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Trauerfall und die Farbe Schwarz

  • was auf dem Friedhof tragen? 173

    1. Schwarz gehört sich so (90) 52%
    2. ich trage Schwarz, obwohl es mir nicht steht (23) 13%
    3. Schwarz ist meine Lieblingsfarbe (18) 10%
    4. Schwarz geht immer (44) 25%
    5. ich habe Trauerkleidung in anderen Farben (27) 16%
    6. ist mir egal (14) 8%

    Die letzten schwarzen Sachen in meinem Kleiderschrank sind langsam schäbig und müssten ersetzt werden. Hätte ich Geld und Zeit, würde ich vermutlich nicht überlegen, aber so wäre eine Neuanschaffung immer was Fremdes im Kleiderschrank. Staubt sowieso unansehnlich ein, wenn es gerade nicht gebraucht wird und wird nur auf dem Friedhof getragen.

    Auf einer Beerdigung geht es ja keinesfalls um ein chices Beisammensein. So weit so gut, aber was dann?


    Wie macht ihr das?

    "lass die Sonne rein ... "

    ... und Grüße

    Doro :laola:

  • ...also, ich hab eigentlich immer was Schwarzes da, weil ich die Sachen für Chorauftritte brauche (auch alles selbst genäht...).


    Ansonsten finde ich dunkelgrau und weiß oder dunkelblau und weiß auch durchaus akzeptabel, also "unbunte" Farben...


    Selbstverständlich sagt die Farbe der Bekleidung nix über den Gemütszustand des Trägers aus, aber ich finde das Festhalten an Traditionen gut und richtig, weil diese uns am Ende auch Halt geben in solchen Ausnahmesituationen

    Beste Grüße aus Meck-Pomm
    Steffi


    Meine Devise: "...close enough to perfect for me!"
    (nach einem Song der Country-Band ALABAMA)


    Mein Blog: Das Landei

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  • Ich trage auch außerhalb von Friedhöfen regelmäßig Schwarz, deshalb habe ich das Problem nicht in der Form. Ich habe immer mehrere schwarze Sachen im Schrank, die ich dann je nach Wetter kombiniere. Der letzte Trauerfall ist zum Glück schon eine Weile her...

    Irre Grüße,
    Verena, ehemals 'Schnittlos-glücklich'
    Man spricht mich übrigens 'Fai-winn' aus. :D

  • .... dem schließe ich mich an. Bedeckte oder eben unbunte Farben dem Anlass entsprechend finde ich traditionell angepasst. Es muss nicht schwarz sein. Tod ist nicht nur Trauer, nach jahrelangem unwürdigem Dahinsiechen auch Befreiung für den Sterbenden, das verbinde ich auch mit einem Funken weiß. Krasse Muster sind ein No-go.

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  • Da ich Schwarz für Chorauftritte brauche, habe ich verschiedene Teile. Die werden aber ausschließlich zu entsprechenden Anlässen, also zum Singen oder Beerdigen getragen.


    Ich bin Frühling, da geht Schwarz ganz und gar nicht.

    Freundliche Grüße
    Karla


    Was heißt modern? Betonen Sie das Wort mal anders!

  • In meinem Schrank sind immer schwarze Sachen zu finden, seit meiner "Hilfs"-Punk-Zeit vor etlichen Jahren. Von daher habe ich mir die Frage nie stellen müssen. Beim letzten Trauerfall in der Familie war das auch auch genau das Abbild meines Seelenlebens. Allerdings gehe ich auch davon aus, dass man nicht nur scharz tragen muss. Aber dunkle und gedeckte Farben finde ich schon irgendwie angemessen. Das ist aber wohlgemerkt meine Meinung. Entscheiden muss das jeder für sich selbst.

    Ich weiß, was ich denke,...wenn ich höre, was ich sage. :confused:


    LG


    Geli

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  • Ich bin Frühling, da geht Schwarz ganz und gar nicht.


    ..und ich bin Herbst und sehe ähnlich gruselig in Schwarz aus, so ich es in Gesichtsnähe trage.


    2 schwarze Hosen und 2 enge Röcke habe ich in schwarz, außerdem noch einen langen, weiten Volantrock. Dazu kann ich recht gut kombinieren. Ebenso besitze ich einen schwarzen Blazer, Wollmantel und eine Daunenjacke (letztere im Schlußverkauf).
    Komplett in schwarz gehe ich nur zu Beerdigungen, es sei denn andere Farben sind bzw. überhaupt Farbe ist erwünscht.

    Grüße
    Susanne

  • seit meiner "Hilfs"-Punk-Zeit vor etlichen Jahren.


    Da war es Statement, zumindest bei mir. Schwarz und grau. Das blasse Gesicht war da durchaus vorteilhaft, indem es den Look unterstrich ;)
    Meine Mutter erinnert sich mit Grausen, auch wegen der Frisur :)

    Grüße
    Susanne

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  • Ich mag schwarz ganz gerne...Auf Beerdigungen? hmmm ! da trage ich schon dunkles...und auf 2 Beerdigungen hätte es mir gar nicht schwarz und dunkel genug sein können.Da hätte ich am liebsten mein Gewand zerissen und mein Haupt mit Asche bedeckt....Ich bin ganz schlecht im Umgang mit Beerdigungen...Da bin ich froh wenn mir die Konventionen Entscheidungen abnehmen.

    The 3 Laws of The Multispheres...


    #1: If it's supposed to move and doesn't: WD-40.
    #2: If it moves and it's not supposed to: Duct Tape
    .#3: Everything else: Baking Soda.


    Matth. 5,1 - 7,29

  • Ich finde, Trauerkleidung sollte vorallem schlicht und bevorzugt schwarz sein. Andere gedeckte Faben sind auch ok, schreiend bunt geht gar nicht. Dass die Qualität gut und die Kleidung nicht abgetragen ist, halte ich für selbstverständlich. Das zeigt den Respekt vor dem Verstorbenen und der Familie.
    Tod ist nicht gleich Tod. Auch das gehört so ein bisschen zur Kleiderwahl. Als letztes Jahr ein Freund von mir gestorben ist, gerade nicht mehr 29 geworden, habe ich mich für komplett schwarz entschieden. Als mein Großvater nach langer Krankheit verstorben war, war auch grau dabei. Für ihn war es letztendlich eine Erlösung, da braucht es kein komplettes schwarz.


    Schwarze Trauerkleidung war übrigens schon im römischen Reich üblich, hat also in Europa mindestens zwei Jahrtausende tradition.

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  • Meine Mutter erinnert sich mit Grausen, auch wegen der Frisur :)


    Ja, die und mein Make-Up :o. Meine Mutter brachte den Vergleich zum Weihnachtsbaum. :rolleyes: Da mein Teint von Natur braun ist, habe ich zumindest das Problem nicht und trage auch im Alltag ab und zu schwarz. Aber selten komplett.


    Sehe das genauso wie Trinschen, es geht ja an diesem Tag nicht um uns, unser Wohlfühl-Gefühl, im Gegenteil. Wir sind wegen des Andenkens des Verstorbenen da.


    In Anlehnung an zwirni: Tja, ich bin Sommer. Aber das spielt irgendwie bei einer Trauerfeier - jedenfalls für mich - keine Rolle. Da ist eigentlich nur wichtig, dass die (dunklen/schwarzen) Sachen in Ordnung sind, die Haare liegen und die Schuhe passen. Der Rest ist, wie man so schön sagt, "Schmuck am Nachthemd".


    Btw: In Indien ist zum Beispiel weiß die Farbe der Trauer (und Wiederauferstehung). In einigen Teilen Deutschland hat man bis knapp vor 1900 (kann auch etwas früher gewesen sein) in schwarz geheiratet. Also Farben nutzen wir seit jeher als Ausdruck oder zur Unterstreichung wichtiger persönlicher Ereignisse, ob positiv oder negativ.

    Ich weiß, was ich denke,...wenn ich höre, was ich sage. :confused:


    LG


    Geli

  • Kirchenchorleute sind fein raus, das ist mir bekannt. Aber auch von den Sachen meines Mannes weiß ich, nur gute Qualität überlebt zwei Auftritte (bzw. zwei Beerdigungen). Schäbiges Schwarz ist ja auch kaum angemessen. Und wem nichts von der Stange passt, der ist gut mit selbst genähtem bedient.


    Natürlich ist man mit Schwarz am unauffälligsten, denn auch wenn überall Individualität gefragt ist, auf dem Friedhof hört sie auf.


    Einziges Problem: wem Schwarz nicht steht, der Kann auch kaum mit dunkelblau oder dunkelgrau/antharzit etwas anfangen. Andere dunkle gedeckte Farben kenne ich nicht. Erinnert mich alles so an die horrende Geldausgabe meiner Oma, als Opa starb. Man wird eine Haufen Geld los, wenn man was plötzlich braucht. Selbstnähen ist jedenfalls auch keine Option, auch wenn ich in gekauftem noch schlimmer aussehe.


    Im Moment meide ich Beerdigungen, kann es aber nicht immer.

    "lass die Sonne rein ... "

    ... und Grüße

    Doro :laola:

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  • Ich habe mal für 'geht immer' gestimmt.


    Zum Einen, weil ich Multiple Choice irgendwie 'übersehen' habe (kann man nicht übersehen, aber irgendwie bin ichs nicht gewohnt, mehrere Möglichkeiten haben zu dürfen; dummes Frauenzimmer).


    Zum Anderen, weil ich andere dunkle Farben auch als Trauerkleidung akzeptieren kann. Dunkel reicht mir. Es muß kein reines schwarz sein.


    Und schwarz geht immer. Lediglich auf einer Hochzeit muß man sich die Frage gefallen lassen, ob man jetzt in Trauer sei, weil der Bräutigam nun 'vergeben' sei... oder sowas ;)


    Doro: Es gibt dieses ganz dunkle blau, wie ich es für mein 'Mittelalter'-Oberteil verwendet habe. So dunkel gibt es auch in rot und grün. Das finde ich akzeptabel als Ersatz für schwarz.


    Nachtrag: ich besitze schwarze Teile und trage diese auch gerne im Alltag. Allerdings kombiniere ich selten in komplett schwarz, das bleibt Trauerfällen oder sehr schwierigen Festlichkeiten vorbehalten. Auch im Theater, wenn ich den Stilbruch in Hose wage, dann gerne in komplett schwarz mit (dezentem) Schmuck in echt. Im Alltag ganz schwarz gibt es, wenn ich mich mit Geeks/Nerds umgebe. Also: wenn ich wieder zu meinen Lieblingskunden zum arbeiten gehen darf. Da ist das völlig in Ordnung ;)


    LG
    neko, die für solche Fälle früher ein wundervolles, schwarzes Samtkleid hatte. Hängt noch im Schrank, wird nicht mehr getragen. Eigentlich schade. Oder auch nicht, ich mußte seit Längerem auf keine Beerdigung mehr.

  • Hallo,


    je nach persönlichem Bezug zum Verstorbenen trage ich schwarz oder eben andere gedeckte Farben.
    Komischerweise fällt mir bei dem Thema gerade ein, dass ich auf einer Beerdigung einmal kein schwarz trug - ich war Kind und der Verstorbene war ein Nachbarskind. Diese Beerdigung ist mir wegen der Todesart bis heute in Erinnerung geblieben und berührt mich auch heute noch. Er (10 J.) ist in einem Baggerloch ertrunken. Bei der sehr emotionalen Trauerfeier ging ganz leise die große Doppeltür und sein Klassenkameraden haben ihn mit einem letzten Lied begleitet.
    (meine Kinder durften nie, nie in einem Baggerloch schwimmen gehen)


    Nicht immer ist der Tod eine Erlösung, aber wenn der Verstorbene im Leben ein fröhlicher Mensch war, darf auch eine Beerdigung fröhlich sein. Da hat sich viel getan und auch die vielen anderen Kulturen und Länder haben dabei auch Einfluss.


    Ist nicht in Indien die Farbe weiß Trauerfarbe?

    Liebe Grüße
    Viola210


    (die eigentlich seit dem 7. November 2001 dabei ist)

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  • Doro: Ich bin herbst, mein Teint hat die Farbe "Porzellan". Da ist schwarz auch nicht wirklich vorteilhaft. Aber darum geht eben es nicht. Als gedeckte Farben sehe ich aber auch sehr dunkle Braun- und Rottöne an.

  • wem Schwarz nicht steht, der Kann auch kaum mit dunkelblau oder dunkelgrau/antharzit etwas anfangen.


    Widerspruch, euer Ehren.
    Der Unterschied zwischen schwarz und anthrazit kann schon fast „Welten“ bedeuten. (Kann. Muss nicht. Bei jedem anders.)


    Ich habe mich im Winter aus aktuellem Anlass für anthrazit entschieden (Bild in der Galerie). Ich hatte Glück, dass es diesen Stoff gerade gab. Der Rock (Schnitt und Stoff) ist dezent genug, dass es für Beerdigungen immer gehen wird, egal ob das so eine „tiefschwarze“ ist oder eine freundlichere, weil der geschätzte Verstorbene „gehen durfte“. Damit bin ich dann irgendwie „gestellt“, wie man das in meiner Muttersprache ausdrückt. Und ich komme allmählich in das Alter, wo die Beerdigungen häufiger werden …


    Liebe Grüße
    Schnägge

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  • Ich hab keine Ahnung ob ich Frühling Herbst Sommer oder Winter bin , aber ganz in schwarz seh ich aus wie ein Gespenst in Verkleidung ;). Trotzdem habe ich ne Menge schwarz im Schrank. Aber ich geh nicht mal zu einer Beerdigung ganz in schwarz, da darfs dann auch mal eine helle Bluse sein , und zum Glück gibts auch Farbe fürs Gesicht . Keine Kriegsbemalung aber dezent ein bisschen Schminke wirkt schon kleine Wunder .
    Außerdem gehört für mich eine "gute" schwarze Stoffhose für alle Fälle immer in den Schrank und zudem brauche ich ab und zu auch schwarz weiße Kleidung für den Bierjob.

    :tanzen:Schön ist , wer Lebensfreude ausstrahlt !:applaus:


  • ...wem Schwarz nicht steht, der Kann auch kaum mit dunkelblau oder dunkelgrau/antharzit etwas anfangen.


    ...auch ich widerspreche :)!


    Schwarz ist für mich alles andere als optimal, aber dunkelgrau/anthrazit sowie marine/dunkelblau sind sowas von MEINE Farben ....


    Und eine schwarze Hose mit roter Bluse trag ich auch manchmal "einfach so" ....

    Beste Grüße aus Meck-Pomm
    Steffi


    Meine Devise: "...close enough to perfect for me!"
    (nach einem Song der Country-Band ALABAMA)


    Mein Blog: Das Landei

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  • "Schwarz geht immer!" ... aber es muss nicht immer schwarz sein.


    Ich denke mal, es spielt auch eine Rolle, wo die Beerdigung stattfindet. Ich sehe da etwa Unterschiede zwischen Stadt und Land. Auf dem Land gibt es beispielsweise andere Traditionen und die Vertreter der Vereine erscheinen in Uniform, oft wird auch Tracht getragen, die nicht zwingend schwarz sein muss.


    Für mich spielt aber auch eine Rolle, in welcher Verziehung man zum Verstorbenen stand. Gehört man zum engen Freundeskreis oder nur zum Bekanntenkreis ...


    Und welche Rolle spielt das Wetter? Macht Ihr da Unterschiede, ob die Trauerfeier im Sommer oder Winter statt findet?


    Danke Doro für den Anstoß, das ist ein spannendes Thema.

  • Schnägge, du darfst widersprechen.


    Ich habe hier auch noch einen langen Woll-Mantel aus alten Zeiten in anthrazit. Der bedeckt alles, wenn ich den Kragen hoch schlage, aber passt genausowenig zu allem anderem Im Schrank. Gut, an Beerdigungen darf man krank aussehen.


    Im Sommer darf jetzt niemand sterben.


    Näht ihr tatsächlich schwarze Kleidung, obwohl ihr die sonst nie braucht? gebt ihr (falls nicht genäht; macht nun mal keinen Spaß und ist augenunfreundlich abends zu nähen) tatsächlich so viel Geld für Trauergarderobe aus? Ich habe mal hochgerechnet. Das geben ich nicht für den Alltag mal so aus und da kann ich es wenigstens außerhalb des Friedhofs tragen.


    Oder traut man sich darüber nicht zu reden? Unauffällige schwarze Kleidung ist auch mal nicht billig (ordentliche Tuchhose oder längerer Rock, Bluse lang und kurz, Jacke, Mantel, Schuhe, Tasche, Kopftuch). Aber man schluckt das. Wie so alles rundherum um einer Beerdigung.

    "lass die Sonne rein ... "

    ... und Grüße

    Doro :laola:

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