Ich hatte es im Wochenthread schon mal kurz erwähnt. Ich konnte meinen frischen Nähflow nicht für die Inlinertasche nutzen, weil ich am vorletzten Samstag erfahren habe, dass ich die Tochter einer langjährigen Nähfreundin das Leben genommen hat. Das hat mich einerseits extrem mitgenommen, weil ich die Tochter seit 15 Jahren aus Erzählungen "kannte" und seit ihrem 2. Lebensjahr in Gedanken begleitet habe. Vor allem kann ich mir aber vorstellen, wie unfassbar schrecklich das für die Mutter (und natürlich alle anderen in der Familie) sein muss.
Aber es hatte auch einen praktischen Grund, denn unsere Nähfreundin hat sich für die Beerdigung kleine gefüllte Stoffherzen in rot, weiß und rosa gewünscht und die habe ich nun versucht zu nähen.
Es fiel mir unfassbar schwer, weil sie sie so viel lieber für eine Hochzeit oder den 18. Geburtstag genäht hätte, aber in den letzten 3 Tagen habe ich dann Gas gegeben und immerhin noch 12 Stück geschafft. Die anderen aus unserer Nähgruppe waren auch sehr fleißig und so sollten wir unser Ziel geschafft haben.
Die Herzen sind eine ITH Datei für die Stickmaschine, aber sicherlich wäre es nicht wirklich langsamer gegangen, sie selbst zu nähen. Der Grund, warum ich mich für das sticken entschieden habe, war zum einen, dass es dann alle weitgehend gleich machen können und zum anderen konnte ich in der Stickzeit schon die nächsten Schritte an den anderen weitermachen.
Das rosa Herz hat meine Tochter fast alleine gemacht. Sie hat sogar das Stickvlies in den Rahmen gemacht und die Stickmaschine bedient. Ich habe nur (damit sich das besser legt) bei allen Herzen die erste Befestigungsnaht wieder aufgemacht und an den Ecken und der Spitze eingeschnitten bzw. eng abgeschnitten und diese zwei Schritte und die Zaubernaht hab ich ihr dann abgenommen. Dafür hat sie dann gestern noch geholfen, die letzten Herzchen mit Füllwatte auszustopfen.


