Hallo,
ich stricke seit Jahrzehnten, und heute ist mir (wieder einmal) ein ungleichmäßiges Strickbild bei glatt rechts aufgefallen: Dabei ist der rechte Schenkel des V (bzw. einer Masche) stets schön ausgeprägt und verläuft schräg, während der linke Schenkel fast senkrecht verläuft und diese Hälfte der Masche damit auch deutlich schmaler ist. Insgesamt ist das Erscheinungsbild zwar sehr gleichmäßig, es wirkt aber (gleichmäßig) streifig und nicht schön. Es sieht auch nicht korrekt aus, da die Vs nicht ausgeprägt sind.
Nun ist mir klar, dass das an unterschiedlich fest gestrickten rechten und linken Maschen liegt. Wobei ich generell fest stricke und den Faden bei rechten wie auch bei linken Maschen immer anziehe.
Ich habe jetzt verschiedene Dinge getestet: Unterschiedliche Fadenspannung, stricken ohne Faden festziehen, linke Maschen anders stricken (rechte M müssen dann verschränkt gestrickt werden) und selbst mit verschiedenen Nadelstärken bei linken und rechten Maschen. Aber selbst bei einer Differenz von einer ganzen Nadelstärke ändert sich absolut nichts am Erscheinungsbild.
Langsam fällt mir dazu nichts mehr ein. Das einzige noch: Ich habe den Eindruck, diesen Effekte habe ich nur bei stricken mit Dochtgarnen (ich verwende gerade "Katia Merino Baby"). Das Garn ist sehr dünn und ist eigentlich kein bisschen flusig. Bei Garnen, die wolliger wirken oder sind, ist mir das noch nie so aufgefallen.
Ich hatte schon gelesen, dass es am Garn liegen kann, weil es anders gedreht wird. Ist das möglich? Das wäre ja sehr ärgerlich ![]()


