Gritzner tipmatic 1035 DFT

  • Die Hebamme kann man ganz schnell selber machen. Meine Oma war Schneiderin und hatte sich ein längeres Stück Pappe zugeschnitten und entsprechend gefaltet. Streifen Pappe ca. 1 cm breit und etwa 15 cm lang schneiden. Dieser Streifen wird gefaltet bis die Höhe der Naht passt.


    LG
    Hobbyfee



    Ich werde mir diesen Pappstreifen gleich mal zurechtschneiden. Vielen Dank für den Tipp.

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  • Hallo zusammen,


    ich habe mal eine Frage an euch zum Geradstich.
    Normal soll er von oben und unten ja gleich aussehen.
    Jetzt habe ich je nach Stoff immer mal das Problem, dass der Oberfaden zwar sehr schön aussieht, aber der Unterfaden ist dann nicht genau so schön wie der Oberfaden.
    Bisher weiss ich leider nicht genau, wo ich das am besten einstellen kann. Liegt das an der Oberfadenspannung? Ich muss mal ein Bild einstellen, ich habe hier schon im Forum gesucht, ob jemand das gleiche Problem hat, bisher bin ich leider nicht fündig geworden.

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  • Hast Du de#ie Unterfadenspule entnommen und getestet, indem Du am Faden festhielst und eine leinste Bewegung machst, rollt dann der Faden ab`nicht zu leicht, nicht zu stramm?
    Ist der Unterfaden gleichmässig aufgerollt worden?
    Passt die Unterfadenspule 100%? Ich hatte Spulen hier, die zwar 'reinpassten, aber 0.4mm zu hoch waren, mit denen hatte ich auch Probleme.
    Sind irgendwo Fussel, z.B. unter der Stichplatte?
    Oder in der Obenfadenspannung? (Ungewachste Zahnseide kann da helfen) oder...
    An das Öl gedacht?
    Welche Einstellung hat die Oberfadenspannung?
    Welcher Nadeltyp?
    Stärke/Größe von Nadelöhr/Nadel?
    Ist die Nadel richtig montiert? (hoch genig, richtig herum...) Ev. im Stress nicht so gut aufgepasst, nicht als Bezweifeln gedacht.
    Nadel frisch?
    Welcher Obenfaden, welcher Unterfaden (der darf bei meiner Gritzner 6152 unten z.B. nur max. 'ne 35er Stärke haben)
    Welcher Stoff? Wieviele Lagen?
    Es muss alles zusammenpassen...
    Bei der 6152 kann man auch ohne eine Taste gedrückt zu haben nähen, man muss aber die Taste für Geradestiche/Zick-Zackstich gedrückt haben, um ein gleichmäßiges Stichbild oben und unten zu bekommen. Ev. ist das bei Deiner Version auch so?
    Muss gleich in die Arbeit, mit viel Glück ist zwischenrein nicht viel los (so wie am Dienstag), dann kann ich tagsüber nochmal 'reinschauen.
    Viel Glück!

  • stell mal ein Foto ein... dann ist die Ursachenforschung leichter ;)



    LG, Steffi

    was wär´ das Leben ohne Naht??? es wäre öd´und blöd´und fad!!!

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  • Hallo,


    vielen lieben Dank für deine ausführliche Nachricht.


    Ich gehe mal alle Punkte genau durch.


    An der Spule habe ich bisher nichts gemacht. Die Maschine wurde von dem Techniker vor dem Verschicken überprüft und eingestellt, da lag dann so ein Probeläppchen mit dabei, welche Nähte er schon genäht hat. Ich musste dann für meinen Geschmack nochmal die Stichlänge kleiner einstellen und auch die Oberfadenspannung verändern, mehr habe ich dann bisher noch nicht eingestellt.
    An die Spule habe ich mich auch früher schon nie dran getraut, weil sie da schon schreiben, die wäre vom Werk aus richtig eingestellt, aber, es muss ja nicht so sein, bei 100.000den Maschinen, die über die Bänder laufen.


    Ich werde dann noch Testnähte machen und wenn es dann wieder nicht so toll auf der Unterseite ist, stelle ich die Bilder ein.
    Ich meine, ich habe das auch mal irgendwo gesehen, wo die untere Naht auch so aussah, wie meine.




  • Hi nochmal,
    ich meinte 2 verschiedene Teile und habe beide als Unterfadenspule bezeichnet.
    Einmal das Teil, ín das Du die Unterfadenspule einlegst = Spulenkapsel = auch wenn das der Techniker eingestellt hat, wenn Du einen anderen Faden verwendest als er verwendet hatte, kann ein Veränderng der Spannung nötig sein (gleiches gilt für die Oberfadenspannung).
    Dann die Spulen:
    bei mir waren vom (Fach-)Verkäufer her falsche Spulen dabei. Eben 0.4mm zu hoch.
    Meine dürfen nur 21.6 (Durchmesser) x 8.6 mm (Höhe) groß sein, viele der Spulen, die im Internet für die Gritzner angeboten werden sind aber oft 9.0mm hoch, manche sogar 9.2mm.
    Ich hatte den Gritzner Rechteinhaber/Auftragsbauenlasser oder wie man auch immer das in diesem Fall nennen soll (Marco Seitz) angeschrieben und mit einem Messschieber (hier in der Region Schieblehre genannt) nachgemessen.
    Probeläppchen: deutlich anderer Stofftyp als der von Dir verwendete?
    Fotos wären wirklich nicht schlecht.
    Fingers crossed

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  • Hallo,

    Dann die Spulen:
    bei mir waren vom (Fach-)Verkäufer her falsche Spulen dabei. Eben 0.4mm zu hoch.
    Meine dürfen nur 21.6 (Durchmesser) x 8.6 mm (Höhe) groß sein, viele der Spulen, die im Internet für die Gritzner angeboten werden sind aber oft 9.0mm hoch, manche sogar 9.2mm.


    Die Spulen für die Pfaff-Originale sind 21,9 x 9,0 (8,9) mm, die Spulen für Singer, Adler, Riccar usw. sind 21,2 x 9,2.
    Letztere sind zu hoch für Pfaff-Doppelumlaufgreifer und klemmen schon mal gerne.
    Wenn man nicht genau hinschaut, dann kann man beide auch leicht verwechseln. Hier gibt es eine Übersicht.


    Ich kann mir nur schwerlich vorstellen, das Gritzner eine Pfaff Tipmatic 1:1 weiterbaut und dann einen eigenen Greifer mit Spulenkapsel entwickelt, in dem die üblichen Pfaff-Spulen für Doppelumlaufgreifer nicht passen.
    Ein Onlineshop bietet Kunststoffspulen in 21,7 x 8,7 und Metallspulen in 21,7 x 8,8 mm jeweils als passend für Pfaff und Gritzner Maschinen an - so ganz genau scheint man es nicht zu nehmen, 9,2 mm Höhe geht aber definitiv nicht.


    Da wegen des Spulers Kunststoffspulen empfohlen werden, dürften die o.g. passen.

    Gruß
    Detlef


    Die Pfaff meiner Mutter hat damals zwei Monatsgehälter gekostet und näht nach über 60 Jahren immer noch. Dann müsste eine Nähmaschine, die nur einen Tageslohn kostet, umgerechnet ein Jahr halten - tatsächlich, die meisten Maschinen dieser Preisklasse schaffen das sogar.

    Einmal editiert, zuletzt von kledet ()

  • Hi
    danke, ich kenne die Übersicht, war auch überrascht.
    Wie gesagt, ich hatte die angeschrieben und das ist deren Antwort (habe das Maß extra aus deren Mail herauskopiert, um ja nicht falsche Details zu zitieren).
    Es gibt aber gerade in Spulenbereich tatsächlich mindestens einen Unterschied:
    die goldfarbene 'Titan-Beschichtung' auf die auch immer wieder gerne hingewiesen wird.
    Eventuell ist die der Grund für das andere Maß? Sie haben es nicht erklärt, obwohl ich mehr als nur ein Mail schrieb. Soweit ich weiss ist die auch in der 1035... verwendet worden
    Umlaufgreifer Titan.jpg
    Ergänzung:
    Meine Gritzner kann auch nur bis 35er Unterfaden (ich denke ich kann die Info wiederfinden, stand bei einem der Händler, die sich für die Maschine aussprechen), soweit ich weiss hat die Pfaff von damals nicht diese Begrenzung. Ev. der gleiche Grund?


    Ergänzung 2: Hmmm ich denke das wurde auf 30 geändert (Oberfaden):

    Zitat

    Der Umlaufgreifer der tipmatic-Serie näht Fäden bis zur Stärke 30....Dazu muss auf jeden Fall die richtige Nadel verwendet werden, sie braucht für den dicken Faden ein großes Öhr und eine entsprechend dicke Rille in der Nadel. Da ich ungerne mit dickeren Nadeln als 90er nähe, benutze ich die Nadel 130N in Stärke 90 für Garne bis Stärke 36 (Mettler extra stark). Das ist eine spezielle Nadel mit einem extra großem Öhr. Für Ziersteppnähte mit 30er Garn muss zwingend eine 120er Nadel verwendet werden, wenn die Naht jedoch "nur" extrem haltbar sein soll, benutze ich Serafil 60 von Amann, das ist ein dünnes, aber äußerst reißfestes Garn.

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  • Hi
    danke, ich kenne die Übersicht, war auch überrascht.
    Wie gesagt, ich hatte die angeschrieben und das ist deren Antwort (habe das Maß extra aus deren Mail herauskopiert, um ja nicht falsche Details zu zitieren).
    Es gibt aber gerade in Spulenbereich tatsächlich mindestens einen Unterschied:
    die goldfarbene 'Titan-Beschichtung' auf die auch immer wieder gerne hingewiesen wird.
    Eventuell ist die der Grund für das andere Maß? Sie haben es nicht erklärt, obwohl ich mehr als nur ein Mail schrieb. Soweit ich weiss ist die auch in der 1035... verwendet worden


    Mit dem "Goldgreifer" hast du natürlich Recht, aber das ist doch eigentlich nur eine andere Beschichtung.
    Ich glaube, ich muss mal mit meinen alten Metallspulen an eine junge Gritzner gehen.
    Merkwürdig das Ganze :confused:


    Ergänzung:
    Meine Gritzner kann auch nur bis 35er Unterfaden (ich denke ich kann die Info wiederfinden, stand bei einem der Händler, die sich für die Maschine aussprechen), soweit ich weiss hat die Pfaff von damals nicht diese Begrenzung. Ev. der gleiche Grund?


    Ergänzung 2: Hmmm ich denke das wurde auf 30 geändert (Oberfaden):


    Mein Pfaff-Mechaniker gab mir mal den Tipp, sehr dickes Garn in die Unterfadenspule zu tun und ein dünneres für den Oberfaden und dann die "gute" Seite nach unten zu legen.
    Ab bei 36er oder 30er Garn wird es oft sehr trickelig, da passe ich Ober- und Unterfadenspannung mit Testnähten an, bis es passt.

    Gruß
    Detlef


    Die Pfaff meiner Mutter hat damals zwei Monatsgehälter gekostet und näht nach über 60 Jahren immer noch. Dann müsste eine Nähmaschine, die nur einen Tageslohn kostet, umgerechnet ein Jahr halten - tatsächlich, die meisten Maschinen dieser Preisklasse schaffen das sogar.

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  • Vielleicht ist aber die Schicht dicker, über eine anderen hinweg gemacht worden oder braucht mehr Platz aus anderen Gründen? Ich komme ja selbst aus dem Metallverarbeitenden Beruf, manchmal haben Metallkombis überraschende Folgen.
    Bin sehr gespannt ob des Ergebnisses Deines Versuches, egal wann.
    Angeschrieben hatte ich die u.a., da ich, wenn ich schon b#nochmals neue Spulen kaufen muss (Kunststoff), dann wenigstens 100% die richtigen haben wollte und 2 Internetverkäufer (beide Nähmaschinereparatur... dabei) verschiedene Größenbeschreibungen dabei hatten. Beide übrigens nicht die vom Mitarbeiter des Herrn Seitz genannte (einma 8.8mm und einmal 9mm).

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  • Hallo Zusammen,


    ich habe mal einiges probiert in der Zeit.
    Ich habe es jetzt schonmal geschafft, die dicken Nähte ohne Probleme zu nähen. Habe ein paar Einstellungen verändert. Da bin ich jetzt schonmal erleichtert, dass die dicken Nähte klappen.


    Ich komme aber immer noch nicht mit dem Unterfaden weiter, dass er sauberer aussieht. Ich habe schon an der Spulen-Schraube etwas verstellt, brachte keine Verbesserung. Ich konnte drehen, wie ich wollte, keine Besserung.
    Es sieht danach aus, als wenn der Unterfaden zu locker genäht wird. Oberfaden sauber genäht, aber Unterfaden teilweise schräge Stiche und dann nicht schön sauber.


    Das stimmt allerdings, das Probeläppchen und das Garn vom Techniker ist ja nicht identisch mit meinen Stoffen und Garn. Am Anfang habe ich da auch direkt schon die Oberfadenspannung verändern müssen.


    Ich will jetzt in Kürze nochmal eine Probenaht nähen und stelle das Bild dann ein.


    Die Spulen sollten die richtigen sein, passen da auch ohne Probleme hinein.

  • Hallo michelle,
    ich würde mir auf jeden Fall eine zweite Spulenkapsel zulegen und diese zum Herumexperimentieren nehmen, das kostet nicht die Welt. Dann kannst du eine für dünne und eine für dickere Garne pasend justieren.


    Die Unterfadenspannung nach der Jojo-Methode einstellen, das steht im Handbuch auf Seite 10.


    Zeig mal ein Bild von der Nahtunterseite, damit wir sehen können, was du mit schräge Stiche genau meinst. Einen leichten Versatz wie ein Sägezahnmuster lässt sich nicht immer verhindern.

    Gruß
    Detlef


    Die Pfaff meiner Mutter hat damals zwei Monatsgehälter gekostet und näht nach über 60 Jahren immer noch. Dann müsste eine Nähmaschine, die nur einen Tageslohn kostet, umgerechnet ein Jahr halten - tatsächlich, die meisten Maschinen dieser Preisklasse schaffen das sogar.

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  • Hallo Detlef,


    das ist wirklich eine sehr gute Idee mit der 2. Spulenkapsel.
    Ich habe jetzt erst neue Nadeln und Kunststoffspulen bekommen.
    Ich denke auch, dass ich einfach unterschiedliche Spannungen für die Stoffe benötige und werde wohl mit einer Einstellung nicht alles nähen können, sodass das Naht-Bild immer gleich zufriedenstellend ist.
    Ich stelle in Kürze Bilder ein.



    Viele Grüße


    Michelle

  • Hallo zusammen,


    ich melde mich nach langer Zeit zurück.
    Ich muss sagen, ich bin mit meiner Gritzner sehr zufrieden. Ich habe wirklich ein paar Wochen gebraucht, um mich einzunähen und ich habe es auch geschafft, die dicken Stoffe zu nähen, ein wenig die Maschine ausgetrickst und schon klappte es.


    Das einzige Problem ist im Moment ein recht hoher Nadelverschleiss. Ich nähe ja sehr viel Fleecestoffe und meine Nadeln sind ziemlich schnell stumpf.
    Man kann sagen, dass ich im Schnitt, 2-3 mal die Woche eine neue Nadel einsetzen muss. Ich habe die Nadeln von Schmetz und ich stelle sehr häufig an den Spitzen Absplitterungen fest, die Nadelspitze ist nicht abgebrochen, aber, so abgesplittert im Metall. Sind das vielleicht Fehlproduktionen? Ich habe vorher mit der alten Maschine so einen hohen Nadelverschleiss nicht gehabt.

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  • Beitrag von dark_soul ()

    Dieser Beitrag wurde von Anne Liebler gelöscht ().
  • Ja, das ist alles andere als normal. Normalerweise kann an der Nadel nichts absplittern und eine Fehlproduktion erscheint mir nicht wahrscheinlich.
    Schau mal ganz genau beim langsamen Drehen mit dem Handrad, ob die Nadel irgendwo gegen stößt.

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  • Hallo zusammen, ich hatte mir ja nochmal Nadeln nachbestellt, vom gleichen Nähshop, ich denke, da kamen dann wieder die gleichen Chargen, wie beim letzten Mal. Es ist aber nicht mit jeder Nadel so passiert, dass es vorne an der Spitze absplittert, zum Glück nicht, allerdings sind die Nadeln sehr schnell stumpf und man hört dann auch das Geräusch beim Nähen, dass sie stumpf sind und ich sie auswechseln muss. Ich nähe zur Zeit täglich Fleecesachen und ich habe gelesen, dass die Nadeln bei Fleece schnell stumpf werden.

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