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Zu was nutzt man den Kniehebel?

  • Der Kniehebel war bei meiner Nähmaschine dabei, ich kannte sowas vorher gar nicht.

    Wie sehr ich mich daran gewöhnt habe, merke ich immer an der Overlock, die keinen hat und ich trotzdem ständig mit dem Knie das Füßchen heben möchte.

    Es ist ungemein praktisch, das Füßchen nur leicht lupfen und den Stoff gleichzeitig führen zu können.

    Aber der Nachteil ist, dass die Nähmaschine damit ziemlich weit vorne an der Kante stehen muss. Wenn ich schwere Stoffe vernähe, verzichte ich auf den Kniehebel und schiebe lieber die Maschine weiter nach hinten, damit der Stoff besser aufliegt.

    Und ergonomisch ist der Kniehebel vermutlich auch nicht; er führt schon zu einer seltsamen Bewegung.

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    technische Daten | Produktseite Hersteller | Händlersuche

  • Bei mir ist es so, dass ich ihn grundsätzlich großartig finde, nur leider ergonomisch so gar nicht mit zurecht komme. Wenn ich in ein paar Wochen irgendwann (:weinen:) hoffentlich wieder in der Lage dazu sein werde, mir meinen Nähplatz neu einzurichten, werde ich noch mal schauen, was ich verbessern kann. Tisch-/Sitzhöhe dazu lange Beine meinerseits, die hier echt hinderlich sind, führen dazu, dass ich mich völlig verdrehen muss zur Nutzung. Dabei würde ich ihn mega gerne nutzen. Aber da ich eh den Tisch nochmal überdenken muss (billige Spanholzplatte von Ikea auf billigen Beinen, da hüpft mir immer alles), werde ich das hoffentlich mal verbessern können.

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  • Bei meiner modernen Pfaff ist einer dabei, den ich bisher genau einmal genutzt habe, beim Zusammennähen eines Quilts as you go (also, wo die Quadrate schon fertig waren.)

    Ansonsten kann ich ganz schnell programmieren, ob die Nadel am Stichende jedesmal oben oder unten sein soll, (zusätzlich die Nadelposition im Einzelfall durch eine leichtes Tippen am Fußpedal verändern, rauf oder runterschubsen) und ob der Nähfuß sich beim Nähstopp heben soll oder nicht. Die Kombinationsmöglichkeiten aus Nadelposition und Füßchenheben oder nicht nutze ich recht intensiv und finde es für die meisten Sachen praktisch genug.

    Als ich neulich mal den Kniehebel anbaute, musste ich die Koordination zwischen Fuß (Pedal) und Knie (Hebel) ganz schön üben, aber wahrscheinlich hätte man das nach einiger Zeit raus. Allerdings ist er körperhaltungs- / verspannungsmäßig für mich nicht günstig. In dieser Hinsicht bevorzuge ich die automatischen/programmierbaren Funktionen.

  • Hm, ich glaube dann gehöre ich wohl in die gleiche Fraktion wie Hummelbrummel. Applikationen oder Näharbeiten mit vielen Richtungswechseln flutschen super mit dem Nadel-unten-Füßchen-Oben. Da verrutscht nix, die Nadel bleibt ja im Stoff und die Füßchen hebt sich nur ganz leicht. Ich mag das auch gern bei flutschigem Stoff: Nadel bleibt im Stoff, und ich halte nur kurz an und kann Falten legen/entfernen und Einhalten. Da könnte man sicher auch am Nähfußdruck justieren, aber das dauert bei mir ewig, bis ich den richtigen Wert gefunden hab. Meine Maschine ist eine elektronische, d.h. der Kniehebel erlaubt das Heben auch nur in 2 Stufen.

    Das Problem mit der eigenartigen Körperhaltung hab ich an der Nähmaschine nicht, die hat einen Nähtisch und ist versenkt, deshalb steht sie weiter hinten und der Kniehebel ist trotzdem dran. Aber eigentlich wäre er fürs linke Bein bequemer, mit links nähen ist ungewohnt.

    Hab gestern eine kleine Blumenwiese appliziert mit Kniehebel. Ja geht, aber ich glaub mit meiner Einstellung wäre ich mindestens gleich schnell. Ich werde noch ein bisschen weiter üben.


    Liebe Grüße

    Nanna

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  • Ich habe zwei Nähmaschinen mit Kniehebel - eine mechanische und eine elektronische.
    Bei beiden kann ich wählen, ob die Nadel oben oder unten stoppt.

    Trotzdem möchte ich beide Hände am Stoff haben können, weil ich nicht hefte oder stecke.

    Ich bediene "Gaspedal" und Kniehebel mit dem rechten Bein - für mich gibt es da keine Kollision, weil ja beides nicht gleichzeitig erfolgt.

    Das für mich entscheidende Argument pro Kniehebel war, dass alle Industriemaschinen damit ausgestattet sind.

    Industriebetriebe machen das nicht, um ihre Näher*innen zu erfreuen, sondern wägen Kosten-Nutzen nüchtern ab.

    ... und wenn da eingeschätzt wird, dass es nützlich ist, einen Kniehebel zu haben, dann ist es eine Übungssache, diesem Nutzen auf die Spur zu kommen :cool: ...

    ... aber ich hab ja auch nicht solche Luxusmaschinen, die wahrscheinlich schon die Gedanken des davor sitzenden Menschen lesen können :pfeifen::biggrin:

    Beste Grüße aus Meck-Pomm
    Steffi


    Meine Devise: "...close enough to perfect for me!"
    (nach einem Song der Country-Band ALABAMA)


    Mein Blog: Das Landei

  • Der Kniehebel meiner Pfaff Performance liegt schon ewig im Kistchen. Ich habe die Funktion "autom. Nähfuß-anheben" immer aktiviert. Pedal kurz antippen und der Fuß geht runter. Kein Nähfuß-Lifthebel (und der Kniehebel) war für mich das Kaufargument.

    Edited once, last by Leviathan ().

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  • Kniehebel ist anscheinend nicht gleich Kniehebel, denn an meiner Bernina kann ich darüber das Füßchen millimetergenau heben. Dafür bleibt das Füßchen aber auch schön brav unten, wenn ich stoppe.

    Aber wie vieles ist es vor allem Gewöhnung; man passt das eigene Arbeiten ja auch an die Maschine an.

    Als ich noch mit meiner alten Singer-Handkurbelmaschine genäht hatte, konnte ich meine rechte Hand ja gar am Stoff haben und habe trotzdem gerade Nähte geschafft.

  • Kleiner Einwurf: Die Industrie rückt von den Kniehebeln wieder ab - bei 8 Stunden an der Nähma verursacht der auf Dauer nämlich orthopädische probleme.

    Da wird heute das Pedal entsprechend funktional belegt.

    Also nicht nur Gasgeben, sondern auch der Fadenabschneider und der Füßchenlift liegen im Fußpedal.


    Es gibt im Haushaltsnähmabereich inzwischen auch solche Pedal-Lösungen.


    ... von uns sitzt keine regelmäßig 8 Stunden an der Nähma. Das reduziert die Chancen auf Schäden durch "krumme" Haltung doch deutlich...

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  • Als ich noch mit meiner alten Singer-Handkurbelmaschine genäht hatte, konnte ich meine rechte Hand ja gar am Stoff haben und habe trotzdem gerade Nähte geschafft.

    DAS war mir schon immer ein Rätsel, wie man das hinbekommt :o ...


    Du hast meine Bewunderung <3 !

    Beste Grüße aus Meck-Pomm
    Steffi


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  • Kleiner Einwurf: Die Industrie rückt von den Kniehebeln wieder ab - bei 8 Stunden an der Nähma verursacht der auf Dauer nämlich orthopädische probleme.

    Da wird heute das Pedal entsprechend funktional belegt.

    Also nicht nur Gasgeben, sondern auch der Fadenabschneider und der Füßchenlift liegen im Fußpedal.

    ... was mit mehr elektronischen Möglichkeiten ja auch geht ...

    Quote

    Es gibt im Haushaltsnähmabereich inzwischen auch solche Pedal-Lösungen.

    ...was die Maschinen wieder komplizierter und vor allem teurer macht :pfeifen:....

    Quote

    ... von uns sitzt keine regelmäßig 8 Stunden an der Nähma. Das reduziert die Chancen auf Schäden durch "krumme" Haltung doch deutlich...

    ...genau.

    Wenn ich tatsächlich mal 15 min ununterbrochen an der Maschine sitze, ist das schon viel - da komm ich nicht dazu, mich zu verspannen :)8 ...

    Beste Grüße aus Meck-Pomm
    Steffi


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  • Ich nutze meinen Kniehebel auch nicht.

    Mein Nähplatz ist recht eng und da ist es mir dann doch schon passiert, dass ich an den Kniehebel kam, wenn ich es eigentlich nicht gebrauchen konnte.


    Grundsätzlich finde ich einen Kniehebel aber schon praktisch.

    Fröhliche Grüße
    Marion


    Truth is stranger than fiction, but it is because Fiction is obliged to stick to possibilities; Truth isn't.


    Mark Twain

  • Meine Nähmaschine habe ich so programmiert, dass sie bei Druck auf die Pedalkante den Faden vernäht, abschneidet, die Nadel nach oben stellt und den Nähfuß anhebt. Der voreingestellte schwebende Nähfuß hat mich wahnsinnig gemacht und ich möchte während des Nähens die Nadel auch im Stoff behalten, damit sich nichts verschieben kann. Für kleine Korrekturen, beim Nähen um die Ecke oder beim Applizieren geht es bei mir nicht ohne den Kniehebel. Da meine Maschine im Tisch versenkt ist, muss ich ihn abnehmen, wenn ich die Maschine zum Sticken anhebe. Als erstes kommt dann aber der Kniehebel wieder in sein Loch. Damit kann ich den Nähfuß auch höher anheben und somit den Stickrahmen besser anbringen. Ohne Kniehebel würde ich wahnsinnig, wenn ich immer die richtige Taste suchen muss, damit sich der Nähfuß hebt, denn einen Hebel dafür gibt es nicht mehr.

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  • Viele neue Nähmaschinen haben keinen Handhebel mehr, mit dem man das Füßchen ein bisserl anheben kann, da gibt's nur noch einen Knopf. Bei meiner Maschine ist es auch so. Ohne Kniehebel fange ich den Handhebel an zu suchen, der dann nicht da ist...


    Fürs Quilten ist die Nadel-im-Stoff-Füßchen-etwas-hoch-Einstellung super.

    Es kommt halt auf die Nähvorlieben an. Meine Maschine kann recht viel von dem "Schnickschnack" und man kann es nach Vorliebe ein oder ausschalten, manches einstellen (Höhe des Hubes).

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