die Tretnähmaschine wer benutz sie , wann und warum....

  • Die sieht ja so "neu" aus - und dahinter liegt ein Kabel - welches Baujahr ist das etwa?


    Das Kabel ist nur für Licht.Ganz Rechts sieht man ein winziges Stück der Riemens...Ich glaube sie ist aus den 50/60.
    die Maschine konnte man auch mit Motor bekommen.


    LG
    Anouk

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    #1: If it's supposed to move and doesn't: WD-40.
    #2: If it moves and it's not supposed to: Duct Tape
    .#3: Everything else: Baking Soda.


    Matth. 5,1 - 7,29

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    Nähmaschine JUKI HZL-NX7 Kirei

    2018 war die Maschine erstmals auf der H+H zu sehen, im Sommer war die JUKI NX7 Kirei dann endlich erhältlich. Die große Schwester der DX7 punkten mit vielen Features aus der Industrie. Im Forum gibt es einen lesenswerten ausführlichen Test- und Erfahrungsbericht.
     

    technische Daten | Produktseite Hersteller | Händlersuche

  • Die sieht ja so "neu" aus - und dahinter liegt ein Kabel - welches Baujahr ist das etwa?


    Etwa Ende der 50er bis Mitte der 60er Jahre. Diese Phönix gab es in verschiedenen Ausführungen, als Tisch, Tret, Koffermaschine.
    Die Koffermaschinen waren immer motorisiert, Die Tischmaschinen nach Wahl und Geldbeutel. Bei Anouks Phoenix dürfte das Kabel vermutlich nur für die Beleuchtung sein, im übrigen auch die einzige Schwachstelle und brandgefährlich. Zwischen Nählampe und Nadelstange ist ein Stück Papier mit einem Streifen Asbest untergebracht, diese Papier saugt sich mit Begeisterung voll Nähmaschinenöl. Die Nählampe ist so heiß, das sich das Papier entzünden kann.
    Ganz dringender Rat, besorgt Euch eine LED-Lampe als Ersatz, die wird nicht so heiß.

    m@rtin
    Erbsus Mechanicus Martinui


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  • Zwischen Nählampe und Nadelstange ist ein Stück Papier mit einem Streifen Asbest untergebracht, diese Papier saugt sich mit Begeisterung voll Nähmaschinenöl. Die Nählampe ist so heiß, das sich das Papier entzünden kann.
    Ganz dringender Rat, besorgt Euch eine LED-Lampe als Ersatz, die wird nicht so heiß.


    UUUuuupsi!:mad: aber cool LED Birnen mit Schraubgewinde habe ich da.Die wollte ich für mein Janome und die Doofe hat Bajonett

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    Matth. 5,1 - 7,29

  • Ihr macht mich irre!
    Man kommt vor Forum überhaupt nicht mehr zum Nähen... ;)


    Hier der Deckel der Dame, geboren 1910 in NewJersey.
    Ein Geschenk eines ganz lieben Forenmitglieds. Sie wartet auf die Beautykur.


    Deckel.jpg


    So sieht sie nackich aus...


    Maschine.jpg


    Flupp... Kurbel..
    (gibt auch neuen Riemen und originales Untergestell.)


    Maschine mit Kurbel.jpg


    Der Tisch ist einigermaßen... äh... faltig. :D


    Draufsicht.jpg

    Dirk - des Teufels nackter KofferNÄHER 2.0 ...

    (Alt und müffelig.)

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  • GESCHENKT?!?!?!?!?!? *Todumfall*

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    Matth. 5,1 - 7,29

  • Ahso. Nähen geht z.Z. nicht.
    Sie ist bisher ordentlich entstaubt und äußerlich entfusselt.
    Vereinzelte Schrauben sperren sich und verhindern einen tiefer gehenden Blick ins Innere.


    Oh. Und das Schiffchen:


    Schiffchen.jpg


    Die seitlichen Trümmer stammen von dem Spuler-Gummi.
    Da braucht es mal eine Prothese.


    GESCHENKT?!?!?!?!?!? *Todumfall*


    Nein. Tus nicht! Du wirst noch gebraucht!

    Dirk - des Teufels nackter KofferNÄHER 2.0 ...

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  • Bei schrauben die sich nicht Lösen nehme ich immer WD 40. Einsprühen , was warten, schraube dreht wie durch Butter.


    LG
    Anouk

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  • Darf ich vorstellen!? Meine Wertheim Elektra, Baujahr wahrscheilnlich um 1898 in Frankfurt Bornheim, wahrscheinlich schon immer im Familienbesitz, und wahrscheinlich auch voll funkionsfähig.
    Ich nähe nicht darauf, hätte aber schon Lust dazu, aber ich müsste mich erst mal wider an das Treten gewöhnen.Patchwork kann man damit sicher sehr gut machen.
    Schöne Restostern wünscht KarinPrachtstück.jpg

    Die mit der Nähkampf-Ausbildung

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  • Wunderschöne Maschine. Herausragendes Merkmal dürfte sein, das sowohl Nadelstange als auch Füsschendrückerstange noch aus Vierkantstahl bestehen. Runde Stangen konnten zu dem Zeitpunkt nur von ganz wenigen Firmen hergestellt werden.


    Josef Wertheim ,1834 in Rothenburg/Fulda geboren, war Schlosser und ist als Junger Mann in die Staaten gereist von 1854-1858, hier arbeitete er bei Singer und vermutlich auch bei Wheeler&Wilson. Nach seiner Rückkehr ließ er sich in Frankfurt nieder und wurde Leinenhändler, als Jude war ihm die Aufnahme in die Handwerkerschaft verwehrt. Neben den Leinen verkaufte er als Generalvertreter auch Nähmaschinen von Wheeler&Wilson bis 1864. Wertheim hatte aber schon 1862 Produktionsräume in Hanau angemietet (G.M.Pfaff startete ebenfalls 1862 in Kaiserslautern mit seiner Nähmaschinenherstellung). Hier fertigte er zunächst Nähmaschinenteile und eventuell auch seine ersten eigenen Nähmaschinen, was offensichtlich nicht zur Freude von Wheeler&Wilson beitrug, die ihm die Generalvertretung wieder entzogen. 1868 zog Wertheim mit seiner Produktion nach Frankfurt Bornheim um, bekannt sind die Wertheim A, die Schneidermaschine Titania und die Wertheim Elektra. Interessant ist aber, das Wertheim nicht nur Geld verdiente, sondern ähnlich Pfaff auch ein große Sozialverantwortung übernahm. Er war Mitglied der Stadtverordnetenversammlung, stiftete 100.000 Mark in eine Wohnungsbaugesellschaft für billige Wohnungen und gründete Rekonvaleszentenheime. 1899 verstarb Wertheim, die Firma zog 1907 nach Frankfurt Bonames, wo in den darauffolgenden Jahren die wohl innovativste und modernste Nähmaschinenfabrik dieser Zeit entstand. Die Familie Wertheim überstand recht unbeschadet den 1. Weltkrieg zog aber mit Familie und Produktion 1932 nach Spanien um, in dem die Frankfurter Produktionsanlagen an die schon 1870 gegründete Tochtergesellschaft in Spanien verkauft wurden. Die politische Situation ließ für Juden in Deutschland nichts Gutes ahnen, was sich ja leider wenige Jahre später auch bewahrheitete. Die spanische Tochter baute bis in die 1960er Jahre mit zeitweise über 4000 Mitarbeitern noch Nähmaschinen, wurde dann aber immer mehr zu einer Vertriebsgesellschaft, die billige Maschinen aus Fernost im großen Stil verkaufte.


    Da hast Du wirklich ein schönes Stück Geschichte in Deiner Wohnung stehen, was sowohl die guten Zeiten als auch die dunkelsten Seiten in Deutschand beleuchtet, zumal die Nähmaschine ja wohl immer im Familienbesitz war. Herzlichen Glückwunsch

    m@rtin
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  • Danke für die Informationen, Martin, du hast ja echt viel drauf. Hast Du gesehen, dass es in Bad Orb einen Sammler gibt, der sich sowohl auf Opel- als auch auf Wertheim-Maschinen spezialisiert hat? Leider hab ich es nch nicht geschafft, dort mal einen Besichtigungstermin auszumachen, noch hat er kein eigenes Museum.
    Das Gold an der Maschine ist nicht mehr so ganz erhalten, aber die Einlegearbeiten in Holz und Perlmutt sind wirklich traumhaft. Noch ein Bildchen ?
    Gruß von KarinIntarsien.jpg

    Die mit der Nähkampf-Ausbildung

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  • Soso, Ihr ruft nach Augenfutter? Hier ist eine Dürkopp 14, den Eleganzpreis gewinnt sie nicht, sie ist eine eher schlichte Maschine, und sie hat schon viel mir mir zusammen gemacht. Dass sie immer noch gern genutzt wird, sieht man an den aufgeklebten Abstandslinien, also nix Museumsstück.


    duerkopp zusammen.jpg


    Hat eigentlich jemand eine Ahnung, wann die Dürkopp 14 gebaut wurde?

  • Im Gegensatz zu Pfaff, Singer und Bernina kenne ich keine Seriennr. Verzeichnisse und Codetabellen von Dürkopp.
    Aber dafür kenne ich ja die technische Geschichte. Von der Bemalung her eine Maschine des Jugendstils, die Technik entweder Bahngreifer oder Zentralspulengreifer, aber noch kein Fadengelenkhebel, sondern
    Fadenhebel auf der Stirnseite. Da Dürkopp schon kurz nach dem 1. Weltkrieg die Haushaltsnähmaschinen-Produktion zugunsten von Spezialnähmaschinen aufgab (bis auf ein kurzes Intermezzo Ende der 50er Jahre)
    würde ich jetzt mal +- 5 Jahre auf 1907/1908 tippen. Man sieht deutlich den Unterschied zur Wertheim Nähmaschine von Frühling und der Singer von Dirk am Spuler für den Unterfaden, der über ein Schneckengetriebe eine herzförmige Scheibe nutzt, um die viel längeren Schiffchenspulen gleichmäßig von links nach rechts und zurück zu bespulen. Dieser Spuler heißt dann auch sinngemäß Herzspuler.
    Hier bei der Dürkopp ist schon, die uns heute gewohnte Form, der Unterfadenspule benutzt worden.


    Also Wirbelwind, danke für´s Augenfutter und mal sehen, wer uns den nächsten Schlingenfänger präsentiert.:applaus:

    m@rtin
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  • Worin unterscheiden sich Bahngreifer und Zentralspulengreifer?


    Ich vermute, dass der Spuler mal umgerüstet worden ist. Die Spulvorrichtung spult schön brav immer von links nach rechts und zurück, aber nur auf ca. 2/3 Breite der Spulenhöhe. (Ich helfe da immer von Hand nach, damit auch das letzte Drittel genutzt wird.)
    Als ich die Maschine bekam, waren in der Teedose mit dem Zubehör auch eine Handvoll höherer Spulen als diejenigen, die zu der Maschine gehören. Und ich bekam eine Anleitung für eine Phoenix-Maschine dazu, eine für die Dürkopp gab's nicht mehr. Aber das meiste ist ja prinzipiell ähnlich, so dass es mir schon ein wenig weiterhalf.


    Inzwischen habe ich auch einen Zigzagapparat dazu, so dass ich tatsächlich auch Knopflöcher nähen könnte. Aber das ist tatsächlich keine reine Freude, aber die Technik fasziniert.

  • Also um es nicht zu technisch zu machen, der Zentralspulengreifer entspricht in etwa dem was wir heute als CB-Greifer kennen, sprich Spulenkapsel mit dem Hörnchen dran (so als typisches Erkennungsmerkmal), je nach Ausführung mit und ohne Brille.
    Die Bahngreifer sind eine eigene Gattung. Um es ganz profan auszudrücken, etwa so als wenn eine Achterbahn auf Schienen durch einen Looping rast, der Looping entspräche dann der Bahn. Bei der Zentralspule und den Umlaufgreifern rotiert der Greifer um eine Achse, auf dieser steckt die Spulenkapsel, darin wiederum die Unterfadenspule.


    Das zu wissen hat aber nur noch akademischen Wert, da heute eigentlich nur noch Umlaufgreifer, CB-Greifer und Vertikalgreifer (das sind die heute üblichen aus Kunststoff mit der waagrecht liegenden Spule in den Haushaltsmaschinen auftauchen.

    m@rtin
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  • Ah, danke. Dann hat sie einen Zentralspulengreifer. Und ich finde es immer ungemein praktisch, dass man keine Klappe wegschieben muss oder ähnliches unternehmen, um die Spulenkapsel rauszunehmen. Man kann einfach von unten hingreifen.


    Das zu wissen hat aber nur noch akademischen Wert, da heute eigentlich nur noch Umlaufgreifer, CB-Greifer und Vertikalgreifer (das sind die heute üblichen aus Kunststoff mit der waagrecht liegenden Spule in den Haushaltsmaschinen auftauchen.


    Also ich weiss sehr gerne, was in meinen Maschinen so drin ist. Auch und insbesondere in den alten.


    Was ist denn jetzt der Unterschied zwischen Umlaufgreifer und CB-Greifer?

  • Hier ist zwar nach Tretmaschinen gefragt worden, aber darf ich auch anderes Augenfutter bieten?


    Ich war ja heute auf dem Flohmarkt. Weit bin ich nicht gekommen, da entdeckte mein Nähgeschädigtes Auge ein geöffnetes Schatzkästchen. Genaugenommen brauche ich keine weitere Maschine. Und genaugenommen habe ich eher pro forma nach dem Preis gefragt. Aber da der Preis weniger als zwei Kinobesuche betrug, konnte ich nicht widerstehen. Dann war nix mehr mit Weiter-auf-dem-Flohmarkt stöbern drin, denn mit dem vielen Eisen war ich froh, als ich das gute Stück in der U-Bahn und dann von der Zielstation aus im Auto hatte.


    kurbelmaschinchen.jpg


    Man beachte den liebevoll als Nadelkissen getarnten Griff für das Zubehörfach.


    Nun hoffe ich, dass ich sie wieder zum Laufen bekommt. Spulenkapsel (heisst die so?), drei Spulchen und ein Reissverschlussfuß sind dabei. Die Nadel sah auf den ersten Blick nach Standardflachkolben aus, das muss ich nochmal vergleichen. Leichtgängig drehen ließ sie sich auch. Ich bin guter Dinge.
    Warum ich sie noch nicht ausprobiert habe? Weil die hintere Abdeckung festsitzt und ich somit nicht so weit drankomme, dass ich die Spulenkapsel einsetzen könnte. Ich muss in den nächsten Tagen erstmal Caramba oder ähnliches besorgen.


    Gibt es denn ein Indiz, von wann diese Maschine stammen könnte?
    Die eingestanzte Seriennummer ist sechsstellig und fängt mit 587 an. Vorn auf der Maschine steht Kopenhagen (und ich dachte immer, Husqvarna wäre schwedisch, gab's da mal eine Übernahme?). Andere Angaben hab' ich bisher nicht gefunden.

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  • Hallo,
    Also Ihr habt ja da tolle Maschinchen. Wir bzw. Mein Mann (von seiner Oma geerbt) hat eine ganz alte "Mundlos". Ich habe damit noch nie was gemacht und habe auch keine Ahnung. Sie hat ein Schiffchen und steht in der äußersten Kellerecke. Ich wwüßte gar nicht wie sie flott zu Kriegen wäre. Die kann man doch nicht km-weit durch die Gegend schleppen.
    Außerdem habe ich noch eine Veritas von Ende der 50er Jahre. Da ist noch alles schön aus Metall und Strom hat sie nur für die Lampe. Sie näht aber noch einwandfrei.


    LG
    Renate


  • Der gravierendste Unterschied ist schlicht weg, die Nähgeschwindigkeit. Beim CB-Greifer ist bei ca.900 Stichen Schluss, der Doppeltumlaufgreifer nach Pfaff, schaffte damals bis zu 3500 Stiche im Geradstich und bei ZickZack immerhin noch 2800 Stiche pro Minute. Das ist rund 3mal so schnell, wie die CB-Greifer. Folglich waren dann die ersten Industrienähmaschinen auch mit den Doppeltumlaufgreifer ausgestattet, was bei den meisten Schnellnähern heute noch so ist.

    m@rtin
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  • Also Alter der Hus ähnlich Deiner Dürkopp, vielleicht etwas älter. Die Jugendstilbemahlung ist wieder eine gute erste Einordnung zwischen 1890 und 1920. Das Schwingschiffchen bringt uns wieder etwas näher an die 1900. Die runde Nadelstange schiebt uns ans Ende des Jahrhunderts, da nur wenige Hersteller in Europa Drehbänke hatten um Rundstahl mit hoher Genauigkeit zu bearbeiten.
    Somit bleibt eigentlich nur 1897-99 oder nach 1903-05. Das hat damit zu tun, das fast alle Nähmaschinhersteller im Jahr 1900 in Paris auf der Weltausstellung waren und ihre Preise (Medaillen) in Form von Plaketten im Lack oder als Messingenblem auf der Nähmaschine verewigten. Da diese Plakette hier fehlt ist die Maschine entweder knapp zuvor oder eben 3-4 nach der Weltausstellung gebaut worden. Vom Gefühl her würde ich aber mehr in Richtung 1903-05 tippen.
    Was das Kopenhagen angeht, Oftmals wurden die Sockel mit dem Namen und Herkunft des Händlers "gelabelt", bei Tretmaschinen auch das Mittelteil des Gussgestells.

    m@rtin
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  • Martin, Du bist ein Schatz. Super. Auf solche Zusammenhänge mit der Weltausstellung wäre ich nie gekommen, obwohl mir die Bedeutung gerade dieser Weltausstellung durchaus bewusst ist.


    Ich bin jetzt ein paar Tage nicht ganz aktionsfähig, aber ich schau' mal, ob ich's danach schaffe, die Maschinen-Instandsetzung im Laienversion als WIP zu dokumentieren. Mal sehen.

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