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Optimal flache Fleece-Naht mit Cover?

  • Hallo ihr Lieben,


    ich habe vor mir eine Fleece-Hose zu nähen. Dabei frage ich mich, wie ich z.B. die langen Beinnähte mit der Cover (zur Verfügung habe ich eine Janome 3000) optimal flach kriege. Haltbar sollen sie dabei aber natürlich auch sein und außerdem soll es gut aussehen. (Da waren sie wieder meine drei Probleme ... )


    Eine Vorstellung, die ich dabei habe, ist die Stoffbahnen einfach etwas überlappen zu lassen, zum Beispiel 1 cm, und dann über diese Überlappung drüber zu covern. Wenn alle Nadeln dabei durch zwei Lagen Stoff gehen sollen, steht auf diese Art und Weise aber zwangsläufig etwas über, was ja dann irgendwie blöd aussieht.


    Wie macht man sowas nur mit Hausmitteln? :/

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  • Du meinst Covernaht statt Nähmaschine oder Ovi? Und hast keine Überdecknaht oben bei der Cover?


    Dann nimm lieber die Nähmaschine. Du lässt den Stoff ca 1.5 cm überlappen und nähst von rechts mit zwei oder dreigeteiltem oder einfachen Zickzack oder Fake-Ovi-Naht oder was dir sonst gefällt, so von rechts über die Schnittkante, das diese mitten in der Naht ist. Danach schneidest du den Überstand auf der linken Seite ab. Das habe ich schon oft genäht, meist mit dem zweigeteilten Zickzack.


    Ich nenne das Flachnaht mit der Nähmaschine.

    Viele Grüße
    Do-it


    Wer nähen kann, ist klar im Vorteil.

  • Bei der Ovi fällt mir sofort die Flachnaht ein.

    Mit dem Deckfaden kenne ich mich leider nicht aus, da ich den bei mir nicht dran habe.

    Wenn du ne schöne Naht mit der Cover haben willst, hatte ich die die Naht mit der Ovi gemacht und dann drüber gecovert, aber der Unterfaden mit Bauschgarn außen.

    LG Karin

  • Wenn du ne schöne Naht mit der Cover haben willst, hatte ich die die Naht mit der Ovi gemacht und dann drüber gecovert, aber der Unterfaden mit Bauschgarn außen.

    Auch ne schöne Idee. Danke. So hätte ich drei Lagen Fleece, statt zwei. Aber es klingt machbar und stabil. Das probier ich gleich mal aus, wenn mein bestelltes Fleece ankommt.

  • Die Janome 3000 näht mit zusätzlichem Deckfaden.

    Dann kannst du es wie zuvor beschrieben von rechts mit der Cover nähen. Von links ist es halt knifflig, genau die Kante zu treffen.


    Bei der Ovi fällt mir sofort die Flachnaht ein.

    Das geht nicht gut. Fleece ist so dick, den kriegt man in der Naht nicht gedreht, und dann wird es wulstig.


    Ich würde es nur mit der Cover machen, das ist dünner und nur ein Arbeitsgang. Also nicht erst Ovi und dann covern.

    Viele Grüße
    Do-it


    Wer nähen kann, ist klar im Vorteil.

  • Dann kannst du es wie zuvor beschrieben von rechts mit der Cover nähen. Von links ist es halt knifflig, genau die Kante zu treffen.

    Wie wichtig ist es dabei, das wirklich jede Nadel durch beide Lagen Stoff geht und nicht nur durch eine? (So habe ich es bisher gelernt.) Ich stelle mir das Ergebnis am schönsten vor, wenn ich alle drei Nadeln in der Cover habe, dass ich z.B. mit der rechten Nadel ganz knapp an der Kante VORBEI nähe, so dass diese Nadel nur durch eine Lage Stoff geht und zusammen mit dem Deckfaden sozusagen "säumt", während die anderen beiden Nadeln den Stoff ordentlich "festtackern". Von links würde ich dann so beschneiden, wie du es beschrieben hast. Dagegen spricht aber, dass eine Nadel dann eben nur durch eine Lage stoff näht. Wird das trotzdem haltbar?

  • Muppet Ja, 3 Nadeln ist eine gute Idee. Ich nutze keine Cover mehr und nehme den zweigeteilten Zickzack wegen mehr Halt und weil ich ihn netter von der Optik finde als einfachen Zickzack.

    Viele Grüße
    Do-it


    Wer nähen kann, ist klar im Vorteil.

  • Wird das trotzdem haltbar?

    Wahrscheinlich schon, kommt auf die Stabilität des Stoffes an. In verschiedenen Jerseys hält meine Methode gut.

    Viele Grüße
    Do-it


    Wer nähen kann, ist klar im Vorteil.

  • Muppet Ja, 3 Nadeln ist eine gute Idee. Ich nutze keine Cover mehr und nehme den zweigeteilten Zickzack wegen mehr Halt und weil ich ihn netter von der Optik finde als einfachen Zickzack.

    Dieser geteilte Zickzack (ich kenne ihn auch als "Trikotstich") ist bei der Nähmaschine auch einer meiner Lieblingsstiche. Hier will ich ja aber mal die Cover verwenden.

  • Das geht nicht gut. Fleece ist so dick, den kriegt man in der Naht nicht gedreht, und dann wird es wulstig.

    ok. Ich hab das mit dickerem und mit ganz dünnem Jersey probiert, da ging es ganz gut.


    Wenn ich erst mit der Ovi zusammennähe und dann den Zierstich mit der Cover draufsetze, habe ich unter einer Nadel nur zwei Lagen Stoff und under der anderen drei Lagen Stoff.


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    LG Karin

  • Bei der Ovi fällt mir sofort die Flachnaht ein.

    Mit dem Deckfaden kenne ich mich leider nicht aus, da ich den bei mir nicht dran habe.

    Wenn du ne schöne Naht mit der Cover haben willst, hatte ich die die Naht mit der Ovi gemacht und dann drüber gecovert, aber der Unterfaden mit Bauschgarn außen.

    Das wäre auch mein Vorgehen.

    Habe ich hier mal bei den Raglannähten so gemacht, aber mit normalem Garn (statt Bauschgarn) im Greifer. Der Stoff war ein ziemlich dicker "Fleece" aus Wolle, dicker als normaler Polyesterfleece.

  • Warum probierst du es nicht einfach aus uns schaust, ob es dir gefällt?

    Das hat mehrere Gründe:


    Zum einen den offensichtlichen, den ich ja schon geschrieben habe: Ich hab das Fleece gerade noch nicht da.


    Und dann aber vor allem auch, dass ich hier richtig gerne im Forum bin und immer wieder tolle Ideen kriege, die ich ohne Nachfragen nicht gekriegt hätte. (Danke euch allen!) :love::thumbup:


    Herzlich willkommen hier bei der Gelegenheit, uneplacesurmer!

  • Wenn ich ganz flache Nähte haben möchte, mache ich es genauso, wie du es vorhast. Als Orientierung klebe ich Prym Wonder Tape (das löst sich beim Waschen auf) genau an die Kante des Stoffs, der unten liegen soll. Dann klebe ich den oberen Stoff an die Kante des Tapes (ich hoffe, das ist verständlich ausgedrückt?). Da das Tape 6mm breit ist, überlappen sich die Stoffe dann 6-7mm (je nachdem, wie genau man arbeitet), also genau die richtige Breite für eine Covernaht.

    Ich nähe dann von rechts mit 3 Nadeln und Deckstich, und zwar so, dass die äußere Nadel genau an der Kante bzw. neben der Kante des Stoffes einsticht. Meist habe ich Sweat oder French Terry, damit hatte ich noch keine Probleme, obwohl die eine Nadel dann nur durch eine Stofflage geht. Man muss vorher nur ausreichend Proben machen, um die Spannungen richtig einzustellen.

    Ich habe auf diese Weise schon öfter Stoffreste zusammengesetzt und dann Baby- bzw. Kinderkleidung daraus genäht. Da wollte ich es so flach wie möglich haben, eben nur mit 2 Stofflagen aufeinander. Bisher gab es noch keine Beschwerden, dass sich eine Naht aufgelöst hätte.

    Es müsste also so funktionieren, wie du es geplant hast.


    Liebe Grüße


    Bärbel

  • Ganz vielen Dank.

    Als Orientierung klebe ich Prym Wonder Tape (das löst sich beim Waschen auf) genau an die Kante des Stoffs, der unten liegen soll. Dann klebe ich den oberen Stoff an die Kante des Tapes (ich hoffe, das ist verständlich ausgedrückt?). Da das Tape 6mm breit ist, überlappen sich die Stoffe dann 6-7mm (je nachdem, wie genau man arbeitet), also genau die richtige Breite für eine Covernaht.

    Das mit dem Wonder Tape klingt nach einer super Idee. Und das verklebt auch nicht die Nadeln?

  • Ich nehme die CF-Nadeln (beschichtet), damit hatte ich noch keine Probleme.


    Was aber auch geht:

    Die beiden Stofflagen mit Seraflex-Garn an der Nähmaschine zusammennähen, Nahtzugaben auseinanderbügeln, dann covern. Die Covernaht muss dann aber leicht versetzt zur Mitte genäht werden, damit die mittlere Nadel nicht ins Leere sticht (oder gleich nur mit zwei Nadeln nähen).

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