Posts by Foucault

    Die Bemalung oder besser die Details sortieren die Maschine zeitlich in den Jugendstil ein, also Mitte 1.Weltkrieg bis zur Weltwirtschaftskrise 1928/1929. Diese Dekore finden sich ebenso bei einigen Pfaff und sehr prägnant bei den Phoenix Haushaltsmaschinen dieser Zeit.

    Ich kenne deine Maschine nicht, aber an den Fadenschneider würde ich als Laie nicht rangehen. Die Klingen haben neben ihrer Form eine ganz genaue Geometrie, also Anordnung, zueinander. Was evtl. hilft, ist ein winziges Tröpfchen Öl um zwischen den Klingen liegende Fadenreste oder Staubkörner raus zu spülen. Bei meiner PR1000 musste man aber schon einiges abschrauben um da ranzukommen.

    Bei mir bzw. meiner PR1000 waren häufige Fadenrisse eigentlich immer auf 2 Ursachen zurückzuführen: Entweder irgendwas mit der Fadenführung, zb Faden verschlingt sich auf der Kone, oder besonders heimtückisch, irgendwo hat sich etwas Verdreht bzw. gelöst zB Schraube, Plastikführung usw. und der Faden spleißt sich auf. Oder das Messer vom Fadenschneider war stumpf bzw. hatte sich verdreht um 1-2 mm.

    Eher selten das das Garn im Nadelöhr aufspleisst.

    Und vor allem in einem Stück herauslösen und nicht zerlegt ;)

    Auf Bild 5 siehst Du einen dünnen Metallstift in der Mitte des Stehbolzens. DIESEN solltest Du auf keinen Fall verlieren.

    Im übrigen wohne ich in der Nähe von Schwäbisch Hall, via Löwenstein ca 35km. von Heilbronn, falls alle Stricke reißen.:raddrehen:

    Also ich schließe mich mal Marion an und plädiere für die mittlere Viskosität, das ist ein guter Kompromiss zwischen Fliessfähigkeit und Haftfähigkeit.

    Bei sehr schnell laufenden Maschinen, die nicht nur 4000 bis 6000 Stiche können sondern auch so genutzt werden, zB Over/Coverlocker ist dünneres Öl die richtige Wahl, da diese auch eine Ölpumpe verbaut haben, die nicht nur aktiv Öl zu den Schmierstellen bringt, sondern auch damit kühlt.

    Bei den passiv geschmierten Maschinen (via Docht zum Beispiel) ist ein dickeren Öl von Vorteil. Da bei dieser Art der Schmierfilm mehr zum schmieren gedacht ist, und nicht zum Kühlen. Somit ist auch kein Ölkreislauf vorhanden und ist dünnem Öl würde ständig Öl aus allen Ecken der Maschine Tropfen, was eine elendig Sauerei ist.


    Also Litergebinde für 12-15 € ist ein guter Preis. So kauf ich es ein.

    Nur liegen keine 50 Jahre dazwischen, sondern es wurden ab den 50er Jahren immer wieder Modellnummern wiederholt. Siehe 530, 630, 730 usw.

    Bei Autos zB BMW und Mercedes ist bei den Nummern, bei VW und Opel bei den Namen ca im 7 Jahre Zyklus diese Wiederholung.

    Gilt natürlich für viele Produkte und ist sicherlich auch ein gutes Marketing und Vertriebskonzept. " Ah, Sie möchten eine Bernina 730, da gibt es jetzt die neue 730 der zweiten Generation...." und schon kann der Verkäufer basierend auf dem Wunsch des Kunden seinen ganzen Sermon runterleiern, was das neue Modell alles besser können soll als das alte.

    Damit kann der Verkäufer schon eine Beziehung zum Kunden aufbauen, weil sie ja ein gemeinsamen Startpunkt haben, nämlich die 730. Und das ist als Verkäufer viel einfacher als das gleiche Produkt mit vollkommen neuer Bezeichnung an den Mann oder die Frau zu bringen. Reine Psychologie.

    Wow, was für eine "kleine" Sammlung. Sind da vielleicht rein zufällig Nadelbriefchen "Pfaff 130BL" oder "Pfaff 130BR" bei? Er dürfen auch Schmetz oder Organ oder, oder sein. Falls du welche hast und mir je Eins gegen Entgeld überlassen könntest, kann ich den Viernadelbetrieb ausprobieren.

    Ehrlich gesagt, ich weiß es noch nicht. Die Nadeln sind zwar grob sortiert, aber ich hab die nur übernommen und eingelagert. Sind wohl überwiegend Industrie, habe zwar schon 130er und 134er gesehen und etliches von hauchdünn bis extrem stark und lang. Ich such ja noch nach einer Aufbewahrungsmethode, um möglichst auf einen Blick die richtige Nadel zu finden. Nach der spärlichen Bezeichnung sind es aber mehr als 4000 verschiedene Nadelsysteme, da wird hoffentlich dabei sein, was Du brauchst.

    Nein, natürlich nicht. Ich hoffe aber noch andere Schränken von anderen Herstellern zu finden. Werde wohl morgen in den Keller krabbeln und mal ein Auswahl von Nadelbriefchen heraussuchen, damit ich euch mal diese kunstvollen Briefchen zeigen kann. Allein darüber könnte man Bildband machen, von Gründerzeit, Kaiserreich, Jugendstil bis zur Bauhausmoderne um. ist da vorhanden.

    @Holzi ich muß da bestimmt einige nachbauen oder vom Apotheker zum Schneider umbauen. Zum Glück waren einige Eschen im Garten der Trockenheit zum Opfer gefallen und mussten gefällt werden, somit habe ich genügend Holz für solche Möbel.

    Mein Nadel Chaos: Es sind 10 oder 12 von den blauen Schubern da, und noch etliche offene Sortierkästen. Ich habe die Nadeln nie gezählt, aber es sind bestimmt mehr als 50 kg. Und das ist mein Problem, ich hätte gerne so einen antiken Nadelschrank oder möglichst viele Bilder davon, um den nachzubauen. Vielleicht weiß oder hat von Euch jemand so etwas?

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    Der JOJO Test ist ja eigentlich eine Notlösung, normalerweise wird ein definiertes Gewicht an den Faden gebunden und man hält die Spulenkapsel fest und schaut ob der Faden gerade nicht mehr herausgezogen wird.

    Die Knopflochspulenkapsel war deutlich fester eingestellt als die normale Kapsel. Diese Gewichte kann man als Set kaufen. Etwa 4-30 gramm, ich weiß es nicht mehr auswendig, aber ich meine bei der Pfaff wäre unter 10gr normale und 16-20gr für Knopflöcher gewesen. Kann ich aber nachschauen wenn es wichtig sein sollte.

    Die ersten "Geh-Versuche" mit der alten Dame. Etwas krakelig noch, aber das wird noch besser...versprochen

    :dafür:



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    Ich würde mal bei dieser Art Material den Füßchendruck ein wenig erhöhen.

    Der bei Dir verbaute Transporter hat den Pyramidenschliff, der ist für ganz zarte Gewebe, Blusenstoffe, Seide usw. Der Pyramidenschliff ist nicht ganz so zugreifend wie der Sägezahnschliff. Vielleicht war Dein Maschinchen für eine Damenschneiderei gekauft worden?

    Dafür kann sie mit den speziellen 130BL und 130BR sogar vier Nadeln aufnehmen. Die Spezialnadeln sind Flachkolben die nicht hinten sondern links und rechts abgeflacht sind. Die kann man mit den flachen Seiten aneinander legen und gemeinsam in die mittlere Aufnahme des Nadelhalters stecken. Leider gibt es diese Nadeln nirgendwo mehr zu kaufen und meine beiden letzten Sätze bleiben schön sauber verpackt und ungenutzt.

    Bin ich jetzt böse, wenn ich mal frage, Du nutzt die Nadeln nicht und hebst sie nur auf? Aber dann brauchst Du sie auch nicht. Warum dann aufbewahren?:talk:

    Allerdings stell ich mir selbst die gleiche Frage, ich habe da nämlich auch noch eine "kleine" Sammlung mit ein paar tausend Nadelbriefchen.:doh:

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