Schönen guten Abend liebe Hobbynäher und -innen,
Ja, alles klar, wenn ich nach dem umstülpen innen nähe, bin ich wieder rechts.
Wenn das Nahtbild der Unternaht schlecht aussieht, dann ist möglicherweise die Fadenspannung verkehrt eingestellt.
Von der Festigkeit der fertigen Naht am Oberfaden im Vergleich zum Unterfaden ist das Nahtbild schon ausgewogen. Trotzdem ist die Obernaht immer schöner, da die Nadel von oben einsticht.
Vielleicht liegt es auch am speziellen Greifer der Maschine. Ich habe gelesen, dass mache Greifer konstruktionsbedingt, ein unruhigeres Nahtbild ergeben.
Wenn die Nähmaschine keine gröberen Defekt hat, dann liegen die unbefriedigenden Ergebnisse eher nicht an der Maschine.
Generell, hast da bestimmt recht. Man braucht bei einer mechanisch eingestellten Maschine jedoch die nötige Erfahrung mit Fingerspitzengefühl, um genau zu wissen, wie damit richtig umzugehen. Die modernen computergesteuerten Maschinen nehmen dem Nichtprofi doch einiges an Feinjustierung ab, ohne es zu merken. Einen gröberen Defekt hat die Maschine wohl nicht, aber ihre ganz bestimmten Eigenarten, die man kennen muss und wissen, wie man damit umgeht. Ein Beispiel war die Zwillingsnadel (weiter oben gepostet), die sich in der Nadelbefestigung immer verdreht, so dass die eine Nadel nur noch ganz knapp am Fuß vorbei sticht. Man kann damit nähen, ich habe es probiert. Aber ganz wohl ist es mir auf Dauer nicht dabei. Die Nadel braucht sich nur ein wenig durch Spannung biegen, dann ist es passiert.
Ich hoffe davon ausgehen zu dürfen, dass deine Maschine zumindest das grundsätzliche an Wartung und Pflege erfährt, was es so braucht (also regelmäßige gründliche Reinigung des Innenlebens, immer mal wieder ein Tröpfchen Öl, regelmäßig neue und zum Projekt passende Nadeln usw.)?
Ja, das ist klar. Ich habe erst heute nach reichlicher Überlegung, welcher Schmierstoff der richtige wäre, zwei Kunststoffzahnräder vom Getriebe etwas geschmiert, da sie einen zu trockenen Eindruck gemacht haben. Das war allerdings das erste Mal seit ich die Maschine habe. Auch der Greifer benötigt ab und zu einen Tropfen Maschinenöl. Sonst läuft die Maschine noch gut. Wie gesagt, sie wurde nie voll ausgenutzt. Wenn ich alle Betriebsstunden zusammenzählen würde, kommen bei weitem keine 100 Betriebsstunden zusammen.
Es bleibt einfach wie es ist: egal für welche Nähmaschine du dich entscheiden solltest, die neue Nähmaschine macht aus dir noch keinen perfekten Maßschneider.
Ja, das wäre schön, wenn die Maschine von alleine nähen könnte. ![]()
Der Vorteil bei einer modernen und gut ausgestatteten Maschine wäre, dass die Technik unterstützt und damit ein gutes Ergebnis leichter zu erhalten wäre.
Meinst Du keine Werkstatt zur Reparatur?
Nein, ich habe gemeint, dass ich nicht den Platz für einen ganzen Maschinenpark habe, wie das in einer Werkstatt der Fall ist. Schon aus diesem Grund muss ich überlegen wie ich den besten Kompromiss zu mehren Maschinen finde.
Natürlich lohnt es sich mit den heutigen Möglichkeiten zu beschäftigen.
Viele Funktionen und Zubehörteile können durchaus mangelnde Übung ersetzen.
Gerade wenn jemand beim Nähen sehr vielseitig interessiert ist, wird es wohl eher so sein, dass manche Handgriffe nicht so oft gemacht werden um dafür eine Routine zu entwickeln. Da kann man schon von kleinen Helferlein profitieren.
Das erwarte ich mir eben von zeitgemäßen Maschinen auch. Da sollten die Möglichkeiten vielseitiger sein. Ich möchte damit nicht sagen, dass sich auch mit einer einfachen Maschine etwas vernünftiges zustande bringen lässt (wie mir das schon einige zuvor klar machen wollten).
Insgesamt hab ich dennoch den Eindruck, du setzt Dich ein wenig zu sehr unter Druck.
Je nach dem ... Ich glaube, dass ich das schon richtig mache. Was ich versuche, ist nicht einfach, vielleicht auch aussichtslos. Mein Thema heißt: "Bessere Nähmaschine mit sich widersprechenden Eigenschaften". Also ich habe zumindest bei Juki schon so etwas wie die "Eierlegende Wollmilchsau" gefunden. Eine Haushaltsnähmaschine mit üblichen Funktionen und zusätzlich der Möglichkeit auf professionellen Geradstichnäher umzurüsten. Zusätzlich wird noch eine Spulenkapsel für starke, feste Garne angeboten, womit man Garne der Dicke 30 auf der Unterspule nähen kann. Ein Freiarm ist auch dabei. Das gefällt mir schon mal.
Wenn ich mich bei dem Gedanken ertappe, frage ich mich, wie wahrscheinlich es ist, dass ich das in absehbarer Zeit brauche und wie oft und welche Möglichkeiten es gibt, diese Funktion zu „ersetzen“.
Bei so viel Technikangebot ist es glaube ich nicht verkehrt, die Grenzen des Möglichen zu suchen.
Ich glaube beim Autokauf tun sich die Leute leichter damit, Kompromisse zu machen und auf hätte, wäre, könnte zu verzichten.
Ich muss erst wissen was möglich ist. An dem Punkt bin ich noch nicht. Es gibt neben den vielen technischen Optionen auch noch so viel Zubehör. Bei allem muss man sich auch ein Bild davon machen wie gut das dann funktioniert. Pfaff war einer der ersten Maschinen die ich mir angeschaut habe, weil ich schon vor vielen Jahren von der Qualität überzeugt war. Nun habe ich jetzt aber erfahren, dass Pfaff längst verkauft wurde und nun Pfaff drauf steht, aber nicht mehr die Qualität von Pfaff, wie früher, drin ist. Seit dem sehe ich Pfaff mit anderen Augen.
Dann wird die Familienkutsche gekauft, obwohl man ja auch schon gern mal bei netten Wetter im Cabrio unterwegs wär.
Oder es wird dann doch nur ein Kleinwagen, weil Parkplätze knapp sind…. obwohl man eigentlich von einem ein Camping-Bus für spontane Urlaube träumt.
Ich glaube das spiegelt ganz gut wieder, worauf der Versuch sich gut zu informieren zum Schluss hinaus laufen kann. Auch wenn es dann anstatt einer neuen Nähmaschine vielleicht eine Coverstitch wird, weil man nur diese speziellen Arbeiten gern perfekt und möglichst arbeitssparend erledigt haben möchte, dann ist es ein guter Kompromiss geworden und das Überlegen und forschen hat sich gelohnt. Vielleicht kann man alles andere, außer Covern, mit gewissen Abstrichen auch mit einer normalen Nähmaschine erledigen, wenn wenigstens ein Overlockstich zum versäubern dabei ist. Es könnte sogar sein, dass ich am Ende zu dem Schluss komme, dass es bei meiner alten Elna tx bleibt. Auch dann war die Recherche erfolgreich.
Ich hoffe aber, es ist ersichtlich worauf ich hinaus will?
Mach es Dir nicht unnötig schwer! 😏
Ja, ich habe das Prinzip verstanden, das Du mir verständlich machen möchtest.
Danke, ist eigentlich auch ganz in meinem Sinn.
Ich bin sicher, auch Du wirst DEINE Maschine finden.
... vielleicht auch nicht ?!
Dann ist es auch nicht schlimm. Ich weiß dann hinterher zumindest gut Bescheid was der Markt zum Nähen anbietet, und warum ich keine weitere Maschine brauche.
Freiarm: Es geht natürlich alles ohne und ich habe fast nur Flachbettmaschinen, aber manchmal bin ich zu faul/bequem und nähe doch mit dem Freiarm.
Gerade am Anfang habe ich häufig eine Stoffschicht mehr vernäht als gewollt, weil ich das Gewurschtel unterm Nähfuß nicht unter Kontrolle hatte.
Ja, ja das kenne ich auch. Aber mit einem Freiarm kommt man doch etwas schneller rundherum, als ohne - nicht?
Ich bekomme ja meist nur die günstigen Modelle auf den Tisch, aber die modernen Billigmaschinen sind mechanisch gesehen Klassen schlechter als die "Billigmaschinen" früherer Tage.
Ich bin zwar kein Nähmaschinen Mechaniker, aber das ist der übliche zeitgemäße Trend in fast allen Produkten. Leider findet man auch an meiner Elna tx auch schon die Spuren moderner Herstellung. Oben befindet sich eine Klappe mit einer Zubehörschale. Die Klappe ist noch aus Blech, die Schale mit den geformten Mulden für das Zubehör ist natürlich aus Kunststoff. Dieser Kunststoff ist kein schlechter Kunststoff, auch nach so langer Zeit noch gut erhalten. Nur vorne sind zwei Zungen, wo die Klappe beim schließen dann einrastet. Diese beiden Zungen sind auf Biegung beansprucht. Kunststoff hat eine gewisse Elastizität. Leider ist eine Zunge davon durch Materialermüdung schon abgebrochen. Auch das Scharnier an dem die Klappe befestigt ist, ist an diesem Kunststoffformteil angegossen. Auch hier ist ein Scharnier schon mal abgerissen. Ich konnte es zum Glück noch einmal Kleben. Gerade heute habe ich mir Gedanken gemacht, ob man die abgebrochene Zunge wieder fest machen könnte. Das ist zu aufwendig bis fast unmöglich. Aus konstruktiver Sicht hätte man die beiden "Fehlkonstruktionen" anders machen können. Jeden Konstrukteur musste schon von vornherein klar sein, dass die ganze Zubehörschale gewechselt werden muss, wenn an den beiden besonders empfindlichen Stellen der Kunststoff abreist. Heute nach 40 Jahren bekommt man natürlich diese Kunststoffschale nicht mehr als Ersatz. (siehe Dateianhang)
Männer tragen Röcke, die Schotten zum Beispiel, es gibt auch andere Kulturen wo Männer Gewänder tragen.
Danke für die Anregung. Ja, ja natürlich. Aber auch da gibt es dann Unterschiede wie sich eine Frau im Gegensatz zu einen Mann kleidet. Und darum geht es ja eigentlich.
