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Beiträge von Aza

    Ich habe ja drüben in einem anderen Thread die Frage aufgeworfen, ob ein Schnellnäher die Pfaff 335 ersetzen könnte. Das Ergebnis: ja, so ein bisschen schon, aber nicht ganz. Zu viele Abstriche. Also nicht wirklich. - Die Bernette hat dafür andere Vorzüge. Die Leichtigkeit in der Handhabung (auch beim Taschen nähen) ist beeindruckend. Nun werden unter den Bekleidungsnähern ja auch die Vorzüge einer solchen Maschine gelobt. Das will ich für mich persönlich überprüfen und schreibe hier meine Erkenntnisse, die über die Mietzeit anfallen werden, weiter, sofern es nicht im anderen Thread Relevanz hat, was eben dickes Garn und sehr feste Stoffe und Leder anbelangt.

    Gestern Nacht hatte ich so ein bisschen Näh-flow, Die Bernette 08 von mir „die Ziege“ genannt, war auf normales Garn umgefädelt und ich habe einfach noch weitere Tests gemacht und „Armkugel einhalten“ geübt. (Ich glaube, mittlerweile habe ich das drauf.🙂) Da ist es ja schon so, dass man mit einer Nadel oder spitzen Pinzette, rechts am Fuß entlang, gut nachhelfen, bzw. mitschieben kann, WENN DER FUSS NICHT ZU BREIT IST. Das geht also mit der Bernette 08 und dem Standardfuß ganz prima. ABER mit der Bernina 790, zusammen mit der Geradstichplatte u. dem Fuß A2 geht das auch sehr gut. 🙂 -Auch wenn der breite Transporteur z. B. den A2 Fuß fast nur halbseitig erwischt, das Ergebnis war unterm Strich, zumindest bei meinem aktuellen Versuch, auf beiden Maschinen gleich gut. Bedeutet, der Transport der Bernina reicht für diesen Zweck auch mit einem 5,5 mm bzw. etwas schmaleren Fuß schlicht und einfach aus. Ich habe mit einfacher BW- Webware geübt. Andere Stoffe wären noch zu testen.

    Es ist wirklich fein, mit einem Schnellnäher, mit einer Geradstichmaschine zu nähen. Es ist nett, eine solche als Zweitmaschine zu haben. Es ist sehr erfreulich, dass die Bernette 08 sofort nach dem Einschalten bereit ist und nicht erst zu Arbeitsbeginn einen Kaffee braucht. Was das Bekleidungsnähen angeht: Da deckt die Bernina aber mit einer Maschine wohl alles ab, was ich brauche. Die Rüstzeit ist halt etwas länger. Sei´s drum. Ich genieße die Ziege bis Mitte Dezember. Dann ist die Mietzeit abgelaufen. Ich bin gespannt, welche kleinen Nähabenteuer wir bis dahin noch unternehmen, und erzähle hier einfach weiter. Da gibt es nämlich noch so ein paar Sachen, die ich ausprobieren und vergleichen möchte.

    Ich finde es gut, dass Azawakhine angeregt hat, ob man die Nähfüße mit dazumieten kann. Denn an sich ist diese Mietmöglichkeit eine tolle Sache. Unter anderem auch, ob man sich überhaupt so einen Maschine anschaffen will, zumal die ein oder andere ja ziemlich teuer ist und da will man schon wissen, bis die richtige ist.


    Ich finde die Erkenntnisse in diesem Beitrag sehr interessant und auch die Berichte zum für und wider.

    Danke. Tatsächlich ist das Problem PRINZIPIELL nämlich nicht gelöst. Momentan (wirklich nur momentan, wir sind immer noch im ersten Miet-Monat) sieht es so aus, dass die Maschine nach der Mietzeit zurück gehen wird. Die Pfaff 335 hat für mich, bezogen auf den Titel dieses Threads, die Nase vorn. Trotzdem möchte ich bis zum Mietende die Bernette ausgiebig nutzen und testen und dazu brauche ich mehr Füße. Füße kann ich bestellen und zwei Wochen testen - aber das hilft mir in meinem Falle nicht weiter. Ich brauche die nun bitte 2 Monate lang! Bleibt also nur die Ausleihe über privat, weil Nähmaschine 4you diesen Service nicht anbieten will? 🤬 Privat ausleihen ist mir aber auch nicht wirklich recht und ich müßte da echt über meinen blöden, persönlichen Schatten hüpfen. (Wegen des rollenden LKWś und weil, es geht ja auch um einen gewissen Zeitraum.) Um Füße nur mal kurz mal zu testen, da bin ich aber mittlerweile bei Muppet s Argumentation angekommen und würde im Nähpark kaufen und testen. Gehört ja irgendwie auch zu Nähmaschin4you und wurde von Nähmaschine4you sogar vorgeschlagen(!) - Aber kurz ein Füßchen zu testen und ein paar Probenähte zu fabrizieren ist halt etwas anderes, als die Füße für ein ganzes Projekt zu nutzen. Deswegen miete ich ja. Und hier beißt sich die Katze in den Schwanz. Momentan tröste ich mich damit, dass Muppet im wunderbaren Thread über die Janome HD9 zur Erkenntnis kam, dass eigentlich der Standardfuß für sehr vieles ausreicht. Dass ein nahtverdeckter Reißverschlussfuß und ein Patchworkfuß wunderbar mit einer Geradstichmaschine funktionieren, kann ich mir ja immerhin gut vorstellen. Der Teflonfuß wäre jetzt noch so eine Sache, die interessant wäre. Ach, ich frage jetzt einfach, Euch, die Ihr so eine Maschine habt und auch den Teflonfuß, mal direkt: wie isser denn so? Bitte erzählt doch noch mal.

    Ich bin ich stolz. Auf mich. Schon ewig schiebe ich es vor mir her: Ein gekauftes Sommerkleid, der Ausschnitt viel zu groß, die Schultern zu tief, aber um die Brust ist es einfach perfekt. Heute den Schrägstreifen am Ausschnitt so weit aufgetrennt, dass ich gut an die Schultern heran kam und auch um die Armkugeln alles aufgetrennt. Eine ganz schöne Fummelei. Die Schultern angehoben, verschmälert, die Armkugel etwas abgeflacht, den Schrägstreifen gekürzt und alles wieder angenäht. Nun passt das Kleid so viel besser. Noch nicht 100% perfekt, aber nah dran. Eigentlich wollte ich zum Test eine Schulter mit der gemieteten Bernette 08, und eine Schulter mit der Bernina und der eingesetzter Geradstichplatte machen. Aber dann ging das mit der Bernette so flott, dass ich bei ihr blieb. Das schmale Füßchen war bei dieser Änderung, wo die NZG ja schon auf ein Minimum abgeschnitten war, doch eine sehr angenehme Sache. Mit der Bernina wäre es sicher auch gegangen. Aber so war die Sache schnell erledigt.

    Da meine Overlock gerade Probleme macht, habe ich die Kanten mit der Bernina und dem Fuß 2A versäubert. Es war das erste Mal, dass ich das mit der Bernina und diesem Fuß gemacht habe und es ging so toll. Für kleine Strecken einfach super.Meine Erkenntnis, bzw. was ich das nächste mal anders machen würde: Ich war faul und habe ja nur um die Schultern den Schrägstreifen am Hals aufgetrennt und neu angenäht. Nun sieht man die neuen Naht-Ansätze bzw. die Verriegelungen. Ausserdem war mein Garn ein bisschen dicker als das, womit das Kauf-Kleid zusammengenäht wurde. Ich hätte den kompletten Streifen trennen und in einem Rutsch neu annähen sollen. Das nächste Mal mache ich es so.

    Ganz zauberhaft. Was für eine schöne Idee! Erfahrungen mit Pappe und Papier habe ich auch nicht. Aber Lust, mitzuwerkeln. Momentan mag ich Stoffspielereien sowieso sehr, sehr, gerne.

    Erst neulich habe ich mit Lederresten auf Grußkarten experimentiert….

    Leider keine Fotos gemacht vor dem versenden. Aber so eine selbstgemachte Karte kommt auf jeden Fall gut an. Mehr liebevolles Grüßen geht nicht. 🥰

    Deine Rispenhortensien sehen toll aus. Hast Du die 23er einfach so trocknen lassen? Wow. 🤩

    Ich lasse mir nur etwas schicken, wenn ich es auch behalten will..

    Das sind Werte, die ich auch an meine Kinder und Enkel weitergebe...

    Mir geht es da ähnlich wie Hedi1 (auch als Wessi😉)

    Aber es ist ja nicht zu übersehen: Die Welt ändert sich, das Einkaufsverhalten ändert sich. Gesetze, und Verordnungen passen sich an. Viel Gutes geht dabei verloren und manch andere Annehmlichkeit entwickelt sich statt dessen im Umgang mit Handel. Auswüchse werden über kurz oder lang Korrekturen nach sich ziehen. Wie sagt Hedi1 oft so schön? Ich zitiere: „das ist ein weites Feld“.

    Du hast doch noch einige Zeit zum Testen und wenn der Zeitraum vorbei ist und du weiterhin unschlüssig bist: dann isse das nicht. Dann schick sie zurück. Du hast die Maschine ja eh ganz offiziell gemietet, sodass du da ganz frei von Skrupel entscheiden kannst :)

    So isses. - Und das fühlt sich so auch richtig gut an. :)

    Dass ich die Füßchen nicht mit mieten und ergo nicht mit testen kann, ist trotzdem schade. Ich habe es bei Nähmaschine 4you angeregt, als ich bei Nachfrage, einen negativen Bescheid erhielt. Mir hilft das nun kurzfristig nicht weiter, aber allen, die sich überlegen eine Maschine zu mieten, lege ich ans Herz, vorher zu überlegen, was sie damit machen wollen. Es gibt ja oft auch ähnliche Maschinen anderer Hersteller, die mit mehr Zubehör im Lieferumfang daher kommen. Es ist meiner Meinung nach unsinnig, Füßchen für ein paar Monate zu kaufen und dann mit Abschlag wieder zu verkaufen, sollte die Maschine nach der Mietzeit wieder zurück gehen.

    Die Füße von der Janome passen doch - vielleicht könnte ich dir leihweise welche schicken?

    Das wäre genial und ich weiß gar nicht recht, ob ich das Angebot annehmen kann. Aber ja, das wäre eine feine Lösung. Ich melde mich privat bei Dir .<3

    "If it's not a hell yes, it's a no"
    Sinngemäß übersetzt: "wenn es kein "ja, aber sowas von" ist, ist es ein nein."

    Ein sehr guter Satz! - Dankeschön.

    Ich habe es auch und das geht wirklich sehr gut. ABER: ich bin trotzdem nicht ganz zufrieden: Bei meinem Tool ist der Krafthebel so locker, dass er in der oberen Grundstellung, bei der kleinsten Berührung, nach unten fällt. In der Zwischenposition hält der Hebel fast gar nicht und diese Stellung ist auch kaum zu spüren. In den Anleitungsvideos sieht das Ganze doch immer etwas knackiger aus.

    Ich habe das Teil schon länger und kann es daher nicht mehr reklamieren. Aber ich habe heute mal Prym deswegen angeschrieben. Mal sehen ob es eine Lösung gibt. Trotzdem: Gerade für große Ösen ist es eine Erleichterung und Druckknöpfe in einer Jacke würde ich immer damit machen. Ich überlege sogar mir die Tischhalterung noch anzuschaffen.

    Bestell die gewünschten Füße doch einfach ganz normal online beim Händler. Dann kannst du sie ausprobieren und schickst sie innerhalb der Widerrufsfrist zurück. Genau das ist ja die Idee, warum diese Möglichkeit für den Onlinehandel eingeführt wurde.

    Mmmmh, offensichtlich bin ich dafür zu oldschool, oder wie man das neusprachlich nennt. Ich hatte ja schon Skrupel, das 60-Tage-Test Angebot vom Nähpark zu nutzen und habe statt dessen für 3 Monate gemietet. ^^ Ich könnte die Füße ja auch nur, glaube ich, 2 Wochen lang zurückgeben. OK. Für einen Test ist das ausreichend. Aber, ach, ich weiß nicht, irgendwie fände ich das unökologisch und doch ein bisschen unanständig. Ich weiß ja noch nicht mal, ob die Ziege im Stall bleiben wird, oder nicht.

    Warum fühle ich mich gerade so alt und unmodern?

    Wenn sich in 5 Jahren etgibt, das Du nur noch dünne Blusenstoffe nähen magst/zu nähen hast: Auch dann kannst Du den "Bulldozer" noch gut abstoßen - aber dann weißt Du auch, Du wirst ihn nicht vermissen.

    Du fasst meine Gedanken sehr gut zusammen. 🙂

    Immer mehr wird mir bewußt, dass meine Überlegungen einfach etwas zu früh in meinem Kopf sind. Das hat natürlich persönliche Gründe und entspringt gewissen Sorgen. Die fehlende Leichtigkeit in meinem Kopf, breche ich gewissermaßen auf die Schwere der Maschine herunter. - Solange meine Situation aber noch so sein kann, wie momentan, so lange ist diese Leder-Nähmaschine für mich richtig. Ausserdem: so ein „Schlachtroß“ das bei mir immerhin das schönste Leben hat, verliert im Gegensatz zu einer Haushaltsnähmaschine nicht an Wert. 😃

    Hallo Muppet , als ich vor ca. 9 Jahren mit dem Sticken angefangen hatte, wurde mir damals das Rayon v. Madeira empfohlen und da ich dann gleich zu Weihnachten eine große Garnbox geschenkt bekommen hatte, habe ich seither nie etwas anders benutzt. Die Box reicht wohl mein restliches Leben aus. Nur ganz wenige Farben und schwarz und weiß habe ich schon nachgekauft. Vom Brother Unterfaden, der mir zu meiner Brother Stickmaschine empfohlen wurde, hatte ich auch auf Vorrat gekauft und nutze diesen noch heute problemlos sowohl auf der Brother als auch auf der Bernina. Der Unterfaden ist aus Polyester. Ich hatte nie Probleme mit der Kombi aus Rayon oben und Poly unten. Bei Kleidung decke ich die linke Seite der Stickerei sowieso mit einem Stickprotekt ab. Alle meine Stickereien, egal ob auf Kinderkleidung, auf meiner Kleidung, auf Kissen, Taschen etc. halten bis heute.

    Eigentlich verstehe ich Dein Problem überhaupt nicht. :knuddel:

    🙂 Meinst Du mich? Ich habe kein Problem, sondern lediglich auf Muppet ´ s Frage geantwortet.

    Ich persönlich überlege nur, die Pfaff 335 gegen etwas LEICHTERES zu tauschen. Aus diversen, schon genannten Gründen. Mit dem Nachteil, das ganz Grobe nicht mehr ganz so toll verarbeiten zu können, aber dem Vorteil, trotzdem das Meiste, was so im gröberen Bereich anfällt, bewerkstelligen zu können. Dass ein Schnellnäher ZUSÄTZLICH aber auch manche Dinge, bedingt durch den schmalen Transport und den schmalen Füßchen, und der sparsamen Software, gegebenenfalls etwas schneller und bequemer auf die Reihe brächte, wurde ja schon mehrfach thematisiert. Nein, ein Problem habe ich nicht. Ich stehe eher vor einer Optimierungs-Entscheidung. (Platz, Leichtigkeit, Flexibilität.)

    Das hätte ich nicht gedacht. Was passiert sonst?

    Nun, ich würde schon mal gar nicht die Spannung richtig hinbekommen. Das ganze System ist für dicke Garne und schwere Stoffe, bzw. LEDER ausgelegt. Die Füße für die Pfaff 335 sind natürlich schwere, geriffelte Füße, sie würden feine Stoffe schon gleich zerstören. Mag sein, dass mit viel Mühe und einer gesonderten Spulenkapsel noch gute Nähte auf üblichem BW-Stoff herauszuholen wäre, aber dann müßte man sehr viel justieren und es würden auch andere Füßchen nötig sein. Es würde auch einfach keinen Spaß - oder besser gesagt, Sinn machen, dünne Stöffchen mit so einer Maschine verarbeiten zu wollen. Den Fuß hebt man beispielsweise bei meiner Maschine mit einem Fußpedal an und lässt ihn ab. Da ist richtig Wums hinter. Da braucht man richtig Kraft für, das ist nicht mal eben so elegant, mit einem Kniehebel zu bewerkstelligen. Die Pfaff ist wirklich ein schwerer Bolldozer, der über alles Grobe hinweg brettert. Aber Seide, BW-Batist, Patchworkstoffe, etc…. Nein, bei aller Liebe, das geht nicht. Die Pfaff 335 ist definitiv keine eierlegende Wollmilchsau, sondern eine Ledernähmaschine, eine Sattlermaschine. Es gibt sie ja schon lange und sie wurde sogar früher für Mieder eingesetzt. Mit ihr hat man z. B. die mit vielen Fischbeinstäbchen bedachten Korsetts, oben und unten mit Schrägband eingefasst. Das, was über Kunstoffstäbchen und über Leder und Plane näht, ein Pferdegeschirr, eine Satteldecke, ein Hundehalsband, kann einfach nicht feinere Webware, Seide, Chiffon oder Tüll verarbeiten. Ich weiß nicht, wie ich es weiters erklären oder beschreiben soll. Gerne lade Dich ein, diese Maschine bei mir auszuprobieren. Dann hättest Du ein Gefühl dafür, wo die Grenzen nach unten sind. 😘

    Aber ich werde auch erstmal die Bernette für 3 Monate leihen und testen. Danke für deinen Bericht!

    Mit meiner jetzigen Erfahrung würde ich Dir über die Mietzeit zu einem Schnellnäher raten, der mehr Füßchenauswahl im Lieferumfang hat. Dann kann man sich mit einer solchen Maschine vertraut machen und hernach evtl. eine andere, die einem besser gefällt, über die 60 Tage Regelung testen, wenn man entschlossen ist, zu kaufen. Allerdings verliert man dann die Mietzahlungen, wenn man sich für ein anderes Gerät als die Mietmaschine entscheidet. Mmmhh, ist vielleicht dann doch keine gute Idee. Die fehlenden Füße sind aber wirklich ein großer Nachteil, wenn man mietet. Ich habe Nähmaschine 4you deswegen mal angeschrieben, bisher aber noch keine Antwort bekommen.

    Hast Du Dir schon ein Übernahme-Angebot für Deine gemietete Bernina machen lassen? Wäre es theoretisch attraktiv ?

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