Nähen in der ehemaligen DDR

  • Ich bin mal neugierig und kenne so Geschichten, wie mit Fahnenstoff(den es wohl immer gab) Hosen genäht wurden oder ich habe in einer Ausstellung über Mode in der DDR ein Brautkleid aus Gardinenstoff gesehen oder meine Schwägerin hat Moltonstoff eingefärbt und sich eine Art Sweatshirtjacke daraus genäht...............
    Also, mich würde interessieren: wie kam man an gute Stoffe heran, warum hat man genäht, wie waren die Nähmaschinen usw.
    Über viele Geschichten freut sich


    ulme50

  • Alles ist nun fast 25 Jahre her ist, vieles habe ich erfolgreich verdrängt...aber meine ersten Näherfahrungen stammen aus dieser Zeit.
    In der 5. Klasse hatten wir Nadelarbeit. Die Tretnähmaschienen standen auf dem Dachboden, so sind meine ersten Beutel und Schürzen entstanden. "Meister ich bin fertig, darf ich trennen" dies Motto ist mir bis heute in Erinnerung geblieben.
    Ende der 80er war ich ein (süßer) Teenager, der aus Ermangelung cooler Kleidung selber nähte. Meist habe ich aus "Westpaketen", welche ausrangierte Kleidung enthielt, die Stoffe der Kleidung umgeändert, die Labels rausgetrennt und auf schlichte Shirts genäht usw.
    Da hier für den (West)Export viel -meist Unterwäsche / Nachthemden - genäht wurde, war es extrem begeht an solch Stoffe zu kommen... ich erinner mich an ein selbstgenähtes hellrosa Shirt mit einer Vielzahl von Labels in Reihe vorn aufgenäht, dazu trug ich einen selbstgenähten rosa Bahnenrock. Woher dieser Stoff war erinner ich mich nimmer.
    In meinem Kleiderschrank lagern noch zwei selbstgestrickte Pullover dieser Zeit, ich habe es nie übers Herz gebracht diese zu entsorgen. Vielleicht ist dies hier die Gelegenheit diese mal zu zeigen :D

    LG Anja


    "Die beste Zeit, einen Baum zu pflanzen, war vor zwanzig Jahren. Die nächstbeste Zeit ist jetzt." - Aus Uganda

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    • Offizieller Beitrag

    Ich habe vom ersten selbst verdienten geld eine Nähmaschine gekauft. 970 Mark der DDR hat sie gekostet und ich habe sie als Teilzahlungsrabatt Kauf getätigt, den ich mit 45 Mark der DDR abbezahlt hatte. So einen Kredit gab es zinslos.
    Stoffe hatte ich von meiner Oma und später selbst gekauft. Es gab sie schon, aber nicht so eine große Auswahl.
    Ich erinnere mich an Malimo. Und an die Pramo Schnittmuster.


    pramo.jpg

  • Vielleicht ist dies hier die Gelegenheit diese mal zu zeigen :D


    Unbedingt! Es geht nichts über ein Bild. (Auch wenn die Pullover gestrickt und nicht genäht wurden. Aber so eng darf man das - zumal in einem Nähcafe - wohl nicht sehen.)

    Dirk - des Teufels nackter KofferNÄHER 2.0 ...

    (Alt und müffelig.)

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  • ich bin auch ein Kind aus der Zeit...hab immer Glück gehabt...hab das Schneidern von der Pieke auf privat bei einer Schneiderin gelernt...Stoffe hab ich von ihr dazu bekommen, was sie jede Menge hatte, aber aus Altersgründen nicht mehr brauchte...bei uns in der Stadt gabs einen Stoffbetrieb da konnte man Stoffe günstig erwerben...heute nennt man das ja Werksverkauf...in meiner Lehre haben wir im Internat den Wäscheschrank geplündert...jemand hat die Lakken übers Wochenende mit nach Hause genommen und gefärbt und ich hab sie am Wochenende zu Schlaghosen verarbeitet...Dederon gabs da und ich hatte da schon Tunikas...als meine Kinder dann da waren, wurden die von mir selbst eingekleidet...Kleidchen hab ich da schon aus Herrenhemden gemacht...nennt man heute recycling...grins...auch hatten meine schon Steppjacken mit Klettverschluss, was ja ganz modern war zu der Zeit...

  • Ich bin zwar nicht aus der DDR aber ich befinde mich im Besitz eines ORIGINAL Dederon Beutels ....Da meine Mutter inm Diplomatischen Dienst war durften wir als Kinder und Jugendliche nicht so einfach in die DDR. Als ich aber mit meinem 2.Schwanger war , hatten sich gerade die Grenzen gerade geöffnet. Ich hbae die Erfahrung gemacht .Dass man mit DM so ziemlich alles bekam. Mein Zweiter hatte ausschließlich DDR Wickeljäckchen an :D und noch ein paar andere süße Teile.Die Pramo habe ich mir damals auch relativ häufig besorgt

    The 3 Laws of The Multispheres...


    #1: If it's supposed to move and doesn't: WD-40.
    #2: If it moves and it's not supposed to: Duct Tape
    .#3: Everything else: Baking Soda.


    Matth. 5,1 - 7,29

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  • Naja im Gegensatz zu heute gab es damals wenigstens auch in kleineren Städten Stoffgeschäfte und Kurzwarenläden mit einem Sortiment rund ums Nähen.
    Und die Knopfpreise - ein Traum (nur mal so als Beispiel)

    LG
    Veronika
    (die Nähbücher nur noch für sich selber liest)

    Einmal editiert, zuletzt von Veronique () aus folgendem Grund: erweitertv- Zusatz

  • Unbedingt! Es geht nichts über ein Bild. (Auch wenn die Pullover gestrickt und nicht genäht wurden. Aber so eng darf man das - zumal in einem Nähcafe - wohl nicht sehen.)


    Okay, dann werde ich heute Abend mal meinen Kleiderschrank lüften :D...jetzt muss ich nämlich Geld für Stoffe und Co. verdienen gehen ;)

    LG Anja


    "Die beste Zeit, einen Baum zu pflanzen, war vor zwanzig Jahren. Die nächstbeste Zeit ist jetzt." - Aus Uganda

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  • Bei uns war der Stoffladen damals Konsum und man hat sogar noch die begehrten Rabattmarken bekommen.
    Die Möbelhäuser oder Einrichtungshäuser, wie sie damals hießen hatten meist auch eine Stoffabteilung - Gardinen, Übergardinen, Möbelstoffe u. ä.

    LG
    Veronika
    (die Nähbücher nur noch für sich selber liest)

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  • Ich habe das Nähen erst von meinem Opa und dann von einer Schneiderin gelernt, in einem Nähzirkel im Pionierhaus. Dort haben wir dann auch Modenschauen mit unseren selbstgenähten Sachen veranstaltet.


    Zur Jugendweihe habe ich mir nur Geld gewünscht und mir davon dann für 880,- M eine Veritas-Nähmaschine gekauft, die mich 20 Jahre treu begleitet hat. Kein Vergleich zu meiner ersten "Westmaschine", ich dachte damals, Singer ist so toll und bin extra nach Hof gefahren und habe da ca. 700,-DM für eine solche ausgegeben. Das war der größte Schrott. Schnell habe ich die Veritas reparieren lassen und auf Ihr jahrelang weitergenäht.


    Ich habe damals alles vernäht: Bettlaken, eingefärbt mit Stofffarbe, Netzunterhemden, aber auch Stoffe vom VEB Modedruck Gera. Ich bin in Gera aufgewachsen und die haben tolle Stoffe hergestellt und dort in der Fabrik verkauft. Zu sehr günstigen Preisen.
    Mein in 3 Wochen Ferienarbeit erstes selbst verdientes Geld habe ich postwendend am selben Tag komplett im Stoffladen umgesetzt. Und wie eben schon geschrieben wurde, die Knopfpreise waren ein Traum. Und es gab genug Stoffläden. Alleine in Gera glaube ich mindestens 4.


    ich habe nach der Pramo und der Sybille genäht und nach von Oma am Bauch aus dem Westen geschmuggelten Burdas. In meiner Klasse war ich heiß beneidet um alle meine coolen Sachen. In den tieferen Schulklassen haben sie mich noch als Basteltrine verlacht und dann wollten alle von mir was genäht haben. So habe ich mein Taschengeld aufgestockt.


    Es war eine andere Zeit und irgendwie, was das Nähen anbelangte, total spannend. Ich denke gerne daran zurück.

    ------------------------------
    Ganz viele liebe Grüße
    Tatjana

    Einmal editiert, zuletzt von Tati-Stickbär ()

  • Ich bin ja auch in dieser Zeit aufgewachsen.
    Mit 15 Jahren (1966) habe ich an dem ersten Schneiderkurs teilgenommen. Damals war ich dort die Jüngste und hatte gar keine Nähmaschine. Mein Vater hat mir dann eine Tretmaschine von Bekannten besorgt und ich habe damit geübt.
    In meiner Lehrgruppe hatten wir eine Tanzformation die damals Rockn Roll usw getanzt haben. Mit einer Freundin mußte ich 20 Schlaghosen nähen. Die vielen Reißverschlüsse waren für mich die größte Herausforderung.
    Als junge Mutter habe ich dann wieder angefangen mit Nähen und mir eine Veritas Schrankmaschine gekauft. Irgendwie auf Raten aber ich weiß nicht mehr wie teuer sie war. Sie war elektrisch und konnte Zickzack und auch Knopflöcher usw. Damit habe ich so 15 Jahre fast alles genäht für meine 5 Kinder.
    Stoffgeschäfte gab es in unserer Stadt einige. Besonders gefragt war ein Stoffgeschäft von der PGH (Produktionsgenossenschaft der Schneider). Gute Stoffe waren teuer aber sind sie jetzt ja auch. Nähzubehör wie Garn, Knöpfe, RV, Stickgarne dagegen relativ billig. Nach der Wende gab es dort überall einen Ausverkauf und ich zehre heute noch davon.
    Genäht habe ich viel nach der Pramo. Für meine jugendlichen Kinder auch viele Modelle die in der Jugendzeitung Junge Welt angeboten wurden. Meine Nachbarin war Bekleidungsfacharbeiter (so nannte man die Industrienäherinnen) und hat mir viele Tipps beigebracht. Manchmal hat sie auch Stoffe aus dem Fabrikverkauf mitgebracht.
    Mit meiner größen Tochter sind wir oft in den teuren Läden gegangen und haben uns die da die Sachen angeschaut. Und zu Hause dann nachgenäht.
    Ich habe in dieser Zeit noch einige Nähkurse besucht und auch Freundinnen meiner Tochter angeleitet und wir haben gemeinsam einfache Röcke und Hosen genäht.
    Nach der Wende hatte ich mir eine Quelle Nähmaschine gekauft. Ist baugleich mit einer Brother. Die konnte nicht viel mehr aber ich besitze sie heute noch.

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  • Also ich fände es toll wenn hier mache noch ihre Ostproduktionen und Maschinen zeigen könnten :)8

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    Matth. 5,1 - 7,29

  • Leider, leider gibt es nichts mehr davon, die Veritas habe ich irgendwann mal bei einem Nähmaschinenhändler gelassen und die Klamotten gibt es auch schon lange nicht mehr. Ich könnte mal alte Fotos von mir in den Klamotten suchen (aber ob ich die online stellen will ???)

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    Ganz viele liebe Grüße
    Tatjana

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  • Auch ich habe so einiges selbst genäht.
    Es ging in der Schule im Handarbeitsunterricht los. Dort wurde eine „Cocktailschürze“ genäht. Im Dorf war dann mal ein kleiner Nähkurs und es gab einen Schlafanzug.
    Von meinen Eltern bekam ich 1971 eine Nähmaschine Veritas Programm Automatik 8014/35 mit der Aufschrift „Naumann“ (sollte wohl ins Ausland gehen) für 662,00 DDR-Mark. Diese habe ich heute noch.
    Vor kurzem habe ich beim Durchräumen meiner alten Nähschublade noch einen Schnitt für einen 4-Bahnen-Rock gefunden. Er ist aus Zeitungspapier mit Datum vom Juli 1979. Den habe ich noch aufgehoben.
    Ende der siebziger Jahre gab es schwarze Elastikstoffe mit schönen floralen Mustern, aus denen ich mir für ein Betriebsfest ein langes Kleid und für eine Hochzeitsfeier ein schönes Festkleid genäht habe.
    Das beste waren die Fahnenstoffe, die es in fast allen Farben gab. Für den Kinderfasching wunderbar. Aus blau-gelb gab es was als Till Eulenspiegel, schwarz-gelb Biene Maja und schwarz-rot Maus oder Minniemaus.

  • Naja im Gegensatz zu heute gab es damals wenigstens auch in kleineren Städten Stoffgeschäfte und Kurzwarenläden mit einem Sortiment rund ums Nähen.
    Und die Knopfpreise - ein Traum (nur mal so als Beispiel)


    Das war zu der Zeit, hier tief im Westen, auch nicht anders;)

    Liebe Grüße Andrea


    Freundschaft ist wie eine Tür, die niemals zu ist.
    Manchmal klemmt sie, manchmal knarrt sie,
    aber immer ist sie offen.

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  • Von meinen Eltern bekam ich 1971 eine Nähmaschine Veritas Programm Automatik 8014/35 mit der Aufschrift „Naumann“ (sollte wohl ins Ausland gehen) für 662,00 DDR-Mark. Diese habe ich heute noch.
    Vor kurzem habe ich beim Durchräumen meiner alten Nähschublade noch einen Schnitt für einen 4-Bahnen-Rock gefunden. Er ist aus Zeitungspapier mit Datum vom Juli 1979. Den habe ich noch aufgehoben.
    .


    Hmmm! Das DU jetzt Bilder zeigen MUßT ist doch wohl klar :D *Flehblick*


    OH ! und ich sehe gerade: Erster Beitrag .Herzlich willkommen im Forum.

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    Matth. 5,1 - 7,29

    Einmal editiert, zuletzt von Anouk ()

  • ....Ich verbrate gerade 6 weiße Uniformhemden der NVA zu Malkitteln für den Kindergarten ^^...OK. Das "gildet" nicht

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    #1: If it's supposed to move and doesn't: WD-40.
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    Matth. 5,1 - 7,29

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  • Nee, Anouk, das gildet nicht ;) Das ist zu neu... hihi...

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    Ganz viele liebe Grüße
    Tatjana

  • Ich bin auch in der ehemaligen DDR aufgewachsen in Sachsen heute Chemnitz und gerade Sachsen war ja Ballungsgebiet der Textilindustrie und nähe nun schon seit gut 40 Jahren.
    Angefangen hab ich schon sehr früh, für meine Puppen damals Kleider und Hosen zu nähen, stundenlang alles mit der Hand. Dann bekam ich zum Geburtstag eine Kindernähmaschine und eine DDR-Barbie, ja auch die gab es damals schon und so nahm alles seinen Lauf.
    Später bekam ich von der Schneiderin, in deren Wohnung wir eingezogen waren, eine schwarze Singertretnähmaschine geschenkt, weil sie so begeistert war von meinen Arbeiten.
    Dann endlich konnte ich richtig nähen, aber es gab eben nur Gradstich, die Versäuberungen hab ich dann immer noch mit der Hand gemacht, oh was war das für Arbeit.
    Dann habe ich mit 10 oder 11 einen Popelinemantel im Hahnentrittmuster umgeändert zur Bundjacke schwarz-weiß,war er, ich werd es nie vergessen. Ich war solz wie Oskar. Alte Bettwäsche, Laken, Tischdecken, Übergardinen nichts war vor mir sicher. Ich habe selbst altpapier gesammelt und mir immer Geld zusammengespart bei jeder Gelegenheit.
    Wenn Weihnachten oder Geburtstag anstand, war immer mein Wunsch Stoff oder Geld. Ich hatte aber auch das Glück, das wir nur drei Schritte von Stoffladen entfernt wohnten auf dem Dorf gab es ein Textilhaufhaus, quasi nur über die Stasse. Stoffe gab es eigentlich immer jede Menge auch Nähzutaten, eigentlich allles was man zum Nähen brauchte. Bis auf Nähmaschinen, da musste man unwahrscheinlich Glück haben und Geld.

    Kann mich gut an einen himmelblauen Kunstlederanzug mit gelben Steppnähten im Bikerstil erinnern, was wurde ich um dieses Teil beneidet. Dann kamen noch die beliebten Schlaghosen, der Schlag konnte nicht groß genug sein, meine Freundinnen wollten allle diese Hosen haben, genäht hab ich damals und mir machte es riesigen Spaß. Wo sie sich verknügten, hab ich an der Nähmaschine gesessen. Miniröcke aus Wildlederresten vorn mit Anorackdruckknöpfen.
    Einmal hatten wir mit unserer Nadelarbeitslehrerin einen Projekttag, so ähnlich wie Wandertag und wir gingen in eine Textilfabrik, weiß aber leider nicht mehr wie sie hieß, dort wurde uns gezeigt wie Stoffe gefärbt wurden. In einem großen Lager waren riesige Gitterboxen mit Stoffen, welche falsch gefärbt, zu kurz waren oder die Webfehler hatten. Dort durften wir uns Stoffe aussuchen. Da aber die wenigsten mit Stoffe etwas anfangen konnten und das allles eher uninterassant fanden, war ich natürlich voll auf begeistert. Ich spannte alle Schulkammeraden ein und alle trugen dann meine Stoffe mit nach Hause. Das waren aber nicht nur so ein Beutel voll, ne das waren wirklich so Riesenstücke in Säcken. Meine Muttter schlug die Hände überm Kopf zusammmen. Das werd ich auch nie vergessen.
    Meine Mutter kaufte sich dann eine Veritas, dort durfte ich dann auch nähen und endlich war die Zeit des "Handversäuberns" vorbei. Mein Lehrlingsgeld lies ich mehr oder weniger immer in "K.-M.-Stadt", so hieß ja Chemnitz zu DDR Zeiten im Kaufhaus "Glück Auf",in der Stoffabteilung. Modisch war ich immer up to date.
    Ich kaufte mir dann auch eine Veritas Nähmaschine mit Unterschrank und Zierstichen ca. 1000 Mark kam die damals, das war sehr viel Geld.
    Aber sie näht immer noch top und ist unverwüstlich. Würde sie auch nie abgeben oder entsorgen.
    Meine Mädels kleidete ich immer selber ein, heute (wie oben schon geschrieben wurde) nennt man es" recyceln ". Altkleider hatte ich nicht.
    Leider konnte ich mein Hobby nicht zum Beruf machen.

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