Frage zu Stickgarn - wieder einmal

  • Hallo,
    ich bin noch nicht so lange hier im Forum unterwegs und eher der stille Mitleser. Ich arbeite mit einer Brother Innov-IS 750E und bin Anfängerin. Ich habe mir verschiedene Garne zum Sticken gekauft, u.a. von Madeira und dann auch No Name Garne aus Rayon der Stärke 120D. Letztere sind 2000 m Konen, die ich (das wußte ich aber schon vorher) nicht aufstecken kann und habe mir somit einen Konenständer aus Holz gebaut, wie es zuhauf Anleitungen im Internet gibt. Mein Problem ist einfach, dass die Madeira-Garne wunderbar abwickeln, die No Name Garne jedoch oft reißen.
    Woran liegt das? An der Stärke, an Rayon? Richtig schön werden diese Fäden eigentlich nur verstickt, wenn ich die Garnrolle in der Hand halte.
    Abgesehen davon: Was hat es mit der Bezeichnung 2- oder 3-Fädig auf sich?


    Danke für Eure Hilfe,


    Steffi

  • Hallo Steffi,
    ich bin zwar nicht die Stickexpertin, arbeite aber auch mit Madeira am Spulenhalter an der Maschine und Konen auf einem selbstgebauten Ständer dahinter.
    Ich bin jetzt nicht der Fan von "Noname"-Garnen, weil ich damit bei Nähgarnen schlechte Erfahrungen gemacht habe. Eben, dass sie schlechter aufgespult sind, der Faden öfter reißt etc. deshalb kaufe ich diese nicht mehr.
    Das heißt aber nicht, dass alle schlecht sind. Ich habe mal einen Posten Madeira gekauft (vermutlich alt), da waren die Garne anders aufgespult als die neuen Garne, die rissen dann auf dem Spulenhalter oder wickelten schlecht ab aber seit ich sie über den Ständer nutze funktionieren diese auch.
    Dass sie deine Garne nutzbar sind, wenn Du sie in der Hand hältst, könnte darauf hindeuten, dass der Ständer falsch platziert ist oder vielleicht zu niedrig gebaut. Ohne Bild kann ich das aber nicht beurteilen.
    Kannst Du vielleicht mal ein Foto machen und einstellen, damit man sieht, wie der Faden in die Maschine läuft?


    2-oder 3-fadig sind die Fäden, die zum Garn miteinander verzwirbelt werden.

    Liebe Grüße aus der Pfalz!
    Susanne


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  • Dass sie deine Garne nutzbar sind, wenn Du sie in der Hand hältst, könnte darauf hindeuten, dass der Ständer falsch platziert ist oder vielleicht zu niedrig gebaut.


    Je größer so eine Kone, desto besser wird es grundsätzlich funktionieren, wenn die Achse des Spulenhalters waagrecht liegt. Nur vom Überlegen her.


    Liebe Grüße
    Schnägge

  • Danke Ihr Beiden. Fotos kommen jedoch erst am Wochenende. Ja, das mit der Überlegung des waagrechten Konenhalters ist mir auch schon gekommen, weil ich so die Kone auch in der Hand halte. Schon wieder bauen, so ein Mist.
    Aber heißt 2-/3-fädig, dass ein 3-fädiger Faden sich mehr oder weniger gut verarbeiten lässt oder dicker ist? Ich kapiere es nicht ganz....

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  • Also meine Brother mag am Liebsten die Brothergarne, die ich gerne bei Thomas Sommer kaufe. Leider gibt es nicht mehr alle Farben und dann weiche ich bei den Madeira Garnen am Liebsten auf die Polyneon-Garne zu. Die reißen nicht so schnell und meine Maschine mag sie auch.


    Hast du mal versucht, die Garnrollen in ein schmales Trinkglas zu stellen, wo die Konen stehen bleiben und nicht umkippen können?

    Liebe Grüße Sabine



    Wenn du einen Beruf hast, der dir Spaß macht, brauchst du nie wieder zu arbeiten!


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  • Hallo Steffi,


    Mein Problem ist einfach, dass die Madeira-Garne wunderbar abwickeln, die No Name Garne jedoch oft reißen.


    Ich sticke auh mit Madeira und habe keine Probleme, daß irgendwetwas reißt oder nicht abwickelt. Meine versuche mit NoName waren bescheiden, denn weder von Erfolg noch von einem schönen Ergebnis gekrönt.
    Was einem vorher nicht so ganz klar ist, zumindest ging es mir so, daß das Verbrauchsmaterial beim Sticken ganz schön zu Buche schlagen kann. Für mich habe ich jedoch entschieden, daß ich am Garn nicht spare.

    Grüße
    Susanne

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  • Aber heißt 2-/3-fädig, dass ein 3-fädiger Faden sich mehr oder weniger gut verarbeiten lässt oder dicker ist? Ich kapiere es nicht ganz....


    ich kann es dir nur vom Spinnen her erklären. Es werden je nachdem zwei oder drei gesponnenen Fäden verzwirnt. Und die Dicke des Fadens richtet sich nach dem Grundfaden. Stärke 120 ist in dem Fall die Endstärke. Eine Verzwirnung kann lose oder fester sein. Normalerweise ist dreifädig haltbarere (muss aber nicht). Fäden können aus gutem langfasrigem Grundmaterial oder Kurzfasrigem sein. Je nach Grundmaterial wenig oder heftig fusseln und reißen. Steht also z.B. Viscose Stärke 120 drauf, heißt das noch gar nichts.

    "lass die Sonne rein ... "

    ... und Grüße

    Doro :laola:

  • Je größer so eine Kone, desto besser wird es grundsätzlich funktionieren, wenn die Achse des Spulenhalters waagrecht liegt. Nur vom Überlegen her.


    Liebe Grüße
    Schnägge


    Meine Spulen stehen und es wird senkrecht nach oben abgespult und über einen "Haken" hinter der Maschine in die Führung der Sticki gefädelt. Das funktioniert tadellos. Dabei ist es unerheblich wie groß die Spulen sind. Die kleinen lege ich allerdings direkt in der Sticki ein. Nur bei den "alten" Madeira geht das nicht, weil sich dort beim Abspulen immer mehre Lagen mitabzwirbeln. Stehend im Konenhalter passiert das nicht, weil da der Faden nach oben und nicht auf die Seite geht.

    Liebe Grüße aus der Pfalz!
    Susanne


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  • Ich spare auch nicht an der Qualität des Stickgarns. Zu schnell ist die schöne Arbeit dahin.
    Bisher habe ich kleine Garnmengen von Madeira Rayon 40 und auch kleine Spulen von Sulky verarbeitet. Das Garn auf den kleinen Spulen von Madeira verheddert sich gern auf der Spule, das ist mir bei den Sulky-Garnen noch nicht passiert. So kam es dann zum Fadenriß bzw. Störungsmeldungen der Maschine. Ich habe aber auch keinen extra Garnständer weil ich bei meiner Maschine (Singer Futura) bei Farbwechsel eh die neue Farbe neu einfädeln muss. So steckt nur immer eine Garnrolle an der Maschine. Es dauert vielleicht etwas länger aber es ist übersichtlich.
    Jetzt benutze ich immer nur den unteren Garnhalter. Da ist der Weg des Garns etwas weiter bis zur Fadenführung der Maschine. Es "läuft" dort störungsfreier.
    Größere Kronen habe ich bisher noch nicht verwendet. Nur 200 und 500 g Mengen. Aber das ist wohl auch eine finanzielle Frage. Das Stickgarn ist ja nicht gerade billig und für schöne Stickereien benötigt man viele verschiedene Farben. Das geht ganz schön ins Geld.

  • ...ein kleiner Tip für den Selbstbau eines Fadenbaums:


    - ein viereckiges Stück Holz (18 mm Stärke) als Bodenplatte, ich würde sagen so 12x12cm
    - ein langer, dünner Nagel (so 35mm) von unten durch die Bodenplatte schlagen (am besten im oberen Drittel, davor soll ja die Kone stehen oder halt in einer Ecke)
    - Ein Rundholz (10-12mm Durchmesser - Baumarkt oder Bastelladen, meist sind die ca. 80cm lang), davon ca. 40cm abschneiden (gucken, wie hoch die eigene Maschine ist, das Rundholz sollte so ca. 10cm höher als die Maschine sein)
    - Das Rundholz von oben in den Nagel hauen (vorsichtig)
    - Oben am Rundholz einen von diesen kleinen dreieckigen Bildaufhängern kleben bzw. da sind ja immer so Mininägel dabei, hauen


    Und fertig: Deine Kone steht auf vorn auf der Bodenplatte, Faden oben durch den dreieckigen Bildaufhänger und dann quer in die Maschine laufen lassen.


    Wenn mans noch ganz schön haben möchten, kannst Du mit einem Bohrer in Stärke des Rundholzes ein Loch in die Bodenplatte bohren und das Rundholz drin festleimen.

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    Bunte Grüße
    *Heike*



    Mut steht am Anfang des Handelns, Glück am Ende


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