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Pflege von Merinowolle

  • Huhu,

    So richtig weiß ich nicht, wo ich das hier hinpacken soll, im Zweifelsfall bitte ich also um ein Verschieben...

    Also, mein Mann hat seinen neuen Pulli aus 100% Merinowolle beim Reinigen des Kamins getragen und direkt einen dicken Asche-/Rußfleck in den Ärmel eingearbeitet. Bei der Wäsche (Wollwaschmittel von dm im Wollwaschgang bei 30 Grad) ist dieser Fleck zwar etwas blasser geworden, aber noch in gleicher Größe störend da. Kennt jemand ein Geheimrezept? Ich bin da leider überfordert und Vanish, was sonst mein "es geht nix mehr" - Rezept ist, wollte ich dem Material nicht antun.

    Sonnige Grüße,

    Miriam

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    technische Daten | Produktseite Hersteller | Händlersuche

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  • ...ich denke, du könntest es mit Gallseife versuchen, die ja auch für Seide bestens geeignet ist.
    Ich bevorzuge Gallseifen-STÜCKE, nicht die flüssige ...

    Beste Grüße aus Schleswig-Holstein
    Steffi


    Meine Devise: "...close enough to perfect for me!"
    (nach einem Song der Country-Band ALABAMA)


    Mein Blog: Das Landei

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  • ...m.E. brauchst du den Ärmel (?) naß machen, die Gallseife auftragen, kurz (15 min?) einwirken lassen und dann im 30°-Wollwaschprogramm ohne weitere Zusätze durchlaufen lassen ...

    Beste Grüße aus Schleswig-Holstein
    Steffi


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  • Wolle wasche ich mit Woolite, damit gehen ohne weitere Behandlung in der Regel alle Flecken raus.

    Das DM Wollmittel funktioniert was Flecken angeht bei mir nur bei Daunenjacken (außerdem riecht es mir persönlich zu streng).

    _______________________________________________
    Lichtmess vorbei, dadurch sieht man vieles im richtigen Licht!

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  • Oh je, Miriam, ich hoffe da kann man noch etwas machen, denn durch das Wasser beim Waschen kann der Ruß in die Fasern der Merinowolle gewandert sein und damit ist das, wie wenn man sie gefärbt hätte. Bei dem handgeschriebenen Haushaltsheft meiner Oma steht Feuchtigkeit bei Wolke erst, wenn der Fleck weg ist.

    Sie hat Kartoffelmehl genommen, bzw. Salz mit Weizenkleie vermischt. Muss wohl so ähnlich funktionieren, wie wenn man einen Weinflecken entfernt, der Ruß wird also herausgezogen. Einige Stunden einwirken lassen. Dann die Pulver entfernen, würde ich heute vorsichtig mit einer Staubsaugerdüse machen. Falls noch etwas vom Fleck übrig ist:

    Nächste Stufe ist dann Speiseöl. Mit Läppchen auftragen. Dann mit Löschpapier oder ähnlichem heraussaugen und hoffen, dass dann alles entfernt ist. Um das Speiseöl wieder wegzubekommen, kann man die Stelle ruhig in ein Schälchen mit Wasser und Spülmittel legen. Oder statt Spülmittel Schampoo gegen fettiges Haar, ist aber weniger effektiv.


    Bei Gallseife wäre ich auch erst vorsichtig und würde das an einer verdeckten Stelle testen. Alpaka hat Gallseife bei mir nicht gut getan.


    Wenn man so einen Flecken mit Seife oder Spülmittel angegangen ist immer beim Waschen mit etwas Essig spülen.


    Also mit dem Haushaltsheft meiner Oma bin ich bisher immer gut gefahren.


    Ich drück dir die Daumen, dass der Fleck sich entfernen lässt.

    LG rufie


    Der einzige Geschmack, der einem Menschen wirklich Befriedigung geben kann,

    ist sein eigener (Philip Rosenthal)

  • Disaster

    Hat das Label Materialfrage hinzugefügt.
  • Ich bin noch ein Update schuldig. Mein Mann hatte von Beckmanns oder wie die Marke noch mal genau heißt eins dieser kleinen Fläschchen Fleckenentferner gekauft für fettige Substanzen. Ich war zunächst skeptisch bei der Anwendung auf Merinowolle, aber im Zweifelsfall hätte er selber seinen Pulli zerstört ;) Mit viel Geduld, Einweichen vorsichtigem Reiben ist der Fleck tatsächlich bis auf winzige Spuren, die man eigentlich nur wahrnimmt, wenn man weiß, dass sie da sind, rausgegangen und die Wolle hat keinerlei Schaden genommen :)

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  • Wenn es helle Sachen sind, kann man durch geschicktes Färben den Fleck weitgehend "unsichtbar" machen. So kann man den Pullover wenigstens weiter anziehen.

    "Geschicktes Färben" kann aber dann nur heißen, gezielt Batik oder ähnlich ungleichmäßiges zu färben, denn Färben funktioniert additiv (es sei denn, man arbeitet mit Reservierungstechniken, auch dann wird die Farbe nicht gleichmäßig). Der Fleck bekommt dann auch eine andere Farbe.


    Ich habe schon viele Sachen gefärbt, Wolle in verschiedenen Verarbeitungsstadien und unzählige Weißwäsche (Laken etc). Bei manchen Sachen kamen Flecken überhaupt erst nach dem Färben zum Vorschein, weil sie vorher schon nahezu unsichtbar verblichen waren, beim Färben an der Stelle die Farbe aber anders aufzog.


    Speziell ein Wollkleidungsstück gleichmäßig zu färben ist auch ohne Fleck nicht ganz ohne.


    Dieser Thread ist übrigens auch schon ziemlich alt.

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  • "Geschicktes Färben" kann aber dann nur heißen, gezielt Batik oder ähnlich ungleichmäßiges zu färben, denn Färben funktioniert additiv (es sei denn, man arbeitet mit Reservierungstechniken, auch dann wird die Farbe nicht gleichmäßig).

    Bei Rostflecken auf hellen Stoffen z.B. muss man recht dunkel Färben - z.B. oliv, violett usw.


    Batiken kann ich ausschließen. Dass fuktioniert nur mit unerträglich hohem Aufwand.


    reine Wolle zu färben funktioniert sogar besser, als Baumwolle zu färben, die mit Plastikfaden genäht wurde. Das geht wohl nur bei Marc O'Polo weil Marc O'Polo waren / sind ? sogar beim Nähgarn konsequent => only Natures Materials :)


    Kleidung, die aus Actyl Wollmischungen besteht, sollte man in dem Fall auch nicht versuchen zu färben...

  • Bei Rostflecken auf hellen Stoffen z.B. muss man recht dunkel Färben - z.B. oliv, violett usw.

    Es war aber ein Rußfleck, und zwar vor 4 Jahren.

    Wer weiß, was aus dem Pulli inzwischen geworden ist und ob hier eine Antwort überhaupt noch benötigt wird.


    Wolle lässt sich generell super färben, ich mache das in der Regel mit Säurefarben und einer Stunde sieden, habe aber auch schon mit verschiedenen pfanzlichen Farben experimentiert.

    Apropos Rost: Man kann Nägel oder anderes Eisenzeug in Wasser einlegen und eine Weile ziehen lassen und mit dem rostigen Wasser Pflanzenfärbungen auf Wolle von gelb nach grün weiter entwickeln. Sehr hübsch.


    Aber bei der gleichmäßigen einfarbigen Färbung eines größeren Kleidungsstücks mit Flecken und /oder evtl. noch verborgenen älteren Flecken ist meiner Meinung und Erfahrung nach trotzdem der Erfolg nicht garantiert.


    Wie viele fleckige helle Kleidungsstücke aus Wolle hast Du schon mit gleichmäßigen Färbungen erfolgreich gerettet?

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  • klar, das Material ist das selbe, nur nicht zu doll rubbeln

    Ich mag verdammen, was du sagst, aber ich werde mein Leben dafür geben, dass du es sagen darfst.
    Voltaire
    Gruß
    Nanne

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  • im Wolleaschprogramm ja

    Ich mag verdammen, was du sagst, aber ich werde mein Leben dafür geben, dass du es sagen darfst.
    Voltaire
    Gruß
    Nanne

  • Ob das mit der Waschmaschine geht, kommt ganz auf das Material an:


    Ein starker "Filzfaktor" ist immer der Temperaturunterschied in nassem Zustand. Es gibt schon Wolle (Sorten/Arten), bei der der Unterschied von 30° C beim Waschen und Kaltwassertemperatur beim Spülen ausreicht, um zu filzen.


    Deshalb wasche ich - wenn ich Wollsachen in der Maschine wasche - immer kalt.


    Allerdings habe ich auch schon mal mit Kalt-Wollwäsche ein Kleidungsstück geschrumpft. Das war eine Art Tunika, die ich aus gekauftem Wollwalk (auf Strickgrundlage) genäht hatte, was für mich so unerwartet war, dass ich es mir gemerkt habe.


    Ich habe viele Sachen aus Wolle, weil ich ja auch selber spinne, und habe auch schon ganze Jacken (und Socken, Mützen, Schals, Handschuhe etc.) "ab Schaf" hergestellt, mit Färben und allem Pipapo. Deshalb muss ich auch ab und zu mal Wollsachen waschen (was aber gemessen an der Tragedauer wirklich nicht so oft nötig ist, wie bei anderen Materialien).

    Weil ich das Gefühl habe, dass bei einer warmen Wäsche doch mehr Dreck rausgeht und meine Waschmaschine im Wollprogramm derart schonend wäscht, dass ich das Gefühl habe, bei der zarten Behandlung kann sich der ganze Dreck (Staub) gar nicht lösen, der sich beim vielen Tragen angesammelt hat, wasche ich meine Sachen aber lieber von Hand, und zwar so:


    Waschwanne (Wäschekorb ohne Löcher) mit warmem bis heißem Wasser füllen und eine kleine Portion Wollwaschmittel dazu (alternativ ist auch ein Spritzer Pril gut).

    Kleidungsstück eintauchen und liegen lassen, Minimum eine halbe Stunde, länger je nach Tagesplan und anderen Dingen, die zu tun sind.

    Später das Kleidungsstück im Zuber hin und her bewegen, damit der Dreck rauskommt (besser nicht rubbeln, oder nur dort ganz zart, wo es wegen einem Fleck wirklich nötig ist). Dann fische ich die Kleidung raus, schütte das Wännchen aus (steht immer in der Badewanne) und fülle es mit Wasser in der Temperatur wieder auf, die das Waschwasser beim Ausleeren hatte (nach Gefühl). Jetzt spüle ich das Stück, indem ich es immer wieder aus dem Wasser hole, etwas ablaufen lasse, und wieder eintauche. Wenn das Wasser trüb ist, wechsle ich es wieder mit der passenden Temperatur. Das mache ich so lange, bis das Spülwasser für meinen Geschmack sauber genug bleibt.

    Anschließend kommt das Teil zum Schleudern in die Waschmaschine: höchste Drehzahl.

    Dann trocknet es (größere Teile liegend) recht schnell.


    Es soll dem Vernehmen nach Waschmaschinen geben, die beim Schleudern so sanft anfangen, dass dabei schon Sachen (wegen des Rubbeleffekts) gefilzt sein sollen, habe ich mal wo aufgeschnappt. Meine schleudert aber gleich los und drückt das Wollzeug an die Trommelwand. Dabei filzt nichts.


    Das war zwar hier gar nicht gefragt, aber vielleicht nützt es ja trotzdem wem.

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