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Aus zwei (Bluse + Shirt) mach eins (Blusenshirt)

  • In meinem Kleiderschrank gibt es ein T-Shirt, das mir zu eng und dessen Ausschnitt mir zu tief ist, und eine Bluse, deren Knöpfe aus den Knopflöchern zu springen drohen, wenn ich sie anhabe.
    Da ich beides aber nicht entsorgen will, verbinde ich beides zu einer Kombination, die passt:


    - zunächst schneide ich das T-Shirt vorne genau in der Mitte auf


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    - aus der Bluse schneide ich die Knopfleiste einschließlich jeweils 15-20 cm der Vorderteile (kommt drauf an,
    wieviel Weite Ihr braucht; man sieht: bei mir ist es ein ganz schönes Stück, aber es soll ja bequem sein) )
    samt Kragen mit einem etwa 5-10 cm breiten Schulterrand aus


    K800_DSCF0017.JPG


    - den „Blusentorso“ versäubere ich


    - nun werden – am besten auf dem Bügelbrett – beide Teile an den Schulternähten aufeinander fixiert und
    die Shirtkanten auf die Blusenstücke gesteckt. Dabei unbedingt auf Symmetrie achten, d.h. genau
    ausmessen, wie weit der Shirtausschnitt vom Kragen der Bluse und die vorderen Kanten von der
    Knopfleiste entfernt sind.


    K800_DSCF0019.JPG



    K800_DSCF0021.JPG



    DSCF0022.jpg


    - am besten das Ganze heften, damit nix verrutscht.


    - nun muss noch der Saum der Blusenteile an den Saum des Shirts angepasst werden


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    - Saum (steppen)


    - die vorderen Kanten mit der Zwillingsnadel aufeinander steppen (Overlocker können’s natürlich anders
    machen, aber ich habe nur eine einfache Maschine)
    Wenn man das so nicht gern hat, kann man auch eine einfache Naht (rechts auf rechts) machen.


    K800_DSCF0024.JPG


    - den vorderen und den hinteren Ausschnitt mit einem Steppstich im Nahtschatten des T-Shirt – Bündchens
    auf das Blusenkragenteil steppen.



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    - die überstehenden Ränder des Shirts vorsichtig abschneiden


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    - die Schulternähte kann man mit einigen Stichen aufeinander befestigen, muss aber nicht sein, weil sie
    ja schon durch den Ausschnittrand festgesteppt sind


    - und fertig ist das neue Teil, der Frühling kann kommen!


    K800_DSCF0027.JPG


    Diese Grundanleitung kann natürlich beliebig verändert und/oder erweitert werden, z.B.


    - neue Knöpfe an die Bluse
    - kleine Spitzenborte am Rand einarbeiten
    - mit Stickerei verschönern
    - "Torso" selbst herstellen aus einem geeigneten Stoffrest
    - Kragenform verändern
    - auch mit dünnen Pullovern machbar
    - die übriggebliebenen Ärmel der Bluse für eine andere Kombi verwenden


    und, und, und,...... der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.


    mokako :)

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  • Super Idee! Ist ja nicht so, dass keine zu klein gewordenen T-Shirts oder Blusen hätte. Das probier ich sicher mal ...
    LG, Andrea

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  • Die Anleitung liest sich schon einmal leicht. Bin auf weitere Ausführungen gespannt ... werde mal in meiner Kleiderkiste schauen :)

    Grüße
    Sonja

  • Originelle Idee.
    Aber eine Frage hätte ich noch: Im Vorderteil ist ja einiges an Weite dazugekommen, wie sieht es mit dem Rückenteil aus? Ist das jetzt nicht zu eng?


    LG Marlies

    Wer sich heute freuen kann, sollte nicht bis morgen warten :)

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  • Marbie: Das Rückenteil passt recht gut, denn das Shirt hat einen hohen Elastikanteil; aber - und da werden mir sicher viele zustimmen - was größer wird, ist ja der Bauch, nicht der Rücken, und insofern ist die Mehrweite vorne nötig.


    mokako :)

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  • So, da bin ich noch mal:
    habe inzwischen ein zweites "Blusenshirt" gebastelt: da das ursprüngliche Shirt sowohl etwas zu kurz war, als auch nur 3/4 Ärmel hatte (eine nüchterne Betrachterin könnte natürlich fragen, warum ich es denn nicht lieber völlig entsorge. Aber: wegwerfen kann jeder - kreativ etwas draus machen ist hingegen die Spezialität der Hobbyschneiderinnen) habe ich hier einen Teil der Blusenärmel samt Manschette verwendet und an die Ärmel angesetzt und auch am unteren Rand noch 10 cm verlängert.


    Bei diesem Modell bin ich noch auf ein Problem gestoßen: wenn der Halsausschnitt des Shirts relativ eng am Hals liegt, hat man zu wenig Weite, die auf das Blusenteil genäht werden kann. Die einzige Lösung, die mir eingefallen ist: den vorderen Teil des Shirtausschnitts etwas weiter nach innen zu klappen, also etwas schräge Linie zu machen. Fällt aber, wie ich meine, kaum auf.
    Man muss da ein bisschen rumprobieren und auch die Elastizität des Jerseys ausnutzen, aber es lohnt sich.


    DSCF0029.jpg


    mokako :)

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  • echt toll - das werde ich auf alle Fälle mal nachmachen!

    Beste Grüße aus Meck-Pomm
    Steffi


    Meine Devise: "...close enough to perfect for me!"
    (nach einem Song der Country-Band ALABAMA)


    Mein Blog: Das Landei

  • Hallo,


    das ist eine sehr gute Idee und Anleitung. In meinem Kleiderschrank gibt es auch noch ein paar Lieblingsachen von denen ich mich noch nicht trennen konnte. Dank Deiner Anregung werden sie wieder tragbar. Danke.


    Liebe Grüße
    Ivella

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  • Hallo mokako,


    vielen Dank, daß Du Deine Idee teilst und erklärst!


    Hab´ bei mir gleich unsere ausgemusterten Sachen angeguckt und Pulli + Hemd gefunden. Und drauflos genäht...
    Doch es ist mir nicht sehr gut gelungen dehnbaren und nichtdehnbaren Stoff zusammen zubringen. Ich habe leider am Anfang (senkrechte Nähte) vergessen die Zwillingsnadel einzusetzen :doh:. Dafür habe ich das in der waagerechten Naht nachgeholt und trotzdem hat sich der dehnbare Pulli sehr gezogen :confused:. Ich nähe auch nur mit einer normalen Maschine. Was kann ich da besser machen?
    Alles in allem ist es leider nichts für mich geworden, aber als Mädchenoberteil (Kleid/Tunika, Gr. 116/122) konnte ich das angefangene Projekt noch retten.
    Die Wellen im Knopfbereich finde ich gar nicht schlimm, angezogen sieht es wie gekräuselt aus, das finde ich ganz hübsch. Aber bei Dir sieht alles so glatt aus, das hätte ich gern so gewollt.


    Mein Mann findet aufgrund der Farbkombi blaugrau-pink das Teil altmodisch, was mir jedoch super gefällt. :eek:


    Was sagt Ihr dazu?

    Files

    • IMG_8810.jpg

      (91.79 kB, downloaded 334 times, last: )

    Liebe Grüße, Nicole

  • Hallo Nicole,
    es freut mich, dass du meine Idee aufgegriffen hast. Vorweg: ich habe auch nur eine einfache Maschine, daran liegt es also sicher nicht. Vom Foto her vermute ich, dass du den Jersey beim Aufnähen gedehnt hast, und wenn er sich dann wieder zusammenzieht, nimmt er den Blusenstoff quasi mit und kräuselt den. Es könnte auch sein, dass dein Jersey leicht und sehr dehnbar ist, meiner war in beiden Fällen etwas fester und nicht so weit auseinanderzuziehen. Ich denke, du solltest versuchen, jegliches Ziehen zu vermeiden, dann müsste es eigentlich klappen. Eventuell könntest du auch die Ränder mit etwas Vlieseline verstärken, dann dehnen sie sich auch nicht mehr.
    Die Farbkombination gefällt mir persönlich auch sehr gut, Altmodisches kann ich da nicht erkennen.
    Vielleicht klappt's beim nächsten Versuch besser.
    Viel Erfolg,
    mokako:)

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  • Das ist ja ein Ding! Meine Ideen klauen...
    Ich seh's positiv und betrachte mich somit als Trendsetterin. :applaus:


    mokako :)

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  • Das ist ja mal ne geile Idee!
    Danke, Danke, Danke! Habe soo viele Blusen, die mir zu ... naja, sagen wir mal ... die extrem eingegangen sind *schäm* ... und die ich nicht wegwerfen wollte.
    Die kann ich alle so verarbeiten, mit T-Shirts, die ebenfalls eingegangen sind.

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