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Bernina 480 oder Janome MC 6700 P oder was komplett anderes?

  • Hallo zusammen,


    ich nähe seit einigen Jahren, hauptsächlich Bekleidung für mich und für die Kinder, aber auch ab und zu gerne andere Projekte wie Kissen, Topflappen und kleine Quilts. Aktuell bin ich die stolze Besitzer von einer W6 N1615, die mich sehr brav in diesen Jahren bedient hat, aber mittlerweile fühle ich mich schon etwas von der Maschine begrenzt. Jeans, zum Beispiel, würde diese Maschine definitiv nicht schaffen. Ein Overlocker besitze ich zusätzlich noch.


    Und so langsam freue ich mich auf eine neue, bessere Nähmaschine! Die Maschine soll robust sein und eine lange Lebensdauer haben. Sie soll mit diversen Stoffarten und mehrere Stofflagen problemlos klar kommen. Sie soll vielfältig sein und nicht nur Bekleidung (inkl. Jeans) und einfache Haushaltsprojekte können aber ideallerweise auch den einen oder anderen Quilt schaffen. Knopflöcher sollten automatisch gehen, Nähfußdruck einstellbar sein und Komfortausstattung wie Fadenschneider, einstellbare Nadelposition, usw. sind weitere plus Punkte. Nähen ist für mich ein Hobby und ich möchte vor allem mit dieser Maschine Spaß haben!


    Meine Recherche habe ich auch gemacht. Vorne im Rennen stehen die Bernina 480 und die Janome MC6700P. Die zwei Maschinen habe ich bereits im Laden probiert und da war ich von der Bernina einfache Handhabbarkeit und premium Gefühl bezaubert, vor allem, weil die Nähfüße nur ein Teil sind und ohne Schrauben gewechselt werden und wegen das wunderbare Farbendisplay mit Bedienungsassistent. Die Janome kann aber für den gleichen Preis viel mehr, hat einen viel großeren Raum rechts von der Nadel, wird mit einer riesiegen Menge an Zubehör mitgeliefert und sieht generell robuster aus.


    Wegen den folgenden Themen bin ich noch sehr unsicher und das Probenähen im Laden war ehrlich gesagt nicht ausreichend, um sie zu klären:


    - 5.5mm vs 9mm: die Vielfältigkeit von den 9mm gefällt mir in Theorie, aber erfahrungsgemäß weiß ich, dass ich diese Breite nicht oft benutzten werde. Vor allem für Kinderbekleidung könnte sie sogar stören. Auf die andere Seite, kann man die 5.5mm Füße in den 9mm Maschinen benutzen und alle Hersteller scheinen sowieso in dieser Richtung zu gehen. Mache ich da ein Fehler, 9mm Maschinen mir überhaupt anzuschauen? Die alte gute Bernina 530 wäre hierzu eine Alternative.


    - Obertransport: die W6 benutze ich fast immer mit OTF. Ohne kann ich mir z.B. Jersey nähen gar nicht vorstellen. Braucht man auch bei der 480 immer den OTF oder transportieren diese high-end Maschinen so gut, dass man den OTF eigentlich nur für Quilten braucht? Wie gut sind die integrierte Systeme von Janome und Bernina? Wenn das ein wichtiges Faktor ist dann würde ich die Janome bevorzügen. Eine Alternative wäre auch eine bessere Bernina second-hand zu kaufen, z.B. eine 570 QE aber diese würde dann trotz second-hand doch etwas preislicher sein.


    So...seit Monaten stelle ich mir diesen Fragen und bin genau so unentschieden wie vorher...deswegen bitte ich euch um Hilfe!!!

    Hat jemand eine 480 oder eine 6700P? Wie zufrieden seid ihr mit euren Maschinen?

    Was sagt die Erfahrung generell zu den Themen Fußbreite und Obertransport?

    Was würdet Ihr an meiner Stelle machen?


    Danke für das Mitlesen und ich freue mich auf eure Meinungen und Ratschläge!

    LG, Ana

  • Spontan rate ich bei den beiden zur Janome. Denn der 9 mm Transport ist nichts für Jersey, vor allem wenn die Cover fehlt. Die hohe Fadenspannung bei der Bernina muss sein, aber erzeugt dann oft Wülste. Dann ist fast permanentes Nähen mit OTF angesagt und dazu ist mir der angebaute zu klobig.

    Die 480 ist kein High End und ob eine Maschine Jersey gut transportiert, hat nichts mit dem Preis zu tun, sondern mit dem Nähfussdruck. Der ist bei Bernina grundsätzlich sehr hoch und muss dann immer extrem gesenkt werden. Dafür ist sie fast unschlagbar bei Leder und Jeans.

    Die 530 wäre eine Alternative, da 5,5 mm und CB Greifer. Die hat bei mir wirklich fast alles perfekt gemacht, ganz ohne OTF.

    Bei der 570 immer aufpassen, ob altes oder neues Modell, da gibt es zwei mal exakt die gleiche Bezeichnung.

    Dann zum Schluss noch ein Pluspunkt für die 480: Das Menü von Bernina finde ich sehr intuitiv und verständlich. Und die 475 hätte 5,5 mm.

    Warum dann die Janome? Sie tut, was sie soll und nimmt einem nicht viel krumm. Unsere Tester waren durchweg begeistert und sind schnell damit zurecht gekommen.

    Im Allgemeinen schreibe ich nur über Themen, bei denen ich mich auskenne. Aber man lernt ja nie aus.

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  • Ich bin ja ziemlich frisch gebackene und total glückliche Besitzerin einer Janome MC6700, und ich muss sagen, jetzt bin ich am Ziel meiner Wünsche :herz:.
    Die Maschine ist präzise, schnell und mit allem ausgestattet, was ich brauche.

    ...ob ich mit einer Bernina glücklicher wäre :confused:?

    Das werde ich nicht herausfinden, weil ich nicht bereit bin, soviel mehr Geld für eine Nähmaschine auszugeben :biggrin:.
    In diesem Thread findest du eine Menge Informationen über die 6700 - auf den letzten Seiten auch meine Eindrücke über meine "Neue" ...

    Beste Grüße aus Meck-Pomm
    Steffi


    Meine Devise: "...close enough to perfect for me!"
    (nach einem Song der Country-Band ALABAMA)


    Mein Blog: Das Landei

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  • Die Bernina-Maschinen musst du viel genauer einstellen. Der Transport der Janomes ist unschlagbar; du brauchst da eigentlich gar keinen Obertransport. Die 6700 hat aber auch 9mm; die Vorgängerin (welche ich hatte) kam mit 7mm daher. Ich habe auf einer Messe die 6700 mal ausprobiert und fand sie sehr angenehm vom Ton und auch Nähen her. Nachteil: Sie hat keinen Freiarm. Sie kommt auch sehr gut durch dicke Stoffe, lt. Beschreibung wurde der Motor verstärkt. Wenn du sowieso quilten willst, würde ich zu dieser Maschine tendieren (auch vom Platz her). Du hast unheimlich viel Zubehör schon im Vorhinein dabei und kannst ohne große Vorkenntnisse loslegen. Schau mal Steffis Bericht an, sie ist sehr überzeugt von der Maschine.

    Meine alte 6600 hat inzwischen eine meiner Töchter und sie läuft und läuft immer noch perfekt.

    Gruß Claudia

  • Nachteil: Sie hat keinen Freiarm.

    Dafür könnte man die kleine W6 ja behalten, so oft braucht man einen Freiarm ja eigentlich gar nicht.

    Gruß
    Detlef


    Die Pfaff meiner Mutter hat damals zwei Monatsgehälter gekostet und näht nach über 60 Jahren immer noch. Dann müsste eine Nähmaschine, die nur einen Tageslohn kostet, umgerechnet ein Jahr halten - tatsächlich, die meisten Maschinen dieser Preisklasse schaffen das sogar.

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  • Oh wow! Eure Antworten sind schon mal aussagekräftig und gehen auch alle in die gleiche Richtung...


    Der Bernina Charm hat mein Herz noch nicht ganz verlassen... aber mein Kopf (und Geldbeutel) ist schon davon überzeugt, dass die Janome die beste Wahl für mich ist ;)


    Danke für eure Antworten und verweis auf den 6700 Thread!


    LG,

    Ana

  • Dafür könnte man die kleine W6 ja behalten, so oft braucht man einen Freiarm ja eigentlich gar nicht.

    Ja, das mit dem Freiarm kannte ich schon und ist für mich kein Thema. Aktuell habe ich es in beiden Maschinen und benutze es gar nicht. Für Kinderbekleidung ist er sowieso zu groß und wenn man es da ohne Freiarm schafft, dann ist normale Bekleidung auch ganz ok ;)

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  • Ich wollt grad sagen: Freiarm ist gehört zu den eigentlich nutzlosen Verkaufsargumenten.

    Ab einem gewissen Innendurchmesser hilft eh nur noch um's Füßchen laufen lassen - und das geht mit zunehmendem Durchmesser immer bequemer...

  • Aber du solltest auch vom Gefühl her entscheiden. Ich habe jetzt nochmal nachgelesen. Da gab es einen Bericht von jemand, der meinte dicke Sachen wären mit der Janome nicht ganz so gut zu nähen gewesen, aber ansonsten alles topp. Gebe mal in die Suche Janome 6700 ein.

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  • Aber du solltest auch vom Gefühl her entscheiden. Ich habe jetzt nochmal nachgelesen. Da gab es einen Bericht von jemand, der meinte dicke Sachen wären mit der Janome nicht ganz so gut zu nähen gewesen, aber ansonsten alles topp. Gebe mal in die Suche Janome 6700 ein.

    Oh ich habe es auch gelesen... das wundert mich, ich dachte so was wäre überhaupt keine Frage bei dieser Maschine.

    Kann jemand hierzu bitte aus eigene Erfahrung berichten, wie die Janome 6700 mit z.B. Jeans nähen umgeht?

  • Warnhinweis:

    ich hab die Elna Excellence 720 Pro.
    Die ist mit der Janome baugleich...


    Jeans hab ich nicht probiert, aber Echtleder, 1,5 - 2mm dick.

    Doppeltgelegt und - weil grad drin - 70 er Universalnadel, 120er und auch 35er Aerofil. HP-Platte und Füßchen... marschiert sie so drüber.

    (Das war der Nahttest für meine Handtasche... so am Wochenende kann ich Dir sagen, wie das im regelrechten nähen mit passender Nadel und Einlagen unter'm Leder aussieht.)

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  • Da freue ich mich auf deinen Bericht!! :)

  • *grins*

    Das Problem bin ich, nicht die Nähma.


    Also...

    ich habe mich nach ein paar kleineren Tests durch meine Nadelsammlung (NoName Jeans 90, normale Standard 90 von Schmetz, Quilting in 80 von Organ) für eine 90 Microtex-Nadel von Schmetz entschieden - die macht das weichste Einstichgeräusch.

    (Der Motor klingt wie immer...)

    HP-Platte + Füßchen.

    Nähfußdruck ungefähr um 1/3 verringert.


    (Es wird eine Schnabelina mini...)

    RV unter unverstärkes Leder (Rindsnappa, weich), erst geklebt, dann von der Lederseite aus gesteppt:

    Kein Problem.


    unverstärkes Leder auf weiteres Leder (ebenfalls Rindsnappa, aber stabiler) aufgeklebt, dadrunter dann Baumwoll-Volumenvlies von Freudenberg (277 Cotton), und da drunter dann nochmal ein dichtgewebter dünner Patchworkstoff (reine B'wolle, Muster und Farben aus der Abteilung besonderes scheußlich...) :

    Latscht sie so drüber.

    (:oWenn ich ihr nicht dazwischen pfusch. Und zum Beispiel doch das Leder festhalte, und damit den Transport behinder....

    Die dadurch entstandenen Unregelmäßigkeiten lass ich jetzt so.)


    Nochmal Leder ohne Verstärkung drübergeklebt (Textilkleber. Geht so in Richtung UHU), dann gesteppt - macht also PW-Stoff, Cotton 277, Leder (stabileres), Leder (weich) & nochmal Leder (weich) : Kein Problem.


    "Spannend" wird gleich noch der Zusammenbau - wenn unterlegtes Leder (stabil) auf den Lederstapel mit Unterlegung trifft, sprich, das Seiten- und Bodenteil mit Taschenvorder- bzw. rückseite verheiratet wird.

    Aber ich denk mal: Die Maschine schafft auch das.

    Nur ich hab nur einen Versuch, durch alle Lagen ordentlich um die Kurve zu kommen... wie gesagt: das Problem bin ich.

    Hier ist ja nix mit stecken und heften ...


    (Aber nicht mehr heute... dafür muss ich frisch sein.

    Heute näh ich höchstens noch das Futter/die Innentasche zusammen.)



    Ich hab auch bei Mantelflausch mit H410 bebügelt und Wollwatteline aufstaffiert noch keine Probleme feststellen müssen.

    Bei Möchtegern-Jeans eh nicht. (Das war ein gut abgelagerter dünner, aber fester Baumwolljeans mit Elasthan. Mindestens 15 Jahre hat der hier rumgelegen - zugeschnitten. Glücklicherweise ist mein Göga sehr formstabil...)

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