So ihr Lieben,
wenn nicht jetzt, wann dann? So lange lese ich hier schon mit, aber irgendwie habe ich es immer verpasst, mich mal richtig vorzustellen und euch zu zeigen, was ich so mache und das auch für mich festzuhalten. Das möchte ich jetzt nachholen.
Einige von euch „kenne“ ich aus der Schneiderakademie, der Schneiderfamilie und/oder der Nähgang. Aber dieses Forum bringt so großartig alle zusammen und deshalb fühle ich mich hier so wohl.
Ich wohne südlich von Stuttgart - bei Esslingen - komme aber eigentlich aus Unterfranken und habe lange im Ruhrgebiet gelebt. Mit 20 habe ich schon sehr viel genäht - manchmal schaue ich mir noch die alten Bilder vom Burda Nähwettbewerb an. - aber immer Bekleidung für mich. Dann kam eine sehr lange Pause und erst während Corona habe ich, wie so viele, wieder angefangen. Zu der Zeit war ich freiberuflich unterwegs und dann von heute auf morgen zuhause. Ohne Sicherheitsnetz und allein. Und genau da habe ich die Nähmaschine ausgepackt.
Das Nähen ist für mich nicht nur ein Hobby, sondern ein bisschen auch Therapie. Ich bringe damit nicht nur mir, sondern auch anderen Menschen Farbe in einen manchmal dunklen Alltag. Angefangen hat alles mit Kummermonstern, bunt und krumm wie das Leben und speziell für Kinder in langwierigen schweren Behandlungen.
Letztes Jahr habe ich dann im zarten Alter von 59 wieder eine feste Anstellung angenommen. Zu Weihnachten wollte ich meine Dankbarkeit für diese Chance zeigen und habe Patenschaften für Nikolaussocken und Weihnachtsteller vergeben. Das ist mir aber ein bisschen über den Kopf gewachsen und nur mit Hilfe meiner Nähmädels vor Ort habe ich das bewältigt. Zwischendurch habe ich fast die Freude an meinem Lieblingshobby verloren. Das möchte ich dieses Jahr ändern und wieder mehr Leichtigkeit in mein Leben bringen. Und den Weg möchte ich hier mit euch teilen.
Herzliche Grüße
Ute


