Aufwändige Projekte mache ich auch nur, wenn ich das Gefühl habe, im Schnitt jeden Tag ca 30 Minuten etwas machen zu können. Für den schnellen Trost - oder die Neumotivation - zwischendurch gibt es bei mir T-Shirts.
Ich habe da den Wangerooge-Rolli von Farbenmix. Ohne Rollkragen und nur mit Bündchen am Hals, sowie Rollsaum an Ärmeln und Saum, geht das in Verbindung mit einer Overlock in 2-3 Stunden: 1 knappe Stunde nähen, eine Stunde Stoff aussuchen und zuschneiden (gerade wenn man stoffsparend arbeitet, kann das mal fummeliger werden), ggf. 20-30 Minuten vorher Schnittmuster kopieren. Letzteres macht man ein, vielleicht zwei Mal.
Genäht wird in der schnellsten Version: eine Schulternaht, Halsbündchen, 2. Schulternacht, Ärmel dran, Ärmel- und Seitennaht in einem Rutsch. Säume. Entscheidung auf absteppen am Hals Ja-Nein-machen. 4 kleine Stiche am Halsbündchen-Schulternaht-Eck, für die Naht, die da unschön absteht.
Und wenn man die Shirts über hat: verlängern und Kleid nähen
Ärmel wahlweise kürzen, dann sind auch die Nähte kürzer und schneller.
Bei Schlamperhosen (z.B. Faulenzerhose Helgoland, ebenfalls Farbenmix) klappt das auch. Man muß sich aber einmal die Ruhe nehmen, den Schnitt anzupassen. Das kann schnell gehen, weil nichts zu machen ist oder eben dauern...
Ähnliches gilt für viele Basic-Klamotten (auch einfache Blusen/Hemden). Man braucht etwas Routine und einen Schnitt, von dem man weiß, daß man ihn einfach runternähen kann. Dann noch vorher gut überlegen und alle wichtigen Entscheidungen treffen (welcher Stoff wo? Knöpfe? Taschen?...) Und dann geht das meist erstaunlich schnell. Bei einem 1-2-Stunden-Kontingent/Woche und einer Bluse dauerts zwar immer noch mindestens 2 Wochen, aber immerhin, das Ende ist greifbar. Manchmal findet sich bei ausreichender Motivation dann doch noch irgendwo eine halbe Stunde mehr, die dann am Ende den Ausschlag gibt.
Beutel aller Art (Stoffbeutel, Utensilos...) und Kissenhüllen werden zwar auch immer wieder gerne empfohlen, aber irgendwann hat man davon so viele, daß man sich kaum davor retten kann. Und verschenken geht auch nicht immer. Irgendwann wissen auch alle Freunde und Bekannte nicht mehr wohin damit 
Nachtrag: Und wenn gar nichts mehr geht, dann gehe ich kochen 
LG
neko