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SOS - Nähen von Borte an Gardinenstoff - geht das hier überhaupt????

  • Hallo,


    ich bin heut' fast verzweifelt, als ich auf meinen extra aus China bestellten Brokatstoff, mühsam auf die richtige Länge gebracht, die extra aus Indien bestellten Goldborte (mit Perlen) am unteren Rand aufnähen wollte (die Perlen der Borten sollten nach unten hängen, es soll eine Art Schabracke, also NUR schmale Obergardine ÜBER den Fenstern, werden) und dann gemerkt habe, dass die Borte ja so schmal ist, dass ich selbst mit rechtsseitiger Nadel durch das Nähfüßchen nicht genug Platz habe, um den schmalen Borten-Stoffstreifen (also OHNE Perlen) an den Gardinenstoff dran zu kriegen!!!


    Wenn das Nähfüßchen AUF den Perlen sitzt, klappt das nicht, es bleibt immer wieder hängen... habe ich schon versucht. OHNE Nähfüßchen geht es irgendwie nicht, die Naht wird dann zu locker. Und wenn ich versuche, so nahe wie möglich an den Perlen zu nähen, erwische ich mit der Nadel trotzdem nicht den Portenstoff (also der schmale Stoff der Borte ist genauso schmal wie der rechte Rand vom Nähfüßchen, der daraufsitzt... ich hoffe, das ist verständlich)


    ich bin echt angepiept, wenn ich das so sagen darf... und mir fällt nichts weiter ein.. :weinen:außer, den (nicht gerade billigen) schönen Stoff beiseite zu legen, die Borte ebenso, und mir 'ne Ikeagardine zu kaufen. Oder RICHTIG viel Geld in einem professionelle Schneiderstudio zu lassen (meine Mutter und Schwägerin hatte sich beide ihre Gardinen nähen lassen, nix Besonderes, meine ich, und mehrere Hunderte hingeblättert... dabei dachte ich, DAS könnte ich mir sparen!!! und so viel kann ich Moment echt nicht ausgeben, dann halt wohl doch Ikea :confused:


    Habt ihr denn einen Tipp?????? Bittebitte..???:(

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  • Hast Du beim Nähen ohne Füßchen den Füßchenhebel trotzdem nach unten umgelegt? Sonst ist die Fadenspannung nicht eingerastet und daher zu locker.
    Ansonsten sollte es nämlich ohne Fuß funktionieren.


    Du beschreibst es zwar nicht, aber ist das Problem, dass das Füßchen von der Borte herunterrutscht? Dann hilft, direkt daneben eine andere ähnlich dicke Borte, oder einfach ein Stück Pappe zu legen, damit das Füßchen schön gerade liegt.


    Und von Hand annähen sotte immer gehen und ist meist viel schneller als das Zurecht-Fummeln mit der Maschine.

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  • Hallo, hast Du bei deinem Zubehör einen Reißverschlußfuß? Damit könnte es klappen. RVs näht man in der Regel auch nicht mit dem normalen Nähfuß ein. Die Perlenborte ist ja im Prinzip mit einem RV zu vergleichen.

    LG Gaby

  • Bevor du auf deine tollen Gardinen verzichtest, würde ich an deiner Stelle einfach mit der Hand nähen. :) Das geht viel schneller als man oft glaubt und ist lange nicht so frustrierend, wie mit der Maschine zu kämpfen, wenn es nicht so klappt, wie es soll..

    Irre Grüße,
    Verena, ehemals 'Schnittlos-glücklich'
    Man spricht mich übrigens 'Fai-winn' aus. :D

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  • Heften von Hand und anschließend ohne Fuß vernähen- also wie beim Freihandsticken. Deshalb meine Frage: Sind die Perlen ( Erhöhungen) gerade oder ungleichmässig auf der Borde? Sind sie gerade kannst du sie mit einem anderen Nähfuss annähen. Es gibt einige Füsse die in der Auflagefläche eine Nut haben. Im 'Freihandsticken' habe ich verschiedene Füsse eigestellt. Ein halber Fuss ist auch flach und bleibt an jedem Hindernis hängen. Eine weitere Möglichkeit bietet ein Rollfuß - aber kein Walzenrollfuß!



    Nadelkiller

  • mit Hand?? das sind 2 x Gardinen mit jeweils 2,5 m Länge.....


    das mit dem Füßchen: doch, ich hatte es umgelegt. aber ich sollte's vielleicht noch mal probieren...


    den Reißverschluss-Aufsatz hatte ich bisher noch nie ausprobiert.. äh, wie sieht der aus bzw. setzt man dein einfach nur auf...?


    DSC_0074.jpgDSC_0076.jpg


    füge hier mal zwei Fotos ein, damit ihr euch das besser vorstellen könnt - wie man sehen kann, ist die Naht ganz grauslig!!!!!

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  • äh, und das Problem, wenn ich das Füßchen direkt auf den Perlen nähen lasse, ist nicht nur, dass es runterrutsch, sondern dass die Perlen, siehe Bild, viel Höher sind als der Stoffrand der Borte...


    also ihr würdet echt von Hand annähen???

  • Oh ja, auf jeden Fall. Das ist ja schon sehr schmal mit der Maschine. Also wenn du keinen Reißverschlussfuß hast, bleibt dir kaum etwas anderes übrig, als Handnähen. 5m, das kann man vorm Fernseher an 2-3 Abenden gemütlich erledigen. ;) Du kannst ja relativ große Stiche machen, mit einem zur Borte farblich passenden Garn. Dann ist es nicht nur sauber, sondern auch nahezu unsichtbar und gar nicht soooo arbeitsaufwändig, wie es sich jetzt anhört. Nur Mut! :)

    Irre Grüße,
    Verena, ehemals 'Schnittlos-glücklich'
    Man spricht mich übrigens 'Fai-winn' aus. :D

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  • Der RV-Fuß ist in der Mitte geschlossen und hat rechts und links eine Einkerbung.
    Hast Du zu Deiner Maschine eine Anleitung? Da sind dir Füßchen meistens beschrieben. Wenn nicht schau mal bei google-Bilder, da sind dann verschiedene Abbildungen, da könnte eins für Deine Maschine dabeisein.

    LG Gaby

  • mit Hand?? das sind 2 x Gardinen mit jeweils 2,5 m Länge.....


    Ja und? Dafür brauche ich einen langen Spielfilm und gut ist. Wenn Du weniger Übung hast, brauchst Du vielleicht zwei, aber überleg' mal, wie lange Du jetzt wahrscheinlich schon rumeierst.


    Ich würde übrigens kein braunes Garn nehmen, sondern hellbeiges oder blasszitronengelbes oder ähnliches, das man weniger sieht.


    Reisverschussfüßchen sind keine Aufsätze, sondern Füßchen, die Du statt deines aktuell angeschraubten ansetzt. Es gibt verschiedene Formen; die alten Füßchen waren halbseitig, d.h. sie waren sehr schmal (ca. 6-7 mm) und auf Höhe der Nadel nur minimal eingekerbt. Man konnte sie seitlich verschieben, so dass sie entweder links oder rechts von der Naht drückten, nie auf beiden Seiten. Das wäre also das, was Du hier brauchtest.


    Moderne Reissverschlussfüßchen sehen etwas anders aus, aber man bekommt die alten für fast jede Maschine.


    Ich hab' so ein Füßchen und könnte es also nähen, aber da das sehr sorgfältig geheftet werden muss und daher auch Zeit braucht, wäre das für mich trotzdem ein Fal lfür die Handnaht.

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  • Näh es mit der Hand oder schick es mir, dann nähe ich es schnell mit einem Kederfuß runter, dauert keine 5 Minuten.
    Und siehe Doro, einen anderen Faden in der Farbe der Borte

    m@rtin
    Erbsus Mechanicus Martinui


    Und täglich frisch: Kluger Leute schlaue Sprüche!


    Das perfekte Alter liegt irgendwo zwischen
    ›junger Ignorant‹ und ›alter Besserwisser‹.

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  • Guten Morgen.
    Ich plädiere auch für das Nähen mit der Hand. Allerdings gebe ich zu, würde ich die Borte unter den Stoff, de ich schmal einschlagen würde setzen und zwar so, dass der Teil , der rechts neben der jetzt zu sehenden Naht quasi herausschaut und der linke Teil darunter ist. Aber das ist Ansichtssache. Wie auch immer, ich wünsche Dir viel Erfolg beim Fertigstellen!

    Viele Grüße
    Anne


    5. Mose 26 V.17

  • Martin: Kederfuß == Paspelfuß??


    Ich würde die Gardine versäubern/säumen (Knappkantig umgeschlagen) und dann die Borte so aufnähen, daß sie die Naht/den Saum verdeckt. Im Prinzip so, wie Du schon angefangen hast. Aber mit dezenterem Garn. Die Naht will man ja so wenig wie möglich sehen. Reißverschlußfuß ist auch von mir die Empfehlung dafür. Moderne Maschinen bringen so etwas meist im Zubehör mit.


    Ist der Chinabrokat echte Seide oder Erdölseide (Polytierchen/Kunstseide)?? Nur neugierig gefragt.


    LG
    neko

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  • Ist das braune Garn zu Anschauungszwecken für's Foto? Oder nähst Du das Goldband von hinten an (dann wäre braun das Garn, das Du vorne hast und damit passend)? Falls nicht, würde ich nochmal anderes Garn nehmen. Wäre schade um die Borte, wenn Du sie mit dunklem Garn teilst, wo sie doch sowieso sehr schmal ist.


    Zum Annähnen kannst Du den Reißverschlussfuß nehmen. Für manche Maschinen gibt es auch extra Perlenfüße bzw. Kederfüße - da der Reißverschlussfuß aber i.d.R. zum Standardsortiment zumindest bei moderneren Maschinen (selbst bei denen vom Discounter) gehört, hast Du vielleicht einen da, ohne es zu wissen ;). Oder Deine Nachbarin/Schwägerin/Uroma. Der Fuß wird dann anstelle des jetzigen Fußes an die Maschine gesetzt und mit der Kante des Fußes ganz eng neben den Perlen geführt. Die Nadel sticht dann zwischen das Füßchen und die Perlen.


    Viel Erfolg!

    Liebste Grüße
    kade

  • Martin: Kederfuß == Paspelfuß??


    Die Funktion ist ähnlich, im Regelfall werden die Begriffe auch oft (von Herstellern) durcheinander oder gleichzeitig benutzt.
    Bei Industrienähmaschinen ist der Kederfuß eine Glatte Sohle mit einer oder zwei halbrunden Rillen, deswegen gibt es auch nicht den Kederfuß, sondern Kederfuß, links oder rechts laufend, mit xy mm breiten Rille. Neben wenigen Standardgrößen oft Sonderanfertigungen für spezielle Einsatzgebiete, Leder, Möbel, Autositze etc.


    Der Paspelfuß ist heute meist aus Kunststoff und sieht von jedem Hersteller anders aus. Oft statt einer tiefen Rille auch nur eine Ausbuchtung nach dem Stichloch, damit Raupen oder Bänder frei übernäht werden können.
    Der Funktion im Haushaltnähmaschinensegment käme dann der Perlenannähfuss am nächsten.

    m@rtin
    Erbsus Mechanicus Martinui


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  • wir nähen die Zierborten mit der Hand an. Mit einem Punktstich. Da ist dann die Farbe des Garnes nicht so entscheident, da man das Garn nur von hinten sieht.
    Desweiteren wird eigentlich auch die Borte von hinten angenäht, so das nur die Perlen von vorne Sichtbar sind.


    (...nur mal so: das deine Familienangehörigen viel Geld ausgegeben haben für das anfertigen, was bedeutet denn viel bei dir? Handarbeitet kostet und selbst geübte, die es jeden Tag auf Arbeit machen, machen alles mit den Händen und das dauert eben...)


    Liebe Grüße

  • Pünktchen: Echt? Die werden 'von hinten' angenäht? Ich hätte sie glatt von vorne angenäht. Und ich hätte eine Gardine, wenn ich sie bekommen hätte, sicher auch 'verkehrt' herum aufgehängt :lach: :D


    Handarbeit finde ich bei so edlen (teuren) Stücken auch durchaus legitim.


    LG
    neko

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