Maschinensticken - Aufgeben oder die technischen Vorraussetzungen anpassen?

  • So, heute tatsächlich mal ein bisschen Zeit gefunden, die Kombi wieder auszupacken und auszuprobieren.

    Das erste was mich interessierte, was das Geräusch beim Nähen von Zuckzack und Zierstichen. Dieses nervige „Klackern“ scheint weg zu sein. 🤔


    Dafür habe ich nun an der Bernette (nachdem ich die Pfaff jetzt eine Weile da hab) immer das Verlangen, den rechten Teil der Display-Anzeige auszublenden.

    Diese Informationsflut permanent im Blick zu haben, macht mich wuschig.


    So sieht es bei der Bernette beim Nähen aus.

    image.jpg



    Und so bei der Pfaff:

    image.jpg


    🤷🏼‍♀️


    Die Pfaff ist übrigens heute in die Verlängerung gegangen.

    König Karneval, der uns hier grade regiert, hat nicht zugelassen, dass ich mich ums Zurücksenden hätte kümmern können.

    Aber so kann ich in Ruhe noch 2-3 Sachen ausprobieren. 😌

  • Mir ist die Pfaff da sympatischer. Und das passt zu dem Gefühl , das ich nach den Berichten hier schon lange habe: eine Bernina und ich, wir würden uns nicht so gut verstehen.

    Viele Grüße
    Do-it


    Wer nähen kann, ist klar im Vorteil.

  • Tatsächlich, obwohl ich mit beiden klarkomme, bin ich aktuell ein wenig vom Anblick der Anzeige bei der Bernette erschlagen.


    Bei der Pfaff ist es irgendwie fokussierter.

    Vielleicht mag ich ja auch aus dem Grund die kleine Bernina so gern… da ist es ja auf dem LCD-Display ähnlich spartanisch gehalten. 🤔

  • Nachdem hier wieder der ganz normale Alltag nach der karnevalistischen Zeit eingekehrt ist, hab ich mich mal wieder dem Sticken an der Mietmaschne (Bernina B500) gewidmet.

    Zuerst musste ein Versuch, den ich noch mittendrin im Karnevalstrubel mal eben nebenbei wagen wollte (und der natürlich prompt daneben ging) erneut angesetzt und berndet werden.

    Dann hab ich heute tatsächlich mal das Freiarmsticken auf seinen praktischen Nutzen getestet.

    Also, das ist schon ziemlich cool.

    Obwohl ich tatsächlich erstmal fummeln musste, eh ich den Pulli vom Sohn so in den Rahmen gespannt und dann in die Maschine gesetzt bekommen habe, wie ich’s hoben wollte. Tatsächlich aber passte es am Ende mit der Platzierung ziemlich gut, dafür dass ich das mal eben so spontan ausprobiert hab.

    Blöderweise fehlen mir gerade die Beweisfotos. 🙈


    Fazit meiner heutigen Stickorgie:

    Vom Freiarm bin ich sehr angetan, auch wenn ich nicht weiß wie häufig ich den tatsächlich nutzen würde.

    Ebenso hat sich tatsächlich die Funktion der Farbwechselreduzierung sowie das Ändern der Stichdichte an der Maschine als praktisch erwiesen.

    4x das Gleiche Motiv, damit konnte ich die Farbwechsel von 28 auf 7 reduzieren und im ersten gescheiterten Versuch hatte ich den Eindruck, dass die Datei recht eng(?) digitalisiert war und hab mal versuchsweise die Dichte auf 95% reduziert. Dass ich dafür nicht unbedingt an den Rechner musste, empfand ich als sehr praktisch.

    Was mir nicht ganz so gut gefallen hat, war die Anzeige der Farbsequenzen im Display.

    IMG_6159.jpg


    Hier zum Beispiel konnte ich am Display nicht wirklich erkennen, welcher Bereich gestickt wird. Das ist ok, wenn die Farben vorher klar sind und auch deutlich voneinander abweichen, kann aber unter Umständen, wenn keine Anleitung zu den Stickschritten vorliegt auch schnell mal zu Verwechslungen führen. Gute Vorbereitung und absolute Konzentration sind also hier unverzichtbar.


    Was mich auch noch positiv überrascht hat:

    Bernina legt hier zu der Unterfadenspule in der Maschine noch 4 weitere bei.

    Das ist für eine Stickmaschine, zumal in Jumbogröße, eine Super-Startausrüstung.

    Mit 2 oder 3 Spulen wäre ich auch schon glücklich gewesen. ☺️

  • Schau mal, mit dem Symbol ganz rechts unten geht das.


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  • Ich glaube, hier ist nun ENDLICH der Groschen gefallen! 🙏

    Nachdem mich dieses Luxus-Problem wochenlang beschäftigt hat und auch das Mieten der Maschinen kein eindeutiges Pro und Contra bewirkt haben, hab ich nun endlich meinen Frieden mit dem Thema geschlossen.

    Ich bin zu der Erkenntnis gekommen, dass mir Sticken zwar mit entsprechenden Funktionen mehr Spaß macht aber trotzdem längst nicht so viel Freude bereitet wie das Nähen. Also werde ich wohl auch weiterhin das Nähen dem Sticken vorziehen, möchte aber auch nicht ganz drauf verzichten.

    Also alles wie gehabt. Trotzdem wird die Kombi sobald sich ein Käufer findet, mein Nähzimmer verlassen ABER auch die gemietete Stickmaschine geht wieder retour.

    Begründung:

    Ich würde sie trotzdem zu wenig nutzen!!!

    Oder ich würde mich ärgern, weil ich dann zu wenig zum Nähen komme, was mir einfach viel mehr Spaß macht.

    Lieber werde ich mir in größeren Abständen dann mal wieder für einen kurzen Zeitraum eine Maschine mieten. So habe ich zwar Mietkosten, kann dafür aber technisch mit der Zeit gehen ohne Wertverlust und Aufwand bei eventuellem Maschinenwechsel. Da ich eh oft monatelang nicht sticke und meine Projekte gern gebündelt abarbeite, kann ich das ja dann während der Mietzeit tun.

    Für kleine Miniprojekte zwischendurch hab ich immer noch die kleine ältere Brother.

    Und falls es doch mal eine Stickmaschine schafft, ein absolutes Stickfieber bei mir auszulösen, dann darf sie bestimmt auch dauerhaft bleiben.

    Nun bleibt nur zu hoffen, dass das Konzept Mietmaschine nicht auch noch unter der aktuellen Marktlage leidet.

    Bis dahin habe ich MEINE LÖSUNG gefunden. ☺️🥰🥳

    Manchmal führt der Weg eben nicht in diese oder jene Richtung, sondern eben mittendurch.

  • Ja, und vor allem bin ich froh, dass es die Möglichkeit gibt, Maschinen zu mieten.

    So konnte ich in Ruhe ausprobieren, worauf es für mich ankommt und habe einen Kompromiss gefunden, der für mich passt.

  • Ich freue mich sehr für Dich, dass Du Deine Lösung gefunden hast, auch wenn sie ein Kompromiss ist. Aber der passt für Dich und das ist toll.

  • Ich denke zwar es ist schon irgendwie ein Kompromiss aber es fühlt sich nicht wirklich wie einer an. Von daher ok. ☺️

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