Pfaff 31... steht drauf... aber?

  • Hey,


    ich hab eine Pfaff 31... nur als Deko. Sie bekam mal einen Rucksackmotor und ja, sie näht und die Mechanik läuft lautlos... ein tolles Stück Technik also :) Ich überlege, die Maschine wieder einzusetzen, da man mit dem kleinen winzigen Fuß viel besser an Stellen kommt, die man mit den Zick-Zackmaschinen nicht erreicht.


    20130328_101628.jpg


    Ich hatte einfach Lust, ein paar Fakten der Maschine zu recherchieren, komme aber nicht weiter, da die Pfaff 31, die man im Internet findet, irgendwie eine ganz andere ist. Dort ist der Spuler oben angebracht wie bei der Pfaff 30. Allerdings ist die Fadenspannungeinsheit auf der Kopfseite und nicht wie bei der 30 vorne....


    was ist das denn nun für ein Wirrwarr? :confused:


    Hat jemand von euch Ahnung und kann was darüber erzählen? Wie gesagt, reine Neugierde! :)


    Liebe Grüße
    Basti

  • Ich kann hier erstmal nur gratulieren, habe aber so eine Vorstellung WER da weiterhelfen kann und es sicher auch tun wird. Sofern er im Baustaub den Rechner findet...

    Dirk - des Teufels nackter KofferNÄHER 2.0 ...

    (Alt und müffelig.)

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  • gratulieren???


    Zu der Pfaff. Ein schönes Stück Nähen unplugged!


    Gerade wenn sie noch funktioniert. Die alten mechanischen haben da so Stärken. Leiser Lauf, hohe "Durchschlagskraft". Und wenn man Technik mag, freut man sich auch an der Unverwüstlichkeit, smarten Lösungen und an den sich drehenden "Zahnrädchen".

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  • … und der Aesthetin geht das Herz auf bei der Beschriftung – ganz tolle Klarheit der Schrift. Das war eine Zeit, in der man noch stolz auf den technischen Fortschritt war … und das Restauratorinnenherz (nein, bin ich nicht; aber ich war mal in einem früheren Leben was ähnliches) schlägt schneller bei dem fantastischen Erhaltungszustand.


    Liebe Grüße
    Schnägge

  • Hey :-)


    Die Maschine ist seit Ewigkeiten in Familienbesitz und es wurde auch vorher immer wieder auf ihr genäht. Ich denke daran liegt es, dass sie bis heute in solch eine Zustand ist. Stand nicht auf dem Speicher noch im Keller. Die Stichplatte hat einige böse Schrammen und Löcher, sie wurde halt gebraucht. Aber wie heißt es so schön? Technik will bewegt werden. Und so ist es. Die gibt keinen Laut von sich und schwingt noch lange Zeit nach. Ich habe sie selber mal soweit es eben geht, auseinander genommen, gesäubert, geölt und wieder zusammengebaut. Ja, das macht schon Spaß ;) Vor allen Dingen fasziniert mich der Leichtlauf.... was bei meiner Pfaff 230 das selbe ist.


    Mich würde es freuen irgendwann mal ein kleines Holzchassis zu finden. Für noch einen Tisch (sie hat noch ihren eigenen, aber der ist zweckentfremdet) habe ich keinen Platz. Und einen neuen Motor. Den, den ich habe, faucht mich an, und ich habe keine Ahnung von Kondensatoren und dem ganzen Elektrodingsbums ^^ außerdem ist der weiß. Das passt ja mal gar nicht ;)


    Was die Durchschlagskraft anbelangt... joooo, nett... aber gegen eine Industriemaschine kommt sie nicht an. Allerdings würde ich sie dennoch gerne in Gebrauch nehmen, sie macht nämlich das, was sie soll. Nähen und schöne Steppnähte. Na, mal abwarten...

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  • Wow, was für eine schöne Maschine ...


    Vielleicht hilft bei der Recherche die Übersicht. Dort kannst Du schon mal anhand der Seriennummer Angaben zum Baujahr finden.

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  • Faszinierend ist ja auch, die schon große Anzahl des Zubehörs dieser Maschinen, obwohl sie "nur" den Geradestich können.


    Besonders schön finde ich ja noch die Umrandung der Stichplatte. Beim Nachfolgemodell, der 130er, ist die schon verschwunden:


    detail-130.jpg

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  • Was die Durchschlagskraft anbelangt... joooo, nett... aber gegen eine Industriemaschine kommt sie nicht an.


    Oh. In diese Kerbe wollte ich nicht schlagen. Das stimmt natürlich.


    Sie ist ja auch je und immer eine Haushaltsnähmaschine gewesen. Aber gemessen an modernen Haushaltsmaschinen macht sich die stabile Mechanik doch deutlich bemerkbar.

    Dirk - des Teufels nackter KofferNÄHER 2.0 ...

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  • Sie ist ja auch je und immer eine Haushaltsnähmaschine gewesen. Aber gemessen an modernen Haushaltsmaschinen macht sich die stabile Mechanik doch deutlich bemerkbar.


    Solche Maschinen wurden wohl auch im Handwerksbetrieben eingesetzt und nicht nur im Haushaltsbereich.


    Korrigiert mich, wenn ich mich irre, aber die Durchschlagkraft ist doch unter anderem auch antriebsbedingt. Wenn man da eine gute alte Dampfmaschine dranhängen würde, sähe das doch auch anders aus?

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  • Ja, und das Schwungrad.... welches bei Motorbetrieb verlangt, reinzugreifen, sonst bleibt man nicht punktgenau stehen. Die Maschinen auf denen ich sonst nähe, haben Motorbremsen... das ist wirklich Luxus... aber auch nur eine Frage der Gewohnheit.

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  • Also Basti, Deine Maschine ist, wie Jonny schon sagte, 1935, und zwar Anfang bis Mitte Mai gebaut worden.
    Die Typklasse ist eine Bahngreifer- (Zentralspulengreifer) Nähmaschine mit Kurvenfadenhebel.


    Das Spannende für Dich ist, das ist eine sehr robuste Konstruktion. Und somit zum Beispiel auch für richtig schweres Material zu gebrauchen. Also mit entsprechender Motorisierung eine richtig gute Ledernähmaschine.
    Vor allem wenn man weis, wie man ein paar Kleinigkeiten passend einstellt, Nadelstange, Drückerfuss und Transporteur.
    Sie stammt noch aus der Zeit als noch keine Riemen und Schnurketten üblich waren.(massive Stahlkurbel für die Synchronisation der Greiferwelle.
    Der Greifer gehört schon zu der sogenannten Non-Bloc-Generation, d.h. vorhergehende Greifersysteme haben sich meist direkt verhakt und bolockiert, wenn aus Versehen das Schwungrad mal falsch anlief.
    Das passierte hier eigentlich nicht mehr. Also ein echtes Schätzchen, herzlichen Glückwunsch zur Wiederentdeckung. :applaus:

    m@rtin
    Erbsus Mechanicus Martinui


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    Das perfekte Alter liegt irgendwo zwischen
    ›junger Ignorant‹ und ›alter Besserwisser‹.

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