... Sehe ich etwas anders...
Ich hatte zBsp noch ein Stück Charmeuse und wollte mir eine Radler für unter Kleider und Röcke nähen. Ich schaue dann in welche Richtung sich der Stoff dehnt und nehme das in der Breite...
So mache ich das auch bei Schlüppis und Hemdchen. Gerade wenn man noch Reststücke hat und längs und quer nicht mehr bestimmen kann.
Ich finde es ist wichtig das Hintergrundwissen für den Faden/Maschenlauf zu haben. Und was die Dehnrichtung im fertigen Kleidungsstück macht.
Auch Webware ist quer zur Stoffbahn, also über die kurze Seite dehnbarer als in Laufrichtung, auch wenn man denkt diese Stoffe seien doch ganz starr. Das liegt daran dass die Fäden hier ja kürzer sind als die laaangen in der Längsrichtung.
Der Effekt ist so gesehen klein, aber im fertigen Kleidungsstück macht es einen riesen Unterschied... ich hatte mal ein Kleid (Kaufkleid) das war „falsch rum“ genäht... boah sowas von unbequem!!!
Auch bei großen Jerseystücken schaue in nach den größten Dehnrichtung und schneide entsprechend zu.