Pfaff 130-6 - Meine alte Dame und ich

  • Hallo Ihr Lieben,


    jetzt hat es mich vollends gepackt :irre: ich habe mir eine Pfaff 130-6 zugelegt. Bis vor ein paar Tagen wusste ich noch nichtmal, dass Nähmaschinen mit diesem Alter überhaupt noch nähen :biggrin:.


    Ich muss zugeben, dass zur Entscheidungsfindung, mir so ein altes Stück zuzulegen auch die Tatsache beigetragen hat, dass hier im Forum auch Spezialisten :mechanicus:unterwegs sind, die sich mit so alten Maschinen auskennen, insbesondere auch Pfaff. Ich selbst habe nämlich überhaupt keine Ahnung von sowas :o.


    Nach erster Sichtung meines Neuerwerbes, kann ich aber glaube ich sagen, dass es ein ganz guter Griff war:


    1. Machine läuft

    2. Das Zubehör ist fast zu 100 % vorhanden laut Liste. Einzig der Steppnähfuß 45037 sowie 1 Spule fehlen.

    3. Der Schrank ist für sein alter auch noch in einem tollen Zustand.



    Im Forum habe ich gelernt, KEIN Öl an den Schnurantrieb :biggrin: nix mit Wasser an die Maschine sondern nur mit Balistol/WD40.


    Ich werde das gute Stück erstmal entstauben, reinigen und ölen.


    Könnten die Spezialisten :raddrehen: einen Blick auf die Fotos werden und mir spontan sagen, was auffällt?


    Das Baujahr habe ich anhand der SerienNr. auf 1952 identifiziert.


    Ich habe auch zwei Fragen:

    1. Beim Schnurantrieb ist mir aufgefallen, dass die eine oder andere Stelle wie "eingerissen" ist. Ist das ein Problem?


    2. Wie kann ich elegant den Lackschaden im vorderen Bereich "reparieren". Einfach mit einem Autolackstift drüber?


    Für die Zeit und Mühe schon mal im Voraus an alle DANKE! :herz:


    Pfaff_130_Zubehör.jpgPfaff_130_1.jpgPfaff_130_2.jpgPfaff_130_3.jpgPfaff_130_4.jpgPfaff_130_6.jpgPfaff_130.jpg

    Liebe Grüße,

    Karina

    standing still is a step backwards

    Einmal editiert, zuletzt von Oschka () aus folgendem Grund: Stepfuß und Spule habe ich gebraucht bei ebay erstanden.

  • Anzeige:
  • Technisch kann ich dich leider nicht unterstützen, aber gratulieren kann ich zu deinem Neuerwerb:*.

    Schaut ja richtig gut aus dein Maschinchen und die Kenner der alten Schätzchen stehen sicher mit Rat und Tat zu Seite. :talk:

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  • HolziSew

    Danke meine Liebe :herz:


    Auch wenn ich keine Ahnung habe, bin ich völlig von den Socken, dass eine Nähmaschine Baujahr 1952 mit Zubehör so super in Schuss sein kann. Die Vorbesitzerin hat wirklich sehr auf die Sachen aufgepasst. Ich habe die Nähmaschine von Ihrer Enkelin. Die wollte diese eigentlich für sich, hat aber keine Zeit sich damit zu befassen und hat sich jetzt schweren Herzens davon getrennt. Sie hat mir gesagt, dass Ihre Oma bis zum Schluß damit genäht hat und die Oma sich standhaft geweigert hat eine neumodische, elektronische Maschine zu bekommen. Ja, das war dann gut für mich :tanzen:

    Liebe Grüße,

    Karina

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  • Hallo und Glückwunsch zum Neuzugang!

    jetzt hat es mich vollends gepackt :irre: ich habe mir eine Pfaff 130-6 zugelegt. Bis vor ein paar Tagen wusste ich noch nichtmal, dass Nähmaschinen mit diesem Alter überhaupt noch nähen :biggrin:.

    Denkfehler!

    Lass uns mal schauen, welche der aktuell im Forum genutzten Maschinen in 20/25 Jahren noch nähen.

    Diese Pfaff ist mit extrem hoher Wahrscheinlichkeit dann noch dabei, ob das für die aktuellen Maschinen auch zutrifft???


    Die Maschinen der 1930er bis 1950er Jahre stellen für mich ein Optimum dar.

    Sie haben oft schon Zickzack, sind aber ansonsten noch auf lange Lebensdauer ausgelegt.

    Leichtbau, kostengünstige Kunststoff-Komponenten mit eingeschränkter Lebensdauer, eingebaute Elektrik, die schon nach ein paar Jahrzehnten kaputt geht usw. kamen erst nach der 130.

    Ich habe auch zwei Fragen:

    1. Beim Schnurantrieb ist mir aufgefallen, dass die eine oder andere Stelle wie "eingerissen" ist. Ist das ein Problem?


    2. Wie kann ich elegant den Lackschaden im vorderen Bereich "reparieren". Einfach mit einem Autolackstift drüber?

    Zu 1. Zeigst du mal ein Bild der eingerissenen Stellen? Auf dem Bild oben sehe ich nix ungewöhnliches.


    Zu 2. Ich nehme meist Autosprühlack, bin da aber auch keiner, der Wert auf 100% Originalität legt. Ich tupfe vorsichtig über die blanken Stellen und gut ist.

    Gruß
    Detlef


    Die Pfaff meiner Mutter hat damals zwei Monatsgehälter gekostet und näht nach über 60 Jahren immer noch. Dann müsste eine Nähmaschine, die nur einen Tageslohn kostet, umgerechnet ein Jahr halten - tatsächlich, die meisten Maschinen dieser Preisklasse schaffen das sogar.

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  • kledet


    Danke erstmal für die super schnelle Reaktion.


    Wenn du nichts siehst, habe ich wohl das "Gras" wachsen sehen. Wenn Schnurantrieb so ok, bin ich beruhigt und noch glücklicher als zuvor :wolke7:


    Bezüglich des Lackes bin ich am Überlegen, ob ich es einfach lasse oder besteht hier die Gefahr, dass noch mehr abgeht?

    Liebe Grüße,

    Karina

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  • Auch wenn ich keine Ahnung habe, bin ich völlig von den Socken, dass eine Nähmaschine Baujahr 1952 mit Zubehör so super in Schuss sein kann. Die Vorbesitzerin hat wirklich sehr auf die Sachen aufgepasst.

    Eine Nähmaschine - und speziell so eine hochwertige wie diese Pfaff - war damals wahrscheinlich das teuerste Teil im Haus (siehe auch meine Signatur), natürlich wurde die gehegt und gepflegt.

    Gruß
    Detlef


    Die Pfaff meiner Mutter hat damals zwei Monatsgehälter gekostet und näht nach über 60 Jahren immer noch. Dann müsste eine Nähmaschine, die nur einen Tageslohn kostet, umgerechnet ein Jahr halten - tatsächlich, die meisten Maschinen dieser Preisklasse schaffen das sogar.

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  • Herzlichen Glückwunsch zum neuen Schätzchen.

    Wenn der Riemen reißt ist das gar kein Problem. Die Lederschnüre gibt es immer noch. Hebe aber den alten Riemen wegen der Länge auf und behalte die Klammer. Nicht jeder Händler führt auch die Klammer zum Verbinden der beiden Enden.

  • Puppenmutti: Oschka meinte in erster Linie wohl den Schnurkettenantrieb innerhalb der Maschine. Diese Schnurketten sind einzeln kaum zu bekommen (ich kenne nur eine sündhaft teure Quelle für Neuanfertigungen, bei der die alten Klammern weitergenutzt werden, in den USA) und der Austausch ist relativ aufwendig.

    Gruß
    Detlef


    Die Pfaff meiner Mutter hat damals zwei Monatsgehälter gekostet und näht nach über 60 Jahren immer noch. Dann müsste eine Nähmaschine, die nur einen Tageslohn kostet, umgerechnet ein Jahr halten - tatsächlich, die meisten Maschinen dieser Preisklasse schaffen das sogar.

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  • Puppenmutti


    Tatsächlich meine ich die Schnurrketten in der Nähmaschine.


    Aber trotzdem Danke für den Tipp. Ich habe tatsächlich in den Tiefen der Schrankschubladen noch einen Ersatzhaken für den Antriebsriemen gefunden. Der wird auch gleich mit aufgehoben.

    Liebe Grüße,

    Karina

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  • Anne Liebler

    Hat das Label Frage Nähmaschinentechnik hinzugefügt.
  • Na dann auch von mir herzlichen Glückwunsch zur "besten Haushaltsmaschine" die Pfaff je gebaut.:raddrehen:

    Auch wenn ich mich das 1000ste mal wiederhole, lasst das WD40 aus der Maschine und vom Lack weg. WD40 ist ein hervorragendes Mittel zum Lösen von erdölbasierten Verklebungen, aber es greift genauso die alten Lacke an und zwar langfristig, das sieht man oft erst Wochen und Monate später. Grundsätzlich sollte man den alten schwarzen Maschinen um Verharzungen zu lösen mit Petroleum arbeiten.

    Ich würde den Lack unbehandelt lassen, diese alten Maschinen sind mehrfach lackiert worden und mit Klarlack zum Schluß noch mal nachlackiert worden um die Muster und Schriftzüge zu schützen.


    Tip: Bevor Du an der Maschine rumschraubst, erst das Gestell richten. Das heißt, die Lager des Fußtritts lösen, fetten und wieder anziehen, den Pleuel zum Schwungrad lösen, fetten und wieder anziehen, das Kugellager vom Pleuel saubermachen und fetten und das Lager des Schwungrad selbst fetten.

    Wenn das ordentlich gemacht ist, läuft das Schwungrad nach Antritt ohne Knacken und Knarren 5 bis 10 Umdrehungen nahezu lautlos nach (Antritt natürlich ohne Riemen)

    Und danach klappe ich die Maschine hoch und öle mit Nähmaschinenöl alle erreichbaren beweglichen Reibungspunkte, die meisten davon sind mit einem roten Farbtupfer markiert und in der Anleitung beschrieben.


    Jetzt testen wir das ganze System mit aufgelegten Riemen, mit bissel Glück läuft die 130 jetzt schon so leicht, daß sie nach dem Antritt einige Stiche nur vom eigenen Schwung nachnäht.


    Sorry, wollte mich eigentlich gar nicht mehr so sehr reinhängen, aber bei den alten Eisenschweinen geht mir immer noch der Gaul durch.:o

    m@rtin
    Erbsus Mechanicus Martinui


    Und täglich frisch: Kluger Leute schlaue Sprüche!


    Das perfekte Alter liegt irgendwo zwischen
    ›junger Ignorant‹ und ›alter Besserwisser‹.

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  • Sorry, wollte mich eigentlich gar nicht mehr so sehr reinhängen, aber bei den alten Eisenschweinen geht mir immer noch der Gaul durch.

    Ich lese aber auch (obwohl keine alte Maschine im Besitz) so gerne deinen Erfahrungsschatz, weil es mich einfach interessiert. Danke dafür :daumen:

  • Foucault


    Danke für deine Hinweise!


    Der Fußtritt funktioniert wunderbar wie eine Rennmaus. Grösseres Problem war gerade, dass der ZZ-Hebel festgesessen hat (wie wohl bei vielen 130igern). Anhand der Tipps in den Foren von Josef haben das mein Mann und ich jetzt wieder gangbar gebracht. Transportversenkung tut auch wieder. Die hat auch geklemmt. Jetzt mache ich mich mal dran und versuche, dass ich sie eingefädelt und ein paar Stiche genäht bekomme.


    Auch auf die Gefahr hin, dass es auch nicht gut ist......ich verwende eigentlich immer Balistol lieber als WD40. Ich bin bisher davon ausgegangen, dass Balistol nicht schädlich ist.


    Aber man lernt ja bekanntlich nie aus.

    Liebe Grüße,

    Karina

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  • Ballistol ist ok, ich mag es wegen dem Geruch nicht sonderlich.

    Generell gilt aber, daß alle Kriechöle, also WD40, Caramba uvm fettlösend sind, und deswegen muss immer mit richtigem Öl nachgeölt werden.

    Und bevor ich es vergesse, ich würde die Finger bzw. den Schraubendreher vom ZickZack-Steller lassen, wenn der verstellt wird, braucht man richtig Ahnung zum korrekten Einstellen.


    Viel Spaß mit der 130

    m@rtin
    Erbsus Mechanicus Martinui


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  • Ballistol ist ok, ich mag es wegen dem Geruch nicht sonderlich.

    Gerade den Geruch mag ich sehr gerne :o



    Generell gilt aber, daß alle Kriechöle, also WD40, Caramba uvm fettlösend sind, und deswegen muss immer mit richtigem Öl nachgeölt werden.

    Ja, aufgrund deiner Aussage von vorhin, habe ich das vermutet und habe daher schon mit Nähmaschinenöl nachgeölt :king:



    Und bevor ich es vergesse, ich würde die Finger bzw. den Schraubendreher vom ZickZack-Steller lassen, wenn der verstellt wird, braucht man richtig Ahnung zum korrekten Einstellen.

    Auch diese Hinweise habe ich in Foren gefunden und als mein Mann mit dem Schraubendreher ran wollte, habe ich gleich Einspruch erhoben......Wir haben den hinteren Deckel abgemacht und haben von hinten durch Balistol rein (natürlich schön auf den Schnurantrieb achtgegeben). Dann haben wir den Hebel immer hin und her......ging am Anfang sauschwer.....jetzt tut es wieder.



    Ich freue mich auf jeden Fall riesieg, dass ich so tolle Unterstützung bekommen habe. Ohne eure Hilfe hätten wir das nicht so schnell hinbekommen!!


    Danke an Alle für euere Beiträge !!!!

    Liebe Grüße,

    Karina

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  • Herzlichen Glückwunsch! Eine tolle Maschine, die habe ich auch, allerdings ist meine Fuß-Hand-Hirn Koordination nicht so toll😅

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  • Puhhh..... geschafft. Alle Funktionen der Maschine sind jetzt wieder hergestellt und laufen wie geschmiert (haha Achtung Wortspiel ).


    Joly99 Ja, mit der Koordination habe ich so meine Probleme :doh: Mein Mann hat das eindeutig besser drauf :mad:


    Jetzt bin ich an der Einfädel-Thematik dran und brauche nochmal eure Hilfe. Der Oberfaden ist kein Problem. Ich hänge gerade am Unterfaden. In welche Richtung muss sich die Spule in der Spulenkapsel drehen - mit dem Uhrzeigersinn oder gegen den Uhrzeigersinn :confused::confused::confused:

    Wäre für Infos hierzu nochmal dankbar. Ich bekomme es irgendwie nicht hin :wuah:

    Liebe Grüße,

    Karina

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