Welcher Schnitt für breite Schultern?

  • Hallo,


    ausgehend von einem Thread zum Thema "Raglannähte" habe ich mir die Frage gestellt, welche Arm-/ bzw. Ausschnittvariante für welchen Figurtyp angesagt ist. Ich bin leider total schlecht darin zu erkennen, ob mir ein Schnitt steht oder nicht :o Bei Hosen geht's, aber bei Oberteilen habe ich ein echtes Problem...
    Ich möchte mir ein Schnittmuster für ein Shirt bestellen und überlege, ob Raglan überhaupt für mich in Frage kommt.


    Ich habe eher breite Schultern, Oberweite ca. 75D, seitliche Taille (von vorne bzw. hinten gekuckt) eher schlank, nach vorne (also wenn ich von der Seite schaue) ein bisschen Bauch :skeptisch: Ich habe ein einziges Raglanshirt; das ist hellgrau und die Ärmel sind dunkelgrün. Das finde ich sehr unvorteilhaft an mir, weil ich das Gefühl habe, dass durch das dunkle meine Arme und Schultern unvorteilhaft betont werden. Aber kommt das nur durch die Farbe und wäre das in einer anderen Kombination wieder vorteilhaft?
    Zum Shoppen und im-Laden-durchprobieren komme ich leider nicht, das wäre wahrscheinlich am einfachsten :(


    Aber vielleicht gibt es ein paar grundlegende Dinge, auf die ich bei der Schnittauswahl (ob Raglan oder nicht) achten kann?
    LG Silvia

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  • Ich habe auch eher breite Schultern - aber das ist etwas, was mir an mir und anderen gefällt.


    Verbunden mit gerader, aufrechter Haltung (das bekommt man bzw. bekam man früher mit der klassischen Ausbildung als Reiter "eingetrichtert" - heute ist leider auch das lax geworden...) wirkt man m.E. immer vorteilhafter als mit schmalen Schultern und womöglich noch rundem Rücken...


    Raglanärmel sind für Leute mit breiten Schultern m.M.n. kleidsamer als für schmalschultrige.


    Zweifarbig finde ich allerdings auch problematisch - das würde aber bei eingesetzten Ärmeln auch "komisch" aussehen ...:2cent:


    Probier es doch mal mit Raglan einfarbig - vielleicht wird das dein Lieblingsschnitt - denn schön easy zu nähen ist es ja nun mal ;)!

    Beste Grüße aus Meck-Pomm
    Steffi


    Meine Devise: "...close enough to perfect for me!"
    (nach einem Song der Country-Band ALABAMA)


    Mein Blog: Das Landei

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  • Da ich finde dass Raglan an der Brust schwieriger anzupassen ist würde ich bei einem D Körbchen Raglan meiden.

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    Lichtmess vorbei, dadurch sieht man vieles im richtigen Licht!

  • Ich finde, das hängt davon ab, aus welchem Material man Raglan-Oberteile näht - eine Jacke oder ein Kleid aus nicht dehnbarem feinen Wolltuch mag diffizil sein, was das angeht - bei einem Shirt seh ich das nicht so problematisch (ich trag 90d)

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  • Ich finde, das hängt davon ab, aus welchem Material man Raglan-Oberteile näht - eine Jacke oder ein Kleid aus nicht dehnbarem feinen Wolltuch mag diffizil sein, was das angeht - bei einem Shirt seh ich das nicht so problematisch (ich trag 90d)


    Ich sehe es gerade bei Shirts und Pullis als problematisch an, und das bei 70 e-f.


    Und anpassen kann man Raglan definitiv besser wenn man den Ärmel geschlossen einheftet und dann guckt wie viel Oberhalb der Brust weggenommen werden muss (beim Kanga Pulli waren es bei mir vorne weit über 10 cm die ich rausnehmen musste, plus drehen des Ärmels nach vorne).

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  • Dankeschön für Eure Antworten.


    Mir graut immer vor dem Anpassen eines Schnittes :shocked:, ich stelle mir das sehr schwierig vor? Hm, ist es vielleicht nicht für jemanden, der es schon mal gemacht hat, aber als Anfänger?
    Ich habe einen Schnitt von Jalie, ein Top mit Wickeloptik, das sitzt ohne Anpassung wirklich gut von der Oberweite her (finde ich jetzt, aber siehe mein Eingangsthread :D), keine Falten unter den Armen, was sonst schon mal ein Problem war... Vielleicht sind diese Schnitte für etwas mehr Oberweite ausgelegt, dann werde ich dort mal stöbern?
    Naja, und wenn ich dann doch anpassen muss, so hoffe ich, dass ich mich vertrauensvoll an Euch wenden darf :)


    LG

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  • im grunde sind raglanärmel ja eher eine sache des persönlichen geschmacks.


    gar nicht leiden mag ich sie bei abfallenden schultern, ansonsten muss man halt schauen, wie man darin aussieht. ich habe ein sehr breites schwimmerkreuz und finde raglan an mir total doof.


    ich muss brust und schultern anpassen. daher gibt es bei mir nur schnitte mit "normalen" ärmel, weil ich die einfach besser an mich anpassen kann. wie ich etliche mehrzentimeter an rücken und schultern in raglan reinbekommen soll, hat sich mir bisher noch nicht erschlossen. vielleicht macht ja jemand mal eine anleitung dazu :)8

    hamburg, meine perle

    Edited once, last by blaue_elise: rechtschreibung ist keine freeware ;) ().

  • Ich sehe es gerade bei Shirts und Pullis als problematisch an, und das bei 70 e-f.


    Und anpassen kann man Raglan definitiv besser wenn man den Ärmel geschlossen einheftet und dann guckt wie viel Oberhalb der Brust weggenommen werden muss (beim Kanga Pulli waren es bei mir vorne weit über 10 cm die ich rausnehmen musste, plus drehen des Ärmels nach vorne).


    Wie setzte Du den Raglan-Ärmel geschlossen ein? Und wei drehst Du ihn?


    Die Frage ist ganz eigennützig. Ich liebe Raglan - habe auch immer auf der Schulter eine Naht oder gleich zweiteilige Ärmel, aber richtig gut sitzen tun die nicht. Ich denke es liegt daran, dass der hintere Ärmel breiter sein müsse, so dass das Schulterblatt mehr Platz bekommt - aber nach diesem Erkenntnis-Gewinn hatte ich keine Lust mehr.


    wie ich etliche mehrzentimeter an rücken und schultern in raglan reinbekommen soll, hat sich mir bisher noch nicht erschlossen. vielleicht macht ja jemand mal eine anleitung dazu :)8


    In Höhe und Breite? Das habe ich schon gemacht.Und auf jedenFall brauchst Du eine Naht oben auf der Schulter - oder Du legst Falten, weil Deine Schulter bestimmt recht "eckig" sind - wie meine halt.
    Ich habe mir ein Shirt vorgemerkt, das ich ausprobieren will - mal gucken, ob ich das finde.


    Das ist es nicht, aber so ähnlich:
    http://www.burdastyle.de/burda…-shirts_pid_232_8687.html
    Damit hast Du mehr Länge auf dem Weg über die Schulter und weniger da, wo der Raglan angenäht wird - das ist das gleiche, was der zweiteilige Ärmel bewirkt. Ein einfacher Raglan-Ärmel wie z.B. bei Zoela von Farbenmix ist für mich gar nix. Eng, unbequem - untragbar.
    50

    50 - ja, so jung war ich mal

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  • Ich schließe bei jedem Shirt die Seitennaht und setze dann den Ärmel ein.


    Bei Raglan speziell:


    Ich hefte ihn ein, nachdem die Ärmelnaht und die Seitennaht separat geschlossen sind. Ich muss fast jeden Ärmel leicht drehen, d. h. die Seitennaht des Ärmels ist ca 1-2 cm im Vorderteil.


    Und ich muss an der Raglannaht des Vorderteils immer mehrere Centimeter wegnehmen, da kommt man gar nicht mehr ordentlich dran wenn man erst die Raglannähte und dann die Seitennaht näht.


    Als ich zu nähen anfing war das auch generell in jedem Heft und Buch so beschrieben, heute hat nur scheinbar auch an dieser Stelle die "quick an Dirty" Methode fast überall Einzug gehalten....

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  • Meine ersten Raglan-Teile waren die körperfernen weiten aus den 80ern - die konnte man locker am Raglan zuerst nähen.


    Erst vor kurzem habe ich zum ersten Mal einen Schnitt in der Hand gehabt, wo Ärmelnaht und Seitennaht geschlossen wurden, danach der Raglan in einem Rutsch und zuletzt die "Schulter"naht. Aber wei man da etwas drehen kann, verstehe ich nicht wirklich oder nimmst Du einfach an Shirt und Ärmel an unterschiedlchen Stellen etwas weg?
    :confused: :confused: :confused: :confused:
    50

    50 - ja, so jung war ich mal

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  • 1. nehme ich am Shirt viel weg und am Ärmel nix, und natürlich muss man das Halsloch etwas anpassen wenn man den Ärmel dreht.


    2. schneide ich alle Halslöcher sehr klein zu, wie groß es dann werd überlege ich beim nähen, daher macht es also nix wenn hinterer Hals am Shirt und am Ärmel nicht auf Anhieb deckungsgleich sind.

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  • Ich muss fast jeden Ärmel leicht drehen, d. h. die Seitennaht des Ärmels ist ca 1-2 cm im Vorderteil.


    Und ich muss an der Raglannaht des Vorderteils immer mehrere Centimeter wegnehmen, da kommt man gar nicht mehr ordentlich dran wenn man erst die Raglannähte und dann die Seitennaht näht.


    Sorry, mal 'ne dumme Frage: warum? Also, ich meine, woran merkst Du, dass Du das tun musst? Passt es nicht oder sieht es doof aus (ich hab sowas von keine Ahnung :pfeifen:)
    LG

  • Es liegt an meiner Figur, und das sieht man wenn man anprobiert.


    Einfach stumpf den Schnitt runternähen ohne Anpassungen geht doch bei kaum einem, wenn man anständige Paßform will muss man anpassen.


    Schnittmuster sind doch recht pauschal, die können nicht jedem perfekt passen.

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  • Einfach stumpf den Schnitt runternähen ohne Anpassungen geht doch bei kaum einem, wenn man anständige Paßform will muss man anpassen.


    Ne, das ist schon klar. Nur, was sieht man? Also, ich würde jetzt vielleicht sehen, dass ein Shirt nicht passt, aber ich käme nicht darauf, was ich ändern müsste, damit es passt. Was genau ändert sich beim Ärmel drehen? Könnte mir jetzt vorstellen, dass vor der Änderung vorne Falten sind, weil der Ärmel die am Vorderteil "hochschiebt"?
    (Ich sag ja, dumme Frage, ich bin der totale Anfänger - btw, wie ich im anderen Thread schon sagte, ich habe mir jetzt die burda nähschule bestellt, vielleicht hilft mir das ja auch ;) )

  • Beispiel Ärmel:


    Bei der Anprobe des Vorderteils ohne Ärmel sieht man ob Armausschnitt und Schulter zu breit sind, dann kann man da wegschneiden.


    Steckt man den Ärmel ein und er fällt faltenlos ist das gut, wenn nicht muss man ändern.


    Was und wie genau ist glaube ich in den meisten Nähbücher skizziert, oder bei den Burda Änderungstips auf der Homepage.


    Das lernt man irgendwie mit der Zeit, da wird der Blick kritischer denke ich.

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  • Ein bisschen OT: Die Fürstin von Monaco hat sehr breite Schultern. Sie ist athletisch, was ja sicher auch nicht verwundert. Mir fiel das auf und dann begann ich speziell darauf zu achten bei ihrer Mode.
    Ich finde es immer sehr spannend ihre Kleidung anzusehen und die Schnittführung.
    Das kann gut als Orientierung dienen. Raglanschnitte sind da nicht dabei. Oder ich habe sie bisher nicht gesehen.

    Viele Grüße
    Anne


    5. Mose 26 V.17

    Edited once, last by Anne Liebler ().

  • ...nun ist der Hochadel für mich nicht zwangsläufig "das Maß aller Dinge" - deren Tun und Treiben wird m.E. unangemessen viel öffentliche Aufmerksamkeit gewidmet, aber wenn einen elegante Mode interessiert, kann man ja durchaus mal hinschauen.


    Die Dame sieht aus, als wenn sie eine richtige Sportlerfigur hat - beeindruckend....


    Dass bei ihren festlicehn und eleganten Kleidern keine Raglanärmel dabei sind, verwundert mich nicht - für mich gehören diese auch eher zu Freizeit- und Sportkleidung sowie in den Bereich: "leicht zu nähen" - letzteres braucht sie nicht (hat sicher qualifizierte SchneiderInnen zur Verfügung), und ersteres sehen wir nicht ;)!

    Beste Grüße aus Meck-Pomm
    Steffi


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  • Die Dame ist Schwimmerin, daher das breite Kreuz, und jetzt wo ihr es sagt, meine Freundin ist Schwimmerin, und um Raglan macht sie einen großen Bogen.

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  • Nun gibt es zwischen ganz schmalen, verhuschten und gebeugten Schultern, breiten und aufrechten Schultern und dem breiten Kreuz einer Schwimmerin natürlich auch noch graduelle Unterschiede :D!


    Ich bleibe dabei - ich fühle mich wohl in Raglanteilen :)!


    Wenn ich meine "Schnittquelle"-Jacke denn mal fertig bekomme, zeig ich euch ein Bild ....

    Beste Grüße aus Meck-Pomm
    Steffi


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