Beiträge von HanneKanne

    Nach langer Zeit mal wieder ein Beitrag von mir.


    Der Eine oder Andere hat vielleicht im Familien- oder Freundeskreis einen Rollstuhlfahrer. Im Winter wird es da mit einer dicken Winterjacke schnell unbequem. Die Jacke wurschtelt sich am Bauch zusammen und stört einfach nur. Ohne Jacke ist es natürlich viel zu kalt, zumal man deutlich weniger Bewegung hat als ein Fußgänger.


    Kleidung, die extra auf Rollstuhlfahrer zugeschnitten ist, ist allerdings kaum bezahlbar. Deshalb habe ich vorhandene Kleidung geändert. Vielleicht kann jemand die Anleitung dazu gebrauchen:


    1. Seitennähte bis 5 cm unter dem Arm auftrennen

    2. einen nicht teilbaren Reißverschluss einnähen – fertig.


    Für Jemanden der zu Hause noch kurze Wege aufrecht laufen kann bietet das die Möglichkeit den Reißverschluss bei Bedarf zu schließen. Im Rollstuhl sitzend wird er geöffnet.


    Einen Reißverschluss einzunähen stellt für mich eine Hürde dar, die ich nicht mehr wuppe. Deshalb hier noch eine 2. Möglichkeit, die zumindest bei einer Weste gut klappt:



    1. Die Weste sollte eine Konfektionsgröße zu groß sein.

    2. Seitennähte komplett auftrennen

    3. Kanten mit Schrägband versäubern

    4. Seitenteile ca. 5 cm übereinanderlegen um auf den passenden Brustumfang zu kommen (ausprobieren am Deliquenten!)

    5. etwa 5 - 7 cm unter dem Arm die beiden Lagen zusammennähen

    6. auf jeder Seite noch 2 Druckknöpfe anbringen, um die Seiten bei Bedarf schließen zu können - fertig


    Die Druckknöpfe hat mein Mann (unter Aufsicht 😊) angebracht, weil ich dafür nicht mehr die Kraft habe.


    Statt der großen Wurschtelei am Bauch liegt das Vorderteil nun glatt bis auf den Schoß. Das ist nicht nur viel angenehmer zu tragen, sondern es hat auch noch mehr Vorteile. Das Vorderteil wärmt zusätzlich die Oberschenkel und es verdeckt zuverlässig eine offene Hose, Schläuche o.Ä..



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    Tremor ... geeigneten Nadeleinfädler

    Ob der von Prym oder der von Clover besser geeignet wäre, kann ich dir nicht sagen. Aber eins weiß ich sicher: Ich würde mich über so ein Geschenk sehr freuen, weil der Schenkende sich wirklich Gedanken gemacht hat, wie er mir eine Freude machen kann.


    Ich hatte ja hier (2017?) schon mal geschrieben, dass ich einen Tremor habe und mir Hilfsmittel baue. Inzwischen kann ich fast nichts mehr nähen, lese hier aber manchmal noch still mit.

    Sobald man irgendwo seine Daten hergeben soll bin ich raus. Verbunden war das Ganze ja auch mit "Hier könnt ihr extra reduzierten Stoff kaufen". Das gefiel mir auch nicht so recht.


    So eine Aktion als Solches finde ich aber gut. Ich habe überlegt, ob ich nicht aus Stoffresten Turnbeutel, Pinseltäschchen und Ähnliches nähe und die Sachen hier vor Ort in eine Grundschule bringe.


    Ohne diese Aktion wäre ich allendings nicht auf so eine Idee gekommen.

    und am Montag kommt Besuch...

    Was soll ich sagen, es wurde etwas mehr und etwas längerer Besuch. 8| Gestern habe ich einen Tag Urlaub gebraucht und im Nähzimmer alle anderen Projekte ordentlich eingetütet und damit wieder Platz geschaffen.


    Heute habe ich das Schnittmuster ausgeschnitten (es hat meine Wunschlänge, jipieh :dance:), neue alte Bettwäsche an den Nähten aufgeschnitten und gebügelt. So ein Bettbezug ergibt eine schöne Stoffbahn von 3,90m x 1,30m.

    Jetzt bin ich schon wieder platt, aber ich stehe endlich in den Startlöchern. :buegeln:

    und ich würde mit bauschaum ausschäumen.

    Bauschaum ist ungeeignet hat mein GG gesagt. Auf die Idee bin ich nämlich auch einmal verfallen.


    Bauschaum baut von innen her Druck auf, um in alle Ecken zu quellen und feinste Risse und Ecken abzudichten. Das würde die fragile Klebebandschicht verformen und aufblähen wie einen Luftballon und am Ende auch nicht deine Formen widerspiegeln.

    Aber ich steh einfach mit Bündchen einfassen auf Kriegsfuss ...............Gibt es da Tricks?

    Ich nähe auf dem weiteren Stoff eine einfache Steppnaht mit Stichlänge 5. Dabei stelle ich die Oberfadenspannung sehr locker. Auf einer Seite verknote ich die Fäden und auf der anderen Seite ziehe ich am Unterfaden, bis der Stoff die gleiche Länge hat wie das Bündchen. Dann verknote ich auch hier die Fäden und verteile den Stoff gleichmäßig und möglichst faltenfrei über die ganze Länge. Dann erst stecke ich das Bündchen an den Stoff.

    Das hier war mein erster Versuch mit Bündchen:

    https://www.hobbyschneiderin.d…llover-2-jpg/&thumbnail=1

    Hat gut geklappt.

    Nach dem Annähen des Bündchens habe ich beherzt an einigen Stellen gezogen, damit der Faden der Steppnaht reißt und die Naht wieder elastisch wird.

    Nö, nicht blöd, manchmal ist es einfach eine Ecke zu viel für das Hirn. Lustig ist auch der Gummi für das Verschließen einer Buchhülle, wenn der nach dem Wenden im Futter verschwindet.

    Jaaa.... dort sollte der eigentlich nicht hin.


    Man muss manchmal um 3 Ecken denken beim Nähen, das ist dann auch einmal eine Ecke zu viel. Oder man will es besonders gut machen und denkt gleich um 4 Ecken. Das Ergebnis ist das Gleiche. ;)

    Ja klar gibt es Foddos wenn es soweit ist. Ich bin so froh, dass ich mich dann doch getraut habe.


    Bis dahin mache ich eine Kissenliege für den Enkel und ändere weiter Strickkleider zu Pullovern um. Das lenkt ab, ist produktiv und hindert mich am hibbeln. ;)

    statt Kragen mit Steg würde ich lieber einen Umlegekragen machen, der ist weniger aufwändig in der Verarbeitung.

    Das ist völlig in Ordnung, ein Kragen mit Steg würde mich sogar überfordern.



    - eine Version mit Brustabnäher, eine mit Wiener Nähten

    - Kragen mit Steg, Rundhals, V-Ausschnitt als Variante eingezeichnet

    - Kurzarm und Langarm

    Das finde ich sehr variabel einsetzbar und erspart mir, dass ich selbst an Ausschnittvarianten tüfteln muss.

    Ich freu mich drauf.

    .....da bin ich einfach zu groß dafür. Die Taille hängt mir immer zu hoch und damit natürlich auch jeder Abnäher. Gut, damals war ich unter den Größeren, als man so 1,67 m im Schnitt groß war, aber heute ist doch 1,72/74 m absoluter Durchschnitt und es gibt viele Frauen die größer sind. Ich hatte inzwischen sogar schon eine gekaute Hose, die ich kürzen musste

    Mit der Größe stimme ich dir voll zu. Die Models, die uns die aktuellen Sachen in den Katalogen vor die Nase halten sind alle deutlich über 1,75m - eher so bei 1,80m. Wenn ich dann so ein Kleidungsstück bestelle, dann ist es ganz massiv zu kurz.

    Vor vielen Jahren habe ich mir erlaubt mehrere Versender anzuschreiben und sie gebeten mir diese Differenzen zu erklären. Das Ergebnis war eigentlich von vornherein klar: Nicht einer hatte es nötig zu antworten.



    Für deine gekaute Hose schenke ich dir noch ein "f" und ein "l". Du darfst dir aussuchen, welchen Buchstaben du haben möchtest. *duck und wech* :rofl:

    So, jetzt weiß ich, was ein Akromium ist und sehe, dass ich schmalere Schultern habe als der Standart. Nun gut, dass wird mich jetzt nicht völlig verstört zurück lassen. Damit kann ich leben.

    Zum gerechten Ausgleich kann ich wenigsten am Bauch ein Plus verbuchen. :pfeifen:


    Das war mir nicht ganz unbekannt. ;)


    Danke für die Tabelle. :thumbup:

    einfach bestellt zum Ausprobieren. Der Shop ist aus Polen - und ich muss sagen, ich war zwar erst skeptisch, weil ich schon viel Negatives gelesen hatte, aber dennoch sehr positiv überrascht:

    Verrätst du uns die Quelle? Falls das wegen Schleichwerbung und so nicht geht, dann gerne auch als private Nachricht.


    Gefällt mir sehr gut, da könnte ich vielleicht meine Tochter beschenken. Die näht nämlich auch und hat einen Zwerg im passenden Alter.

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