Seidenbluse im Leo-Look gerne zu Jeans getragen, ein Haarband sieht auch gut aus, eine schmale Hose kann mit lässigem z.B. schwarzen Oberteil gut aussehen. Aber es muß eben das gesamt Styling passen.
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... Natürlich wurde sie von den anderen Leuten im Dorf für "bekloppt" behalten. ...
Ach das kenn ich aus meiner Kindheit, der Kleinstadt in RLP und dem Dorf in Oberhessen. Wer sich irgendwie von der Masse und der allgemeinen Meinung abhob, wurde als bekloppt benannt. Gebraucht den Ausdruck eigentlich heutzutage noch jemand?
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mein Miele-Trockner hat ein Programm "glätten" - ideal für alle Leinengewebe -, es trocknet nur an und ich lasse die Teile kurz auf der Leine oder einem Bügel bügelfeucht fertig trocknen: keine Knitter, keine Bruchfalten. Ist mir aus Zeitmangel das Teil dann doch durchgetrocknet: kurz anfeuchten (Sprühflasche) und von links bügeln. Ich hab vieles aus Leinen und Leinenmischgewebe im Schrank - Kleidung, Tischwäsche, Kissenbezüge, Geschirrtücher - alles ohne Falten.
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ich bin (noch) 66 und trage gerne und mit Lust quietschebunt. "Quietschebunt" heißt in meinem Fall: ich weiß welche Farben und Farbtöne mir stehen, welcher Stil und wie ich manches an meinem Gesicht und Körper betonen oder kaschieren kann. Ein Problem mit meinem Körper, meinem Aussehen (stinknormal) hatte ich nie, nicht als Teenager, nicht als junge und heute ältere Frau und immer unabhängig von meinem jeweils aktuellen Gewicht.
Ich liebe großzügige Halsausschnitte, bis zum Bauchnabel gehen müssen sie nicht und die Fältchen halten sich mit sorgsamer Hautpflege in Grenzen.
Ich liebe ärmellose Oberteile - die Träger sind etwas breiter geworden, Spaghettiträger kommen nur an Unterwäsche dran - und bauchfrei war noch nie was für mich, meine Nierchen frieren häufig.
Kurz und gut: warum soll ein älterer Mensch sich in "rentnerbeige" verstecken? Farbe ist schön, zeigt "Leute, ich lebe und ich freue mich, daß ich gesehen und wahr genommen werde. Wozu soll ich mich in "fad und farblos" vor der Welt verstecken? Farbe gibt außerdem draußen Sicherheit: bei diffusen Lichtverhältnissen, bei schlechtem Wetter. Je dunkler/ diffuser es draußen ist, desto kräftiger und leuchtender mein Outfit.
Wer seine Fältchen an Hals und Dekolleté oder die nicht mehr so straffen Oberarme nicht so direkt zeigen will, kann kaschieren: lockere Chiffonschals um den Hals, im V-Ausschnitt, als transparente Ärmel aus Chiffon oder Spitzenstoffen an nicht transparentem Oberteil.
Was die Schnitte betrifft: warum nicht schmal und bequem körpernah? Auch wer eine üppige Figur hat, muß ja nicht unbedingt in Sackartigem rumlaufen. Schmal und körpernah kann durchaus bequem sein und ist u.a. abhängig von der Stoffmaterialauswahl. "Körpernah" heißt nicht "Wurstpelle" - das sieht bei uns Älteren nicht gut aus und auch bei vielen Jüngeren nicht.
Was ich als ordinär empfinde: wenn man aus falsch verstandenem Jugendwahn sich wie ein 14jähriger Teenager kleidet und herrichtet. Aber das ist meine ganz persönliche Ansicht.
Kerstin
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Zum Thema "Einlagen - was und wofür"
stöber mal auf der Website von Vlieseline/ Freudenberg. Sie produzieren nicht nur Klebe-Einlagen, sondern auch Vlieseinlagen zum einnähen und Gewebe-Einlagen, sowohl zum aufbügeln wie auch zum einnähen. Bei den jeweiligen Produkten gibt's fast überall einen link mit Informationen zum "was" und wofür" und natürlich Verarbeitungshinweise.
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per Nähmaschine:
1. Knopflöcher (und Ösen) werden mit Maschinenstickgarn deutlich schöner als mit normalem Nähgarn
2. freies sticken
3. Applikationen via Nähmaschine
4. Dekorstiche wurden bereits erwähnt
1. Rollsaum,
2. Saumkanten (sichtbarer Saum bzw. Schnittkante, nicht verwechseln mit normaler Versäuberung von Schnittkanten)
3. Zierbänder (über Bandeinlage; 3Faden ist rund, 4-Faden ist flach)
4. Zierschnüre ohne Bandeinlage
5. Rock- bzw. Kleidaufhänger
Coverlock:
Ziernähte
anderes:
1. handgedrehte Kordeln, ebenfalls für Aufhänger oder zum aufsteppen oder zum schnüren von irgendwas
2. kleine Quasten
viele Möglichkeiten

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... Wenn der Stoff nicht reicht, nähe ich die vordere auch nur aus Futterstoff. ...
mach ich meistens, aus doppeltem Oberstoff tragen sie meistens etwas auf, je nachdem welcher Oberstoff verwendet wird.
Bei einem Kleid oder langem Oberteil ohne Taillennaht zum fixieren der Seitentaschen verbinde ich die Taschenbeutel etwas unterhalb des Bauchnabels mit einem dehnbaren schmalen Stoffstreifen (einfache Lage aus schräg geschnittenem Futterstoff, Overlockkette, Hutgummi etc.). So bleiben sie an Ort und Stelle und können nicht verrutschen.
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"ausleiern" also die Form verlieren, kann auch durch zuviel Länge und Breite des Einfassbands passieren. Die Länge um 10 bis 15 % der Halsausschnittweite reduzieren, die Breite schmal genug, daß das Band sich noch gut umlegen lässt. Wenn dem Material des Einfassstreifens nicht getraut wird, läßt sich im Bruch ein Hutgummi einziehen. Auch hier wieder den Umfang des Halsausschnitt als Maßstab um 10 bis 15 % reduzieren. Zu sehr gekürzt ergeben sich Kräuselfältchen, die sehen nicht so doll aus. Aso ausprobieren und anprobieren.
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Von der Figuranalyse bis zu fertigen Hose
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