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Probestück - welcher Stoff statt Seide

  • Hallo allerseits,


    wegen der immer heißerwerdenden Sommer möchte ich mich erstmals an Seide heranwagen. Einen (eng anliegenden) Kleiderschnitt hab ich schon, den ich bisher aber mit elastischen Stoffen verwendet habe.

    Seide ist ja nur bedingt elastisch, deswegen möchte ich ein Probestück mit einem vergleichbaren Stoff nähen, mir fehlt aber die Idee, welcher da möglichst nahe käme :/


    Für mehr Elastizität werde ich quer zum Fadenlauf zuschneiden, der Probestoff sollte sich hierfür etwa gleich verhalten.


    Ich dachte ja an Nesselstoff, irritierender Weise steht in der Produktbeschreibung aber immer Baumwolle..?


    Bin auch an Erfahrungen und Tipps interessiert, wie ich mit dem rutschigen Stoff beim Nähen am besten umgehe:)


    Danke im voraus für eure Anregungen :)

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  • Hab normale, feine und Dupion Seide.


    Der Schnitt ist körpernah, aber nicht total eng. Ein paar Adaptierung werden sicher notwendig sein, dafür will ich halt nicht die wunderbare Seide verschwenden :)

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  • Statt Seide kannst Du gut Polyester nehmen.

    Ein enganliegendes Kleidungsstück aus Seide würde ich unterfüttern, egal ob fein- oder grobgewebte Seide. Ich hätte sonst bei jeder Bewegung Angst, dass eine Naht ausreisst.

    Aber es gibt auch gute Seidenstoffe mit Elasthan.

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  • Je nach Einsatzzweck - Viskose- oder Acetatfutter. Oder eben Seidenfutter (das wäre am ehesten dann ein Pongee. Abriebfestigkeit eher mäßig).

    Bei Pongee und ähnlich feinen Seidenstoffen kann man den Stoff auch mit sich selber doppeln.


    Ich würde nicht einen für Wirkware ausgelegten Schnitt für Seide adaptieren wollen. Egal, welche Seidenart. Auch nicht bei Zuschnitt in der Diagonalen.

    Soviel macht der Schrägzuschnitt nicht aus, das er es mit einer Elasthan-Wirkware dann aufnehmen könnte.

    Und grundsätzlich würde ich mit Seide nie sehr körpernah arbeiten. Eher immer im oberen Bereich der üblichen Weitenzugaben beim Kleidungsstück - um Nähte nicht unnötig zu belasten.

    Und den Stoff im Bereich der Nähte verstärken - das kann einseitig mitgefasstes Band sein, das kann auch, je nach Seide , ein aufgebügelter Streifen einer leichten (bevorzugt für den Stoff zu leicht, um ihn zu versteifen) Vlieseline sein.

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  • Ich habe seit Jahren einen wunderbar blauen Seidencrepe liegen - weil ich mich nicht traue, ihn zu verarbeiten - wegen der Ausreiß-Gefahr :o ...

    ...wobei Dupionseide vielleicht stabiler ist als Crepe :confused: ...

    Beste Grüße aus Schleswig-Holstein
    Steffi


    Meine Devise: "...close enough to perfect for me!"
    (nach einem Song der Country-Band ALABAMA)


    Mein Blog: Das Landei

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  • ... Und den Stoff im Bereich der Nähte verstärken - das kann einseitig mitgefasstes Band sein, das kann auch, je nach Seide , ein aufgebügelter Streifen einer leichten (bevorzugt für den Stoff zu leicht, um ihn zu versteifen) Vlieseline sein.

    Aline, wenn z.B. die Seide (cremefarbig) leicht durchsichtig ist, würde man den aufgebügelten Streifen Vlieseline nicht sehen?


    Ich frage, weil ich hier auch eine zugeschnittene Bluse liegen habe. Außerdem mache ich mir Gedanken wie und mit was (Overlock versus Nähmaschine) ich die Nahtzugaben versäubern soll.


    Liebe Grüße *Mika*

  • Müsste man ausprobieren, ob man die, wenn die Bluse getragen wird, wirklich sieht.

    (G785 gibt's in haut. Je nach eigenem Hautton kann das zu bräunlich sein, dann könnte man mit weiß testen)

    ganz unsichtbar wird das eher nicht.


    Wie eng wäre denn die Bluse? Ausreissende Nähte sind nur dann ein Problem, wenn auf die Nähte eben Zug kommt.


    Und Die Nähte selber... Babynaht, Rechts-Links-Naht, Französische Naht - wie immer Du das nennen magst - im Ergebnis sehen die alle gleich aus.

    (Es werden die Teile erst auf max. halber NZbreite links auf links zusammengenäht. Naht bügeln, auch auseinander.

    Dann Teile rechts auf rechts - die erste Naht bildet jetzt die Umbruchlinie.

    Aus der nahtlinie steppen.

    Nahtzugaben sicher verwahrt.

    Die schönste, und sicherste Art, semitransparente feine Stoffe zu verarbeiten.

    Funktioniert auch im Bereich von Rundungen, wenn der Radius nicht zu klein ist.)

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  • Du schreibst oben Du wolltest die Seide quer zum Fadenlauf zuschneiden.


    Das bringt rein gar nichts -eventuell meintest Du aber im 45 Grad Winkel.


    Ich würde niemals einen Schnitt der für elastische Stoffe gemacht ist, aus nicht elastischem Stoff zuschneiden.


    Schnitte für nicht elastische Stoffe werden ganz anders konstruiert als für elastische Stoffe.


    Ich habe schon Seide für hautenge Korsagenoberteile benutzt, da habe ich die Seide mit farblich passendem Baumwollpatchworkstoff gedoppelt. Das verhinderte Ausrecken der Nähte. Geht aber nur bei GANZ engen Oberteilen, wenn das Oberteiö Spiel hat, muß es ein rutschiges Taftfutter sein (woraus auch immer das ist, ist egal, aber es stabilisiert die Seiden nicht genug.


    Such Dir für Deine Seide lieber einen anderen Schnitt der für solch eine Webart und Stoffart geeignet ist.

    _______________________________________________
    Lichtmess vorbei, dadurch sieht man vieles im richtigen Licht!

  • Danke für eure Anregungen.


    Ja, ich mein natürlich 45°, danke GlückSachen :)


    Der Schnitt ist nicht für elastische Stoffe angelegt, ich hab ihn bisher halt nur damit verwendet.

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  • Welcher Schnitt ist es denn genau (oder habe ich das bislang überlesen)?

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    Lichtmess vorbei, dadurch sieht man vieles im richtigen Licht!

  • Den Schnitt hab ich vor ewigen Zeiten mal von einem gekauften Kleid abgenommen (das war auch unelastisch mit ganz dünnem Stoff, aber keine Seide). Ist ein Sommerkleid mit hoher Taille und nach unten weiterwerdenden Rock.

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  • Also ich habe schon viel Seide vernäht. Ich liebe Seide, allerdings muss man eben auch wissen, was die Eigenheiten der Seide sind.

    Im Ausgangsposting geht es darum, sich etwas aus Seide für heiße Tage zu nähen. Also wenn ich das nun Dopple, egal ob mit Kunststoff oder Baumwolle, ist der Effekt weg.


    Du hast Seide gekauft, dorrits , bist aber nun zu gschnacklert dir einen Schnitt zu kaufen, der für den Stoff geeignet ist? Stattdessen verschwendest du jetzt Zeit für zu überlegen, wie du einen nicht dafür geeigneten Schnitt ändern könntest, welches Material für ein Probestück geeignet wäre und dann noch die Zeit das zu nähen, anzupassen, etc.?

    Also das will mir nicht in den Sinn.


    Wenn du den Schnitt nehmen willst, dann könntest du schauen, ob es inzwischen auch woanders die Seide mit 5% Elasthan gibt. Ein italienischer Stoff, der aber auch wegen der Endverarbeitungstechnik etwas mit der Textilindustrie und -forschung in Helmbrechts zu tun hat. Dort im Stoffwerk habe ich ihn damals gefunden, die Kollektionsreste und nicht in die Kollektion gegangenen Probedrucke. Da kannst du von Kleidern, über Mäntel bis hin zu Hosen alles daraus machen. Da gibt es inzwischen sogar angerauhte, fast wie verfilzte Seide, die dann in Richtung Mantelmaterial für kalte Tage geht.

    LG rufie


    Der einzige Geschmack, der einem Menschen wirklich Befriedigung geben kann,

    ist sein eigener (Philip Rosenthal)

  • ich habe viele Jahre Seide genäht. Entweder Brautkleid mit Korsage: dann wurde Einlage auf die Seide gebügelt oder mit Einlage doubliert. Wir haben von Ciffon über Organza bis Crepp alles vernäht. in der Lehre haben wir Knopflöcher mit der Hand in 2 Lagen Organza gemacht, dazwischen 2 Fäden die durchgeschnitten wurden wenn fertig.

    Seidenstoffe brauchen ein Schnitt der dazu past, am besten Maßschnitt.

    Liebe Grüße aus Ostfriesland

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  • @ rufie Was, bitte, bedeutet »gschnacklert«? Falls es geizig meint, dann nein. Ich will einen Schnitt, der mir - und an mir - gefällt, nicht einen, den es halt gerade zu kaufen gibt. Das korrelliert nicht immer :)


    Die Idee, einen Maßschnitt anfertigen zu lassen, ist gar nicht schlecht @ akubo Werde mal in einer Schneiderei fragen, obs diese Option gibt.


    Seide mit Elastan klingt auch gut!

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