Hedi1 Hmmm…. ich weiß nicht ob du meine Schilderungen missverstanden hast.
Also ich habe mir jetzt 5 Jahre Zeit gelassen und das sind halt meine Beobachtungen/Erfahrungen.
Sicher spinnt man auch mal vor sich her, dass dieses oder jenes ja noch toller ist und dass man damit soooo viel mehr machen könnte. Möglicherweise verhält es sich tatsächlich so beim Thema Freiarm.
Allerdings steckt dahinter bei mir auch die Überlegung, dass ich WENN ich jetzt eh nochmal wechseln würde, diese Funktion eben einfach in meine Überlegungen mit einbeziehen.
Und ja, ich tüftele auch lieber und mach immer wieder was neues.
Als ich aber zum Beispiel Weihnachstanhänger für die Geschenke sticken wollte, da sah zwar an und für sich jeder in Farbe und Schrift etwas anders aus, (was ich mit der Software vorbereitet hatte) aber die Schritte waren ja bei jedem gleich und es hätten gut 6 Stück in einen Rahmen gepasst.
Daran hab ich aber erst an der Maschine gedacht, also nochmal zurück an den Rechner und eine neue Datei vorbereitet, in denen die gewünschte Stückzahl Anhänger war und die Farben so sortiert, dass ich unnötige Farbwechsel im Stickvorgang reduzieren konnte. Das ist nur eine Situation von vielen. Und nachdem ich lange nicht verstanden habe, warum ich so selten sticke obwohl ich doch schon auch einige Ideen habe, ist mir aufgefallen, dass das dann auch etwas ist, warum ich dann doch lieber nähe und meine Herzensprojekte fertigstelle, statt Stunden mit Stickmaschine und Software zu verplempern.
Ja, mich nervt es, durch unzählige Fadenwechsel quasi an die Maschine gefesselt zu sein, das ist mir zu langweilig. Würde ich aber ständig hin und her wechseln für diese kurzen Farbsequenzen, dann würde ich entweder bei anderen Arbeiten nicht genug Konzentration aufbauen und Mist bauen oder soviel Konzentration, dass ich die Stickmaschine vergesse.
UND Nein, ich kaufe nicht extra fertige Klamotten zum Besticken in Serie, eher mal zum Beplotten, meist T-Shirts. Das aber nicht im großen Stil, sondern eher mal als Spaß für einen bestimmten Anlass. Zum Beispiel der Kindergartenabschluss vom Sohn, Motto-Party bei Freunden etc.
Was jedoch öfters vorkommt:
Ich rette ein Kleidungsstück mit einem Aufdruck/Stickmotiv vor der Entsorgung.
Glitzerherzen auf dem Kleid der Tochter, um Flecken zu verdecken, ein Stickmotiv auf der Hose um ein Loch zu verdecken.
Aufwertung eines Shirts, dass eigentlich nicht für mich gedacht war, aber an der Tochter leider unmöglich saß mit einem witzigen Plott individualisiert…
Ja ich tu mich tatsächlich etwas schwer beim unfertigen Kleidungsstück die richtige Position eines Motivs festzulegen auch wenn ich manchmal vorher schon eine Idee hab, was drauf könnte. Dafür kommt mir so gut wie immer die perfekte Idee, wenn ich ein Kleidungsstück fertig betrachte. Manchmal muss ich es auch erst angezogen sehen.
Und dann: BINGO, das mache ich so !
Übrigens mache ich das manchmal auch so, bei der Entscheidung für einen Armabschluss, den Halsausschnitt und Saumanschluss für Kleidungsstücke. Ich nähe ein Teil und entscheide dann erst nach der Anprobe, ob ich z.B. Bündchen oder Beleg haben möchte. Damit fällt natürlich Einfassen meistens raus, Kapuze auch aber die nähe ich für mich eh eher selten. Trag ich nicht so gern.