Beiträge von Aline

    Wenn die Seitennaht mittig unter'm Arm liegt, liegt die Ärmelnaht bei einem 1-Naht-Ärmel i.d.R. so, das Ärmel- und Seitennaht eine durchlaufende Linie bilden.

    Bei mittiger Seitennaht und 2 Naht-Ärmel liegt eine Ärmelnaht ein kleines Stückchen im Vorderteil und die 2. liegt sichtbar im Rücken... (und wenn das RT Wiener Nähte hat: Die hintere Ärmelnaht vom 2-Naht-Ärmel trifft nicht auf die Teilungsnaht vom RT.)


    Es gäbe dann noch die Varianten mit verlegter Seitennaht (es gibt ein VT, ein RT und ein Seitenteil. mindestens...), 2-Naht mit auf den Ärmel verlegter Naht, 1 Naht-Ärmel mit nach hinten verlegter Naht...

    Und alle möglichen Kombination davon.


    ;)

    Richtig.

    Eine flache Armkugel ist ein sanftes Hügelchen, eine steile Armkugel hat 'ne deutliche Steigung.


    Mit einer steilen Armkugel kann der Armausschnitt näher an den Körper rücken und das Armloch damit kleiner werden.

    Das gibt sehr viel Bewegungsspielraum, ohne den "Körper" des Kleidungsstücks mitzunehmen.


    (Das Extrembeispiel wäre ein klassische Chanel-Jäckchen. Das Armloch ist extrem eng am Körper, die Armkugel ist sehr steil - und Du kannst den Arm praktisch frei bewegen. Fast, als wär da keine Jacke.

    Nur An- und Ausziehen bei einem solchen Chanel-Jäckchen ist nicht so ganz einfach.

    Aber das Jäckchen wird ja morgens an- und abends erst wieder ausgezogen...)

    Wobei die G405 für die üblichen Verdächtigen was so Jacken(woll)stoffe angeht schon die passenste im Vlieselinesortiment ist.

    (Und sie macht nicht viel fühlbare Versteifung.)


    H 410 ginge bei vielen Wolltuchen auch. Eventuell wäre G 770 auch eine Möglichkeit.

    Als Näheinlage könnte ich mir ggf. die M12 vorstellen...


    Danach wird's schwierig.

    Versuch mal mit modernen Stoffen den Stand einer Original-50er-Jacke hinzu kriegen.

    Funzt nicht.

    Außerdem nimmt die aufgebügelte Einlage hier auch ungewollte Beweglichkeit aus dem Stoff - schräger Zuschnitt ist extrem verdehnbar, und längt mehr oder minder schnell aus ( Die Jacke würde also länger und dabei schmaler).


    Und man darf auch mal wertig arbeiten. Auch bei einer Damenjacke. (Je nach Deinem Couture-Anspruch und Deiner Figur... plan nicht nur die angegebenen Schulterpolster - Raglan, der Ärmel liegt auf der Schulter, da geht kein Fisch - ein, sondern im Oberbrustbereich auch ein Plack. Und Lisierband an der Reversumbruchlinie.)

    Du hast allerdings derzeit auch ein Talent, Dir Dein Nicht-so-gut-können oder auch ein Geht-nicht immer wieder vorzusagen, das da auch nix an Könnenszuwachs möglich ist.

    (Das Du da grade wahrscheinlich ohne weiteres nicht raus kommst, ist klar.)


    Aber trotzdem. Bitte, bitte... guck mal gezielt auf das, das Du kannst. Nicht auf das, was nicht.

    Du kannst nämlich 'ne Menge.

    Ob man einen Ärmel erst einsetzt, um dann Ärmel- und Seitennaht in einem Rutsch zu schließen, oder den geschlossenen Ärmel in's geschlossene (Schulter und Seitennaht genäht) Armloch setzt, hat doch überhaupt nix mit der Einhalteweite der Armkugel zu tun.


    Man kann beide Methoden sowohl bei Armkugeln mit als auch ohne Einhalteweite verwenden.

    Bei keiner Einhalteweite, was zumeist auch eine flache Armkugel heißt, geht das auch ohne großartige Steck- und/oder Heftorgien gut, je steiler die Armkugel ist und je mehr Mehrweite gleichmäßig verteilt werden muß, desto mehr muss so oder so vorgearbeitet werden: Geriehen - um die Mehrweite erstmal zu bändigen, und dann zumindest gut gesteckt um den Fältchenwust faltenfrei auf die Ärmelansatzlinie von VT und Rt zu bekommen.


    (Ich bevorzuge zwar die Variante in's geschlossene Armloch setzen, aber das ist mein Tick. Nicht zwingend nötig.)

    Wenn Dein Rund-um-die Hüfte-Maß 148 cm beträgt, dann braucht weder Vorder- noch Rückenteil alleine diese Hüftweite. Die wird von Vorder- und Rückenteil umschlossen.

    Also 2 x die Länge (Schulter bis Saum) vom T-Shirt: Du kannst auf der Hüftlinie durchaus bis volle Stoffbreite zuschneiden. (Das wären dann so 2 Meter 80 Hüftumfangsweite... nicht ganz das doppelte Deines Körpermaßes.)

    Dann brauchst Du allerdings möglicherweise noch 1 x die Ärmellänge.


    Aus Erfahrung (ich näh mit einigen sehr korpulenten Freundinnen zusammen): Die Ärmel fallen bei 2 x der Länge i.d.R. an der Seite ab.

    Allerdings benötigt das oftmals eine Verlegung des Stoffbruchs aus der ursprünglichen Mitte der Stoffbahn.

    Gibt auch genug weibliche erscheinende Wesen, die ihre Nase nicht miteingepackt bekommen. *abwinkt*


    Für was das N in MNS steht, scheint bei so einigen nicht angekommen zu sein.


    "Spannend" find ich auch die Leute jeglichen Geschlechts, die ihre Maske zwar grundsätzlich richtig auf haben, sie dann aber alle paar Minuten zum hinterlüften liften...

    Oder die Wiederkäuer, bei denen der Ohrgummi der Kaubewegung nicht standhält...


    (Ich fahr regelmäßig Bus, geht nicht anders. Ich reg mich nicht mehr auf. Bring ja doch nix.)

    Von Webware auf Wirkware ist nicht so das Problem. Mehr Elastizität gibt erstmal keine riesigen Passformprobleme.

    Von Wirkware, wie auch Sweat welche ist, auf Webware macht eher Ärger - Wirkware gibt mehr nach, kann daher körpernäher sitzen, ohne einengend zu wirken.

    Einfach nur 'ne Konfektionsgröße größer klappt meist nicht, weil sich da mehr ändert. als nur die Weite.


    Ich würde einen Jackenschnitt für Webstoff suchen. Bevorzugt einen, wo ein dickeres Futter von Haus aus vorgesehen und werksseitig schon mit eigenen Schnittteilen geliefert wird.


    Wobei eine Wendejacke aus 2 so unterschiedlichen, auch noch unterschiedlich dehnbaren Materialien immer eine Herausforderung ist.

    Und eine Frage von Schilddrüse und Adamsapfel...


    Die 2 Finger... wenn der geschlossene Kragen soviel Spiel hat, das Du beiderseits des Halses einen Deiner Finger einstecken kannst, ohne das diese Finger frei in der Luft hängen und ohne das der Kragen Dich dann würgt... ist es zumindest theoretisch perfekt.

    Das wären auf den Außenkreisdurchmesser Hals also 2 bis 5 cm* zusätzlich um auf den Innendurchmesser des Kragenstegs zu kommen.

    (Da kommt's dann auf den individuellen Finger an. Auf Dein Wohlgefühl mit dem Kragen.)

    Ich find ja, das was an den selbstgenähten Stücken oft ganz laut "Hausgemacht!" rausschreit, und auch für vom Nähen Ahnunglose erkennbar ist, sind nicht die Nähte, die Passform oder sonst was an Verarbeitungs- und Anpassungstechniken.

    (Das sieht man mit Übung auch, aber ... dafür muss man erstmal wissen, wo man gucken muss.)
    Sondern die Stoffe als solche.


    Es gibt in den Stoffgeschäften einiges an Farb- und Musterkatastrophen. Und wenn davon dann noch wild kombiniert wird...

    (Nichts gegen kindlich und kindgerecht gemusterte Stoffe. Aber bitte am Kind, nicht an Mutter, Oma, Tante... auch Einhörner verlieren irgendwann ihre Niedlichkeit.)

    Wolltuch in Mantelqualität, Wollflausch, tatsächlich auch Loden (ohne was dazu), Manteltuch als Suchbegriff...

    (Waldkauz hat Loden und ähnliches in u.a. rot, aber kein pink.)

    Die Farbe dürfte das Problem sein.


    Wobei.. ich hab Google jetzt einfach mit "Manteltuch Meterware pink" gefüttert - Treffer bei Amazon (reine Wolle, spottbillig ... keine Ahnung, wie die Qualität ist, die Grammatur sieht richtig aus, das Bild lässt Gewebe sehen.)



    (Loden ist eigentlich ein Gewebe, den gibt's in grau, braun & dunkelgrün immer, inzwischen auch in anderen, fröhlicheren Farben.


    Walkloden - also das wa da seit einigen jahren drunter verkauft wird - ist kanllbunt. und immer ein gewalktes/verfilztes Gewirk.)

    Immerhin hat man bei burda dank der wirklich guten und konstanten Konstruktion sehr gute Chancen auf passend zu machende Schnittmuster.

    Und wenn man seine Änderungen einmal kennt, kann man die bei burda immer blind durchziehen.


    Das das so vom Schnittbogen nicht passt... wenn's das täte, entfiele die Notwendigkeit zum Selbernähen. (Dann könnten wir alle ganz einfach fertig kaufen.)

    Und es bräuchte auch keine anderen Schnittanbieter - die durchaus auf andere Figurinen konstruieren. Wenn auch nicht unbedingt immer mit der Konstanz, wie man sie von z.B. burda kennt.


    Und nur für den reinen Spaß an der Freud... da würd ich z.B. doch eher handsticken.

    Nein, ein paar können echt nicht anders.

    Das ist auch kein Vorwurf gewesen. Nur Beobachtung.

    Das kann z.B. durch eine Fehlstellung des Auges begründet sein.

    Oder mit einer Sehschwäche, die im Alltag gar nicht auffällt.

    Manchmal spielt der Blutdruck mit.

    Manchmal stimmt auch die hand-Auge-Koordination nicht ganz. Fällt hier dann auf, sonst nicht.


    Das manchmal mäßige Ergebnis wurde aber burda, neue mode oder sonst einem Schnitthersteller angelastet. Aber niemals der eigenen Arbeitsweise.


    :o

    Ich näh mit 'ner Freundin zusammen, die schielt.

    Da ist abmalen, Schnitt auf den Stoff kreiden und ausschneiden auch regelmäßig ein eher vages Unterfangen. Sie sieht das einfach nicht.

    Allerdings näht sie nie passformsensibles - das geht schon.

    Schlimm fand ich nur, das ihr im Nähkurs von der Leitung annodunnemals beigebracht worden ist, für genügend Weite im Schnitt doch einfach 2 cm vom Bruch entfernt aufzulegen.

    Das entsprechende verkleinern des Halslochs wurde aber weggelassen.

    Ebenso wurden eben 2 cm NZ angekreidet, und dann füßchenbreit genäht - das geht nur mit Zelten. Und auch da nur, wenn Dir das Ergebnis relativ wumpe ist.


    Das ohne Nahtlinie krieg ich nicht mehr raus, aber sie hat inzwischen Schnitte, wo die Weiten stimmen. Ohne Wahnsinns-Halsblenden bzw. Loop-Zwang, ohne überbreite NZ geben und füßchenbreit steppen.

    Hmm... ich könnte jetzt auf Kurserfahrungen zurückgreifen... das, was manche Frauen beim abkopieren veranstalten, hat mit akkuratem Arbeiten nur sehr begrenzt was zu tun.


    Das fing schon beim abkopieren eines Heftschnittes an. Wenn ich den dickeren Stift nehm, und dann an der Aussenkante der Linie ausschneide (man sieht die Linie dann gut) hab ich schon je nach Stift 1 bis 3 mmm Weitenzugabe an jedem Teil.


    Und wenn's dann an Schnitt auf den Stoff ging... Holla, die Waldfee.


    Da wurde beim an den Bruch legen mal eben etwas von der Bruchkante weggelegt - damit man die Kante gut sieht. Und 2, 3 mm sind da am Ende dann schon ein guter halber cm.

    Ebenso wurd dann großzügig neben der Papierschnittkante gezeichnet - macht auch an jeder Naht ein paar mm. (Nicht, das man mit der Kreide eventuell etwas vom Papier/Folienstift auf den Stoff rüberzieht...)

    Und/oder es wird 1,5cm NZ drangezeichnet, mit Handmaß - beim nachmessen ergab das oft 2 cm , manchmal noch mehr. (Bei freihand könnt ich das verstehen, bei falschem Händling des Meßgeräts kann ich stinkig werden.)

    Es wird nicht auf der eingezeichneten Nahtlinie genäht, sondern etwas außerhalb auf der Nahtzugabe. :mauer:

    Oder schon mittig der Nahtlinie, aber die war beim aufzeichnen ja schon vom Schnitt weggewandert... (korrekterweise hätte da so 2, 3 mm innerhalb des Schnitteils genäht werden müssen)

    Oder - Zeit ist Geld, nech? - es wurd ja nur die NZ eingezeichnet, aber die 1,5 cm waren - s.o.- eh keine. Und dann wird nochmal was beim Nähen selbst dazu gegeben, weil in extremo dann nur Füßchenbreit (bei 'ner 5mm-Stichbreite-Maschine sind das dann noch knappe 0,75 cm) genäht wurd...


    Mich hat oft mehr gewundert, das da überhaupt was tragbares raus kam, als das die Größe laut Größentabelle nicht passte.



    Und bevor sich GlückSachen jetzt auf den Schlips getreten fühlt: ich kenn sie nicht, habe meines Wissens nie neben ihr im Kurs gestanden, kann also über ihre Gründe bei der Passformdifferenz absolut nichts sagen.

    *grinst leise in sich rein*

    Kauft mal bei verschieden Modemarken von billig bis teuer Hosen in Gr. 42. (Geht auch mit anderen Teilen und mit anderen Größen.)

    ... und lasst Euch überraschen.


    Ich hab's schon gehabt, das gleicher Schnitt, gleiches Größenetikett, definitiv ein und dieselbe Filiale der Kette, nur 'ne andere Farbe mal locker 8 cm Differenz in der Taillenweite hatte.

    Deren online einsehbare Maßtabelle ist übrigens mit der Burda-Tabelle identisch - das was im Laden hängt ist hingegen sehr großzügig bequemisiert...

...und hinein ins Nähvergnügen! Garne in 460 Farben in allen gängigen Stärken. Glatte Nähe, fest sitzende Knöpfe, eine hohe Reißfestigkeit und Elastizität - Qualität für höchste Ansprüche. ...jetzt Deine Lieblingsgarne entdecken! [Reklame]